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Veröffentlicht am 24.02.2026

Furchtbar

Rabid
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Nachdem ich die "The Darkest Gold"-Reihe von Raven Kennedy abgöttisch geliebt habe, musste ich dieses Buch natürlich unbedingt haben. Fairerweise muss ich zugeben, dass ich mir den Inhalt erst durchgelesen ...

Nachdem ich die "The Darkest Gold"-Reihe von Raven Kennedy abgöttisch geliebt habe, musste ich dieses Buch natürlich unbedingt haben. Fairerweise muss ich zugeben, dass ich mir den Inhalt erst durchgelesen habe, als ich es zu Hause in die Hand genommen habe. Aber dass "Rabid" inhaltlich so ein Flop werden würde, stand nicht auf meiner Bingo-Karte für dieses Jahr.

Ich bekomme einfach nicht in meinen Kopf, was sich beide Autorinnen wohl bei dieser Geschichte gedacht haben, denn für mich war es nur eines: substanzloser Geschlechtsverkehr. Weder gibt es einen glaubhaften Plot, noch nachvollziehbare oder echte Emotionen und der plumpe Schreibstil hat mir irgendwann echt den Rest gegeben. Gerade die viel zu häufig vorkommenden Sexszenen waren geradezu unangenehm zu lesen, wobei die wiederholte Verwendung der Wörter fi*en, Fze oder Pu*y überhaupt nicht förderlich waren. Es kommen gar keine echten Emotionen bei mir auf, weil die übertriebene sexuelle Anziehung der beiden Protagonisten alles andere überdeckt.

Auch das Worldbuilding hinterlässt bei mir eher ein großes Fragezeichen als alles andere. Ist euch beispielsweise aufgefallen, dass Tyrans Rudel zwar in einfache Leinen- und Lederkleidung gehüllt ist, ihr Essen jagen geht und in schlichten Holzhütten lebt, es aber trotzdem heißes Wasser, eine funktionierende Toilette und einen Föhn gibt? Merkwürdig, denn entweder lebt das Rudel von dem was die Natur hergibt oder eben nicht. Die Idee mit den Geisterwölfen fand ich eigentlich ganz faszinierend, doch gleichzeitig drängte sich mir immer wieder die Frage auf, warum man sich entschieden hat, dass Seneca immer wieder von ihrer Wölfin spricht. Statt zu sagen wir, als Gemeinschaft im selben Körper sozusagen. Für mich war es so wie es ist eine merkwürdige Sicht auf die Dinge, die ich von anderen Gestaltwandler Büchern in dieser Art und Weise nicht kenne und definitiv nicht vermissen werde.

Soll ich ehrlich sein? Ich kann die weibliche Protagonistin überhaupt nicht ausstehen. Mag sein, dass ihre Verbindung zu ihrer Geisterwölfin von vorne herein gestört gewesen ist, aber in meinen Augen ändert dies nichts daran, dass Seneca bloß verzogen und unnötig konfliktbereit ist. Es gab durchaus Momente, wo ich ihre Wut und ihren Zorn verstehen konnte, doch ebenso genug Momente wo ich mich gefragt habe, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat. Außerdem fand ich es anstrengend, dass ihr Leben offenbar nur daraus besteht anderen Vorwürfe zu machen, Wutausbrüche zu haben und nackt durch die Gegend zu laufen.

Ich kann es echt nicht schön reden, aber dieses Buch war so furchtbar für mich, dass ich ab Seite 150 nur noch durchgeblättert habe. Schweren Herzens kann ich euch diese Geschichte nicht weiterempfehlen, aber bitte, bitte lasst euch nicht davon abhalten die "The Darkest Gold" Reihe zu lesen – denn zwischen diesen beiden Werken stehen tatsächlich ganze Universen.


Fazit

Ich hasse es, wenn ich ein Buch nicht weiterempfehlen kann, noch mehr hasse ich einfallslose und unsinnige Geschichten wie diese hier leider eine ist.


Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.10.2025

Flop

The Wrong Bride
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Cover


Tatsächlich ist dieses Cover der Grund warum ich in erster Linie auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Ich liebe das Zusammenspiel der Details, aber ebenso das Gesamtbild neben der hübschen ...

Cover


Tatsächlich ist dieses Cover der Grund warum ich in erster Linie auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Ich liebe das Zusammenspiel der Details, aber ebenso das Gesamtbild neben der hübschen Farbkombination.


Meine Meinung


Während ich in der Buchhandlung meines Vertrauens stöbern war, bin ich nicht nur über dieses hübsche Cover, sondern auch über diesen vielversprechenden Inhalt gestolpert. Da ich in letzter Zeit gar nicht mehr so viele Liebesromane gelesen habe, wollte ich diesem Buch spontan eine Chance geben. Viel fällt mir zu „The Wrong Bride“ allerdings nicht ein, außer, dass es leider ziemlich furchtbar war. An alle, die dieses Buch mit fünf Sternen bewertet haben, ich glaube ihr habt was anderes gelesen als ich, denn ich habe so oft darüber nachgedacht das Buch abzubrechen, dass ich selbst überrascht bin, es bis zum Schluss gelesen zu haben.

Raven als unsere weibliche Protagonistin ging mir ziemlich früh ziemlich auf die Nerven. Jemand, der als Model arbeitet und sein eigenes Modelabel gegründet hat, sollte in meinen Augen ein gewisses Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen mitbringen – was ich beides bei ihr schmerzlich vermisst habe. Raven hat sich nach jedem Aufeinandertreffen zwischen Ares und Hannah verhalten wie ein getretener Hund, ist weggelaufen, hat zu weinen angefangen und Ares immer wieder die gleichen Vorwürfe gemacht. Raven ist unfassbar unsicher, eine egoistische und von Selbstzweifeln zerfressene Frau, die ihre eigenen Unsicherheiten immer wieder auf ihren Ehemann und dessen ehemalige Verlobte abgewälzt hat.

Ares mag selbstsicher und arrogant sein, doch fand ich sein Verhalten immer mal wieder extrem übergriffig. Von Dingen, dass er auf seinen Geschlechtsverkehr nicht verzichten würde – aber schwört treu zu bleiben -, andere Leute feuern lässt, wegen der Blicke, denen diese seiner Frau zuwerfen, zu einfachen Dingen, wie, dass er sich permanent über Kommentare auf Social-Media und über halbnackte Werbekampagnen seiner Frau – die als Model tätig ist! – aufregt, ist alles dabei. Ganz offensichtlich vertrauen beide einander nicht, wobei es in meinen Augen auch nicht hilft, dass permanent betont wird bzw. Ares selbst betont, die Ehe sei ihm heilig und er würde sein Versprechen Raven nicht zu betrügen niemals brechen.

Alle Charaktere dieses Buches verhalten sich holzig, benehmen sich immer gleich, gerade die beiden Protagonisten klingen, als hätten beide eine Schallplatte gefressen. Wir drehen uns emotional und gedanklich nur im Kreis, es gibt keinerlei sichtbare Charakterentwicklung, keine greifbaren Emotionen, nichts, was mir das Gefühl gibt, diese Personen seien echt.

Inhaltich ist diese Geschichte der reinste Reinfall. Ist euch beispielsweise aufgefallen, dass Raven die meiste Zeit nur mit einem Nachthemd bekleidet ist? Dass Ares häufig vor ihr in die Knie geht, sie aber trotzdem an den Haaren packen kann? Wieso lassen mehrere Erwachsene im 21. Jahrhundert komplett widerstandslos zu, dass ihre Großmutter einen Partner für sie oder ihn findet? Was machen unsere beiden Protagonisten den ganzen Tag? Beide Hauptcharaktere sind angeblich gut in ihren Jobs, davon merken wir als Leser gar nichts. Auch die Teaser für die nächsten Bände waren so plump und einfallslos hervorgebracht, dass ich mich immer wieder gewundert habe, dass diese Bücher in den USA offenbar so beliebt sind.

Ich war froh, als ich endlich die letzte Seite lesen konnte, denn selbst der Schluss des Buches war unangenehm kitschig, vorhersehbar und ziemlich anspruchslos. Derzeit gehe ich davon aus, dass ich nicht noch mal ein Buch dieser Autorin in die Hand nehmen werde.


Fazit


Puh, dieses Buch und ich werden mit Sicherheit niemals Freunde. Die weinerliche Protagonisten, der kontrollsüchtige Protagonist, die fehlenden Emotionen und das kindische Verhalten beinahe aller hat für mal so gar nicht funktioniert.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.09.2025

Überhaupt nicht meins

Curse of Shadows and Thorns - Geliebt von meinem Feind
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Cover

Obwohl die orange Hintergrundfarbe herrlich auffallend ist, mag ich sie nicht so gerne. Auch die Details und das Gesamtbild als solches können mich leider nicht fesseln.


Meine Meinung

Da ...

Cover

Obwohl die orange Hintergrundfarbe herrlich auffallend ist, mag ich sie nicht so gerne. Auch die Details und das Gesamtbild als solches können mich leider nicht fesseln.


Meine Meinung

Da ich mal wieder nicht wusste, welches Buch ich als nächstes von meinem Stapel ungelesener Bücher befreien möchte, habe ich den Zufall entscheiden lassen. „A Curse of Shadows and Thorns“ klang wie eine Geschichte mit den richtigen Elementen, um mich begeistern zu können. Leider entwickelte es sich für mich schnell zu einer herben Enttäuschung.

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wann ich das Letzte Mal ein Buch gelesen habe, dass mich so wenig fesseln und überzeugen konnte. Gerade die Art wie das Buch geschrieben wurde, konnte mich gar nicht einnehmen. Weder das Worldbuilding noch die Charaktere wirken auf mich authentisch oder verständlich. Ich kann nicht genau beurteilen, ob es direkt an der Autorin oder der Übersetzung gelegen hat, aber es liest sich leider sehr abgehackt, hölzern und immer wieder hatte ich den Eindruck, dass es an ausführenden Nebensätzen mangelt. Die Charaktere handeln nicht immer logisch, es gibt große Logiklücken und auch habe ich nicht den Eindruck einen von ihnen besonders gut zu kennen.

Elise passt leider in das bereits genannte Bild. Ich konnte herzlich wenig mit ihr anfangen. In manchen Kapiteln war sie zu impulsiv, dann zu uneinsichtig und grundsätzlich konnte ich der Autorin die Mischung aus Prinzessin und volksliebende Querdenkerin nicht abkaufen. Auch ihren Umgang mit ihrer Familie, aber ebenso mit Legion war an vielen Stellen für mich nicht nachvollziehbar bzw. konnte ich die hiesigen Umgangsformen irgendwie nicht nachvollziehen. Elises nächtliche Aktivitäten verlaufen sich superschnell im Sande, ihre Freundschaften zu den Leibeigenen wirkten auf mich gekünstelt, ihr Verhalten gegenüber Legion naiv und Elise selbst bleibt blass und langweilig – wenngleich sich die Autorin Mühe gegeben hat den Anschein zu erwecken, dass unter der Fassade der Prinzessin mehr steckt.

Legion Grey bringt durchaus die richtigen Eigenschaften für einen guten Bookboyfriend mit – wenn nicht das fehlende Worldbuilding und der hölzerne Schreibstil alles kaputt machen würden. Viele seiner Gespräche mit Elise mochte ich, doch trotz seiner zentralen Rolle in diesem Buch bleibt er unfassbar blass und einfallslos. Keines seiner Verhaltensmuster konnte mich überzeugen oder gar überraschen, er bleibt bis zur allerletzten Seite viel zu langweilig.

Die Beziehung der beiden schließt sich diesem Bild leider nahtlos an. Es fehlt an echten Emotionen, an Fingerspitzengefühl, an der simplen Fähigkeit mich ansatzweise überzeugen zu können. Dies weitet sich im Übrigen auf alle Charaktere dieses Buches aus, sei es die beiden Protagonisten, Freunde, Leibeigene, Familienmitglieder, alles wirkt furchtbar blass und überzeugt gar nicht.

Ich musste mich ehrlich durch dieses Buch quälen, hatte aber bis zur letzten Seite die Hoffnung, dass es besser wird. Wurde es nicht. Grundsätzlich gibt es durchaus gute Ansätze, doch dabei bleibt es zu meinem Leid. Ich werde diese Reihe definitiv nicht weiterverfolgen und mir die Folgebände sparen.


Fazit

Leider kann man nicht jedes Buch lieben, wie mir diese Geschichte traurigerweise erneut vor Augen führt. Inhaltlich war das Buch leider der totale Flop.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Total enttäuschend

My Cabin under the White Sky
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Cover

Über dieses Cover kann man sich wohl ebenso streiten wie über den Inhalt. Grundsätzlich mag ich die Verbindung zum Inhalt, doch weder mag ich die Illustration der beiden Protagonisten als solche, ...

Cover

Über dieses Cover kann man sich wohl ebenso streiten wie über den Inhalt. Grundsätzlich mag ich die Verbindung zum Inhalt, doch weder mag ich die Illustration der beiden Protagonisten als solche, noch erklärt sich mir, warum beide halb nackt im Schnee stehen.

Meine Meinung

Dieses Buch ist mir bereits vor einer ganzen Weile im unendlichen Internet aufgefallen, gekauft habe ich es erst vor einigen Tagen ganz spontan, als mir das Cover mal wieder vor die Nase gesprungen ist. Bisher kannte ich keine der beiden Autorinnen und auch wenn ihr es gleich selbst lest, vermutlich wird es für mich bei diesem einen Buch dieses Duos bleiben.
Ehrlich gesagt habe ich bereits auf den ersten Seiten gemerkt, dass diese Geschichte nicht ist, was ich erwartet habe. Und um noch ehrlicher zu sein, ich habe bereut, mir nicht zunächst die Leseprobe durchgelesen zu haben, dann hätte ich mir das Geld für das Print wohl sparen können. „My cabin under the white sky“ klang so wahnsinnig vielversprechend und nach einer tollen Geschichte für Zwischendurch, doch in meinen Augen war der Inhalt oberflächlich und überladen von Sex bezogenen Gedanken und Sprüchen.
Eine Sache, die mich massiv beim Lesen gestört hat, waren die ewigen Sichtwechsel. In der Regel nach ein bis zwei Seiten wurde die Sicht von Fabian zu Ty und dann wieder zurückgewechselt. Dies so zu lesen war wahnsinnig anstrengend, weil ich mir immer wieder vor Augen rufen musste, wen ich gerade vor mir habe. Mir fiel es schwer mich gedanklich anzupassen, den jeweiligen Charakter wirklich kennenzulernen und Tiefgang habe ich verzweifelt gesucht.
Ich kann gar nicht so sehr auf die beiden Charaktere eingehen, wie ich es gerne würde, aber es gibt gar nicht genug zu erzählen. Und um bei der Wahrheit zu bleiben, ich mochte keinen von beiden. Das körperliche Verlangen neben den ewigen kindischen Streitereien machen viel zunichte. Ich habe nicht den Eindruck, dass die beiden als Paar gut funktionierten und sehe auch keine reelle Zukunft für beide.
Viel Positives fällt mir zu dieser Geschichte leider nicht ein, denn auch der Schreibstil überzeugt wenig. Ich hatte viele Momente, wo ich nicht genau zuordnen konnte, wer was gesagt hat. Die Gedanken beider Protagonisten waren überladen von Sex, schmutzigen Ideen und allem dazwischen. Kaum ein Moment wurde richtig ausgekostet, wie das erste Treffen oder der erste Kuss, ohne durch versaute Gedanken oder Sarkasmus ruiniert zu werden. Es fehlt massiv an Tiefgang und Ernsthaftigkeit.
Und, on top zu allen bereits erwähnten negativen Aspekten, gab es einige absolut merkwürdige Gespräche, die mir kalte Schauer über den Rücken jagen. Wer von euch dieses Buch gelesen hat, wird sich vielleicht an das Gespräch rund um die Cannelloni erinnern? Tut mir leid das sagen zu müssen, aber für las sich diese Szene einfach total unangenehm. Niemand kann mir erzählen, dass uns solche Dialoge als Leser irgendetwas geben. Das war für mich auch der Moment, wo ich wusste, dass beide Autorinnen diese Geschichte nicht mehr retten können.
Ich kann dieses Buch schweren Herzens nicht weiterempfehlen und werde mich in Zukunft wohl von beider Autorinnen Bücher fernhalten.

Fazit

Puh, dieses Buch wurde so offensichtlich nicht für mich geschrieben, dass diese Rezension mir in der Seele wehtut, wenn ich das Buch inhaltlich nicht so fruchtbar gefunden hätte.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Bin wohl nicht mehr die richtige Zielgruppe

Göttlich 1. Göttlich verdammt
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Cover

Bezogen auf das alte Cover (Oetinger Verlag)

Dieses Cover entspricht dem typischen Stil der Jugendbücher von vor einigen Jahren, trifft meinem persönlichen Geschmack allerdings nur bedingt. Prinzipiell ...

Cover

Bezogen auf das alte Cover (Oetinger Verlag)

Dieses Cover entspricht dem typischen Stil der Jugendbücher von vor einigen Jahren, trifft meinem persönlichen Geschmack allerdings nur bedingt. Prinzipiell ist mir das Cover zu schlicht, zu langweilig und stellt eine zu geringe Verbindung zum Inhalt her.

Meine Meinung

Vor vielen Jahren als meine Liebe zu Büchern gerade im Begriff war mein ganzes Taschengeld zu verschlingen, habe ich eine andere Trilogie dieser Autorin gelesen und abgöttisch geliebt. Als ich also vor einigen Monaten in der Buchhandlung meines Vertrauens unterwegs war, sprang mir dieses Buch mit seinem hübschen Schuber ins Auge.
Leider musste ich ziemlich schnell feststellen, dass ich für diese Geschichte wohl nicht mehr die richtige Zielgruppe bin. Helen als unsere weibliche Protagonistin und diejenige aus deren Sicht wir den Großteil der Geschichte erleben war gar nicht mein Fall. Zunächst einmal stellt sie sich in vielen Dingen einfach unklug an. Als Beispiel: Es gibt einen Moment, in dem sie unbedingt herausfinden möchte, ob sie ihre Flugkünste ohne Hilfe einsetzen kann. Niemand der einigermaßen bei Trost ist, würde versuchen zu fliegen, wenn eine ganze Schule in der Nähe ist und gerade Sport im Freien betrieben wird. Natürlich wird sie dabei beobachtet und bringt sich selbst und andere mit ihrer Dummheit in Gefahr. Und leider gibt es viele solcher Momente, in denen ich vor diesem Buch saß und nur mit dem Kopf schütteln konnte, weil ich Helen nicht nachvollziehen konnte. Auch scheint sie unter unkontrollierbaren Stimmungsschwankungen zu leiden, stellt ihre Emotionen kaum bis gar nicht in Frage und läuft seelig von einer Gefahr in die nächste.
Auch ist Helen das Paradebeispiel einer Stereotyp-Protagonistin. Sie ist natürlich unfassbar hübsch, schüchtern und hatte noch nie einen Freund. Und weil das noch nicht reicht ist sie logischerweise beinahe unbesiegbar, wenn sie ihre ach so mächtigen Kräfte doch bloß richtig trainieren und anwenden würde. Uff.
Ihrer Beziehung zu Lukas konnte ich quasi gar nichts abgewinnen. Weder konnte ich das ewig Handhalten, das Aneinandergeklebe noch die künstlich hergestellte Anfeindung zu Beginn nachvollziehen. Lukas scheint ganz nett zu sein, aber die Verbindung der beiden wirkte viel zu erzwungen und gekünstelt. Es gab viel zu wenige echte intime Momente, zu wenig tiefsinnige Gespräche und im Grunde genommen keinerlei Gemeinsamkeiten von der Halbgötter-Sache mal abgesehen. Wie die beiden dazu kommen sich einander die Liebe zu schwören, ging gänzlich an mir vorbei. Auch ist es Ironie des Schicksals, dass Lukas im Grunde genommen keinerlei schlechte Eigenschaften hat, er ist so perfekt, dass ich seine Perfektion einfach anzweifeln muss.
Die Autorin schmeißt in diesem Buch mit einer Information nach der nächsten um sich. Es gibt keinerlei Tiefgang, die wichtigen Momente werden nicht ansatzweise genügend ausgekostet, es fehlt an Fingerspitzengefühl das Geschriebene lebendig zu gestalten und daran, alles in eine in sich logische und georderte Reihenfolge zu bringen. Offenbar wurden hier viel zu viele halbgare Ideen zusammengeworfen, der rote Faden fehlt und insgesamt hätte ich mir weniger Elemente und dafür wesentlich mehr Fokus gewünscht. Zudem gibt es mindestens ein Dutzend Dinge, die für mich keinen Sinn machen. Ich habs oben ja bereits erwähnt, aber eine von Helens Fähigkeiten ist das Fliegen. Warum das so ist, weiß wohl nur die Autorin selbst - denn von allen Fähigkeiten, die man seinen Charakteren geben könnte, erklärt sich mir überhaupt nicht, warum es denn das Fliegen sein musste. Denn für diejenigen von euch, die es nicht wissen, diese Geschichte spielt auf einer Insel. Niemand kann mir erzählen, dass eine fliegende Person nicht irgendwem auffallen würde. Auch, dass nach und nach andere Personen aus Helens Umkreis eingeweiht werden, nur ihr Vater nicht, weil es zu gefährlich sei, ruft ein riesiges Fragezeichen auf meiner Stirn hervor. Viele Dinge machen so keinen Sinn.
So fehlt es leider massiv an Spannung, daran mich fesseln zu können und in den Bann ziehen zu können. Alles passiert zwar Schlag auf Schlag, aber die Momente werden überhaupt nicht ausgekostet. Die Emotionen kommen gar nicht bei mir an und ich habe den starken Verdacht, dass das Abarbeiten des Plots wichtiger war als die Dimensionalität des Buches an sich.

Fazit

Letztlich kann ich diesem Buch nur sehr wenige positive Dinge abgewinnen. Vermutlich bin ich schon lange nicht mehr die richtige Zielgruppe für dieses Buch, trotzdem bin ich massiv enttäusch worden, wie oberflächlich und konfus die Autorin sich von Seite zu Seite hangelt.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

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