Spannend
Der große UFA-Bluff„Ein Film, der nie gedreht wurde – und doch das Leben vieler rettete.“
Februar 1945. Deutschland steht vor dem Zusammenbruch. Während in Berlin die Bomben fallen, versucht ein kleines UFA-Filmteam, sein ...
„Ein Film, der nie gedreht wurde – und doch das Leben vieler rettete.“
Februar 1945. Deutschland steht vor dem Zusammenbruch. Während in Berlin die Bomben fallen, versucht ein kleines UFA-Filmteam, sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Produktionsleiter Eberhard Schmidt hat eine waghalsige Idee: Unter dem Vorwand, in Tirol einen Propagandafilm für den „Endsieg“ zu drehen, will er mit seiner Crew fliehen. Doch was niemand wissen darf – sie haben keinen Meter Film dabei.
Anton Leiss-Huber erzählt in Der große UFA-Bluff die Geschichte eines riskanten Täuschungsmanövers, das auf wahren Begebenheiten beruht. Inspiriert von Erich Kästners Tagebuch Notabene 45 zeigt er, wie sich eine Gruppe Filmschaffender mit List und Mut dem Untergang entzieht.
Besonders beeindruckt hat mich, wie er die Stimmung jener letzten Kriegswochen einfängt, diese Mischung aus Angst, Erschöpfung und dem Gefühl, dass alles bald vorbei ist, nur dass man es aber noch nicht laut sagen darf. Gleichzeitig zeigt er auch, dass es Menschen gab, die trotz allem Mut bewiesen und sich dem Wahnsinn des Regimes widersetzten.
Besonders Luis Adrian, der fiktive Filmstar der Geschichte, hat mich beeindruckt: Eine Figur, die so echt wirkt, dass man meint, sie hätte tatsächlich existiert. Seine Beziehung zu Lisa Lion bringt Wärme in eine Welt, in der kaum noch Platz dafür war. Unterm Strich ist Der große UFA-Bluff für mich ein spannendes Buch. Es zeigt, wie eng Wahrheit und Täuschung manchmal beieinander liegen, und dass Mut in dunklen Zeiten viele Gesichter haben kann.