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Veröffentlicht am 24.08.2025

Berlin hat ein dickes Problem!

Das Geschenk
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Ein morgendlicher Anruf, den Bundeskanzler Winkler zunächst für einen Scherz hält: Elefanten im Spreebogenpark!
Doch sind diese nicht etwa aus dem Zoo ausgebüxt, wie man vielleicht vermuten würde.
Nein! ...

Ein morgendlicher Anruf, den Bundeskanzler Winkler zunächst für einen Scherz hält: Elefanten im Spreebogenpark!
Doch sind diese nicht etwa aus dem Zoo ausgebüxt, wie man vielleicht vermuten würde.
Nein! - Als ironischen Dank für das kürzlich von der Regierung verabschiedete Einfuhrverbot von Jagdtrophäen, hat der Präsident von Botswana 20.000 Elefanten als „Geschenk“ entsendet.
Das Krisenmanagement hat alle Hände voll zutun, denn die Tiere hinterlassen eine Schneise der Verwüstung und befeuern heftige politische Debatten um die Handlungsfähigkeit des Bundeskanzlers und seiner Regierung, die massiv unter Druck gerät.
Währenddessen erstickt die Hauptstadt langsam aber sicher im Elefantendung!

Eine intensive und unterhaltsame Politsatire, die sich auf knappen 138 Seiten entfaltet. Mehr braucht Gaea Schoeters nicht, um ein Kathastrophenszenario auf erschreckend reale Weise und auf den Punkt darzustellen. Mir wird es so schnell sicher nicht mehr aus dem Kopf gehen.
Die Autorin regt mit dieser Geschichte einmal mehr dazu an, über den europäischen Tellerrand zu schauen.
Denn eine Frage stellt sich hier sehr klar:
Sind wir uns über die Folgen politischer Entscheidungen und der daraus resultierenden Verantwortung auf globaler Ebene überhaupt bewusst oder endet unsere Solidariät, wie so oft, an den europäischen Grenzen?

Die Thematik könnte kaum klüger und treffsicherer in dieser literarischen Form umgesetzt sein. Mich hat es von der ersten Seite an, gefesselt und hallt nach wie vor nach!
Ein Roman der nicht an der Oberfläche kratzt, sondern tief ins Mark geht und den ich daher von Herzen empfehlen möchte!

Vor allem diejenigen, die sich gerne mit moralischen Grauzonen, Politik und Gesellschaftskritik auseinandersetzen, sollten diesen Titel unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Heiß wie ein sizilianischer Vulkan!

Problematic Summer Romance – Die hitzige Unzulässigkeit der Liebe
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☀️😎Die perfekte Sommerlektüre mit klassischer Age-Gap-Trope, der die Frage aufwirft, wer eigentlich festlegt, wann ein Altersunterschied zu groß ist! 😎☀️

Im Mittelpunkt stehen diesmal die 23-jährige Maya ...

☀️😎Die perfekte Sommerlektüre mit klassischer Age-Gap-Trope, der die Frage aufwirft, wer eigentlich festlegt, wann ein Altersunterschied zu groß ist! 😎☀️

Im Mittelpunkt stehen diesmal die 23-jährige Maya und Conor, der Chef eines erfolgreichen Biotech-Startups und gleichzeitig bester Freund von Mayas Bruder Eli. Beide sind für die anstehende Hochzeit von Eli und Rue in Sizilien und müssen die kommenden Tage gemeinsam unter einem Dach verbringen, inklusive seiner Ex-Liebschaften.
Zwischen Conor und Maya liegt von Anfang an Spannung in der Luft, warum - das erfährt man immer wieder in Rückblenden, die nach und nach einen tieferen Einblick in die Vergangenheit und Beziehung zwischen beiden geben.

Für Conor steht fest, mehr als Freundschaft darf und kann es nicht geben, denn ihn und Maya trennen 15 Jahre Altersunterschied. Trotzdem knistert es gewaltig zwischen ihnen und Conor’s Widerstand angesichts von Mayas Hartnäckigkeit beginnt langsam aber sicher zu bröckeln.

Mich begeistert vor allem Mayas kluge, reflektierte Art – ihre Dialoge mit Conor sind nicht nur richtig witzig, sondern auch voller Tiefe. Immer wieder begegnet sie seinen inneren Konflikten mit scharfsinnigen Argumenten und bringt dabei spannende Denkanstöße ein, die das Buch über die typische Liebesgeschichte hinausheben.

Nach „Not in Love“, das für mich persönlich eine kleine Enttäuschung war, hat mich die Fortsetzung nun vollkommen mitgerissen und begeistert!

Diese Summer-Romance heizt ein wie ein sizilianischer Vulkan, auch wenn sich Ali Hazelwood diesmal in Sachen Spice etwas zurückgehalten hat. Für mich eins der besten Bücher der Autorin und DIE Sommerlektüre für alle Ali Hazelwood- und Romance-Fans!
Definitiv eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Ein gelungenes Romandebüt!

Himmel ohne Ende
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Für die 15-jährige Charlie läuft alles gerade wie in einem falschen Film.
Ihr Vater hat nach seinem Weggang ein tiefes Loch hinterlassen, ihre Mutter kommt mit einem neuen Freund um die Ecke und ihre ...

Für die 15-jährige Charlie läuft alles gerade wie in einem falschen Film.
Ihr Vater hat nach seinem Weggang ein tiefes Loch hinterlassen, ihre Mutter kommt mit einem neuen Freund um die Ecke und ihre beste Freundin Kati hat Charlie einfach gegen das beliebteste Mädchen der Schule ersetzt und küsst obendrein noch ihren heimlichem Schwarm.
Und als es kaum noch schlimmer werden kann, erscheint Pommes auf der Bildfläche.
Er füllt die Lücken in Charlies Herz und fortan scheint das Leben wieder ein kleines bisschen in die richtige Richtung zu gehen.

Die Geschichte entfaltet sich ganz anders, als ich es zunächst vermutet habe und trifft damit bei mir genau den richtigen Ton: Sie ist melancholisch, klug und witzig – aber nie kitschig. Wie auch die Hauptprotagonistin.
Charlie denkt zwar erwachsener, als man es einer 15-Jährigen zusprechen würde – aber die Erzählweise passt erstaunlich gut.
Mit ihrem Charakter fühlt man sich von Beginn an verbunden und das in all ihren Lebenslagen. Und Pommes, der eigentlich Kornelius heißt, ergänzt diese tolle Story zusätzlich wie ein vergessenes Puzzlestück, das alles vervollständigt.

Ein wunderschöner, melancholischer Coming-of-Age-Roman über Freundschaft, Neuanfänge und den schwierigen Weg zum Erwachsenwerden.
Ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Seelenvögel und Vaterfigur

Psychopompos
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Als Diplomatentochter wächst Amélie Nothomb fernab der belgischen Heimat, vornehmlich im asiatischen Raum auf. Gerade die ersten Jahre ihres Lebens, die sie mit ihrer Familie in Japan verbringt, wirken ...

Als Diplomatentochter wächst Amélie Nothomb fernab der belgischen Heimat, vornehmlich im asiatischen Raum auf. Gerade die ersten Jahre ihres Lebens, die sie mit ihrer Familie in Japan verbringt, wirken sich prägend auf ihre Faszination für die Vogelwelt aus. Diese wird Amélie auf den weiteren Stationen in ihrem Leben fortan begleiten und letztlich eine elementare Rolle in diesem Roman spielen.

Auf die zentrale Frage, was sich hinter dem Buchtitel verbirgt, geht die Autorin allerdings mit einer solch philosophisch anmutenden Intensität ein, dass ich mich vorübergehend dabei verloren habe. Der Vogel als mythologische Figur des Seelenbegleiters für Verstorbene, ist vielleicht nicht unbedingt mein Interessensschwerpunkt in diesem Buch, dafür haben mich die intimen, persönlichen Einblicke, die Nothomb in diesem Roman wieder einmal gewährt, um so mehr vereinnahmt. Neben den ungewöhnlichen Episoden aus ihrer Kindheit, sind das ein traumatisches Erlebnis in der frühen Jugend und die Anorexie, in die sie sich für Jahre flüchtet. Aber auch ihr Werdegang als Schriftstellerin und die Beziehung zu ihrem Vater, die erst mit seinem Tod an Tiefe gewonnen hat, sind wichtige Themen, denen sich die Autorin hier schonungslos offen widmet.

Es ist lesenswerter literarischer Drahtseilakt zwischen nüchterner Distanz und emotionalen Tönen, gespickt mit viel Persönlichkeit, einem Hauch Selbstironie und einer Spur Provokation.

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Romantasy mit Tiefgang

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Aemyra, eine junge Schmiedin und Hebamme, verfügt über eine mächtige und gleichzeitig verbotene Feuermagie. Seit Tir Teine fest in männerdominierter Hand ist, wird alles Magische verfolgt und Frauen systematisch ...

Aemyra, eine junge Schmiedin und Hebamme, verfügt über eine mächtige und gleichzeitig verbotene Feuermagie. Seit Tir Teine fest in männerdominierter Hand ist, wird alles Magische verfolgt und Frauen systematisch unterdrückt. Mit dem Tod des Königs hat Aemyra jedoch wieder eine Chance, ihren rechtmäßigen Anspruch auf den Thron einzufordern. Dafür muss sie sich jedoch an seinen furchteinflößenden, eigenwilligen Drachen binden - ein unmögliches Unterfangen. Ihre machtbesessenen Gegenspieler schmieden währenddessen im Hintergrund einen blutigen Komplott und so misslingt der Plan, das Reich von der Tyrannei zu befreien. Ihr bleibt nur ein Ausweg und das ist ausgerechnet eine Bündnisehe mit dem verhassten mit Thronanwärter, Prinz Fiorean. Dieser entpuppt sich von Anfang an als unberechenbare Charakter-Wundertüte. Ebenso seine Mutter, die das Patriarchat freiwillig unterstützt, oder etwa doch nicht?!
Am besten gefällt mir auf jeden Fall Aemyra. Sie ist zäh, mutig und steht für ihre Überzeugungen ein. Mit ihrer queeren Einstellung macht sie keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern - Ein Schachzug, den ich von der Autorin wirklich großartig finde!
Generell hat mir die Story ziemlich gut gefallen, obwohl ich ohne meine Notizen zu den zahlreichen Protas vermutlich verloren gewesen wäre. Der Schreibstil ist dafür flüssig und das Wordbuilding passt ebenfalls. Und wenn man nicht gerade Fan der Serie „House of Dragons“ ist kann man sogar vollkommen unvoreingenommen und spoilerfrei in die Story abtauchen.
Für mich war es deshalb ein aufregender neuer Ausflug in die magische Drachenwelt, mit spannenden politischen Machtkämpfen, einem romantischen Slow-Burn und richtig fiesen Plottwists!
Ob ich jetzt der Fortsetzung entgegenfiebere - Ja, definitiv!

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