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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2026

Hier wäre mehr drin gewesen

Bachelorette Party
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essa, eine junge Influencerin, will mit einer Handvoll Freundinnen, einen Junggesellinnen Abschnitt auf einer der schwedischen Schäreninseln verbringen und feiern. Ein paar Tage Auszeit in einem neueröffneten ...

essa, eine junge Influencerin, will mit einer Handvoll Freundinnen, einen Junggesellinnen Abschnitt auf einer der schwedischen Schäreninseln verbringen und feiern. Ein paar Tage Auszeit in einem neueröffneten Yogaretreat, das alles klingt vielversprechend. Da wundert man sich als Leser, dass Tessa gar nicht unbedingt große Lust auf dieses Event zu haben scheint. Vielleicht liegt dies aber auch daran, dass zehn Jahre zuvor in derselben Gegend vier junge Frauen spurlos verschwunden sind, es wird gemunkelt, dass eventuell sogar Mord im Spiel sein könnte. Die junge Frau, unsere Protagonistin will mehr darüber herausfinden, zumal eine der verschwundenen jungen Frauen eine Schwester der nun anwesenden Gäste ist. Eigentlich ein sehr gelungenes Setting für einen gelungenen Thriller, auch der Schreibstil hatte mir von Beginn an gefallen. Doch so richtig wirklich spannend war es in den ersten zwei Dritteln der Geschichte nicht wirklich, außer Tessa war mir auch keine der anderen Charaktere wirklich nah. Zum Schluss nimmt das Ganze dann ordentlich an Fahrt auf, man könnte fast sagen, irgendwie sogar zu viel des Guten. Die Auflösung wirkte für mich ein bisschen an den Haaren herbei gezogen und war für meinen Geschmack sogar ein bisschen zu brutal geraten. Ich hatte mir von diesem Buch eindeutig mehr erwartet!

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Blieb leider weit hinter meinen Erwartungen zurück

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Eigentlich hatte ich große Lust, dieses Buch zu lesen. Sowohl das ansprechende Cover, das leider in meinen Augen überhaupt nicht zum Inhalt passt, als auch der wirklich interessant klingende Klappentext ...

Eigentlich hatte ich große Lust, dieses Buch zu lesen. Sowohl das ansprechende Cover, das leider in meinen Augen überhaupt nicht zum Inhalt passt, als auch der wirklich interessant klingende Klappentext hatten mich bei der Auswahl bestärkt. Im Mittelpunkt steht die Ehe der Autorin mit A., schon dass sie ihren jahrelangen Partner, den sie vermeintlich so sehr geliebt hat, nur mit einem abgekürzten Namen nennt, hat mich von Anfang an irritiert. Nach dem Tod von A. mistet die Protagonistin mit Hilfe ihrer Schwester das gemeinsame Haus aus und reflektiert dabei die Ehe, die sie, so mein Eindruck, in keiner Weise wirklich glücklich oder wenigstens zufrieden gemacht hat. Insgesamt hat die Frau, die nun quasi auf einen großen Teil ihres Lebens zurück blickt, fast nichts mit großer Überzeugung getan, obwohl sie immer wieder die enge Bindung an ihre Beruf betont, habe ich trotzdem das Gefühl gehabt, dass sie nicht wirklich dazu steht, dass sie sich seinerzeit für eine Doppelbelastung als Mutter und berufstätige Wissenschaftlerin entschieden hat. Die Beziehung zu A., ihrem Ehemann, ist alles andere als glücklich, er erkennt sie nicht an, respektiert sie nicht, hat wohl allgemein ein schwieriges Verhältnis zu Frauen, da seine Mutter und seine Schwestern früh gestorben sind, was Bindungsängste bei ihm hervorgerufen hat. Die Autorin entschuldigt sein Verhalten, obwohl sie selbst so sehr darunter gelitten hat. Warum trennte sie sich nicht irgendwann? Mich hat diese bedrückende Schilderung einer unglücklichen Ehe ziemlich runter gezogen, der Schreibstil war betont intellektuell, das wirkte stellenweise zu aufgesetzt. Auch für mich und meine Beziehung, mein Leben konnte ich hier keinerlei psychologische Hilfen daraus ziehen. Leider von mir keine wirkliche Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Zwiegespalten

Eisnebel
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Theodora, genannt Theo, fährt mit ihrem Verlobten Connor, der aus einer sehr reichen Familie stammt, über die Weihnachtsfeiertage auf deren winterliches Luxusanwesen, bestehend aus mehreren feudalen Skihütten. ...

Theodora, genannt Theo, fährt mit ihrem Verlobten Connor, der aus einer sehr reichen Familie stammt, über die Weihnachtsfeiertage auf deren winterliches Luxusanwesen, bestehend aus mehreren feudalen Skihütten. Doch von Anfang an spürt die junge Frau, dass sie bei Connors Familie nicht willkommen ist, man scheint ihr zu misstrauen und ihr unter anderem zu unterstellen, dass sie ihren Verlobten vor allem wegen dessen Vermögen heiraten möchten. Doch außerdem hat Theo unterschwellig das Gefühl, dass sie an dem Ort, wo sie die Ferien verbringen wollen, früher schon einmal war. Über ihre Kindheit und ihre richtigen Eltern weiß sie allerdings so gut wie nichts, denn sie wurde als kleines Mädchen adoptiert. Fast jedes Familienmitglied hat offenbar sein eigenes Geheimnis und weiß auch das eine oder andere über Theos Vergangenheit. Fühlt sich Theo zu recht verfolgt, oder bildet sie sich dies alles nur ein? Das erste Drittel des Buches fand ich überaus spannend und fühlte mich großartig unterhalten. Doch ab der Mitte wurde es zunehmend langatmig und stellenweise verworren, so dass ich ab und zu versucht war, das Buch genervt in die Ecke zu werfen. Allerdings will man irgendwann natürlich wissen, wie die Autorin das Ganze zu Ende bringt. Eine absolute Leseempfehlung kann ich nicht mit vollem Herzen aussprechen, sondern denke, dass sich jeder sein eigenes Urteil bilden sollte.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Interessanter Plot, für mich jedoch insgesamt zu mystisch

Unbeugsam wie die See
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Aufmerksam geworden war ich auf "Unbeugsam wie die See" auf jeden Fall durch das wunderschön gestaltete Cover, das ein unglaublicher Eyecatcher ist. Auch der Klappentext verheißt eine tolle spannende Geschichte ...

Aufmerksam geworden war ich auf "Unbeugsam wie die See" auf jeden Fall durch das wunderschön gestaltete Cover, das ein unglaublicher Eyecatcher ist. Auch der Klappentext verheißt eine tolle spannende Geschichte und hatte mich neugierig gemacht. In dem neuen Buch von Emilia Hart lernen wir eine junge Frau namens Lucy kennen, die nach einem dramatischem Ereignis in ihrer Beziehung zu ihrer Schwester Jess flieht. Als sie diese zu Hause nicht antrifft, fängt sie an, über deren Leben zu recherchieren. Dies stellt den zweiten Erzählstrang dar, der zwanzig Jahre zurückliegt. Wir erfahren über eine seltene Hautkrankheit, eine Art Allergie, unter der Jess litt und was sich dahinter wohl verborgen hat. In Träumen entwickelt sich die dritte zeitliche Ebene, u. wir lernen die Schwestern Mary und Eliza, die sich auf einem Sträflingsschiff Richtung Australien befinden. Der Schreibstil von Emilia Hart ist sehr angenehm und die Geschichte leicht und flüssig zu lesen. Trotzdem waren mir die Zusammenhänge insgesamt zu verwirrend, und vor allem die fantastischen Elemente der Handlung zu dominant. Ich hatte mir tatsächlich mehr versprochen und vergebe deshalb nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Hatte hier deutlich mehr erwartet

Die Bibliothek meines Großvaters
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Unter „Die Bibliothek meines Großvaters“ hatte ich mir zugegebenermaßen etwas komplett Anderes vorgestellt ! Die namensgebende Bibliothek war leider nur eine Randnotiz und nie wirklich im Mittelpunkt. ...

Unter „Die Bibliothek meines Großvaters“ hatte ich mir zugegebenermaßen etwas komplett Anderes vorgestellt ! Die namensgebende Bibliothek war leider nur eine Randnotiz und nie wirklich im Mittelpunkt. Kaede, eine junge Frau kümmert sich um ihren an einer besonderen Form der Demenz erkrankten Großvater. Beide vereint die Leidenschaft für das Lesen und Bücher, insbesondere aber für Kriminalliteratur. Und so stehen mehrere kleine Krimis im Mittelpunkt, so eine Art „Escaperoom-Stories“, die ich leider allesamt anstrengend konstruiert fand. Sowohl über die Bibliothek als auch die Demenz erfährt man viel zu wenig. Der Schreibstil ist Gottseidank ein sehr angenehmer, feiner, leiser, sonst wäre ich insgesamt vom Buch noch mehr genervt gewesen! Es kommen wahnsinnig viele japanische Begriffe und Namen vor, die mich stellenweise sehr verwirrt haben, hier hätte ich mir eine Art Glossar o.ä. gewünscht. Alles in allem hat mich das Buch nicht abholen können, sehr schade, ich hatte mehr erwartet!

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