Ein niederträchtiges Verbrechen, das zur Zeit der Kreuzzüge seinen Anfang nimmt
Das Lied des VogelhändlersIch mag die Bücher des Autors sehr. Er verbindet historische Tatsachen gekonnt mit Fiktion. Was mich dieses Mal angenehm überrascht hat, es gibt einen hohen Anteil an Krimielementen, was den Spannungsfaktor ...
Ich mag die Bücher des Autors sehr. Er verbindet historische Tatsachen gekonnt mit Fiktion. Was mich dieses Mal angenehm überrascht hat, es gibt einen hohen Anteil an Krimielementen, was den Spannungsfaktor entsprechend hoch hält.
Die Ereignisse beginnen 1190 zur Zeit des 3. Kreuzzuges unter Barbarossa, der kein gutes Ende nahm. Die Waise Franziska begleitet ihren Onkel auf dieses waghalsige Unternehmen und steht nach dessen Tod alleine da. Ihr Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als sie den Markgraf von Baden kennenlernt. Der Autor schildert anschaulich die Unbill , denen die Kreuzfahrer und deren Tross ausgesetzt sind. Interessant waren die Einblicke in die damalige Heilkunst. Ich begleite Franziska durch Höhen und Tiefen, bis sie 10 Jahre später wieder in ihrer Heimat ist.
Der Autor wechselt immer wieder die Zeitebene und berichtet parallel über die Ereignisse im Jahr 1200, die mich auf die Burg der Söhne des Markgrafen führen. Nun lerne ich den sympathischen Vogelhändler Wigbert und sein Mündel Almut kennen. Er hofft auf gute Geschäfte anlässlich des auf der Burg stattfindenden Turniers. Da kreuzt sich sein Weg mit dem Gesandten des Königs, Walther von der Vogelweide. Im Laufe der Geschichte mochte ich Walther immer mehr, auch weil er eine heitere Note in das dramatische Geschehen bringt. Mit der Ankunft auf der Burg dominiert in meinen Augen die Krimihandlung. Es gibt einen mysteriösen Todesfall, geheimnisvolle Anschläge und mittendrin, Walther, Wigbert ,Franziska. und ich . Gemeinsam gilt es einen Mörder zu entlarven und ein Komplott aufzudecken., was mich ordentlich in Atem hält.
Die Handlung war abwechslungsreich und hat mich immer wieder überrascht. Ich war regelrecht erleichtert, als der Schuldige ausfindig gemacht war und er seine drastischen, aber verdienten Strafe bekam. Zu meiner Freude endet das Buch versöhnlich und ich konnte die Beteiligten mit ruhigen Gewissen verlassen.