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Veröffentlicht am 28.10.2025

Sehr gute, aktuelle und spannende Dilogie

Fairiegolden Town – Der König der Verdammten
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Ein gescheiterter Coup brachte die Prinzessin der Diebe in die Gewalt des gnadenlosen Lords, der nichts mehr begehrt als Macht und Kontrolle. Nun sieht sich Samuel Everett in der Bredouille: rettet er ...

Ein gescheiterter Coup brachte die Prinzessin der Diebe in die Gewalt des gnadenlosen Lords, der nichts mehr begehrt als Macht und Kontrolle. Nun sieht sich Samuel Everett in der Bredouille: rettet er die Frau, die seine Welt auf den Kopf stellte, oder sein Volk?

„(…) 𝘯𝘶𝘯 𝘸𝘢𝘳 𝘦𝘳 𝘣𝘦𝘳𝘦𝘪𝘵, 𝘥𝘪𝘦 𝘚𝘵𝘢𝘥𝘵 𝘪𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘏𝘢𝘯𝘥 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘍𝘦𝘪𝘯𝘥𝘦 𝘻𝘶 𝘭𝘦𝘨𝘦𝘯, 𝘧𝘶𝘦𝘳 𝘥𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘍𝘳𝘢𝘶, 𝘪𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘦𝘳 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘷𝘦𝘳𝘭𝘪𝘦𝘣𝘵 𝘩𝘢𝘵𝘵𝘦.“

Mit „𝐃𝐞𝐫 𝐊𝐨𝐞𝐧𝐢𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐕𝐞𝐫𝐝𝐚𝐦𝐦𝐭𝐞𝐧“ endet die politische Fantasy-Dilogie über „𝐅𝐚𝐢𝐫𝐢𝐞𝐠𝐨𝐥𝐝𝐞𝐧 𝐓𝐨𝐰𝐧“ – es wird spannend, emotional und aufregend.
Diese Story spielt in einer Zeit, nachdem ein Krieg Fairies und Menschen unwiderruflich entzweite und zahlreiche Länder zerstörte. Liverpool scheint sich als Einziges von der Tragödie erholt zu haben, für ein Miteinander zu stehen. Verantwortlich hierfür ist vornehmlich die Skyson-Gang – unter Führung von Cormorant Samuel Everett. Darüber ist der Lord Mayor Chapman, zumindest auf dem Papier die mächtigste Instanz, nicht erfreut und sieht sich jetzt endlich in der Position, diesen Umstand zu ändern …

Haben wir in „𝐃𝐢𝐞 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐳𝐞𝐬𝐬𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐃𝐢𝐞𝐛𝐞“ die Hauptakteure, die aufrührerische, stetig mehr kippende Situation des eigentlich Einheit symbolisierenden Orts kennengelernt, verfolgt, wie sich die Wege der unterschiedlichen Parteien kreuzen und sich die Gefahr in Form eines blutrünstigen Dämons über das Wasser nähert; Einblicke in den existenziell bedrohlichen Plan des Mayors und in die von Ideologien geprägten „Purebreads“ bekommen, geht die Geschichte nun nahtlos weiter. Aufgrund der Zeit, die seit dem Vorgänger vergangen ist, der komplexen Gegebenheiten und der Vielzahl von Perspektiven brauchte ich etwas, um mich erneut in der explosiven Welt einzufinden, aber davon abgesehen hatte ich eine aufregende, eindrucksvolle Lesezeit.

#JenniferBenkau schuf mit ihren eindringlichen Worten, mit lebendigen Szenarien, gewaltvollen Machtdemonstrationen, flotten Dialogen und der brodelnden Stimmung, mit deftigen Konflikten, Rebellion und klugen Diskussionen eine dichte, oft beklemmende Atmosphäre, in der hier und da Hoffnungssprenkel und Witz, Magie und sogar ein Hauch Romantik zu finden sind. Dabei wird auf Schwarz und Weiß, auf klassische HeldInnen, auf Rosapuder verzichtet, sondern auf raue, von Erfahrungen, Erwartungen und (inneren) Narben gezeichnete Charaktere gesetzt, die in moralischen Grauzonen, in dunklen Ecken, agieren. Und das macht Sabria O'Toole, Sebestien, Eliah und Co. nahbar. Verletzlich. Echt.
Rory, die sich zu Beginn ihrer Reise noch nicht über das Ausmaß ihrer Rolle und ihrer »Fracht« bewusst war, rückt nun präsenter ins Geschehen; wird gezwungen, sich mit relevanten und nachhaltigen Themen auseinanderzusetzen, ihr eigenes Vorhaben zu hinterfragen und schwerwiegende Entscheidungen zu treffen.
Eine ebenso große Entwicklung zeigt die Prinzessin der Diebe. Bria wächst über sich hinaus, stellt sich ihrem eigenen Gefühlschaos, ihrer Herkunft und ihren, von einer Gesellschaft, die von Ungerechtigkeiten und Vorurteilen, von Angst und Hass auseinandergerissen wurde, beeinflussten Intentionen. Als Bria auf der Suche nach Antworten auf eine ungeahnte Macht in ihrem Inneren und den damit verbundenen Einfluss stößt, findet sie auch Mut – solchen, der den Verlauf prägt, Samenkorn ist für jene Veränderungen, die Fairies und Menschen brauchen.
Auch Samuel, weiterhin in einer gewichtigen Position und bisher unerschütterlich in seinen Zielen, nicht bereit, Liverpools pluralistische Stellung aufzugeben, wenn gleich der Cormorant schon so viel für seine Stadt gegeben, so viel gesehen und verloren hat, lernen wir noch intensiver kennen. Sein augenscheinlich kaltes und hartes – gleichzeitig reflektiertes und bedachtes – Verhalten, seine Reaktionen, waren nachvollziehbar ausgearbeitet, sodass es einfach war, Verständnis und Mitgefühl zu empfinden. Seine Ideale zu übernehmen und mit ihm zu kämpfen.
Nicht zu vergessen sind Aiven, Kayleigh und all die anderen, die nicht nur den Trupp um Everett vervollständigen, sondern entscheidend sind, Hilfe bringen, Vernunft. Freundschaft und Zusammenhalt symbolisieren, Gleichheit.

Aufgrund der missständigen Situation, in die wir geworfen werden, der vielschichtigen Figuren und zwielichtigen Parteien fließt ganzheitlich eine subtile (An)Spannung mit, eine nervöse, Vorsicht heischende Note, die selbst in ruhigen Abschnitten dazu verführt, achtsam und aufmerksam zu bleiben. Gleichzeitig fasziniert die Autorin mit mystischen Wesen, berührt mit Tragik und erinnert uns daran, wie leicht sich Fairiegolden Town in unsere Realität projizieren lassen kann. Wie schnell sich Hetze ausbreiten, wie einfach Angst geschürt werden, ein Ganzes zerspringen kann. Mit der hier geschilderten, bewussten und systematischen Spaltung eines Reiches, den Anfeindungen und der Ausgrenzung, der endlosen Diskriminierung wird Gänsehaut erzeugt, Melancholie, etwas Düsteres.
Da zwischenmenschliche Dramen, Gefühlswirrwarr und unnötige Ausschweifungen nicht dominieren, sondern sich auf charakterliche sowie für die Stadt essentielle Entwicklungen konzentriert wird, bleiben weder Lücken offen noch Raum für Langeweile.
Jennifers Low-Fantasy-Dilogie enthält interessante Hintergründe, unerwartete Geschehnisse, alles aus dem Gleichgewicht bringende Enthüllungen und rührende Augenblicke. Zusätzlich gibt's Action, Tempo, Spaß und personifizierte Stärke. Für das Ende war ich eigentlich noch nicht bereit, aber hier fügen sich alle Fäden zusammen, Geheimnisse werden gelüftet und Fragen beantwortet, bevor uns ein runder Abschluss umfängt.

Es war gewissermaßen erfrischend, in diese komplexe, tiefgründige und aktuelle Geschichte, die sich doch – gemessen an Anspruch und Themen – deutlich von den Trends abhebt, einzutauchen. Unbedingt mehr davon!

„Fairiegolden Town“ erzählt von dem Mut, für- und miteinander aufzustehen, von dem nie endenden Kampf gegen Vorurteile und ideologisiertes, sich rasend schnell ausbreitendes Gedankengut; für eine Welt, in der Gleichberechtigung und Gleichheit herrschen. Von Freundschaft und Liebe.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2025

Mehr davon! Sehr gute und eindrucksvolle Low-Fantasy-Dilogie

Fairiegolden Town – Der König der Verdammten
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Ein gescheiterter Coup brachte die Prinzessin der Diebe in die Gewalt des gnadenlosen Lords, der nichts mehr begehrt als Macht und Kontrolle. Nun sieht sich Samuel Everett in der Bredouille: rettet er ...

Ein gescheiterter Coup brachte die Prinzessin der Diebe in die Gewalt des gnadenlosen Lords, der nichts mehr begehrt als Macht und Kontrolle. Nun sieht sich Samuel Everett in der Bredouille: rettet er die Frau, die seine Welt auf den Kopf stellte, oder sein Volk?

Mit „Der König der Verdammten“ endet die politische Fantasy-Dilogie über „Fairiegolden Town“ – es wird spannend, emotional und aufregend.
Diese Story spielt in einer Zeit, nachdem ein Krieg Fairies und Menschen unwiderruflich entzweite und zahlreiche Länder zerstörte. Liverpool scheint sich als Einziges von der Tragödie erholt zu haben, für ein Miteinander zu stehen. Verantwortlich hierfür ist vornehmlich die Skyson-Gang – unter Führung von Cormorant Samuel Everett. Darüber ist der Lord Mayor, zumindest auf dem Papier die mächtigste Instanz Liverpools, nicht erfreut und sieht sich jetzt endlich in der Position, diesen Umstand zu ändern …

Haben wir in „Prinzessin der Diebe“ die Hauptakteure, die aufrührerische, stetig mehr kippende Situation des eigentlich Einheit symbolisierenden Orts kennengelernt, verfolgt, wie sich die Wege der unterschiedlichen Parteien kreuzen und sich die Gefahr über das Wasser nähert; Einblicke in den existenziell bedrohlichen Plan des Lords und in die von Ideologien geprägten „Purebreads“ bekommen, geht die Geschichte nun nahtlos weiter. Aufgrund der Zeit, die seit dem Vorgänger vergangen ist, der komplexen Gegebenheiten und der Vielzahl von Perspektiven brauchte ich etwas, um mich erneut in der explosiven Welt einzufinden, aber davon abgesehen hatte ich eine aufregende, eindrucksvolle Lesezeit.

Jennifer Benkau schuf mit ihren eindringlichen Worten, mit lebendigen Szenarien, gewaltvollen Machtdemonstrationen, flotten Dialogen und der brodelnden Stimmung, mit deftigen Konflikten, Rebellion und klugen Diskussionen eine dichte, oft beklemmende Atmosphäre, in der hier und da Hoffnungssprenkel und Witz, Magie und sogar ein Hauch Romantik zu finden sind. Dabei wird auf Schwarz und Weiß, auf klassische HeldInnen, auf Rosapuder verzichtet, sondern auf raue, von Erfahrungen, Erwartungen und (inneren) Narben gezeichnete Charaktere gesetzt, die in moralischen Grauzonen, in dunklen Ecken, agieren. Und das macht Sabria O'Toole, Sebestien, Eliah und Co. nahbar. Verletzlich. Echt.

Rory, die sich zu Beginn ihrer Reise noch nicht über das Ausmaß ihrer Rolle und ihrer »Fracht« bewusst war, rückt nun präsenter ins Geschehen; wird gezwungen, sich mit relevanten und nachhaltigen Themen auseinanderzusetzen, ihr eigenes Vorhaben zu hinterfragen und schwerwiegende Entscheidungen zu treffen.
Eine ebenso große Entwicklung zeigt die Prinzessin der Diebe. Bria wächst über sich hinaus, stellt sich ihrem eigenen Gefühlschaos, ihrer Herkunft und ihren, von einer Gesellschaft, die von Ungerechtigkeiten und Vorurteilen, von Angst und Hass auseinandergerissen wurde, beeinflussten Intentionen. Als Bria auf der Suche nach Antworten auf eine ungeahnte Macht in ihrem Inneren und den damit verbundenen Einfluss stößt, findet sie auch Mut – solchen, der den Verlauf prägt, Samenkorn ist für jene Veränderungen, die Fairies und Menschen brauchen.
Auch Samuel, weiterhin in einer gewichtigen Position und unerschütterlich in seinen Zielen, nicht bereit, Liverpools pluralistische Stellung aufzugeben, wenn gleich der Cormorant schon so viel für seine Stadt gegeben, so viel gesehen und verloren hat, lernen wir noch intensiver kennen. Sein augenscheinlich kaltes und hartes – gleichzeitig reflektiertes und bedachtes – Verhalten, seine Reaktionen, waren nachvollziehbar ausgearbeitet, sodass es einfach war, Verständnis und Mitgefühl zu empfinden.
Nicht zu vergessen sind Aiven, Kayleigh und all die anderen, die nicht nur den Trupp um Everett vervollständigen, sondern relevant sind, Hilfe bringen, Vernunft. Freundschaft und Zusammenhalt symbolisieren, Gleichheit.

Aufgrund der missständigen Situation, in die wir geworfen werden, und der vielschichtigen Figuren und zwielichtigen Parteien fließt ganzheitlich eine subtile (An)Spannung mit, eine nervöse, Vorsicht heischende Note, die selbst in ruhigen Abschnitten dazu verführt, achtsam und aufmerksam zu bleiben. Gleichzeitig fasziniert die Autorin mit mystischen Wesen, berührt mit Tragik und erinnert uns daran, wie leicht sich Fairiegolden Town in unsere Realität projizieren lassen kann. Wie schnell sich Hetze ausbreiten, wie einfach Angst geschürt werden, ein Ganzes zerspringen kann. Mit der hier geschilderten, bewussten und systematischen Spaltung eines Reiches, den Anfeindungen und der Ausgrenzung, den endlosen Ungerechtigkeiten wird Gänsehaut erzeugt, Melancholie, etwas Düsteres.
Da zwischenmenschliche Dramen, Gefühlswirrwarr und unnötige Ausschweifungen nicht dominieren, sondern sich auf charakterliche sowie für die Stadt relevante Entwicklungen konzentriert wurde, bleiben weder Lücken offen noch Raum für Langeweile.
Jennifers Low-Fantasy-Dilogie enthält interessante Hintergründe, unerwartete Geschehnisse, alles aus dem Gleichgewicht bringende Enthüllungen und rührende Augenblicke. Zusätzlich gibt's Action, Tempo, Spaß und personifizierte Stärke. Für das Ende war ich eigentlich noch nicht bereit, aber hier fügen sich alle Fäden zusammen, Geheimnisse werden gelüftet und Fragen beantwortet.

Es war gewissermaßen erfrischend, dieser komplexen, tiefgründigen und aktuellen Geschichte, die sich doch – gemessen an Anspruch und Themen – deutlich von den Trends abhebt, zu folgen. Unbedingt mehr davon!

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Romantisch-tragische High-Fantasy mit Ernst und Vielfalt

Cursebound
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„𝐂𝐮𝐫𝐬𝐞𝐛𝐨𝐮𝐧𝐝“ ist Teil zwei der High-Fantasy-Trilogie „𝐁𝐚𝐭𝐭𝐥𝐞 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐞 𝐃𝐫𝐮𝐦𝐟𝐢𝐫𝐞“ von Saara El-Arifi und besticht wie schon der Vorgänger mit einer wunderschönen Aufmachung und einer ereignisreichen Storyline. ...

„𝐂𝐮𝐫𝐬𝐞𝐛𝐨𝐮𝐧𝐝“ ist Teil zwei der High-Fantasy-Trilogie „𝐁𝐚𝐭𝐭𝐥𝐞 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐞 𝐃𝐫𝐮𝐦𝐟𝐢𝐫𝐞“ von Saara El-Arifi und besticht wie schon der Vorgänger mit einer wunderschönen Aufmachung und einer ereignisreichen Storyline.

♡»𝘈𝘶𝘤𝘩 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦 𝘎𝘭𝘶𝘵 𝘦𝘳𝘭𝘰𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘛𝘳𝘰𝘮𝘮𝘦𝘭 𝘷𝘦𝘳𝘴𝘵𝘶𝘮𝘮𝘵 𝘪𝘴𝘵, 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘢𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘔𝘦𝘭𝘰𝘥𝘪𝘦 𝘥𝘦𝘪𝘯𝘦𝘴 𝘓𝘪𝘦𝘥𝘦𝘴 𝘦𝘳𝘪𝘯𝘯𝘦𝘳𝘯, 𝘫𝘦𝘵𝘻𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘧𝘶𝘦𝘳 𝘢𝘭𝘭𝘦 𝘡𝘦𝘪𝘵.« ♡

Es war unglaublich leicht, zurück in die Handlung zu finden, da sich zu Beginn eine Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse in Form eines Tagebucheintrags findet. Ebenso hilfreich für Orientierung und Verständnis sind eine Weltkarte, ein von den Figuren kommentiertes Namensregister sowie ein kleines Glossar.
Erzählt wird wieder aus verschiedenen Perspektiven – Furi, Lettle und Yeeran übernehmen erneut den Hauptpart. So sind die LeserInnen fest im Geschehen verankert, können individuellen Problemen und Befindlichkeiten nachspüren und in die unterschiedlichen Situationen, Zweifel und Gefühlswelten eintauchen.
Mit Alder gesellt sich eine weitere, die Handlung ungemein bereichernde Sichtweise hinzu, und das nicht nur, weil er ein erinnerungsloser Nomade ist, der unvoreingenommen auf die festgefahrene, von Misstrauen durchzogene Lage der Fae blicken kann. Dank seiner Begeisterung für Mosima entdecken wir die Wunder der verborgenen, verfluchten Welt nochmal auf neue Weise. Aber auch die malerischen Beschreibungen, die üppige, regellose Flora und die ungewöhnliche Fauna ändern nichts an den Tatsachen: Selbst ein Gefängnis, das einem Paradies gleichkommt, bleibt ein Gefängnis. Ohne freie Wahl …

In Teil zwei der Serie geschieht und verändert sich so vieles. Verrat und Misstrauen sind allgegenwärtig, Seite an Seite mit Verlust und Tod. Es scheint, als klafften rege weitere Brandherde auf, die es schnell zu löschen gilt: von dem Krieg – der geballten Macht der Elfen – der vor der Grenze lauert, bis hin zu Unruhen und Attentaten innerhalb des trügerischen Schutzes von Mosima. Immer tiefer wird der Graben, der zwischen den Mitgliedern und FreundInnen der Jani-Dynastie klafft – und wenn diese fällt, fällt das Reich.

Furi – sonst so beherrscht und stolz – ist ihre wachsende Überforderung, ihr emotionales Ungleichgewicht und die Verzweiflung anzumerken. So viele/s hat die Kriegerin bereits verloren – und es scheint kein Ende zu geben. Selbst vor Yeeran, der Frau, die sie liebt, machen ihre Zweifel nicht halt. Diese hat das Reich der Fae schon ein Mal verlassen und ihr Geheimnis verraten. Vielleicht den Tod vor die Tür gelockt. Dabei hat die Elfe ihr Leben riskiert, um zahlreiche zu schützen. Nun muss die außergewöhnliche Kämpferin Schuld ertragen, Zurückweisung von jenen, die ihr blieben.
Um sich trotz mangelnder Prophezeiung als nützlich zu erweisen, versucht Lettle, das Grimoire von Afa zu entschlüsseln, um den Fluch zu brechen und das Volk, von dem sie weder Teil noch in ihren Reihen erwünscht ist, endlich zu befreien. Denn Lettle wird das verborgene Reich nicht ohne den König verlassen. Unterdessen quält sie noch immer jene Vorsagung, die ihr eigenes Herz zu brechen droht.
Obgleich der komplexeren Handlung und dem interessanten Worldbuilding ist der Stil ein einfacher, frei von Wirrungen, leicht verständlich, ohne langweilig zu sein. Saara El-Arifi zeichnete ihre Charaktere mit Feinheiten und Details, wir sehen Stärke und Fehler, Impulsivität und Ruhe. Hass und Wut genauso wie aufrichtige Liebe und tiefes Leid. Handicaps, Diversität, POCs und Queerness fließen natürlich in die Handlung ein, finden Erwähnung, ohne etwas Besonderes zu sein, dies gibt der Story meiner Meinung nach etwas wirklich Starkes.

Die Autorin reißt Risse, unkittbar, in die frisch gewobenen Dynamiken ihrer Figuren, lässt sie innerlich bluten und höhlt gleichzeitig auch die LeserInnen mit Wendungen und Wahrheiten aus. Der Verlauf ist durchdacht, hält im selben Maße aufregende wie zarte Momente, einfühlsame und harsche Worte bereit. Es brodelt. Gewaltig. Weder die Ehe von Lettle und Rayan noch die fragile Liebe von Furi und Yeeran kommen unbeschadet aus den neuesten Entwicklungen und Ereignissen, getroffen von Offenbarungen, davon. Alder, der eine Schlüsselfigur sein könnte, auf die die Fae ein Jahrtausend gewartet haben, trägt nun nicht nur die Wucht von Antworten die er so lange suchte, sondern auch eine Bürde, die er nur schwerlich stemmen kann und in ihm Ängste erblühen lässt. Doch für Golan ist ihm keine Verantwortung zu schwer. Die Verbindung zwischen dem lichtlosen Stylisten und seinem neuen Mitbewohner ist – wie auch die zauberhaften Obeahs und ihre feste Verankerung in der Geschichte – eine süße, leichte Komponente – und die Hoffnung, die „Cursebound“ braucht. Denn je tiefer wir in die politische Situation der Fae eintauchen, umso mehr Ungerechtigkeiten blitzen auf, umso mehr Verräter zeigen sich. Missstände, Ausgrenzung und eine Zweiklassengesellschaft, die Wut entfacht, und nicht einzig die Seherin, deren Leben stetig weiter auseinanderfällt, berührt …
Aber sind Mord und Hass wirklich die Antwort, die Basis für Veränderung?

Saara El-Arifi spart nicht an Emotionen und Tragik, nicht an Mysterien, Spannung und Intrigen. Battle of the Drumfire überzeugt mit Vielfalt, einem wundersamen Setting und nahbaren Problemen.
Das Finale erscheint 2026 und ich kann es kaum erwarten!

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Wunderbar gemütliche Geschichte für stürmische Herbstage.

A Dark and Secret Magic
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Hecate Goodwin wurde – entgegen der Traditionen – bereits kurz nach ihrer Geburt zu einer Heckenhexe ernannt. Über die Gründe dafür hat Kates Mutter nie ein Wort verloren. Mittlerweile lebt die junge Frau ...

Hecate Goodwin wurde – entgegen der Traditionen – bereits kurz nach ihrer Geburt zu einer Heckenhexe ernannt. Über die Gründe dafür hat Kates Mutter nie ein Wort verloren. Mittlerweile lebt die junge Frau gemeinsam mit Merlin in einem abgeschiedenen, urigen Cottage und geht ihrer Pflicht – zu heilen, zu schützen und zu helfen – gewissenhaft nach. Dieser ist es nun zu verdanken, dass sie einem alten Bekannten Unterschlupf gewähren muss. Matthew Cypher, Magier vom „Tor des Pazifiks“ und Erbe seines geächteten Zirkels. Nicht nur sein Verhalten bei ihrer letzten Begegnung stößt der eigentlich warmherzigen Hexe bitter auf, auch ein kryptischer Traum, der sie vor einem Dunklen König gewarnt und aufgefordert hat, Antworten im Buch ihrer Mutter zu suchen, hängt Hecate nach.
Da sie zusätzlich mit der Ausrichtung des Samhain-Festes für die Mitglieder des „Schlüssel des Atlantiks“ beauftragt wurde und ihre Eindämmung kurz bevorsteht, nimmt sie Matthews Angebot, ihr unter die Arme zu greifen, widerwillig an.
Als der Heckenhexe tatsächlich ein Grimoire ihrer Mutter in die Hände fällt, dessen Inhalt mit blutiger, verbotener Magie versiegelt ist, verwandelt sich ihr ruhiges, geordnetes Leben in pures Chaos. Was verbirgt sich auf den verfluchten Seiten und wieso verwehrt ihr die Oberste des Zirkels sämtliche Antworten?

„𝐀 𝐃𝐚𝐫𝐤 𝐚𝐧𝐝 𝐒𝐞𝐜𝐫𝐞𝐭 𝐌𝐚𝐠𝐢𝐜“ ist, wie schon das wunderschöne Cover verspricht, eine perfekte Geschichte für stürmische Herbsttage und cozy Stunden – gewürzt mit einer Prise Spannung, dunklen Geheimnissen und einem Hauch Gefahr. Da uns einige Leckereien begegnen, wartet im Anhang sogar eine Auswahl an magischen Rezepten.🥧

Wallis Kinney führt uns in einem detailreichen, sehr atmosphärischen Ton aus der Sicht von Hecate durch ihre dichte Storyline, in der sich Mystik und herbstliche Melancholie mit Geheimnissen, Dunkelheit und subtiler Bedrohung vereinen.
Im durchdachten und einnehmenden Verlauf sind relevante Informationen über (magische) Gegebenheiten, die kreativen Hexenarten, Traditionen und Rituale angenehm verteilt, sodass es leicht war, sich in die geschaffene Welt einzufinden – und Zusammenhänge sowie aufkommende Zweifel nachzuvollziehen. Denn die Wahrheiten, die am Ende der diesjährigen Halloweenzeit ans Tageslicht dringen, erklären und ändern so einiges …

Neben Kate und ihrem ungebetenen Besucher sind es Nebenfiguren, die die Handlung, in der es gleichermaßen bedrückend wie amüsant zugeht, bereichern – Ginny und Winifred beispielsweise. Auch Celeste und Miranda nehmen einen wichtigen Platz ein. Zwar sind die drei Schwestern grundverschieden, ihre Beziehung hin und wieder angespannt, von Konflikten getrübt, doch bilden sie letztlich eine sich stärkende und unterstützende Einheit.
Matthew, der Kate nicht nur mit seinem Talent, Kürbisse zu schnitzen, zur Seite steht, sondern ihr mit seinem Wissen über dunkle Magie – jene, die augenscheinlich im starken Kontrast zu ihrer eigenen steht – hilft, das Grimoire ihrer Mutter und das Ausmaß ihrer Kräfte zu entschlüsseln, ist charmant, aufmerksam und liebenswürdig. Und doch umgibt ihn eine kühle Distanz ... etwas verschweigt er …

Die romantische Entwicklung schmiegt sich wunderbar in das Geschehen, war leicht, zart und animierte zur Vorsicht.
Besonders den Schlussakt habe ich sehr gefühlt: Hier überschlagen sich nochmal die Ereignisse, während die Autorin mit Offenbarungen schockiert, Fäden zusammenführt und zeigt, dass selbst Magier und Hexen alles für die Liebe opfern und jeden verraten würden … Tragik und Lügen, Geister und Untote, Veränderungen und Umarmungen – davon hat Hecate Goodwin an ihrem 31. Geburtstag jedenfalls erstmal genug.

„A Dark and Secret Magic“ ist eine stimmungsvolle Fantasy-Geschichte, die durch magische, gemütliche Elemente und warme Augenblicke getragen wird. Düstere, aufregende Sequenzen sowie bewegende Momente vermischen sich mit Geheimnissen und bilden eine packende Lektüre für den Herbst.



🍵„𝘐𝘤𝘩 𝘴𝘪𝘵𝘻𝘦 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘦𝘮 𝘍𝘦𝘯𝘴𝘵𝘦𝘳𝘣𝘳𝘦𝘵𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘴𝘦𝘩𝘦 𝘻𝘶, 𝘸𝘪𝘦 𝘥𝘪𝘦 𝘵𝘪𝘯𝘵𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩𝘸𝘢𝘳𝘻𝘦 𝘕𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘦𝘳𝘴𝘵 𝘪𝘯𝘥𝘪𝘨𝘰𝘣𝘭𝘢𝘶 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘯𝘯 𝘥𝘶𝘯𝘬𝘦𝘭𝘨𝘳𝘢𝘶 𝘸𝘪𝘳𝘥. 𝘚𝘵𝘶𝘯𝘥𝘦𝘯 𝘷𝘦𝘳𝘨𝘦𝘩𝘦𝘯. 𝘞𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘤𝘩 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘉𝘭𝘪𝘤𝘬 𝘷𝘰𝘮 𝘏𝘪𝘮𝘮𝘦𝘭 𝘢𝘣𝘸𝘦𝘯𝘥𝘦, 𝘬𝘰𝘦𝘯𝘯𝘵𝘦 𝘥𝘪𝘦 𝘛𝘳𝘢𝘶𝘦𝘳 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘶𝘦𝘣𝘦𝘳𝘳𝘰𝘭𝘭𝘦𝘯.“

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Originelle Fantasy mit Spannung und märchenhaften Vibes

A Forgery of Fate
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Mit 𝐀 𝐅𝐨𝐫𝐠𝐞𝐫𝐲 𝐨𝐟 𝐅𝐚𝐭𝐞 schuf Elizabeth Lim eine spannende Geschichte, die mit dem gewählten, asiatisch inspirierten Setting, den erschaffenen Legenden und einzelnen Elementen märchenhaft anmutet, aufgrund ...

Mit 𝐀 𝐅𝐨𝐫𝐠𝐞𝐫𝐲 𝐨𝐟 𝐅𝐚𝐭𝐞 schuf Elizabeth Lim eine spannende Geschichte, die mit dem gewählten, asiatisch inspirierten Setting, den erschaffenen Legenden und einzelnen Elementen märchenhaft anmutet, aufgrund eines modernen Tons jedoch mit Frische daherkommt.

Nachdem ihr Baba von einer seiner geheimnisvollen Schiffsreisen nicht wieder nach Hause kommt, verliert Trus Mutter ihr Ansehen als Wahrsagerin und stürzt sich, von Trauer geleitet, in die Spielsucht. Mit der Hilfe von Gaari nutzt die älteste der drei Schwestern ihr Talent und hält die Familie als Kunstfälscherin über Wasser – stets in dem Bestreben, Gangsun eines Tages hinter sich lassen und gemeinsam mit den anderen Saigas-Frauen neu anfangen zu können.
Als die Schulden ihrer Mutter zu groß werden und ihre Schwestern in Gefahr geraten, nicht mal Trus größtes, seit jeher verborgenes Geheimnis Rettung verspricht, geht sie einen Pakt mit dem düsteren Drachenlord ein: Unterschlupf, Schutz und finanzielle Absicherung für ihresgleichen. Im Gegenzug wird Tru seine Frau und verschafft ihm somit die Möglichkeit, zurück nach Ai'long zu gelangen. Doch das ist nicht alles: Denn Elangui Ta'ginan Yuwong braucht ihre Magie, um das Reich der Drachen und Meerwesen aus der Tyrannei seines Großvaters zu befreien und es vor dem Untergang zu retten …
Sein Plan ist waghalsig, riskant und endet mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich, doch Tru Saigas ist bereit!

Erneut überzeugt Lim mit einem märchenhaft-fantastischen Roman, der mit einem einfallsreichen, detailreich ausgearbeiteten und malerisch dargelegten Worldbuilding, einer schlagfertigen Protagonistin und origineller Magie daherkommt. Die Storyline wurde gut aufgebaut und bildet einen stimmigen Mix aus erklärenden und informativen, soften und temporeichen sowie gefühlvollen Szenen, sodass weder Langeweile aufkommen kann noch Zeit zum Abschweifen bleibt.
Tru – die jederzeit ihr Leben für ihre Familie geben würde, nie die Hoffnung, ihren Vater irgendwann wiederzusehen, aufgegeben hat, mutig handelt und nicht auf den Mund gefallen ist – führt uns durch das Geschehen, das so einige Überraschungen und Wendungen bereithält. Wahrheiten, die alles infrage stellen. Misstrauen, welches im Rhythmus der Wellen durch die Seiten pulsiert. Geheimnisse, die nie ans Tageslicht dringen sollten. Die Protagonistin wurde mit Ecken gezeichnet, mit taffen Zügen und Humor. Ihre Liebe und selbstlose Taten machten es unglaublich leicht, sie zu mögen. Mit ihr zu bangen. Aber auch Elangui – der sich reichlich Mühe gibt, auf Distanz zu bleiben und beharrlich den unnahbaren, kalten Prinzen mimt – erhascht, nicht zuletzt durch den achtsamen Umgang mit seinem Reich und seinen Getreuen, zahlreiche Sympathiepunkte. Je mehr der Hohe Heer der westlichen Meere über sich, sein bisheriges Dasein und seine Eigenheiten preisgibt, umso nachvollziehbarer wird Elanguis Verhalten.

Neben den Protagonisten, dem mystischen Flair und der unterschwellig spürbaren Bedrohung sind es die Nebenfiguren, die die Handlung merklich bereichern. Gerade Shani, die letzte Wasserdämonin und der Auslöser von etlichen witzig-direkten Schlagabtauschen, und Mailoh, eine zauberhafte Schildkröte, waren unterhaltend. König Nazayun – grausam & machtgierig – sorgt für Gänsehaut, für die spannenden, schmerzhaften Sequenzen. Ebenfalls gelungen ist die wärmende Dynamik zwischen Tru und ihren Schwestern Nomi und Falina, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Herzklopf-Momente, zartes Kribbeln und große Emotionen hält die romantische Entwicklung bereit, dabei lag der Fokus zu keiner Zeit auf der Liebesgeschichte, die übrigens gänzlich ohne Spice, jedoch nicht ohne Twists und Tragik, Ungereimtheiten, die der Kunstfälscherin den Boden wegziehen, und Verrat auskommt.

Insgesamt kann ich 𝐀 𝐅𝐨𝐫𝐠𝐞𝐫𝐲 𝐨𝐟 𝐅𝐚𝐭𝐞 allen empfehlen, die auf der Suche nach einem mitreißenden, einfallsreichen Fantasy-Buch sind.

Die Aufmachung der Klappbroschur, die illustrierte Karte und das Cover sind zusätzlich ein wahrer Augenschmaus!

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