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Veröffentlicht am 02.09.2025

Eine spannende Schatzsuche

The Rosewood Secrets
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Inhalt
Lily lebt bei ihrer Großmutter und hofft darauf in Zukunft die Nachfolge in der Firma der Familie einzunehmen. Als ihre Großmutter aber plötzlich verstirbt, läuft alles ganz anders als gedacht. ...

Inhalt
Lily lebt bei ihrer Großmutter und hofft darauf in Zukunft die Nachfolge in der Firma der Familie einzunehmen. Als ihre Großmutter aber plötzlich verstirbt, läuft alles ganz anders als gedacht. Lily muss die Villa verlassen und erbt nur eine Kette und einen Brief. Doch diese Hinweise führen sie auf eine Schatzsuche, die gefährlicher wird, als erwartet.

Sprache
Als Fan der Inheritance-Games Reihe von Jennifer Lynn Barnes hat mich dieses Buch natürlich direkt angesprochen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist eine spannende Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Es ist nicht so komplex wie die Geschichte rund um die Hawthorne-Erben, aber es versprüht den gleichen Vibe. Ich mochte es, immer mehr über Lily und ihre Familie zu erfahren und gemeinsam mit ihr auf Schatzsuche zu gehen. Dabei trifft sie auf alte und neue Freunde und es entwickelt sich ein tolles Team, das alle Höhen und Tiefen gemeinsam meistert. Es geht um Freundschaft und Vertrauen und um Zusammenhalt. Mich hat die Geschichte gefesselt, weil ich immer wissen wollte, wie das Rätsel weiter geht und welche Lösung am Ende wartet. Man konnte miträtseln und es wurde auch richtig spannend.
Auch die kleine Liebesgeschichte, die in die Geschichte eingewoben ist, war ganz nach meinem Geschmack. Eine alte Freundschaft, die zerbrach, wird langsam wieder repariert und alte Gefühle blühen wieder auf. Das war wirklich süß.

Charaktere
Lily musste in ihrem Leben schon mit einigen Schicksalsschlägen klar kommen, doch ihre Großmutter war ihre Konstante. Als sie diese jetzt auch noch verliert, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg und nach der Testamentseröffnung versteht sie wirklich die Welt nicht mehr. Doch sie gibt nicht auf, folgt den Hinweisen ihrer Großmutter lernt viel über sich selbst, ihre Familie und ihre Freunde.

Die Nebencharaktere sind wirklich toll. Jeder hat seine Geschichte, seine Fähigkeiten und Eigenheiten und seinen Platz im Team. Aber ich will nicht so genau auf die Personen eingehen, weil sich die Truppe erst nach und nach zusammen findet und ich das spannend fand zu lesen.

Fazit
Wirklich für alle Fans der Inheritance-Games zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Atmosphärisch und nostalgisch

Die Auferstehung
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Inhalt
Eine junge Frau, die seit 7 Jahren vermisst wurde, taucht plötzlich in Brasilien wieder auf. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, ehemals beste Freunde und bekanntes Detektivtrio, kommen auf ...

Inhalt
Eine junge Frau, die seit 7 Jahren vermisst wurde, taucht plötzlich in Brasilien wieder auf. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, ehemals beste Freunde und bekanntes Detektivtrio, kommen auf verschiedenen Wege mit dem Fall in Berührung. Jeder beginnt für sich zu ermitteln. Doch ob es auch noch gemeinsam funktioniert?

Sprache
Ich finde Andreas Eschbach hat perfekt den Ton der Drei???-Geschichten getroffen. Ich mochte die Stimmung der Geschichte sehr gern, eher etwas melancholisch und trist.
Den Fall fand ich spannend und bin nicht so bald auf die genaue Lösung gekommen. Ich fand es auch gut gelöst, wie die drei Detektive auf unterschiedlichen Wegen auf den Fall stoßen und wie sich ihre Ermittlungen dann überkreuzen.
Ganz besonders hat mich aber die Entwicklung der Figuren gefesselt. Zu erfahren, was aus den drei Jungs und ihren Träumen geworden ist, hat sich irgendwie traurig angefühlt. Aber die Geschichte bleibt hoffnungsvoll. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass alles wieder gut werden würde. Man spürt, dass in der Vergangenheit irgendetwas die Drei auseinander gebracht hat und auch das war gut nachvollziehbar erklärt und sehr emotional zu erfahren.

Charaktere
Die drei Detektive sind gut getroffen. Man erkennt noch die Jungs aus der Vergangenheit, aber so manches hat sich nicht entwickelt, wie die Drei sich das vorgestellt haben. Es gibt kein gemeinsames Detektivbüro, Justus hat den Schrottplatz übernommen, Peter arbeitet bei Google und Bob ist Literaturagent. Und Justus und Peter haben seit Jahren kein Wort miteinander gewechselt.

Fazit
Ein super atmosphärischer Roman mit einer Prise Nostalgie.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Eindrücklich, aber kindgerecht

Wie ein Foto unser Leben rettete
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Inhalt
Gavra Mandil erzählt, wie sich sein Leben veränderte nachdem die deutschen Soldaten und so auch der Krieg in sein Heimatland Jugoslawien einzogen und wie ein Foto das Leben seiner Familie rettete.

Charaktere
Gavra ...

Inhalt
Gavra Mandil erzählt, wie sich sein Leben veränderte nachdem die deutschen Soldaten und so auch der Krieg in sein Heimatland Jugoslawien einzogen und wie ein Foto das Leben seiner Familie rettete.

Charaktere
Gavra ist zu Anfang der Geschichte 5 Jahre alt. Er lebt mit seinen Eltern, Mosche und Ella, und seiner kleinen Schwester Irina, mit Spitznamen Beba, in Novi Sad, Jugoslawien. Seine Eltern sind Fotografen und besitzen ein Fotostudio in der Stadt. Und sie sind Juden.
Oft besuchen sie Oma Beschka und Tante Gisa in Belgrad.

Gestaltung
Im Buch enthalten sind viele Originalfotos der Familie und kleine nachgezeichnete Szenen. Das hat die Geschichte sehr eindrücklich gemacht.

Sprache
Wie erzählt man so eine unbeschreibliche Geschichte? Wie spricht man mit Kindern über den Zweiten Weltkrieg, über den Holocaust? Da ist natürlich jedes Kind anders, aber mit diesem Buch hat man sicherlich einen guten Gesprächseinstieg.
Die Geschichte wird in meinen Augen sehr kindgerecht und einfühlsam erzählt. Da die Geschichte aus Gavras Sicht erzählt wird, erfährt man auch nur, was der 5-jährige schon verstanden hat. Er hat die Sorgen und Ängste der Eltern gespürt und die angespannte Lage um ihn herum. Er hat erlebt, wie Bomben auf Belgrad geworfen wurden, wie die Familie fliehen musste, wie sie sich verstecken mussten und immer wieder und wieder neu anfangen - neuer Ort, neue Menschen, neue Sprache, neuer Name, neue Religion. Oft hatten er und seine Familie Angst und Hunger, lebten auf engstem Raum und unter schlechten Verhältnissen.
Er hat aber auch erlebt, wie Menschen uneigennützig helfen, sogar ihr eigenes Leben in Gefahr bringen, um ihn und seine Familie zu schützen. Wie Menschen großzügig, das was sie zum Leben haben, mit ihnen teilen.
Einzig die Ich-Perspektive als Erzählart hat mich am Ende nicht überzeugt. Es bringt einem Gavra natürlich sehr nah, aber für mich vermittelt es den Eindruck, als hätte Gavra Mandil die Geschichte selbst so aufgeschrieben, was aber nicht der Fall ist.

Fazit
Das Buch hat mich mal wieder sehr zum Nachgrübeln gebracht. Besonders dieses Zitat wird mir im Gedächtnis bleiben: „Ich verstand nicht, warum die Deutschen uns Juden nicht mochten. Ich kannte keinen einzigen Deutschen und dachte, wenn ich doch noch nie einem begegnet war und ihm nichts Böses getan hatte, warum sollte er mich dann nicht mögen?“

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2024

Sehr atmosphärisch

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Inhalt
Effy ist die erste Architekturstudentin der Universität, würde aber viel lieber Literatur studieren. Das ist für Frauen aber unmöglich. Als sich ihr dann die Gelegenheit bietet das Haus ihres verstorbenen ...

Inhalt
Effy ist die erste Architekturstudentin der Universität, würde aber viel lieber Literatur studieren. Das ist für Frauen aber unmöglich. Als sich ihr dann die Gelegenheit bietet das Haus ihres verstorbenen Lieblingsschriftsteller neu zu gestalten, ergreift sie diese und reist in den vom Meer gezeichneten Süden des Landes.

Sprache
Ich habe diese Verknüpfung zwischen Fantasy und historischem Setting wirklich für mich entdeckt. Die Geschichte spielt in einer Fantasywelt, in Llyr. Sie hat ihre eigene Geschichte, Sagen und einen Funken Magie. Aber die meisten Menschen glauben nicht mehr an die alten Legenden. Und sonst fühlt sich die Geschichte einfach ein wenig aus der Zeit gefallen an. Auch die Natur ist unglaublich gut in die Geschichte eingebunden. Und in dieser Welt war ich sofort gefangen. Sie ist einfach unglaublich atmosphärisch.
Die Geschichte wird immer mysteriöser und man überlegt ständig was ist real und was nicht. Und ich muss sagen am Ende habe ich mir beinahe gewünscht, dass es keine magischen Elemente gegeben hätte. Denn so hätte die Geschichte auch funktioniert.
Trotzdem konnte mich das Ende und die Auflösung der Geschichte begeistern.

Was mir beim Lesen dieses Buches wieder einmal stark aufgefallen ist, dass ich keine langen Kapitel mag. Ich tue mich dann oft schwer, das Buch zur Hand zu nehmen, wenn ich nicht viel Zeit habe und ich höre dann eher am Ende eines Kapitels direkt auf, wenn ich weiß das nächste ist nicht mal noch kurz gelesen. Kürzere Kapitel entwickeln bei mir eher eine Sogwirkung.

Charaktere
Effy ist eine tolle Protagonistin. Ich habe ihre Begeisterung für Literatur und im Besonderen für die Geschichte „Angharad“ so gefühlt. Ich habe ihre Wut gespürt, dass sie als Frau in dieser Welt so eine schwache Stellung hat, dass sie nicht studieren kann, was sie will und einfach nicht ernst genommen wird.
Auch ihre innere Zerrissenheit konnte ich spüren, ob die Dinge, die sie sieht, die sonst niemand sieht, real sind oder nur Einbildung.

Preston kommt am Anfang der Geschichte nicht gut weg. Er erfüllt alle Klischees, die Effy von ihm erwartet. Doch schon bald merkt man, dass mehr hinter seiner Fassade steckt und er kämpft dafür, Effy, und mich als Leserin, eines Besseren zu belehren.

Es gibt aber außer diesen beiden tollen Figuren auch viele sehr unangenehme Charaktere. Und auch schreckliche Ereignisse werden nicht explizit auserzählt, aber doch erwähnt und spielen auch für die Story eine wichtige Rolle. Deshalb wenn euch bestimmte Themen triggern, unbedingt die Content Note beachten.

Fazit
Eine faszinierende Story!

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Wichtiges Buch

Was wir nicht kommen sahen
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Inhalt
Jenny kann es nicht fassen. Ihre Tochter Ada hat sich das Leben genommen. In ihrer verzweifelten Trauer versucht sie dem „Warum?“ auf den Grund zu gehen. Dabei stößt sie auf eine Spur digitaler ...

Inhalt
Jenny kann es nicht fassen. Ihre Tochter Ada hat sich das Leben genommen. In ihrer verzweifelten Trauer versucht sie dem „Warum?“ auf den Grund zu gehen. Dabei stößt sie auf eine Spur digitaler Gewalt gegenüber Ada von der Jenny nichts ahnte.

Sprache
Katharina Seck hat einfach einen großartigen Schreibstil. Sie schafft es mich mit Bildern und Vergleichen direkt ins Herz zu treffen und die passenden Worte für unaussprechliche Dinge zu finden. Denn wir befassen uns hier mit Trauer, mit Verzweiflung, mit Ohnmacht, mit Wut.
In dieser Geschichte steckt außerdem unglaublich viel zwischen den Zeilen - Gefühle, Anregungen zum Reflektieren und auch viel Gesellschaftskritik.
Wir lesen aus Jennys Sicht, was sie nach Adas Tod nach und nach herausfindet. Wir lesen aber auch aus Adas Sicht, wie es soweit kommen konnte. Und dann gibt es noch die Kapitel, die mit „Anonymität“ überschrieben sind. Und die sind besonders hart für mich zu lesen gewesen. Denn hier kommen Personen zu Wort, die an Adas Mobbing beteiligt waren. Und hier stoßen wir auf so abstruse Gedankenwelten, die oft schwer zu begreifen waren, aber leider Realität sind.

Charaktere
Ada ist Gamerin und streamt regelmäßig. Eine Welt, die ihre Eltern nicht kennen und verstehen, aber eine die Ada liebt und in der sie sich etwas aufbauen will. Bis ihr eine Welle von Hass entgegen schwappt.

Jenny denkt, sie ist mit Ada aus dem Gröbsten raus und ist sehr zufrieden mit ihrem Familienleben. Deshalb macht sie sich große Vorwürfe, als Ada sich das Leben nimmt. Und möchte unbedingt herausfinden, was falsch gelaufen ist.

Ich konnte mich in Jennys Perspektive etwas besser hineinversetzen, weil ich ihr in meiner persönlichen Situation näher bin. Aber beide Frauen zu verfolgen war faszinierend und fürchterlich gleichzeitig, weil sie durch so eine harte Zeit gehen.

Fazit
Ein wichtiges Buch.

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