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Veröffentlicht am 24.10.2025

Zwischen Gaming, Gefühlen und Gremlin-Chaos

Unplayed Love (Unwritten, Bd. 2)
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Mit Unplayed Love liefert Teresa Sporrer eine charmante, humorvolle und zugleich berührende Sapphic Romance, die zeigt, dass Liebe genauso vielfältig und unvorhersehbar sein kann wie ein gutes Videospiel. ...

Mit Unplayed Love liefert Teresa Sporrer eine charmante, humorvolle und zugleich berührende Sapphic Romance, die zeigt, dass Liebe genauso vielfältig und unvorhersehbar sein kann wie ein gutes Videospiel. Der zweite Band der Gremlin Love-Reihe entführt in die Welt des E-Sports, gespickt mit Anspielungen auf Games, Anime und Popkultur – und erzählt dabei eine Geschichte über Mut, Selbstfindung und zweite Chancen.
Im Mittelpunkt steht Heidi, die nach ihrer Karriere als Schönheitskönigin als Schauspielerin Fuß fassen möchte. Um sich auf eine Synchronrolle in einem Fantasy-Gaming-Projekt vorzubereiten, sucht sie Kontakt zu der erfolgreichen E-Sportlerin Serenity – oder „Bunny“, wie sie in der Community genannt wird. Was als berufliche Recherche beginnt, wird schnell zu einer Begegnung, die Heidis Welt auf den Kopf stellt. Denn zwischen ihr und Bunny entwickelt sich eine leise, aber spürbare Anziehung, die beide überrascht.
Heidi ist eine liebenswert ehrgeizige Protagonistin, die gelernt hat, sich in einer Welt zu behaupten, die sie oft nur auf ihr Äußeres reduziert. Ihre Offenheit und ihr Wunsch, über sich hinauszuwachsen, machen sie unglaublich sympathisch. Bunny hingegen ist selbstbewusst, witzig und gleichzeitig verletzlich – eine Figur, die mit den Vorurteilen der Gaming-Szene und dem Druck der Öffentlichkeit kämpft. Besonders schön ist, wie Teresa Sporrer die Beziehung zwischen den beiden aufbaut: sensibel, nachvollziehbar und ohne unnötiges Drama. Statt klischeehafter Missverständnisse gibt es ehrliche Gespräche, respektvolle Annäherung und ganz viel Herz.
Die Dynamik der Nebencharaktere – allen voran Bunny’s bester Freund Dylan und die wiederkehrenden Figuren aus dem ersten Band – sorgt für Humor, Chaos und echte Wohlfühlmomente. Das bekannte „Gremlin“-Gefühl bleibt, ohne die neue Geschichte zu überlagern. Besonders Fans der Reihe werden die vertrauten Gesichter und kleinen Anspielungen lieben.

Inhaltlich überzeugt Unplayed Love durch eine gelungene Balance zwischen Leichtigkeit und Tiefe. Themen wie Geschlechterrollen, Medienbilder, Sucht und Repräsentation werden mit Fingerspitzengefühl angesprochen, ohne den Lesefluss zu stören. Dabei ist Sporrers Schreibstil gewohnt flüssig, pointiert und charmant – man liest sich fest und merkt gar nicht, wie schnell die Seiten verfliegen.
Auch wer selbst wenig über Gaming weiß, wird mühelos in die Geschichte hineingezogen. Die Autorin erklärt die Welt rund um Legions of Purgatory so, dass sie verständlich und zugleich atmosphärisch bleibt. Für Nerds hingegen sind die vielen kleinen Referenzen – von Anime über Onlinekultur bis hin zu E-Sport-Insidern – ein absolutes Highlight.

Fazit:
Unplayed Love ist eine warmherzige, moderne Liebesgeschichte mit authentischen Figuren, witzigen Dialogen und einer Botschaft, die hängen bleibt: Liebe ist nicht planbar – und manchmal beginnt sie genau da, wo man sie am wenigsten erwartet.
Ein Feelgood-Roman mit Herz, Humor und Repräsentation – perfekt für alle, die queere Romance mit Tiefe und Gaming-Flair lieben.

Veröffentlicht am 12.09.2025

Zwischen Rache und Wahrheit

Die Elite von Ashriver - Bittersweet Revenge
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Mit Bittersweet Revenge findet die „Elite von Ashriver“-Reihe ihr dramatisches und zugleich emotional berührendes Ende – und dieses Finale hat es in sich. Valentina Fast gelingt es erneut, mit einem atmosphärischen ...

Mit Bittersweet Revenge findet die „Elite von Ashriver“-Reihe ihr dramatisches und zugleich emotional berührendes Ende – und dieses Finale hat es in sich. Valentina Fast gelingt es erneut, mit einem atmosphärischen Schreibstil und einem dichten Netz aus Intrigen, Magie und Emotionen eine Welt zu zeichnen, die man nur ungern wieder verlässt.
Schon der Einstieg ist intensiv: Leah steht im Mittelpunkt, entschlossen, endlich die Wahrheit hinter dem Tod ihrer Mutter aufzudecken. Als sogenannte „Leserin“ mit der Fähigkeit, Erinnerungen aus Objekten zu entnehmen, bringt sie eine faszinierende Gabe mit – eine Fähigkeit, die nicht nur die Handlung antreibt, sondern auch intime Einblicke in die Gedankenwelt anderer Figuren ermöglicht. Unterstützt wird sie – wider Erwarten – ausgerechnet von Vincent, einem der mächtigsten Mitglieder der Ashriver-Elite.
Die Dynamik zwischen Leah und Vincent entwickelt sich mit Fingerspitzengefühl: von Misstrauen und Konfrontation hin zu echtem Vertrauen. Besonders gelungen: Beide sind bereits aus den Vorgängerbänden bekannt, dennoch werden hier ganz neue Seiten an ihnen sichtbar – Verletzlichkeit, Mut und echte Entwicklung. Auch die Freundesgruppe, deren Zusammenhalt sich über die gesamte Reihe hinweg aufgebaut hat, bildet ein starkes Rückgrat dieser Geschichte. Ihre Verbundenheit, aber auch ihre Konflikte und Versöhnungen wirken glaubwürdig und menschlich.
Spannung entsteht dabei nicht nur durch die Enemies-to-Lovers-Romantik, sondern vor allem durch das zentrale Rätsel: Wer steckt wirklich hinter dem Verrat an Leahs Familie? Obwohl einige Hinweise früh zu erahnen sind, gelingt es der Autorin, die Auflösung bis zum Schluss spannend zu halten – und auch einige überraschende Wendungen einzubauen, die man nicht kommen sieht.
Der dritte Band fühlt sich runder an als seine Vorgänger, das Tempo ist höher, die Perspektivwechsel zahlreicher, und dennoch wirkt alles gut miteinander verwoben. Besonders das Setting – die Akademie, mit ihren dunklen Geheimnissen, Ritualen und Regeln – bleibt eindrucksvoll und atmosphärisch dicht. Hier wird das Dark-Academia-Feeling spürbar, ohne je ins Klischeehafte abzurutschen.
Was Bittersweet Revenge aber letztlich besonders macht, ist die emotionale Tiefe. Es geht nicht nur um Rache oder Magie, sondern um Loyalität, Selbstfindung und die Kraft, über sich hinauszuwachsen. Das Finale bringt die Geschichte aller Beteiligten zu einem gelungenen Abschluss – schlüssig, berührend und mit einem Hauch Wehmut.
Ein würdiges Ende für eine Trilogie, die sich von Band zu Band gesteigert hat. Für Fans von düster-magischen Internatsgeschichten mit starken Figuren, komplexen Beziehungen und einem Hauch Romantik ist diese Reihe definitiv eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 13.09.2025

Ein emotionaler Abschluss voller Hawaii-Vibes und Herzensmomente

This could be forever
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Mit This could be forever bringt Lilly Lucas ihre Hawaii Love-Trilogie zu einem bewegenden Ende. Schon nach wenigen Seiten spürt man die vertraute Wärme des Settings, das mit seinen farbenfrohen Bildern, ...

Mit This could be forever bringt Lilly Lucas ihre Hawaii Love-Trilogie zu einem bewegenden Ende. Schon nach wenigen Seiten spürt man die vertraute Wärme des Settings, das mit seinen farbenfrohen Bildern, der besonderen Atmosphäre und dem typischen Insel-Feeling sofort wieder einhüllt.
Im Mittelpunkt stehen diesmal Millie und Chip, zwei Figuren, die in den vorherigen Bänden bereits präsent waren, nun aber endlich ihre eigene Geschichte bekommen. Millie wirkt zu Beginn unsicher und voller Zweifel – gerade diese Verletzlichkeit macht sie so nahbar. Im Laufe der Handlung wächst sie sichtbar über sich hinaus und findet zu einer Stärke, die berührt. Chip dagegen ist bodenständig, charmant und ein klein wenig eigenwillig – eine Kombination, die ihn absolut authentisch macht und für viele herzerwärmende Momente sorgt. Ihre Dynamik ist von Anfang an spürbar, entwickelt sich aber glaubwürdig und mit der nötigen Langsamkeit, sodass man das Knistern Seite für Seite miterleben kann.
Lilly Lucas versteht es, große Emotionen mit Leichtigkeit zu verweben. Zwischen Schmetterlingen, leisen Gesten und ernsten Gesprächen liegt eine Tiefe, die überrascht. Manche Szenen haben mich regelrecht den Atem anhalten lassen, und gerade im letzten Drittel reiht sich ein emotionales Highlight ans nächste. Dabei wird es nie kitschig – vielmehr zeigt die Autorin, wie sich Liebe manchmal durch Zweifel, Umwege und Schmerz ihren Weg bahnt.
Besonders gelungen ist, dass neben den Hauptfiguren auch die Nebencharaktere ihren Platz finden und die Geschichte abrunden. Bekannte Gesichter aus den ersten beiden Teilen sorgen für schöne Wiedersehen und machen das Buch zu einem echten Serienfinale.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, atmosphärisch und voller Herz. Man fliegt förmlich durch die Seiten, gleichzeitig möchte man das Lesen hinauszögern, weil man sich so ungern von den Figuren verabschiedet. Die Hawaii-Vibes tragen ihren Teil dazu bei – sie sind nicht bloß Kulisse, sondern verleihen der Geschichte Leichtigkeit und Sommerwärme.
Fazit:
This could be forever ist ein intensiver und zugleich wohltuender Abschluss der Reihe. Mit sympathischen Figuren, einem traumhaften Setting und einer Liebesgeschichte, die unter die Haut geht, schafft Lilly Lucas einen Roman, den man nicht aus der Hand legen möchte. Für Fans der Reihe ein absolutes Muss – und für alle, die noch zögern, eine perfekte Gelegenheit, die Hawaii Love-Reihe in einem Rutsch zu verschlingen.

Veröffentlicht am 12.09.2025

ein temporeicher Auftakt mit Tiefgang

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Mit Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss gelingt Anna Benning ein atemberaubender Einstieg in eine dystopisch-fantastische Welt, die in ihrer Komplexität ebenso überzeugt wie in ihrer Emotionalität. ...

Mit Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss gelingt Anna Benning ein atemberaubender Einstieg in eine dystopisch-fantastische Welt, die in ihrer Komplexität ebenso überzeugt wie in ihrer Emotionalität. Was als klassisches Auswahlrennen beginnt, entfaltet sich schnell zu einem packenden Konflikt zwischen Wahrheit, Vorurteil und persönlicher Verantwortung.
Im Mittelpunkt steht Elaine, eine junge Vortexläuferin in Ausbildung, die nur eines will: das große Vortexrennen bestehen und endlich dazugehören. Doch ihre Reise verläuft anders als geplant – ein Zwischenfall weckt Kräfte in ihr, die nicht nur ihre Sicht auf die Welt infrage stellen, sondern auch das Machtgefüge der Gesellschaft erschüttern. Gemeinsam mit einer Handvoll Verbündeter, darunter der charismatische und zunächst feindselige Bale, muss sie sich einer Wahrheit stellen, die tiefer geht als jede politische Parole.
Besonders beeindruckend ist die Konstruktion des Weltenbaus: Nach einem globalen Ereignis haben sich Mensch und Materie vermengt – es entstehen sogenannte „Vermengte“, Wesen mit besonderen Fähigkeiten, die von der Gesellschaft gefürchtet und systematisch unterdrückt werden. Die Läufer des Kuratoriums sollen sie aufspüren und isolieren. Doch Benning erzählt nicht eindimensional. Vielmehr zeichnet sie ein differenziertes Bild einer Gesellschaft im Umbruch, in der Kontrolle und Angst mächtiger sind als Mitgefühl – ein Thema, das erschreckend aktuell anmutet.
Die Figuren wachsen einem dabei schnell ans Herz: Elaine überzeugt durch Entschlossenheit und Selbstzweifel zugleich, während Luka mit seiner unkonventionellen Art und seiner inneren Zerrissenheit berührt. Die Liebesgeschichte zwischen Elaine und Bale entwickelt sich eher im Hintergrund, punktet aber durch Tiefe und eine glaubwürdige Entwicklung – angenehm zurückhaltend, aber dennoch mitreißend.
Der Schreibstil ist temporeich, bildhaft und treffsicher. Actionreiche Passagen wechseln sich ab mit emotionalen und politischen Momenten, ohne an Spannung zu verlieren. Besonders gelungen: die Vortexsprünge selbst – sie sind nicht nur technische Spielereien, sondern tragen zur inneren Entwicklung der Figuren bei. Auch das Thema Vorurteile wird sensibel, aber deutlich verarbeitet und regt zum Nachdenken an.
Kurzum: Vortex ist ein durchdachter, rasanter Reihenauftakt mit Sogwirkung. Wer sich auf diese energiegeladene, klug konstruierte Welt einlässt, wird mit einer vielschichtigen Geschichte voller Fragen nach Gerechtigkeit, Identität und dem Mut zur Wahrheit belohnt. Ein Debüt, das Lust auf mehr macht – zum Glück gibt es Fortsetzungen.

Veröffentlicht am 12.09.2025

Ein Sommer voller Sehnsucht, Zweifel und zweiter Chancen

Whispers like Summer Nights
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Zurück in Hazelwood – und es fühlt sich an, als hätte man nie aufgehört, dort zu sein. Whispers like Summer Nights ist nicht nur die Fortsetzung der Tennessee Dreams-Reihe, sondern eine gefühlvolle Reise ...

Zurück in Hazelwood – und es fühlt sich an, als hätte man nie aufgehört, dort zu sein. Whispers like Summer Nights ist nicht nur die Fortsetzung der Tennessee Dreams-Reihe, sondern eine gefühlvolle Reise zu alten Wunden, verlorenen Träumen und der leisen Hoffnung, dass manche Verbindungen stärker sind als alles, was dazwischenkommt.
Im Mittelpunkt stehen diesmal Amber und Caleb – das einstige Highschool-Traumpaar, das längst keines mehr ist. Sechs Monate nach seinem plötzlichen Verschwinden steht Caleb plötzlich wieder vor Amber. Ohne Vorwarnung. Ohne Erklärung. Und obwohl sie ihn nie vergessen konnte, ist das Vertrauen tief erschüttert. Was folgt, ist keine klassische Second-Chance-Romance – sondern eine Annäherung voller Ecken, Kanten und Emotionen.
Ann-Kathrin Falkenberg schafft es erneut, die Magie von Hazelwood greifbar zu machen. Die Schmetterlingsfarm, das Grill-Restaurant der Rivers, das bevorstehende Country-Festival – all das bildet die liebevoll gezeichnete Kulisse für eine Geschichte, die nicht durch große Dramen, sondern durch Zwischentöne besticht. Besonders stark: Die wechselnde Erzählperspektive zwischen Amber und Caleb. So werden beide Seiten ihrer gemeinsamen Geschichte sichtbar – samt aller Ängste, Hoffnungen und unausgesprochenen Gedanken.
Caleb ist kein perfekter Charakter – und gerade das macht ihn glaubwürdig. Seine Unsicherheit, sein aufrichtiges Bemühen, Dinge wieder gut zu machen, seine Sehnsucht nach Vergebung: All das macht ihn zu jemandem, der berührt. Amber hingegen will stark sein, niemandem zur Last fallen – und verliert dabei fast sich selbst. Es ist berührend zu sehen, wie beide lernen, sich wieder einander zu nähern, ohne sich selbst dabei aufzugeben.
Die Chemie zwischen den beiden ist spürbar – manchmal leise, manchmal hitzig, aber nie überzogen. Und obwohl es Momente gab, in denen ich beide am liebsten geschüttelt hätte, habe ich gleichzeitig jede ihrer Unsicherheiten nachvollziehen können.
Auch die Nebenfiguren bereichern die Geschichte: Ambers Mutter, die nicht hinter die Fassade ihrer Tochter blickt; Rita, die für jeden einen Spruch parat hat; und natürlich das Kleinstadt-Feeling, das einen wie eine warme Decke umhüllt.
Falkenbergs Schreibstil ist erneut ein Highlight – ruhig, aber intensiv, atmosphärisch und voller Gefühl. Es ist eines dieser Bücher, das leise beginnt, sich dann aber tief ins Herz schleicht. Eine Geschichte über zweite Chancen, das Wagnis der Verletzlichkeit und die Erkenntnis, dass Liebe manchmal genau da wieder beginnt, wo man sie verloren glaubte.
Ein würdiger zweiter Band – und ein Versprechen darauf, dass Hazelwood noch viele Geschichten zu erzählen hat.