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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Winterzauber mit Stolpersteinen

Und plötzlich ist es wunderbar
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Eine Schneekugel-Romanze mit Rissen – genau so fühlt sich Edies Geschichte an. Die Ausgangslage klingt nach dem perfekten Weihnachtsfilm: Edie, bodenständig und mit beiden Füßen in Nottingham, bekommt ...

Eine Schneekugel-Romanze mit Rissen – genau so fühlt sich Edies Geschichte an. Die Ausgangslage klingt nach dem perfekten Weihnachtsfilm: Edie, bodenständig und mit beiden Füßen in Nottingham, bekommt unerwarteten Besuch von ihrem Ex, dem Hollywood-Star Elliot. Funken fliegen wieder, alte Gefühle blühen auf, und es scheint, als könnten sie ihre zweite Chance wirklich nutzen.

Aber natürlich ist es nicht so einfach. Denn während Edie sich nach Nähe und Normalität sehnt, bringt Elliot den ganzen Hollywood-Zirkus mit – inklusive Paparazzi, Schlagzeilen und Druck von allen Seiten. Das Besondere an diesem Roman ist, dass er sich traut, die Schattenseiten einer scheinbar traumhaften Beziehung zu zeigen. Die Geschichte fragt leise, aber eindringlich: Reicht Liebe wirklich aus, wenn das Leben dazwischenfunkt?

Edie ist eine starke, nachvollziehbare Figur – klug, verletzlich und oft zerrissen zwischen Herz und Verstand. Und dann ist da noch Declan, charmant, ehrlich, präsent. Kein klassisches Liebesdreieck, aber ein realistischer Blick auf Nähe und Verlässlichkeit.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein Verbrechen, das Jahrzehnte überdauert – und fesselt

Die unsichtbare Hand
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„Die unsichtbare Hand“ hat mich anfangs wirklich herausgefordert. Der Beginn war zäh und ich fand es schwer, mich in die Geschichte hineinzufinden. Die ersten Seiten schienen mir etwas schleppend und ich ...

„Die unsichtbare Hand“ hat mich anfangs wirklich herausgefordert. Der Beginn war zäh und ich fand es schwer, mich in die Geschichte hineinzufinden. Die ersten Seiten schienen mir etwas schleppend und ich war mir unsicher, ob die Geschichte mich wirklich packen würde. Doch dann passiert etwas – und plötzlich konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Besonders die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen und sich mit dem tragischen Doppelmord an Poppy und Danny befassen, sind der absolute Höhepunkt des Buches. Die Autorin schafft es, eine so dichte, düstere Atmosphäre zu erzeugen, dass man förmlich mit den Charakteren atmet. Diese Rückblicke bringen nicht nur das Verbrechen, sondern auch die komplexen Dynamiken der Taylor-Familie in den Fokus. Die Spannung steigt von Seite zu Seite, und was das Buch besonders macht, sind die unerwarteten Wendungen, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen können. Es gibt Momente, in denen man glaubt, alles durchschaut zu haben – nur um dann von einem überraschenden Plot-Twist aus der Bahn geworfen zu werden. Diese Wendungen halten das Tempo hoch und machen die Geschichte bis zum Schluss spannend. Auch wenn der Einstieg nicht sofort fesselt, hat mich „Die unsichtbare Hand“ mit seinen intensiven Rückblenden und den überraschenden Wendungen letztlich völlig in seinen Bann gezogen. Es ist ein Buch, das auf jeden Fall lohnt, zu Ende zu lesen – vor allem für Fans von packenden Familiendramen und mysteriösen Verbrechen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Wie man (vielleicht) die Traumfrau gewinnt

Born to perform – Sei das Rad, nicht der Hamster
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Bo Martens ist so ein Typ, den man sofort sympathisch findet – ein bisschen planlos, ein bisschen überfordert, aber mit Herz und einem charmanten Hang zur Selbstironie. Dass er sich in seine Zahnärztin ...

Bo Martens ist so ein Typ, den man sofort sympathisch findet – ein bisschen planlos, ein bisschen überfordert, aber mit Herz und einem charmanten Hang zur Selbstironie. Dass er sich in seine Zahnärztin verliebt (die natürlich absolut außer seiner Liga scheint), macht die Sache nicht gerade leichter. Doch dann kommt Hilfe – und zwar von zwei Seiten: seinem besten Kumpel Jan, der Dating-Tipps mit dem Selbstbewusstsein eines selbsternannten Experten verteilt, und dem wunderbar schrägen Business-Guru Dr. Meermann, der so viele hohle Phrasen raushaut, dass man sich gleichzeitig fragt, wie dieser Mann eine Karriere gemacht hat – und warum seine Sprüche irgendwie doch funktionieren.

Was dieses Buch besonders macht, ist der Stil: locker, witzig, und mit einem guten Gespür für absurde Situationen. Zwischen Bewerbungsgesprächen, Lebenskrisen und dem Plan fürs „perfekte Date“ steckt überraschend viel Alltagswahrheit. Manchmal ist es genau diese Mischung aus Unsicherheit, Mut und ein bisschen Wahnsinn, die man im echten Leben eben auch braucht.

Ein kleiner Kritikpunkt: Die Figuren sind manchmal stark überzeichnet, gerade Dr. Meermann wirkt eher wie eine Karikatur als wie ein Mensch. Aber das passt hier zur Tonalität und bringt zum Lachen – was will man mehr?

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Wenn das Wasser mehr verbirgt, als es zeigt

The summer that broke us (Lifeguard 1)
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Dieses Buch ist wie ein heißer Sommertag an der Küste von Malibu – voller Sonne, Salz, Sehnsucht und dunkler Geheimnisse unter der Oberfläche. Schon nach den ersten Seiten war ich komplett in Suttons Welt ...

Dieses Buch ist wie ein heißer Sommertag an der Küste von Malibu – voller Sonne, Salz, Sehnsucht und dunkler Geheimnisse unter der Oberfläche. Schon nach den ersten Seiten war ich komplett in Suttons Welt versunken. Lifeguard-Training, Strandhaus-Dramen, Partys und gebrochene Herzen – die perfekte Kulisse für eine Geschichte, die viel mehr ist als nur eine Sommerromanze.

Sutton ist eine starke, vielschichtige Protagonistin, deren innerer Konflikt sich intensiv durch die Handlung zieht. Ihr Geheimnis macht die Geschichte durchweg spannend und verleiht ihr eine emotionale Tiefe, die man in typischen Sommergeschichten selten findet. Und dann ist da Ben – geheimnisvoll, unverschämt, aber auch verletzlich. Die Dynamik zwischen den beiden knistert nicht nur, sie brennt.

Besonders gelungen fand ich die Mischung aus Leichtigkeit und düsterer Spannung. Während man sich durch heiße Strandtage und nächtliche Partys treiben lässt, spürt man permanent, dass etwas unter der Oberfläche brodelt. Als es schließlich zur Katastrophe kommt, ist man atemlos – und fragt sich unweigerlich: Was ist wirklich passiert?

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Eine Geschichte über Freiheit, Schmerz und das, was uns verbindet

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Dieses Buch hat mich überrascht – auf eine gute Art. Was auf den ersten Blick nach typischer Fantasy klingt (eine Sklavin mit besonderen Kräften, ein gebrochener Krieger, dunkle Magie), entwickelt sich ...

Dieses Buch hat mich überrascht – auf eine gute Art. Was auf den ersten Blick nach typischer Fantasy klingt (eine Sklavin mit besonderen Kräften, ein gebrochener Krieger, dunkle Magie), entwickelt sich zu einer viel emotionaleren und intensiveren Geschichte, als ich erwartet hatte.

Was mir richtig gut gefallen hat:

Allen voran: Tisaanah. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern jemand, der viel erlebt hat und trotzdem weitermacht. Man spürt, wie sehr sie kämpfen musste – nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch gegen ihre eigenen Erinnerungen. Sie hat einen starken Willen, aber auch Angst. Sie ist wütend, verletzlich, und trotzdem immer irgendwie aufrecht. Das hat sie für mich richtig greifbar gemacht.

Auch Max mochte ich mehr, als ich zuerst dachte. Klar, anfangs ist er dieser typische verschlossene Typ mit dunkler Vergangenheit – aber im Laufe der Geschichte zeigt er, wie viel mehr in ihm steckt. Die Beziehung zwischen ihm und Tisaanah entwickelt sich langsam, manchmal rau, aber echt. Kein unnötiger Kitsch, sondern zwei Menschen, die sich erst mal nicht ausstehen können und dann merken, dass sie sich mehr ähneln, als ihnen lieb ist.

Die Welt, in der das alles spielt – vor allem der Mitternachts-Orden – ist spannend. Es ist kein Ort, an dem man sich sicher fühlt, sondern eher einer, bei dem man ständig denkt: Irgendwas stimmt hier nicht. Das hat die Geschichte für mich zusätzlich spannend gemacht. Man merkt, dass dort viel im Hintergrund passiert – Machtspielchen, Intrigen, geheime Pläne.

Was ich nicht ganz so gelungen fand:

Manche Nebenfiguren hätte ich gerne besser kennengelernt. Es gibt ein paar interessante Charaktere, die aber leider zu wenig Raum bekommen. Auch vom Orden hätte ich mir stellenweise mehr Klarheit gewünscht – wie funktioniert das Ganze genau? Welche Rolle spielt Magie wirklich? Da blieb einiges vage.

Und obwohl ich die ruhigen, emotionalen Momente mochte, zog sich der Mittelteil ein wenig. Gerade, wenn man auf den angekündigten Krieg und die große Bedrohung wartet, hätte es ein bisschen mehr Tempo und Spannung geben dürfen.

Auch die Sache mit der dunklen Magie, die Tisaanah und Max „verbindet“, klang anfangs wie ein großes Thema, wurde aber nicht ganz so tief erklärt, wie ich es mir gewünscht hätte. Vielleicht kommt da noch mehr in einem zweiten Band?

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