Profilbild von Buch_Elfe

Buch_Elfe

Lesejury Star
offline

Buch_Elfe ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buch_Elfe über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2025

Ein emotionaler Abschluss voller Hawaii-Vibes und Herzensmomente

This could be forever
0

Mit This could be forever bringt Lilly Lucas ihre Hawaii Love-Trilogie zu einem bewegenden Ende. Schon nach wenigen Seiten spürt man die vertraute Wärme des Settings, das mit seinen farbenfrohen Bildern, ...

Mit This could be forever bringt Lilly Lucas ihre Hawaii Love-Trilogie zu einem bewegenden Ende. Schon nach wenigen Seiten spürt man die vertraute Wärme des Settings, das mit seinen farbenfrohen Bildern, der besonderen Atmosphäre und dem typischen Insel-Feeling sofort wieder einhüllt.
Im Mittelpunkt stehen diesmal Millie und Chip, zwei Figuren, die in den vorherigen Bänden bereits präsent waren, nun aber endlich ihre eigene Geschichte bekommen. Millie wirkt zu Beginn unsicher und voller Zweifel – gerade diese Verletzlichkeit macht sie so nahbar. Im Laufe der Handlung wächst sie sichtbar über sich hinaus und findet zu einer Stärke, die berührt. Chip dagegen ist bodenständig, charmant und ein klein wenig eigenwillig – eine Kombination, die ihn absolut authentisch macht und für viele herzerwärmende Momente sorgt. Ihre Dynamik ist von Anfang an spürbar, entwickelt sich aber glaubwürdig und mit der nötigen Langsamkeit, sodass man das Knistern Seite für Seite miterleben kann.
Lilly Lucas versteht es, große Emotionen mit Leichtigkeit zu verweben. Zwischen Schmetterlingen, leisen Gesten und ernsten Gesprächen liegt eine Tiefe, die überrascht. Manche Szenen haben mich regelrecht den Atem anhalten lassen, und gerade im letzten Drittel reiht sich ein emotionales Highlight ans nächste. Dabei wird es nie kitschig – vielmehr zeigt die Autorin, wie sich Liebe manchmal durch Zweifel, Umwege und Schmerz ihren Weg bahnt.
Besonders gelungen ist, dass neben den Hauptfiguren auch die Nebencharaktere ihren Platz finden und die Geschichte abrunden. Bekannte Gesichter aus den ersten beiden Teilen sorgen für schöne Wiedersehen und machen das Buch zu einem echten Serienfinale.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, atmosphärisch und voller Herz. Man fliegt förmlich durch die Seiten, gleichzeitig möchte man das Lesen hinauszögern, weil man sich so ungern von den Figuren verabschiedet. Die Hawaii-Vibes tragen ihren Teil dazu bei – sie sind nicht bloß Kulisse, sondern verleihen der Geschichte Leichtigkeit und Sommerwärme.
Fazit:
This could be forever ist ein intensiver und zugleich wohltuender Abschluss der Reihe. Mit sympathischen Figuren, einem traumhaften Setting und einer Liebesgeschichte, die unter die Haut geht, schafft Lilly Lucas einen Roman, den man nicht aus der Hand legen möchte. Für Fans der Reihe ein absolutes Muss – und für alle, die noch zögern, eine perfekte Gelegenheit, die Hawaii Love-Reihe in einem Rutsch zu verschlingen.

Veröffentlicht am 12.09.2025

ein temporeicher Auftakt mit Tiefgang

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
0

Mit Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss gelingt Anna Benning ein atemberaubender Einstieg in eine dystopisch-fantastische Welt, die in ihrer Komplexität ebenso überzeugt wie in ihrer Emotionalität. ...

Mit Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss gelingt Anna Benning ein atemberaubender Einstieg in eine dystopisch-fantastische Welt, die in ihrer Komplexität ebenso überzeugt wie in ihrer Emotionalität. Was als klassisches Auswahlrennen beginnt, entfaltet sich schnell zu einem packenden Konflikt zwischen Wahrheit, Vorurteil und persönlicher Verantwortung.
Im Mittelpunkt steht Elaine, eine junge Vortexläuferin in Ausbildung, die nur eines will: das große Vortexrennen bestehen und endlich dazugehören. Doch ihre Reise verläuft anders als geplant – ein Zwischenfall weckt Kräfte in ihr, die nicht nur ihre Sicht auf die Welt infrage stellen, sondern auch das Machtgefüge der Gesellschaft erschüttern. Gemeinsam mit einer Handvoll Verbündeter, darunter der charismatische und zunächst feindselige Bale, muss sie sich einer Wahrheit stellen, die tiefer geht als jede politische Parole.
Besonders beeindruckend ist die Konstruktion des Weltenbaus: Nach einem globalen Ereignis haben sich Mensch und Materie vermengt – es entstehen sogenannte „Vermengte“, Wesen mit besonderen Fähigkeiten, die von der Gesellschaft gefürchtet und systematisch unterdrückt werden. Die Läufer des Kuratoriums sollen sie aufspüren und isolieren. Doch Benning erzählt nicht eindimensional. Vielmehr zeichnet sie ein differenziertes Bild einer Gesellschaft im Umbruch, in der Kontrolle und Angst mächtiger sind als Mitgefühl – ein Thema, das erschreckend aktuell anmutet.
Die Figuren wachsen einem dabei schnell ans Herz: Elaine überzeugt durch Entschlossenheit und Selbstzweifel zugleich, während Luka mit seiner unkonventionellen Art und seiner inneren Zerrissenheit berührt. Die Liebesgeschichte zwischen Elaine und Bale entwickelt sich eher im Hintergrund, punktet aber durch Tiefe und eine glaubwürdige Entwicklung – angenehm zurückhaltend, aber dennoch mitreißend.
Der Schreibstil ist temporeich, bildhaft und treffsicher. Actionreiche Passagen wechseln sich ab mit emotionalen und politischen Momenten, ohne an Spannung zu verlieren. Besonders gelungen: die Vortexsprünge selbst – sie sind nicht nur technische Spielereien, sondern tragen zur inneren Entwicklung der Figuren bei. Auch das Thema Vorurteile wird sensibel, aber deutlich verarbeitet und regt zum Nachdenken an.
Kurzum: Vortex ist ein durchdachter, rasanter Reihenauftakt mit Sogwirkung. Wer sich auf diese energiegeladene, klug konstruierte Welt einlässt, wird mit einer vielschichtigen Geschichte voller Fragen nach Gerechtigkeit, Identität und dem Mut zur Wahrheit belohnt. Ein Debüt, das Lust auf mehr macht – zum Glück gibt es Fortsetzungen.

Veröffentlicht am 12.09.2025

Ein Sommer voller Sehnsucht, Zweifel und zweiter Chancen

Whispers like Summer Nights
0

Zurück in Hazelwood – und es fühlt sich an, als hätte man nie aufgehört, dort zu sein. Whispers like Summer Nights ist nicht nur die Fortsetzung der Tennessee Dreams-Reihe, sondern eine gefühlvolle Reise ...

Zurück in Hazelwood – und es fühlt sich an, als hätte man nie aufgehört, dort zu sein. Whispers like Summer Nights ist nicht nur die Fortsetzung der Tennessee Dreams-Reihe, sondern eine gefühlvolle Reise zu alten Wunden, verlorenen Träumen und der leisen Hoffnung, dass manche Verbindungen stärker sind als alles, was dazwischenkommt.
Im Mittelpunkt stehen diesmal Amber und Caleb – das einstige Highschool-Traumpaar, das längst keines mehr ist. Sechs Monate nach seinem plötzlichen Verschwinden steht Caleb plötzlich wieder vor Amber. Ohne Vorwarnung. Ohne Erklärung. Und obwohl sie ihn nie vergessen konnte, ist das Vertrauen tief erschüttert. Was folgt, ist keine klassische Second-Chance-Romance – sondern eine Annäherung voller Ecken, Kanten und Emotionen.
Ann-Kathrin Falkenberg schafft es erneut, die Magie von Hazelwood greifbar zu machen. Die Schmetterlingsfarm, das Grill-Restaurant der Rivers, das bevorstehende Country-Festival – all das bildet die liebevoll gezeichnete Kulisse für eine Geschichte, die nicht durch große Dramen, sondern durch Zwischentöne besticht. Besonders stark: Die wechselnde Erzählperspektive zwischen Amber und Caleb. So werden beide Seiten ihrer gemeinsamen Geschichte sichtbar – samt aller Ängste, Hoffnungen und unausgesprochenen Gedanken.
Caleb ist kein perfekter Charakter – und gerade das macht ihn glaubwürdig. Seine Unsicherheit, sein aufrichtiges Bemühen, Dinge wieder gut zu machen, seine Sehnsucht nach Vergebung: All das macht ihn zu jemandem, der berührt. Amber hingegen will stark sein, niemandem zur Last fallen – und verliert dabei fast sich selbst. Es ist berührend zu sehen, wie beide lernen, sich wieder einander zu nähern, ohne sich selbst dabei aufzugeben.
Die Chemie zwischen den beiden ist spürbar – manchmal leise, manchmal hitzig, aber nie überzogen. Und obwohl es Momente gab, in denen ich beide am liebsten geschüttelt hätte, habe ich gleichzeitig jede ihrer Unsicherheiten nachvollziehen können.
Auch die Nebenfiguren bereichern die Geschichte: Ambers Mutter, die nicht hinter die Fassade ihrer Tochter blickt; Rita, die für jeden einen Spruch parat hat; und natürlich das Kleinstadt-Feeling, das einen wie eine warme Decke umhüllt.
Falkenbergs Schreibstil ist erneut ein Highlight – ruhig, aber intensiv, atmosphärisch und voller Gefühl. Es ist eines dieser Bücher, das leise beginnt, sich dann aber tief ins Herz schleicht. Eine Geschichte über zweite Chancen, das Wagnis der Verletzlichkeit und die Erkenntnis, dass Liebe manchmal genau da wieder beginnt, wo man sie verloren glaubte.
Ein würdiger zweiter Band – und ein Versprechen darauf, dass Hazelwood noch viele Geschichten zu erzählen hat.

Veröffentlicht am 12.09.2025

ein Liebesroman, der unter die Haut geht

Gentle Heart
0

Mit Gentle Heart führt Mona Kasten ihre Scarlett Luck-Reihe fort und schenkt diesmal Ashley und Logan die Bühne. Während die Vorgängerbände vor allem die Banddynamik und Adams Geschichte in den Fokus rückten, ...

Mit Gentle Heart führt Mona Kasten ihre Scarlett Luck-Reihe fort und schenkt diesmal Ashley und Logan die Bühne. Während die Vorgängerbände vor allem die Banddynamik und Adams Geschichte in den Fokus rückten, erleben wir hier eine stillere, aber ebenso intensive Liebesgeschichte, die zeigt, dass Heilung Zeit braucht – und Liebe manchmal gerade in den leisen Momenten entsteht.
Ashley Cruz, erfolgreiche Sängerin und Schauspielerin, versucht nach einer toxischen Beziehung und einer öffentlichen Trennung wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Sie möchte neu anfangen, ihr Leben selbstbestimmt gestalten und sich nicht länger von Schlagzeilen definieren lassen. In dieser verletzlichen Phase begegnet sie Logan Buckley, dem Gitarristen von Scarlett Luck. Er ist anders als die Männer, die Ashley bisher kennengelernt hat – sensibel, zurückhaltend, geduldig. Gemeinsam beschließen sie, sich nur auf eine unverbindliche Freundschaft mit Vorzügen einzulassen. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto klarer wird, dass Gefühle sich nicht an Absprachen halten.
Mona Kasten erzählt diese Entwicklung mit viel Feingefühl. Zwischen Ashley und Logan entstehen keine lauten, dramatischen Explosionen, sondern eine langsame Annäherung, getragen von Gesprächen, Blicken und gegenseitigem Verständnis. Dabei gelingt es der Autorin, beiden Figuren ihre ganz eigene Tiefe zu verleihen. Ashley schwankt zwischen Selbstschutz und Sehnsucht, während Logan nach den Ereignissen aus Fragile Heart selbst mit inneren Dämonen kämpft. Ihre Beziehung lebt von genau dieser Spannung: Zwei Menschen, die verletzt wurden, finden Schritt für Schritt wieder Vertrauen.
Stark ist vor allem die Darstellung psychischer Themen. Die Triggerwarnung zu Beginn ist berechtigt, denn Gentle Heart spricht offen über Selbstwert, Angst und den Druck der Öffentlichkeit. Mona Kasten behandelt diese Aspekte nicht oberflächlich, sondern mit einer Ernsthaftigkeit, die berührt. Musik dient dabei immer wieder als Ausdrucksmittel – eine Sprache, die Gefühle transportiert, wo Worte fehlen.
Auch der Schreibstil überzeugt. Ruhig, atmosphärisch und voller Intensität lässt er die Leser:innen tief in Ashleys und Logans Innenwelt eintauchen. Das Setting der Musikbranche ist weniger Glamour als vielmehr Spiegel einer Welt, die ständig urteilt – und in der echte Nähe umso wertvoller ist. Besonders gelungen sind die kleinen, intimen Szenen: ein vertrautes Gespräch im Studio, eine Geste hinter der Bühne, Momente, die von Ehrlichkeit leben.
Obwohl Gentle Heart eigenständig funktioniert, entfaltet es für Leser:innen der gesamten Reihe eine besondere Wirkung: Man trifft vertraute Gesichter wieder, ohne dass sie die Handlung dominieren. Der Fokus liegt konsequent auf Ashley und Logan – und genau das macht diesen Band so stark.
Fazit:
Gentle Heart ist kein lautes, dramatisches Rockstar-Märchen, sondern eine zarte, tiefgründige Geschichte über Heilung, Selbstfindung und die Kraft einer Liebe, die sich Zeit nimmt. Ein Buch, das leise beginnt, sich langsam entfaltet und am Ende intensiv nachhallt. Wer die Reihe liebt oder gefühlvolle, ehrliche New-Adult-Romane sucht, wird hier ein Highlight finden.

Veröffentlicht am 12.09.2025

Spannung, Emotion und Flamme

Infernas 2: Queen of Embers
0

Mit Queen of Embers führt Melanie Lane ihre Infernas-Dilogie zu einem fulminanten Abschluss. Schon der Einstieg gelingt mühelos, da der zweite Band direkt am Cliffhanger des Vorgängers ansetzt – man ist ...

Mit Queen of Embers führt Melanie Lane ihre Infernas-Dilogie zu einem fulminanten Abschluss. Schon der Einstieg gelingt mühelos, da der zweite Band direkt am Cliffhanger des Vorgängers ansetzt – man ist sofort wieder mitten in Evelyns und Dantes Geschichte.
Besonders spannend fand ich, wie sich die Charaktere weiterentwickeln. Evelyn wächst endgültig über sich hinaus und zeigt, dass sie nicht nur über immense Kräfte verfügt, sondern auch den Mut, diese einzusetzen. Ihre Stärke und Entschlossenheit haben mich tief beeindruckt. Dante bildet dabei nicht nur einen gleichwertigen Gegenpart, sondern ergänzt sie mit seiner ruhigen, loyalen Art perfekt. Die abwechselnden Perspektiven der beiden geben der Handlung zusätzlich Dynamik und lassen einen noch tiefer in ihre Gefühlswelt eintauchen.
Das Worldbuilding überzeugt erneut mit detailreichen Beschreibungen und einer düsteren, atmosphärischen Kulisse, die einen sofort in den Bann zieht. Besonders die Anleihen an mythische Elemente, gepaart mit den eigenen Ideen der Autorin, verleihen der Reihe eine ganz besondere Note. Zwar gibt es im Mittelteil einige ruhigere Passagen, die das Tempo etwas verlangsamen, dafür sind die Höhepunkte umso intensiver. Die Auseinandersetzung mit Imir sorgt für Nervenkitzel, und auch die emotionalen Momente zwischen Evelyn und Dante gehen ans Herz.
Im Vergleich zu Band eins ist dieser Teil ernster und weniger humorvoll – was angesichts der Zuspitzung der Handlung nur konsequent ist. Dafür glänzt er mit epischen Szenen, starken Frauenfiguren und einer Liebesgeschichte, die trotz aller Hindernisse authentisch wirkt. Gerade das Ende hat mich überzeugt: berührend, schlüssig und mit genau der richtigen Portion Dramatik.
Auch optisch ist die Reihe ein Highlight. Die Gestaltung der Schmuckausgabe mit Farbschnitt und geprägtem Cover passt hervorragend zur düsteren, magischen Stimmung und macht die Bücher zu kleinen Sammlerstücken.
Fazit:
Queen of Embers ist ein würdiger Abschluss der Infernas-Dilogie – spannend, emotional und atmosphärisch dicht erzählt. Wer bereits den ersten Band mochte, wird hier garantiert nicht enttäuscht. Eine klare Empfehlung für alle, die Fantasy mit starken Figuren, epischem Worldbuilding und einer mitreißenden Liebesgeschichte lieben.