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Veröffentlicht am 07.09.2025

Eine große Liebe im Schatten der Nazidiktatur

Martha, Mon Amour. Eine verlorene Liebe
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Der Roman erzählt die Geschichte von Martha, die bereit ist für ihre große Liebe Amir, einen Kolonialsoldaten, alles aufzugeben und dabei große Risiken eingeht.

Martha hat im 1. Weltkrieg ihren Verlobten ...

Der Roman erzählt die Geschichte von Martha, die bereit ist für ihre große Liebe Amir, einen Kolonialsoldaten, alles aufzugeben und dabei große Risiken eingeht.

Martha hat im 1. Weltkrieg ihren Verlobten verloren. Ihr Wunsch, Psychologie zu studieren, bleibt ein unerfüllter Traum. Durch Zufall lernt Martha den französischen, tunesisch stämmigen Soldaten Amir kennen. Die beiden treffen sich öfters und ernten abschätzige Blicke von Passanten. Dabei begegnet Amir Martha respektvoll und sie hofft, dass da mehr zwischen ihnen sein könnte. Als Amir nach Paris zurückkehrt, bleibt Martha enttäuscht in Köln zurück. Die Schatten der erstarkenden Nazidiktatur werden größer und da Martha nach dem Tod ihrer Mutter keine Familie mehr in Köln hat , nimmt sie den überraschenden Heiratsantrag von Amir an. Sie reist nach Paris , wo sie nicht mit offenen Armen empfangen wird. Amirs Mutter lehnt sie ab und die feindselige Haltung der Franzosen gegenüber Deutschen ist allgegenwärtig. Doch Amir steht zu ihr und das ist alles ,was zählt. Da schlägt das Schicksal erneut zu. Marthas Mentor und väterlicher Freund liegt 1940 im sterben. Gegen alle Vernunft und trotz Amirs Bedenken reist Martha nach Köln . Dort bekommt sie die Auswirkungen der Schreckensherrschaft hautnah mit. Eine Rückkehr nach Paris liegt in weiter Ferne.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin von ihren realen und gut recherchierten historischen Schilderrungen begeistert. Diese verbindet sie mit einer spannende, unterhaltsamen und emotionalen Geschichte - so auch hier. Wenn man an die Grausamkeiten der Nazis denkt, fällt einem unweigerlich der Völkermord an den Juden ein und vergisst dabei, dass auch andere mit dem Tode bedroht wurden. Mir war nicht bekannt, welcher Gefahr Kinder von Kolonialsoldaten und deren Mütter ausgesetzt waren. Die Kinder wurden sterilisiert und die Mütter mussten damit rechnen, für geisteskrank erklärt zu werden. Martha hat mir als Person gut gefallen. Sie ist intelligent, loyal und nimmt sich ihrer Mitmenschen an, auch um den Preis der eigenen Sicherheit. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin die Probleme in Paris nicht klein schreibt und diese auch benennt. Das alles wird von der Liebe zwischen Amir und Martha überstrahlt . Obwohl Amir traditionell erzogen wurde,, ist er bereit, Martha ihre Freiräume zu lassen.

Der Teil des Romans, als Martha wieder in Köln hat mich stark bewegt. Nur gut, dass die Autorin einen sachlichen Erzählstil pflegt. Das Ende hält eine große Überraschung bereit, auf die ich nicht gefasst war. Das hat mir gut gefallen, da ich nach alle dem Schrecken, einen Funken Hoffnung gut gebrauchen konnte.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Ein niederträchtiges Verbrechen, das zur Zeit der Kreuzzüge seinen Anfang nimmt

Das Lied des Vogelhändlers
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Ich mag die Bücher des Autors sehr. Er verbindet historische Tatsachen gekonnt mit Fiktion. Was mich dieses Mal angenehm überrascht hat, es gibt einen hohen Anteil an Krimielementen, was den Spannungsfaktor ...

Ich mag die Bücher des Autors sehr. Er verbindet historische Tatsachen gekonnt mit Fiktion. Was mich dieses Mal angenehm überrascht hat, es gibt einen hohen Anteil an Krimielementen, was den Spannungsfaktor entsprechend hoch hält.

Die Ereignisse beginnen 1190 zur Zeit des 3. Kreuzzuges unter Barbarossa, der kein gutes Ende nahm. Die Waise Franziska begleitet ihren Onkel auf dieses waghalsige Unternehmen und steht nach dessen Tod alleine da. Ihr Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als sie den Markgraf von Baden kennenlernt. Der Autor schildert anschaulich die Unbill , denen die Kreuzfahrer und deren Tross ausgesetzt sind. Interessant waren die Einblicke in die damalige Heilkunst. Ich begleite Franziska durch Höhen und Tiefen, bis sie 10 Jahre später wieder in ihrer Heimat ist.

Der Autor wechselt immer wieder die Zeitebene und berichtet parallel über die Ereignisse im Jahr 1200, die mich auf die Burg der Söhne des Markgrafen führen. Nun lerne ich den sympathischen Vogelhändler Wigbert und sein Mündel Almut kennen. Er hofft auf gute Geschäfte anlässlich des auf der Burg stattfindenden Turniers. Da kreuzt sich sein Weg mit dem Gesandten des Königs, Walther von der Vogelweide. Im Laufe der Geschichte mochte ich Walther immer mehr, auch weil er eine heitere Note in das dramatische Geschehen bringt. Mit der Ankunft auf der Burg dominiert in meinen Augen die Krimihandlung. Es gibt einen mysteriösen Todesfall, geheimnisvolle Anschläge und mittendrin, Walther, Wigbert ,Franziska. und ich . Gemeinsam gilt es einen Mörder zu entlarven und ein Komplott aufzudecken., was mich ordentlich in Atem hält.

Die Handlung war abwechslungsreich und hat mich immer wieder überrascht. Ich war regelrecht erleichtert, als der Schuldige ausfindig gemacht war und er seine drastischen, aber verdienten Strafe bekam. Zu meiner Freude endet das Buch versöhnlich und ich konnte die Beteiligten mit ruhigen Gewissen verlassen.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Ein Serienmörder, der das Kopfkino zu Hochform auflaufen lässt

Schwüre, die wir brechen
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Ich mag skandinavische Krimis, gerade auch weil sie eine düstere, fast schon hoffnungslose Stimmung herauf beschwören. Das ist auch hier der Fall, wenn auch in meinen Augen etwas weniger ausgeprägt.
Der ...

Ich mag skandinavische Krimis, gerade auch weil sie eine düstere, fast schon hoffnungslose Stimmung herauf beschwören. Das ist auch hier der Fall, wenn auch in meinen Augen etwas weniger ausgeprägt.
Der Prolog hat mich etwas verwirrt, da ich langen keinen Bezug zum aktuellen Geschehen herstellen konnte. Weitere Einschübe , die Geschehnisse in der Vergangenheit schildern, waren in ihrer Trostlosigkeit beängstigend. Erst ganz am Ende wurde mir wirklich bewusst, wie brillant der Aufbau des Thrillers ist.
Die Morde selbst sind verstörend und die Schilderung der Leichen haben Bilder in meinem Kopf entstehen lassen, die ich so schnell nicht los wurde. Jon North und seine junge Kollegin Svea Karhuu stehen vor einem Rätsel. Was ist das Motiv ? Gibt es einen gemeinsamen Nenner bei den Opfern und was soll die bizarre Inszenierung ? Beide Ermittler sorgen mit ihren privaten Problemen, die im Grunde eigenständige Kriminalfälle sind, für zusätzliche Spannung. Ich habe sie im Gegensatz zu anderen Krimis nicht als störend empfunden, sondern als Boni.
Als ein junges Mädchen entführt wird und alles darauf hindeutet, dass sie ein weiteres Opfer des Serienkillers ist, wird die Ermittlungssituation zum Hexenkessel. Das wiederum führt dazu, dass es überraschende Wendungen und einen lebensgefährlichen Showdown gibt .
Die Lösung des Falles hat mich völlig überzeugt und ich war entsetzt über die Gefühlskälte und Arroganz des Täters. Ich fand den Krimi sehr unterhaltsam, sogar an manchen Stellen trotz der Grausamkeit der Taten auch humorvoll . Dennoch gibt das Ende eher Anlass zur Hoffnungslosigkeit, denn Zufriedenheit. Für mich ein absolut lesenswerter Krimi.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Unversöhnliche Rache

Schachmatt, gleich bist du tot
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Der Ermittler Aidan Carter und Jessica sind mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, als eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt wird, die Aidan und alle die ihm nahe stehen mit dem Tode bedroht.

Aidan ...

Der Ermittler Aidan Carter und Jessica sind mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, als eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt wird, die Aidan und alle die ihm nahe stehen mit dem Tode bedroht.

Aidan erhält einen Brief, der ihn auffordert , nach seinem Nachbar zu sehen. Leicht alarmiert und irritiert kommt er der Aufforderung nach und findet seinen Nachbarn ermordet vor. Zufall oder persönliche Botschaft an ihn ? Nach einem weiteren Mord ist die Antwort auf die Frage klar. Jemand will Aidans Leben zerstören und ist bereit dafür alle zu töten, die eine Rolle in Aidans Leben spielen. Sofort fällt der Verdacht auf einen der unzähligen von Aidan festgenommenen Verbrecher. Zudem scheinen die Taten religiös motiviert zu sein. Die Anspannung und Dringlichkeit, den Mörder zu finden , steigt , als Aidan und seine Kollegen feststellen müssen, dass der Gesuchte die Nähe zu Jessica und Aidans Schwester gesucht hat. Besser die Hochzeit absagen ? Das würde alle weiter beunruhigen und so findet die Feier unter starkem Polizeischutz statt. Doch der Mörder ist bereits unter ihnen.

Ich mag die Krimis der Autorin sehr. Sie sind immer fesselnd mit sehr hohem Spannungsfaktor und definitiv nicht weich gespült. Ich finde das Maß der geschilderten Gewalt der jeweiligen Situation immer angemessen. Mir gefällt besonders die Darstellung der Polizeiermittlung und wie das Team zusammenarbeitet, um den Fall zu lösen. Wie im wirklichen Leben gibt es falsche Spuren und manchmal hilft der Zufall. Die Motive für die Taten waren in meinen Augen einleuchtend und hätten durchaus die Möglichkeit gelassen, den Täter ein gewisses Verständnis entgegen zu bringen. Die Chance hat er durch seine brutale Handlungsweise in meinen Augen vertan. Nichts rechtfertigt , wie er sich zum Richter und Henker gleichermaßen aufgeschwungen hat. Für mich war der Krimi packend bis zur letzten Seite. Geschickt gelingt es der Autorin das Finale hinauszuzögern und mich dabei in Atem zu halten. Gut fand ich auch, das er verschiedene Emotionen bei mir geweckt hat.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Ein modernes Märchen aus tausendundeiner Nacht mit realen historischen Fakten

Der Duft der fernen Insel
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Die Autorin lässt mich eintauchen in eine fremde , exotische Welt, die zum Träumen einlädt und die mich immer wieder mit erschreckenden und zum Teil brutalen Wahrheiten in die Realität zurückholt.

Eve, ...

Die Autorin lässt mich eintauchen in eine fremde , exotische Welt, die zum Träumen einlädt und die mich immer wieder mit erschreckenden und zum Teil brutalen Wahrheiten in die Realität zurückholt.

Eve, 25 Jahre alt, Waise und Lehrerin an einer Blindenschule in England, bekommt das Angebot ihres Lebens. Sie soll die blinde Tochter des Sultans von Sansibar unterrichten. Gemeinsam stürzen wir uns in das Abenteuer. Wir treffen auf eine fremde Kultur, mit anderen gesellschaftlichen Regeln, dominiert vom Islam. Da Eve kein arabisch spricht, wird die junge Fanny, Tochter von Sklaven, ihre Dolmetscherin und beide übersiedeln in den Sultanspalast. Hier herrscht eine strenge Geschlechtertrennung. Die Schilderungen des Harems und des Lebens dort waren interessant und haben so gar nichts gemein mit unseren modernen Vorstellungen von Gleichberechtigung. Die Autorin schildert die kleinen und großen Tragödien und Eifersüchteleien unter den Frauen - mal zum Lachen, mal zum Weinen.

Eves Schülerin Nunu ist ein verwöhntes Kind, das keine Grenzen kennt und mit seiner Blindheit hadert. Langsam erlangt Eve Nunus Vertrauen und entdeckt deren Begabung zur Parfümherstellung.. War der Roman bis hierhin schon unterhaltsam und exotisch, wird es abenteuerlich und sehr emotional, als der Sultan, Nunus Vater, stirbt und damit eine dramatische Wendung für ihrer aller Leben bringt. Voodoo, fanatische Missionare und Männer , die Frauen schamlos ausnutzen sind Bestandteile des weiteren Geschehens

So märchenhaft das Buch in einigen Teilen ist, so ist es dennoch immer mit historischen Wahrheiten unterfüttert. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen und wieder mal einige Lücken in meinen Geschichtskenntnissen geschlossen. Spannend fand ich die Entwicklung, die Nunu erfährt. Zu Beginn ist sie die verwöhnte Prinzessin, die ich nicht besonders leiden konnte. Das blieb auch eine ganze Weile so, bis das Schicksal erbarmungslos zuschlägt und sie eine Wandlung erfährt, die mich für sie einnimmt. Der Roman bietet in meinen Augen Unterhaltung vom feinsten und war für mich ein echter Pageturner.

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