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Veröffentlicht am 18.09.2025

Das Leben reflektieren

Das glückliche Leben
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Zum Inhalt

Der melancholische Éric, der mit seinem Leben gerade nicht sehr zufrieden ist, wird von einer ehemaligen Klassenkameradin, Amélie angeschrieben. Sie arbeitet für die Regierung und bietet Éric ...

Zum Inhalt

Der melancholische Éric, der mit seinem Leben gerade nicht sehr zufrieden ist, wird von einer ehemaligen Klassenkameradin, Amélie angeschrieben. Sie arbeitet für die Regierung und bietet Éric kurzerhand einen Job mit Reisetätigkeit an. Éric nimmt diese neue Herausforderung (trotz Flugphobie) zwar an, steigt dann aber mitten auf einer Geschäftsreise nach Seoul zum Ärgernis für Amélie ohne Erklärung wieder aus. Ein Schlüsselerlebnis in Korea, bei dem es um eine Scheinbeerdigung ging, durch die man neuen Lebensmut erlangen sollte, hatte ihn diesen radikalen Schritt gehen lassen. Er setzt fortan ganz neue Prioritäten in seinem Leben und kommt dem Wunsch glücklich zu sein ein Stück näher.

Auch bei Karrieristin Amélie setzt irgendwann ein Umdenken ein, ( wir nehmen zeitlich auch die Pandemiezeit mit ), und ein Wiedersehen mit Éric ist auf einmal nicht mehr undenkbar sondern folgerichtig.



Fazit:

Ich wusste vor dem Lesen nicht, dass es sich bei „Das glückliche Leben“ von David Foenkinos um einen fast schon philosophischen Roman handeln würde.

Mit Lebensratgeberbüchern und esoterischen Texten kann ich in der Regel wenig anfangen. Dieses Buch war dann aber sehr charmant und unterhaltsam geschrieben ohne großen Plot aber mit einigen guten Gedanken und viel Humor. Ich mochte es ganz gern. Es las sich schnell weg, war aber kein Highlight für mich.



3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Die Spuren des Lebens

Wie du mich ansiehst
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„Wie Du mich ansiehst“ ist der 2. Roman von Eva Lohmann den ich gelesen habe. Den Vorgänger „Das leise Platzen unserer Träume“ mochte ich sehr, hatte entsprechend hohe Erwartungen an das Buch.

Das Buch ...

„Wie Du mich ansiehst“ ist der 2. Roman von Eva Lohmann den ich gelesen habe. Den Vorgänger „Das leise Platzen unserer Träume“ mochte ich sehr, hatte entsprechend hohe Erwartungen an das Buch.

Das Buch hatte auch beste Voraussetzungen wieder ein Highlight zu werden. Der feinfühlige, ruhige Schreibstil der Autorin gefiel mir auch dieses Mal wieder gut. Die Themen : mit dem Älterwerden hadern, Trauer, Mutter- Tochter Beziehung, Schönheit, Feminismus haben mich auch auf jeden Fall angesprochen.

Protagonistin Johanna steckt in einer Lebenskrise. Sie fühlt sich als Frau von der Gesellschaft nicht mehr gesehen. Ihre Ehe mit einem Kapitän hat zur Folge, dass sie wochenlang mit ihrer 14jährigen Tochter alleine ist, die sie allerdings auch immer weniger braucht. Ihr Blumenladen floriert, aber das vor allem, weil eine jüngere Angestellte viele frische Ideen erfolgreich umsetzt. Und dann ist da noch der plötzliche Tod ihres Vaters, den sie noch nicht verkraftet hat.

Zumindest die äußerlichen Spuren des Lebens könnte man doch bekämpfen, denkt sich die Icherzählerin und begibt sich in medizinische Hände. Die Zornesfalte verschwinden zu sehen gibt Johanna auch kurzzeitig Auftrieb.

Allerdings übertreibt sie es dann und Ehemann und Tochter sind not amused!



Ein bisschen konnte ich Johanna ja verstehen. Allerdings waren ihre Handlungen für mich nicht immer nachvollziehbar. Am Ende lösen sich alle Konflikte spielend leicht wieder auf. Das fand ich nicht so überzeugend.

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Eva Lohmann‘s atmosphärische Beschreibungen des Garten‘s , den Johanna von ihrem Vater geerbt hat und den sie am Ende umgestaltet, mochte ich besonders.


3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Die Fremde im Dorf

Schattengrünes Tal
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Was Kristina Hauff wirklich gut kann, ist Zwischenmenschliches in Worte fassen. Sie hat einfach ein perfektes Gespür für psychologische Abgründe und legt in ihren Büchern die Finger ganz tief in die Wunde.

So ...

Was Kristina Hauff wirklich gut kann, ist Zwischenmenschliches in Worte fassen. Sie hat einfach ein perfektes Gespür für psychologische Abgründe und legt in ihren Büchern die Finger ganz tief in die Wunde.

So auch in diesem Buch! Lisa lebt mit ihrem Mann Simon im Schwarzwald, wo er als Förster arbeitet und sie einen Job im Tourismusbüro hat. Lisa‘s Vater hat in der Nähe ein altes, etwas in die Jahre gekommenes Hotel. Es müsste viel gemacht werden, doch Carl verschließt sich allen Neuerungen und guten Ratschlägen, nutzt seine Tochter und seine Angestellten gnadenlos aus. Lisa hilft aus so gut sie kann , doch sie macht es ihrem Vater eigentlich nie recht.

Eines Tages taucht eine Fremde im Hotel auf, Daniela. Sie möchte auch nicht ausziehen als die Heizung ausfällt und alle anderen Hausgäste abreisen. Sie scheint einsam und schutzbedürftig zu sein und Lisa bekommt Mitleid mit ihr. Lisa hat definitiv ein ausgeprägtes Helfersyndrom, ein Vorwurf, den sie auch immer wieder von ihrem Mann zu hören bekommt. Lisa nimmt sich Daniela an und lässt sie ein Stück weit in ihr Leben, indem sie sie z.b zu ihren Chorproben mitnimmt. Daniela kommt überall gut an, fast schon zu gut und man bekommt als Leser ein ganz ungutes Gefühl und fragt sich, welche Absichten diese Frau hat.

Es liest sich wirklich spannend, und die Geschichte entwickelt einen immer größeren Sog. Ich ahnte dann aber recht schnell, was da kommen würde, habe aber trotzdem gerne weitergelesen. Lisa war mir etwas zu naiv für ihr Alter. Das Ende war mir etwas zu schnell abgehandelt. Hier hätte ich mir etwas Spektakuläreres mit Knalleffekt gewünscht.

Das Coverbild bringe ich mit dem Roman so gar nicht zusammen. Es wurde wohl eher gewählt, weil es zu vorherigen Buchcovern der Autorin passt.

Für mich war es nicht das beste Buch der Autorin.

Dennoch hat es mich gut unterhalten und ich habe es gerne gelesen. Der Roman eignet sich bestens als Urlaubslektüre, insbesondere, wenn man im schönen Schwarzwald unterwegs ist.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Deep Fakes

Reset
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Peter Grandl ist auch mit seinem neuen Buch „Reset“ wieder am Puls der Zeit.

Die KI wird immer perfekter, das merken wir tagtäglich. Gut vorstellbar also, dass es in naher Zukunft kaum mehr möglich sein ...

Peter Grandl ist auch mit seinem neuen Buch „Reset“ wieder am Puls der Zeit.

Die KI wird immer perfekter, das merken wir tagtäglich. Gut vorstellbar also, dass es in naher Zukunft kaum mehr möglich sein wird eine echte Nachricht von einem Fake zu unterscheiden.

Somit ist Peter Grandl‘s Horrorszenario, welches nebenbei bemerkt im Jahr 2024 spielt, eine Welt in der sämtliche Kommunikationskanäle mit Fakes überschwemmt werden leider durchaus realistisch. Schon die Eingangsszene in der ein Passagierflugzeug abgeschossen wird, ist mehr als gruselig. Die Welt ist so abhängig von Computern und hat die modernen Medien so vollständig in den Alltag integriert, dass man meinen könnte, es geht nicht mehr ohne sie. Da die Welt im Roman durch die massenhaften Deepfakes aber im Chaos zu versinken droht, denkt eine internationale Expertengruppe über einen Reset nach. Es scheint die einzige Lösung zu sein weltweit den Stecker zu ziehen. Eine riskanter Weg mit ungewissem Ausgang! Vielleicht ist auch ein Vernichtungsschlag gegen den Urheber des Computervirus ratsam. Auf jeden Fall drängt die Zeit.

Der Autor hat einen rasanten, packenden Schreibstil . Das Buch war beängstigend und spannend bis zum Schluss. Die Vielzahl der eingeführten Charaktere macht es dem Leser allerdings nicht leicht den Überblick zu behalten. Mir hat es geholfen, dass die wichtigsten Figuren auf den ersten Seiten des Buches nochmal extra aufgelistet werden.

Nicht so gut gefallen haben mir private Verstrickungen und einen etwas schnell abgehandelten Schluss. Außerdem wurde es für mich zum Ende hin zunehmend unglaubwürdig. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, ich fand es mega spannend, ein Buch, dass zum Nachdenken angeregt.

Ich würde auch beim nächsten Roman von Peter Grandl wieder bedenkenlos zugreifen, auch wenn „Reset“ nach meinem Empfinden etwas schwächer war als der Vorgänger „Höllenfeuer“.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Zwei Frauen, ein Roadtrip

Tage wie Salzwasser
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In dem Romandebüt „ Tage wie Salzwasser“ von Sita Maria Frey treffen zwei sehr unterschiedliche Frauen aufeinander. Die im fünften Monat schwangere

Mathematikerin Atlanta ist verzweifelt, als sie vom ...

In dem Romandebüt „ Tage wie Salzwasser“ von Sita Maria Frey treffen zwei sehr unterschiedliche Frauen aufeinander. Die im fünften Monat schwangere

Mathematikerin Atlanta ist verzweifelt, als sie vom Selbstmord ihres Freundes Malte erfährt. Um das Unfassbare zu begreifen, will sie unbedingt den Grund herausfinden. Ein Anhaltspunkt könnte ein Notizheft mit Adressen sein, dass sie findet. Schnell fasst sie den Entschluss zu diesen Menschen Kontakt aufzunehmen.


Enza macht sich große Sorgen um ihre Mutter, die unheilbar krank ist. Und ausgerechnet jetzt wünscht sich diese, dass Enza die italienische Verwandtschaft ihres verstorbenen Vaters in Sizilien kennenlernen soll.

Schweren Herzens schnappt sie sich die alte Honda Rebel, um die lange Reise anzutreten.



Es ist eine Zufallsbegegnung, die beide Frauen zusammenführt. Atlanta drängt sich Enza mehr oder weniger auf, bis diese sich bereit erklärt die Hochschwangere auf ihrem Motorrad mitzunehmen. Es ist ein Auf und Ab mit Atlanta und Enza, und wir erfahren nach und nach ihre Geschichten. Der Roman erzählt vom Trauern und vom Abnabeln, von Freundschaft, Liebe und Neuanfang.



Der rasante Erzählstil hat mir gut gefallen, auch die atmosphärischen Bilder, die die Autorin in ihrem Roman entworfen hat, waren wunderschön. Bei den Stationen ihrer Reise Freiburg, Marseille, Barcelona und Sizilien wurden alle Sinne angesprochen.

Ich mochte sowohl Atlanta als auch Enza und habe gut mit ihnen mitfühlen können. Allerdings waren manche Szenen auch unglaubwürdig oder befremdlich oder für mich nicht ganz logisch. Das war schade und hat meinen Lesefluss stocken lassen.

Insgesamt habe ich das Buch aber wirklich gerne gelesen. Am Ende werden alle Fäden in einem richtig schönen Epilog zusammengeführt.

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