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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2025

Wild wie die See

Unbeugsam wie die See
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Dies war mein erstes Buch von Emilia Hart, hat aber auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht! Es ist klug und stürmisch, hat aber auch ruhige Passagen und entführt uns, ebenso wie einen Teil der Protagonistinnen, ...

Dies war mein erstes Buch von Emilia Hart, hat aber auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht! Es ist klug und stürmisch, hat aber auch ruhige Passagen und entführt uns, ebenso wie einen Teil der Protagonistinnen, nach Australien.

Jess stürzt sich mit 16 kopfüber in ihr Journalistikstudium, bis sie eines nachts schlafwandelnd ihren Komilitonen angreift. Aus Angst vor Konsequenzen flieht sie zu ihrer Schwester an die Küste, auch wenn diese plötzlich verschwunden scheint. Nach und nach wird klar, dass die beiden mehr gemeinsam haben, als sie anfangs dachte: eine mysteriöse Wasserallergie und seltsame Träume von zwei Schwestern, gefangen auf einem Sträflingsschiff auf dem Weg von England nach Australien.

Die Autorin schafft es meisterhaft, die verschiedenen Erzählebenen der vier Frauen miteinander zu koombinieren und dazwischen hin und her zu gleiten, ähnlich wie der Wellenschlag der Gezeiten. Dabei wird bald klar, dass sie mehr verbindet, als ihre körperlichen Einschränkungen.

Der Roman entfacht nicht nur bei seinen Figuren, sondern auch bei mir nach und nach eine Wut auf männliche Ungerechtigkeiten. Das Thema mag nicht besonders neu sein, schafft es aber, dem Ganzen eine zusätzliche, mystische Ebene zu verleihen, die es zu einem kleinen Juwel machen, das perfekt zum nun anbrechenden Herbst passt.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Zerbrechlich wie Glas

A Dance of Lies
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Gerade im Bereich Romantasy, zu dem dieses Buch auf jeden Fall gehört, sucht man ja gerne mal vergeblich nach etwas neuem, frischen, das man so vorher noch nie gelesen hat. Auch Brittney Arena hat es gesucht ...

Gerade im Bereich Romantasy, zu dem dieses Buch auf jeden Fall gehört, sucht man ja gerne mal vergeblich nach etwas neuem, frischen, das man so vorher noch nie gelesen hat. Auch Brittney Arena hat es gesucht und zumindest in Teilen gefunden.

Mit ihrer Titelheldin Vasalie bekommen wir eine junge Tänzerin, deren Körper nach zwei Jahren Kerkerhaft schwer gezeichnet ist. Von ihrer Anmut und Eleganz ist nicht mehr viel übrig, was sie einsetzen kann, um den Forderungen ihres Kerkermeisters König Illian entgegenzukommen. Als seine Spionin soll sie die Zusammenkunft der Kronen infiltrieren und Aufgaben für ihn erfüllen. Bis zum Schluss bleibt fraglich, ob sie den Mut und die Kraft findet, sich gegen ihn zu behaupten.

Der Weltenbau ist detailiert beschrieben und bringt mit den verschiedenen Königreichen eine große Auswahl an Verbündeten und Gegnern mit. So bleibt viel Raum für Intrigen und Spielchen, was die Autorin auch zu meiner Zufriedenheit ausgekostet hat.

Für die groß angepriesene Liebesgeschichte mit verschiedenen Kandidaten bleibt dafür (für mich zum Glück) nicht ganz so viel Raum. Die Emotionen lassen sich Zeit und fließen eher im Subtext mit.

Ein wenig merkt man der Geschichte an, dass es eine Fortsetzung geben wird. Ich hoffe aber sehr, dass auch im Folgeband die großen Stärken der Tanzszenen und Glaskunst wieder zum Tragen kommen, ebenso wie die märchenhaften Fantasyelemente.

Die Reihe könnte groß sein, wenn sie sich mehr auf ihre Stärken verlassen würde.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Im Schatten lauern Abgründe

Schattengrünes Tal
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Kristina Hauff zeigt in ihren Büchern regelmäßig, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Das beweist sie auch mit ihem neuen Roman "Im Schattengrünen Tal".

Lisa und Simon führen eine ruhige Ehe, in die ...

Kristina Hauff zeigt in ihren Büchern regelmäßig, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Das beweist sie auch mit ihem neuen Roman "Im Schattengrünen Tal".

Lisa und Simon führen eine ruhige Ehe, in die Beziehung ist der Alltag eingekehrt und hat sich breit gemacht. Da kommt Daniela, die Neue in der Stadt, gerade recht. Nach und nach nimmt sie immer mehr Raum in Lisas Leben ein und stellt es gehörig auf den Kopf.

In bewährter Manier erzählt Frau Hauff die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Auch wenn Lisa die Hauptrolle zukommt, so lässt sie auch Simon, Lisas Vater und andere Figuren zu Wort kommen. So baut sie ein Psychokammerspiel auf, das zu fesseln vermag. Um genau zu sein kommen nach und nach verschiedene Themen und Probleme ans Licht, die mich emotional richtig mitgerissen haben.

Deshalb kann ich auch über die Schwächen hinwegsehen, die das Buch gerade zum Ende hin entwickelt. Die Auflösung war für mich einfach nicht ganz schlüssig und befriedigend.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Popcorn-Thriller

Very Bad Widows
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Drei Ehefrauen beschließen auf der Beerdigung ihres Freundes, ihre Männer um die Ecke bringen zu lassen. Zu viel Unzufriedenheit in der Ehe gepaart mit der hohen Lebensversicherung der Männer sind doch ...

Drei Ehefrauen beschließen auf der Beerdigung ihres Freundes, ihre Männer um die Ecke bringen zu lassen. Zu viel Unzufriedenheit in der Ehe gepaart mit der hohen Lebensversicherung der Männer sind doch als Begründung ausreichend, oder? Während sich die drei noch gegenseitig davon zu überzeugen versuchen, fühlen sich die drei Männer bereits bedroht und engagieren daraufhin einen freiberuflichen Personenschützer- der gleichzeitig als Auftragsmörder arbeitet.

Man kann schon beinahe erahnen worauf das hinauslaufen wird, oder? Ich möchte auch gar nicht behaupten, dass dieses Buch von einem literarischen Ausnahmetalent mit unvorhersehbaren Wendungen beglückt wurde. Aber die Autorin hatte Spaß dabei und das merkt man als Leser auf jeder Seite!

Es ist witzig, es ist unterhaltsam und gerne auch mal etwas überschwänglich. Aber genau darin liegt auch der Spaß. Man schnappt sich besten seine liebste Lieblingsknabberei und genießt die leicht-flockige Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Happy Baby?

Hello Baby
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Als Frau beschäftigt man sich unweigerlich früher oder später mit dem großen Thema Kinderwunsch. Glücklich sind die, die sich entscheiden und ihren selbstgewählten Wunsch dann auch erfüllen können. In ...

Als Frau beschäftigt man sich unweigerlich früher oder später mit dem großen Thema Kinderwunsch. Glücklich sind die, die sich entscheiden und ihren selbstgewählten Wunsch dann auch erfüllen können. In diesem Buch nun geht es um jene Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, ohne medizinische Hilfe jedoch keinen Erfolg haben.

Wie vielfältig und facettenreich auch dieses Thema aussehen kann, zeigt Kim Eui-Kyung auf sehr anschauliche Weise. Sechs Frauen dürfen wir auf ihrem Weg in die Kinderwunsch-Klinik begleiten, zu all ihren Therapien und Eingriffen, aber auch durch den ebenso bedrückenden Alltag.

Auf mich hat die Erzählung sehr eindrücklich gewirkt, mit den Frauen habe ich mitgelitten und mitgehofft.

Allerdings muss man den Schreibstil mögen. Inwon Park hat mit Sicherheit eine solide Übersetzungsarbeit abgeliefert, kann aber über die Zwänge des Koreanischen nicht hinwegtäuschen. So erhält sie den gewohnt nüchternen Stil, bei dem man die Emotionen zwischen den Zeilen suchen muss.

Auf jeden Fall bekommt man mal wieder einen sehr tiefen Einblick in die gesellschaftlichen Fallstricke Südkoreas.

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