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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

Nicht das, was ich erwartet habe

Happiness Forever
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Adelaide Faiths „Happiness Forever“ erzählt die Geschichte von Sylvie, einer Tierarzthelferin, deren Leben sich fast ausschließlich um ihre wöchentliche Therapie und die obsessive Verliebtheit in ihre ...

Adelaide Faiths „Happiness Forever“ erzählt die Geschichte von Sylvie, einer Tierarzthelferin, deren Leben sich fast ausschließlich um ihre wöchentliche Therapie und die obsessive Verliebtheit in ihre Therapeutin dreht. Faith beschreibt Sylvies innere Welt präzise und einfühlsam, ihr Erzählstil ist klar und nüchtern, ohne moralische Belehrungen oder übertriebene Sentimentalität. Die Stärke des Romans liegt in der Darstellung der emotionalen Abhängigkeit Sylvies.
Allerdings bleibt die Handlung größtenteils statisch, äußere Ereignisse treten in den Hintergrund, und die wiederholte Innenschau kann auf Dauer ermüdend wirken. Die Therapeutin bleibt anonym, was die emotionale Konzentration auf Sylvie verstärkt, gleichzeitig aber Dynamik und Spannung reduziert.
Fazit: für alle, die Charakterstudien schätzen und inneres Seelenleben über äußere Handlung stellen. Wer eher eine mitreißende Handlung sucht, könnte den Roman als zu statisch empfinden.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Eine unerwartete Rezension

Holmes & Moriarty
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Der Kriminalroman „Holmes & Moriarty“ von Gareth Rubin ist eine moderne Adaption zu den bekannten Sherlock Holmes-Krimis.
In dieser ungewöhnlichen Geschichte wird erzählt, wie Sherlock Holmes und sein ...

Der Kriminalroman „Holmes & Moriarty“ von Gareth Rubin ist eine moderne Adaption zu den bekannten Sherlock Holmes-Krimis.
In dieser ungewöhnlichen Geschichte wird erzählt, wie Sherlock Holmes und sein Erzfeind Professor Moriarty gezwungen sind, gemeinsame Sache zu machen. Ausgangspunkt ist ein mysteriöses Schauspiel, das in London für Aufsehen sorgt und dessen Aufführung bald in tödlichen Ernst umschlägt: Mehrere Morde geschehen, und schnell fällt der Verdacht auf Moriarty.
Die Grundidee sorgt für Spannung und die Handlung entwickelt sich temporeich, voller Wendungen und mit einer dichten Atmosphäre, die den Tonfall Conan Doyles gekonnt aufgreift. Besonders gelungen ist die Gegenüberstellung der beiden gegensätzlichen Figuren, deren Dynamik das Buch über große Strecken trägt.
Etwas schwieriger macht die Lektüre jedoch die gewählte Erzählstruktur: Rubin lässt abwechselnd Dr. Watson und Sebastian Moran, Moriartys rechte Hand, zu Wort kommen. Diese zwei Perspektiven eröffnen zwar interessante Blickwinkel, verwirren aber mitunter, da die Übergänge nicht immer sofort klar erkennbar sind. Gerade wer eine geradlinige Holmes-Erzählung erwartet, muss hier mehr Aufmerksamkeit aufbringen.
Hinzu kommt, dass die Geschichte im letzten Drittel eine Wendung ins Fantastische nimmt: dies mag manchen Lesern gefallen, andere dürften jedoch die Plausibilität vermissen, die man traditionell mit Holmes verbindet.
Fazit: Insgesamt ist es ein unterhaltsamer Roman, der Spannung garantiert und als mutige Neuinterpretation funktioniert. Wer bereit ist, sich auf die ungewöhnliche Erzählweise einzulassen und ein wenig Fantasy im Holmes-Universum zu akzeptieren, wird hier ein packendes Leseerlebnis finden.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Ungewöhnliche Idee für einen Thriller

Not Quite Dead Yet
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„Not Quite Dead Yet“ von Holly Jackson ist ein rasanter Thriller mit einer originellen Prämisse: Die 27-jährige Jet Mason weiß nach einem brutalen Angriff, dass sie aufgrund eines Aneurysma nur noch wenige ...

„Not Quite Dead Yet“ von Holly Jackson ist ein rasanter Thriller mit einer originellen Prämisse: Die 27-jährige Jet Mason weiß nach einem brutalen Angriff, dass sie aufgrund eines Aneurysma nur noch wenige Tage zu leben hat – und beschließt, in dieser Zeit ihren eigenen Mörder zu finden. Die Story wird temporeich erzählt, während schwarzer Humor und Sarkasmus die oft sperrige, aber faszinierende Hauptfigur prägen. Dabei verleiht besonders das Zusammenspiel mit Jets Jugendfreund Billy der Geschichte emotionale Tiefe. Das Cover passt gut zum Thriller - düstere Farben und mit einem stilisierten Gehirnscan wird die tödliche Verletzung aufgenommen. Die Handlung ist spannend und voller Wendungen, wirkt jedoch stellenweise überzogen und nicht immer realistisch. Die Nebenfiguren bleiben leider teils klischeehaft, und Jets ruppige Art dürfte nicht allen gefallen. Insgesamt aber ein packender, cleverer Thriller, der vor allem durch seine ungewöhnliche Ausgangsidee und das hohe Tempo überzeugt.

Fazit: ein guter Thriller für alle, die ungewöhnliche Plots lieben und auch mit schwierigen Charakteren zurechtkommen.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Guter Regional-Krimi mit Potenzial

Die Strelasund-Morde
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In dem Kriminalroman „Die Strelasund-Morde“ von Louise Stauf ermittelt Kommissarin Ira Würfel in ihrem ersten Mordfall nach ihrem Umzug von Köln nach Stralsund. Immer noch nicht richtig dort angekommen ...

In dem Kriminalroman „Die Strelasund-Morde“ von Louise Stauf ermittelt Kommissarin Ira Würfel in ihrem ersten Mordfall nach ihrem Umzug von Köln nach Stralsund. Immer noch nicht richtig dort angekommen und geplagt von ihrer Vergangenheit, versucht sie zusammen mit ihrem Kollegen Konstantin Tobler den Mord an einer Studentin aufzuklären.
Das Cover mit der untergehenden Sonne passt sehr gut zur Geschichte, die Ende November im nass-kalten Stralsund spielt und man freut sich beim Lesen mit Ira über jeden noch so kleinen Sonnenstrahl. Atmosphärisch ist die Handlung gut und Mord und mögliche Tatverdächtige sind direkt da. Trotzdem bin ich nicht gut in die Story reingekommen, da für meinen Krimi-Geschmack zu viel über Iras persönliches Gefühlsleben als über die Lösung des Mordes geschrieben wurde. Dadurch zog sich der Fall auch sehr in die Länge. Erst im letzten Drittel nahm die Geschichte nochmal an Tempo zu und wurde spannend. Deshalb würde ich einem weiteren Band auch noch eine Chance geben.
Fazit: für alle, die gerne Krimis lesen, bei denen es nicht nur um die Lösung des Falls geht, sondern auch die Charaktere im Vordergrund stehen.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Unterhaltsame Fantasy

Ein Cookie für den Dämon
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„Ein Cookie für den Dämon“ von Annette Marie ist der erste Band ihrer SpinOff-Reihe zu „Guild Codex: Spellbound“, kann aber unabhängig davon hiervon gelesen werden.
Im Mittelpunkt steht Robin, die im Keller ...

„Ein Cookie für den Dämon“ von Annette Marie ist der erste Band ihrer SpinOff-Reihe zu „Guild Codex: Spellbound“, kann aber unabhängig davon hiervon gelesen werden.
Im Mittelpunkt steht Robin, die im Keller ihres Onkel feststellen muss, dass dieser illegal einen Dämonen beschworen hat. Durch eine Verkettung von Ereignissen binden sich Robin und der Dämon Zylas aneinander und müssen nun versuchen, miteinander zurechtzukommen und auch noch einigen Widersachern die Stirn bieten.
Die Geschichte fängt interessant an und lässt sich leicht und flott lesen. Ich hatte mit einem lustigen Cosy-Fantasy-Roman gerechnet, allerdings ist die Handlung dafür teilweise etwas zu spannend. Auch mit der Protagonistin Robin bin ich nicht richtig warm geworden, sie ist mir etwas zu naiv und stolpert anfangs durch die Geschichte. Das wird allerdings besser und man möchte wissen, wie es weitergeht.
Fazit: für Fans von witziger Fantasy und Spellbound Lesern geeignet.

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