Auf der Spur des Großvaters
Das PolarlichtcaféDie junge Töpferin und Bloggerin Jule aus Thüringen hat ihren Großvater nicht mehr kennengelernt, findet aber beim Ausräumen des großelterlichen Haushalts zusammen mit ihrem Vater versteckte Notizen zu ...
Die junge Töpferin und Bloggerin Jule aus Thüringen hat ihren Großvater nicht mehr kennengelernt, findet aber beim Ausräumen des großelterlichen Haushalts zusammen mit ihrem Vater versteckte Notizen zu einer Reise nach Norwegen 1961, von der weder sie noch ihr Vater etwas wussten. Sie begibt sich auf dessen Spuren auf eine Reise, die ihr Leben verändern wird.
Parallel dazu wird der Lesende von Beginn an in eine Parallelhandlung in Norwegen im Jahre 1961 eingeführt, wo es um Janne geht, deren Wunsch es ist, auf Kreuzfahrtschiffen zu arbeiten, die statt dessen aber das Café ihrer Eltern am nördlichen Polarkreis bewirtschaften muss. Dort begegnet sie dem Journalisten Andreas aus Ostberlin, der mit einem Kollegen eine Reisereportage zu Norwegen vorbereitet. Eine schicksalhafte Begegnung mit Folgen.
Beide Handlungsstränge entwickeln sich zunächst individuell, wobei der historische Teil mich deutlich stärker berührt hat. Jule ist mir mit ihrer ständigen Bloggerei auf dem Weg in den hohen Norden doch sehr auf den Geist gegangen. Erst ganz zum Schluss werden die Geschichten von Jule und Janne zusammengeführt - auf ergreifende und überzeugende Art und Weise. Eine insgesamt sehr lohnenswerte Lektüre, während der doch sehr viel Geduld mit der jungen Jule und ihren Prioritäten haben musste.