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Veröffentlicht am 23.02.2026

Zwiegespalten

Eisnebel
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Theodora, genannt Theo, fährt mit ihrem Verlobten Connor, der aus einer sehr reichen Familie stammt, über die Weihnachtsfeiertage auf deren winterliches Luxusanwesen, bestehend aus mehreren feudalen Skihütten. ...

Theodora, genannt Theo, fährt mit ihrem Verlobten Connor, der aus einer sehr reichen Familie stammt, über die Weihnachtsfeiertage auf deren winterliches Luxusanwesen, bestehend aus mehreren feudalen Skihütten. Doch von Anfang an spürt die junge Frau, dass sie bei Connors Familie nicht willkommen ist, man scheint ihr zu misstrauen und ihr unter anderem zu unterstellen, dass sie ihren Verlobten vor allem wegen dessen Vermögen heiraten möchten. Doch außerdem hat Theo unterschwellig das Gefühl, dass sie an dem Ort, wo sie die Ferien verbringen wollen, früher schon einmal war. Über ihre Kindheit und ihre richtigen Eltern weiß sie allerdings so gut wie nichts, denn sie wurde als kleines Mädchen adoptiert. Fast jedes Familienmitglied hat offenbar sein eigenes Geheimnis und weiß auch das eine oder andere über Theos Vergangenheit. Fühlt sich Theo zu recht verfolgt, oder bildet sie sich dies alles nur ein? Das erste Drittel des Buches fand ich überaus spannend und fühlte mich großartig unterhalten. Doch ab der Mitte wurde es zunehmend langatmig und stellenweise verworren, so dass ich ab und zu versucht war, das Buch genervt in die Ecke zu werfen. Allerdings will man irgendwann natürlich wissen, wie die Autorin das Ganze zu Ende bringt. Eine absolute Leseempfehlung kann ich nicht mit vollem Herzen aussprechen, sondern denke, dass sich jeder sein eigenes Urteil bilden sollte.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Interessanter Plot, für mich jedoch insgesamt zu mystisch

Unbeugsam wie die See
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Aufmerksam geworden war ich auf "Unbeugsam wie die See" auf jeden Fall durch das wunderschön gestaltete Cover, das ein unglaublicher Eyecatcher ist. Auch der Klappentext verheißt eine tolle spannende Geschichte ...

Aufmerksam geworden war ich auf "Unbeugsam wie die See" auf jeden Fall durch das wunderschön gestaltete Cover, das ein unglaublicher Eyecatcher ist. Auch der Klappentext verheißt eine tolle spannende Geschichte und hatte mich neugierig gemacht. In dem neuen Buch von Emilia Hart lernen wir eine junge Frau namens Lucy kennen, die nach einem dramatischem Ereignis in ihrer Beziehung zu ihrer Schwester Jess flieht. Als sie diese zu Hause nicht antrifft, fängt sie an, über deren Leben zu recherchieren. Dies stellt den zweiten Erzählstrang dar, der zwanzig Jahre zurückliegt. Wir erfahren über eine seltene Hautkrankheit, eine Art Allergie, unter der Jess litt und was sich dahinter wohl verborgen hat. In Träumen entwickelt sich die dritte zeitliche Ebene, u. wir lernen die Schwestern Mary und Eliza, die sich auf einem Sträflingsschiff Richtung Australien befinden. Der Schreibstil von Emilia Hart ist sehr angenehm und die Geschichte leicht und flüssig zu lesen. Trotzdem waren mir die Zusammenhänge insgesamt zu verwirrend, und vor allem die fantastischen Elemente der Handlung zu dominant. Ich hatte mir tatsächlich mehr versprochen und vergebe deshalb nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Hatte hier deutlich mehr erwartet

Die Bibliothek meines Großvaters
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Unter „Die Bibliothek meines Großvaters“ hatte ich mir zugegebenermaßen etwas komplett Anderes vorgestellt ! Die namensgebende Bibliothek war leider nur eine Randnotiz und nie wirklich im Mittelpunkt. ...

Unter „Die Bibliothek meines Großvaters“ hatte ich mir zugegebenermaßen etwas komplett Anderes vorgestellt ! Die namensgebende Bibliothek war leider nur eine Randnotiz und nie wirklich im Mittelpunkt. Kaede, eine junge Frau kümmert sich um ihren an einer besonderen Form der Demenz erkrankten Großvater. Beide vereint die Leidenschaft für das Lesen und Bücher, insbesondere aber für Kriminalliteratur. Und so stehen mehrere kleine Krimis im Mittelpunkt, so eine Art „Escaperoom-Stories“, die ich leider allesamt anstrengend konstruiert fand. Sowohl über die Bibliothek als auch die Demenz erfährt man viel zu wenig. Der Schreibstil ist Gottseidank ein sehr angenehmer, feiner, leiser, sonst wäre ich insgesamt vom Buch noch mehr genervt gewesen! Es kommen wahnsinnig viele japanische Begriffe und Namen vor, die mich stellenweise sehr verwirrt haben, hier hätte ich mir eine Art Glossar o.ä. gewünscht. Alles in allem hat mich das Buch nicht abholen können, sehr schade, ich hatte mehr erwartet!

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Tolle Idee für einen Plot, aber nicht immer 100% überzeugend umgesetzt

Vorsehung
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Für mich war dies der erste Roman von Liane Moriarty, und ich war schon sehr sehr neugierig auf dieses Buch! Zumal der Klappentext und die dahinter steckende Idee sehr spannend und überzeugend klang! Im ...

Für mich war dies der erste Roman von Liane Moriarty, und ich war schon sehr sehr neugierig auf dieses Buch! Zumal der Klappentext und die dahinter steckende Idee sehr spannend und überzeugend klang! Im Mittelpunkt steht Cherry, eine ältere Dame, die ihren Mitpassagieren auf einem australischen Inlandsflug ohne jeden Anlass und unmotiviert ihre Lebenserwartung und Todesursache vorhersagt. Ist diese Frau eine Hellseherin? Was verbirgt sich dahinter? Die Menschen völlig unterschiedlichen Alterns, Herkunft und Bildungsgrad, die sich auf diesem Flug befinden und nun vermeintlich wissen, wie lange sie noch zu leben haben bzw. woran sie im Einzelnen sterben werden, gehen völlig unterschiedlich mit diesen Prognosen um. Die einen tun sie als Spinnerei ab, andere richten ihr komplettes Leben danach aus bzw. verändern dieses nun, um ihrem bevorstehenden Tod zu entrinnen. Soweit die zugrunde liegende Situation und Ausgangslage, die ich originell und gelungen fand. Somit ist der Start in die Geschichte auch spannend und schlüssig. Doch dann folgt der recht lange Mittelteil, in dem wir die Leben der Fluginsassen begleiten und kapitelweise wechselnd Cherrys Lebensgeschichte erfahren. Dies war stellenweise recht langatmig und zäh, mir fehlte es an Tiefe der einzelnen Charaktere und vor allem am Bezug zur Geschichte und zum Plot. Man versucht, untereinander Kontakt aufzunehmen, um mehr Licht in die Angelegenheit zu bringen, die Presse bekommt davon Wind und berichtet, u. die Passagiere versuchen, Cherry ausfindig zu machen. Dies alles war sehr ausufernd, und ich fühlte mich nicht durchgängig spannend unterhalten. Auch der Schluss war für mich nicht unbedingt 100% überzeugend, ich hätte mir eine andere Auflösung welcher Art auch immer gewünscht. Das verwendete Zitat von Sterbeexpertin Kübler-Ross fand ich wiederum sehr gut gewählt, und das hat mich ein klein wenig versöhnt. Trotz der Kritikpunkte regt das Buch mit Sicherheit zum Nachdenken an, und es steht die Frage im Raum: Möchten wir tatsächlich wissen, wann und wie wir sterben werden? Für mich die Schlussfolgerung: Nutze wirklich jeden Tag, es könnte dein letzter sein!

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Hier hatte ich tatsächlich mehr erwartet

Wo wir uns treffen
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Als der egomanische Patriarch Philip Brooke stirbt, kommen seine drei Kinder auf dem Familienanwesen zusammen, um ihn gemeinsam mit der Mutter und einer Handvoll anderer Lebensbegleiter zu Grabe zu tragen. ...

Als der egomanische Patriarch Philip Brooke stirbt, kommen seine drei Kinder auf dem Familienanwesen zusammen, um ihn gemeinsam mit der Mutter und einer Handvoll anderer Lebensbegleiter zu Grabe zu tragen. An den Tagen vor und nach der Beerdigung erfahren wir aus unterschiedlichen Erzählperspektiven der beteiligten Charaktere so einiges über die Familiengeschichte. Ich bin eigentlich ein großer Fan von Büchern dieses Genres, aber hier hat es mindestens 120 Seiten gebraucht ehe ich überhaupt einigermaßen in der Handlung drin war. Im Mittelteil haben mich die Interaktionen der Familienmitglieder, die Konflikte und Reibungspunkte, durchaus gefesselt, wenn ich auch die packende Spannung, die im Klappentext angekündigt wurde, stark vermisst habe. Die älteste Tochtet Frannie, Haupterbin, möchte im Sinne ihres Vaters das Land des Familienanwesens renaturieren, was im Gegensatz zu den Plänen ihres jüngeren Bruders Milo steht. Nesthäkchen Isa hat eine vermeintliche Halbschwester aus einer der Affären ihres Vaters kurzfristig zum Begräbnis eingeladen, was für zusätzliche Spannungen und Konflikte sorgt. Dass Anna Hope dann im letzten Drittel noch mit einem Familiengeheimnis der besonderen Art um die Ecke kommt, war für mich einfach too much und gänzlich unnötig. Hier hat für meinen Geschmack eine Autorin mehr abhandeln wollen als dem Debütroman gut getan hat. Auch wenn ich stellenweise immer wieder ganz nett unterhalten wurde, war die Sache für mich trotzdem nicht rund, sondern eher eine Verzettelung. Die Gestaltung des Covers hingegen hat mir sehr gut gefallen, stellt es doch die vermeintliche Idylle des Familienbesitzes sehr ansprechend dar.

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