Geheimnisvoller Weltenbau, verbotene Liebe - mit kleinen Längen
Honor & Claws 1: Untamed HeartsEs war für mich mal wieder Zeit für eine Romantasy. Gelesen habe ich diesmal "Honor & Claws 1: Untamed Hearts" von Asuka Lionera. Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, aber der Schreibstil ...
Es war für mich mal wieder Zeit für eine Romantasy. Gelesen habe ich diesmal "Honor & Claws 1: Untamed Hearts" von Asuka Lionera. Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, aber der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen und die Story klang gleich vielversprechend:
Mystische Bestien, die eine ganze Welt bedrohen; eine angehende Jägerin, die ihre verstorbene Familie rächen will; ein Fremder, der auf der Seite der Bestien steht und zu einem geheimnisvollen Sternenvolk gehört; und natürlich eine verbotene Anziehung zwischen den beiden.
Vor allem auf den Weltenaufbau der Geschichte war ich sehr gespannt. Doch man muss sich tatsächlich ein bisschen gedulden, bis man genug Informationen erhält, um alles zu verstehen. Es ist sehr geheimnisvoll, vor allem wenn es um die Celester - das Sternenvolk - und ihre Verbindung zu dieser Welt und den Bestien, geht.
Erst einmal begleitet man nämlich Reina, eine Jägerrekrutin, die etwas erfolglos bei der Bestienjagd ist und gar nicht viel über die Celester weiß. Ich habe ein bisschen gebraucht, um mit ihr warm zu werden, konnte sie aber im Laufe der Geschichte immer besser verstehen. Sympathischer war mir dafür der männliche Part, der geheimnisvolle Gavin, dessen Sicht sich immer wieder mit Reinas abwechselt.
So erlebt man zusammen mit den beiden ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Bestien, die Welt und natürlich die jeweiligen Völker. Die Bestien, die außergewöhnliche Fähigkeiten haben und sehr gefährlich werden können, haben mir als besonderes Merkmal dieser Fantasywelt ausgesprochen gut gefallen - insbesondere die dreischwänzige Füchsin.
Die verbotene Anziehung zwischen den Reina und Gavin hat mich auch total erreicht, gerade weil sie etwas länger braucht, um sich so richtig zu entwickeln und zu entfalten. Die Liebesgeschichte hat dabei genau richtig viel Raum eingenommen und die Gefühle der beiden lesen sich sehr schön.
Dafür hatte das Buch aber leider auch ein paar Längen und hätte für meinen Geschmack noch ein wenig mehr Action und Spannung vertragen können. Das Ende macht aber dafür sehr neugierig auf den nächsten Band dieser Dilogie. Es bleiben einige Fragen ungeklärt und neue werden aufgeworfen, sodass ich gerne auch den zweiten Teil lesen möchte, um zu erfahren, was mit Reina, Gavin und der dreischwänzigen Füchsin passiert.