Im Herzen des Feindes
Silver Elite„Silver Elite“ von Dani Francis ist der Auftakt ihrer spannenden Romantasy Dystopie.
Gemeinsam mit ihrem Onkel Jim lebt Wren Darlington auf einer abgelegenen Ranch, wo niemand ihre wahre Identität kennt. ...
„Silver Elite“ von Dani Francis ist der Auftakt ihrer spannenden Romantasy Dystopie.
Gemeinsam mit ihrem Onkel Jim lebt Wren Darlington auf einer abgelegenen Ranch, wo niemand ihre wahre Identität kennt. Durch einen impulsiven Fehler werden jedoch die Soldaten der Company des grausamen General Redden auf sie aufmerksam, was die Verhaftung und Hinrichtung ihres Onkels verursacht. Beim Versuch, Jim zu retten, wird auch Wren verhaftet, aber niemand ahnt, dass auch sie selbst eine Modifizierte mit übernatürlichen Kräften ist. Statt Gefängnis oder Arbeitslager soll Wren als Mitglied der Silver-Elite ausgebildet werden, wodurch sie mitten im Herzen des Feindes landet. Was als Albtraum beginnt, könnte eine riesige Chance für die Rebellen sein, endlich das Regime zu stürzen. Doch dafür muss Wren erst Captain Cross Redden überzeugen, den leider viel zu attraktiven Sohn des Generals.
Die dystopische Welt mit ihrem diktatorischen Machtsystem hat Dani Francis gelungen aufgebaut, so dass der Einstieg nicht schwerfällt. Die gesamte Handlung wird aus Wrens Perspektive erzählt, so dass man die Gefühle und Beweggründe der übrigen Charaktere nie hundertprozentig einschätzen kann. Dadurch bleibt es jedoch spannend bis hin zum völlig überraschenden Cliffhanger, der die Wartezeit auf die Fortsetzung nicht unbedingt einfacher macht.
Wren ist eine großartige Heldin, auch wenn sie oft impulsiv und nach Gefühl handelt. Gerade das macht sie authentisch und zeigt, wieviel Herz sie im Gegensatz zu anderen besitzt. Fast schon gegensätzlich zu dieser Verletzlichkeit steht ihre enorme Selbstbeherrschung, mit der sie ihr Versteckspiel durchziehen muss. Schließlich erwartet sie ansonsten der Tod.
Cross ist ihr Vorgesetzter und offensichtlich völlig fasziniert von Wren. Ich wusste manchmal nicht, wie ich ihn einschätzen sollte, denn er ist nicht unbedingt ein Mann vieler Worte. Die Chemie zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar, wobei es nicht die gefühlt millionste Wiederholung gebraucht hätte, wie schön ihn Wren findet. Das wirkt bei der ansonsten toughen Kämpferin etwas naiv und oberflächlich.
Das Gesellschaftssystem mit all seinen dunklen Abgründen ist spannend gestaltet, aber man weiß nie, wem man wirklich trauen kann. Überraschungen der guten und der schlechten Art gibt es einige, so dass das Buch auch mit der hohen Seitenanzahl nie langweilig wurde.
Mein Fazit:
Hier gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!