Ein Gestüt, eine zweite Chance und ganz viel Herz
Goldcrest Manor - Velvet MeadowsDas Cover von "Goldcrest Manor - Velvet Meadows" lädt mit seiner Gestaltung direkt in eine Welt voller alter Erinnerungen ein. Beim Lesen spürt man sofort die einladende und gemütliche Stimmung, die sich ...
Das Cover von "Goldcrest Manor - Velvet Meadows" lädt mit seiner Gestaltung direkt in eine Welt voller alter Erinnerungen ein. Beim Lesen spürt man sofort die einladende und gemütliche Stimmung, die sich durch die ganze Geschichte zieht.
Die Handlung konzentriert sich auf Kenzie, die nach Jahren der Trennung zu ihrem Familiengestüt zurückkehrt, einem Ort, der ihr sowohl Geborgenheit als auch schmerzhafte Erinnerungen schenkt. Ihre Flucht nach London war die Folge eines Reitunfalls und der folgenden Epilepsie-Diagnose, die ihr Leben komplett veränderte. Genau dieser Vorfall war es auch, der eine tiefe Kluft zwischen ihr und ihrer Jugendliebe Julian schuf. Ihre Begegnung nach so langer Zeit ist von spürbarer Anspannung geprägt. Die Annäherung der beiden wird behutsam und authentisch dargestellt, wobei der Wechsel der Perspektiven es dem Leser erleichtert, die Gefühle und Handlungen beider Figuren zu verstehen.
Yvy Kazi hat mit ihrem Schreibstil eine bemerkenswerte Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Die Liebe zum Detail beim Beschreiben des Gestüts lässt den Geruch von Heu und die Wärme der Pferde geradezu greifbar werden. Als Leserin, die keine Vorkenntnisse im Polosport hat, fand ich die Thematik sehr gut integriert und verständlich. Ein weiterer Pluspunkt ist, wie feinfühlig die Autorin mit Kenzies chronischer Krankheit umgeht. Sie ist ein wichtiger Teil der Geschichte, drängt sich aber nie in den Vordergrund.
Für alle, die sich nach einer liebevollen Second-Chance-Geschichte sehnen, in der Freundschaft, Familie und Pferde eine große Rolle spielen, ist dieses Buch genau das Richtige. Es ist der perfekte Auftakt für eine Trilogie, die neugierig auf mehr macht.