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Veröffentlicht am 07.10.2025

Abgebrannter Kühlschrank

Heavysaurus - Der Comic
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Hoch oben auf dem geheimnisvollen Berg Dino Rock lebt die etwas verrückte Hexe Rupulina. An diesem besonderen Tag frönt sie ihrer größten Leidenschaft: dem Heavy Metal! Sie dreht ihre Lautsprecher bis ...

Hoch oben auf dem geheimnisvollen Berg Dino Rock lebt die etwas verrückte Hexe Rupulina. An diesem besonderen Tag frönt sie ihrer größten Leidenschaft: dem Heavy Metal! Sie dreht ihre Lautsprecher bis zum Anschlag auf und spielt wilde Solos auf ihrer schwarzen Flying-V-Gitarre. Die magischen Töne hallen durch die Berge, lassen den Himmel erzittern und plötzlich zieht ein mächtiges Gewitter auf. Ein Blitz trifft das uralte Gestein – und wie durch Zauberhand öffnet sich eine Felsspalte. Vor Rupulinas Augen liegen fünf bunte Urzeit-Eier. Kurz darauf schlüpfen daraus vier Dinosaurier und ein kleiner Drache: Mr. Heavysaurus, Milli Pilli, Komppi Momppi, Muffi Puffi und Riffi Raffi.
Rupulina nimmt die außergewöhnlichen Wesen bei sich auf und bringt ihnen bei, wie man Heavy Metal spielt – laut, wild und mit ganz viel Herz. Die fünf Freunde entdecken ihre Liebe zur Musik und träumen davon, eines Tages auf der Bühne zu stehen und die Welt mit ihrem Sound zu begeistern. Doch Rupulina verbietet ihnen, sich den Menschen zu zeigen. Wird es den Heavysauriern trotzdem gelingen, ihren Traum vom ersten Konzert wahr werden zu lassen?


Das Buch ist dünn, leicht verständlich und ideal für Leseanfänger – man kann es gut an einem Tag lesen. Die Illustrationen sind freundlich, bunt und mit Liebe zum Detail gestaltet. Besonders schön ist, dass echte Heavysaurus-Songs erwähnt werden – so kann man zwischendurch eine Musikpause einlegen. Inhaltlich passiert nicht allzu viel, aber es macht Spaß, die kleinen Dinos und ihren Weg zur Musik zu begleiten. Etwas schade finde ich den hohen Preis: Bei Familien mit mehreren Kindern oder für Kinder, die ihr Taschengeld sparen müssen, ist das Buch trotz des tollen Farbdrucks und der ansprechenden Gestaltung recht teuer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 27.09.2025

Inse Binse Spinne

Dread Wood. Tödliches Nachsitzen
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Hallie, Angelo, Gustav und Naira haben eines gemeinsam: Sie sitzen in derselben Klasse – und können sich überhaupt nicht leiden. Ausgerechnet sie müssen an einem Samstag gemeinsam nachsitzen. Langweiliger ...

Hallie, Angelo, Gustav und Naira haben eines gemeinsam: Sie sitzen in derselben Klasse – und können sich überhaupt nicht leiden. Ausgerechnet sie müssen an einem Samstag gemeinsam nachsitzen. Langweiliger und nerviger geht es kaum. Doch dann nimmt der Tag eine völlig unerwartete Wendung. Plötzlich wirkt das Schulgebäude unheimlich, eine dunkle Macht scheint Besitz davon zu ergreifen. Ihr Lehrer wird entführt, und die vier Schüler stehen allein dem Grauen gegenüber. Schon bald wird klar: Wenn sie überleben wollen, müssen sie zusammenarbeiten. Denn ihr Zusammentreffen ist kein Zufall – es steckt ein grausamer Plan dahinter. Das Ziel: Rache.


Dieses Buch hat mich überrascht – und gelehrt, dass ich in Zukunft das Cover genauer anschauen sollte. Ich war zunächst fest überzeugt, dass es um ein Monster tief unter der Erde gehen würde. Erst als im Hörbuch immer mehr Spinnen auftauchten, wurde mir klar, dass ich mich geirrt hatte. Ein Blick aufs Cover hätte mir das sofort gezeigt. Wer Angst vor Spinnen hat, sollte daher lieber die Finger von der Geschichte lassen, denn die Tiere spielen eine zentrale Rolle und tauchen in erschreckender Häufigkeit auf. Ich selbst habe das Buch als Hörbuch gehört. Hätte ich es als Printausgabe gelesen, wäre ich vermutlich ausgestiegen – einfach, weil ich kein Fan von Spinnen bin und die Beschreibungen teilweise sehr bildhaft sind. Trotzdem: Der Spannungsaufbau ist gelungen, die Atmosphäre dicht und beklemmend. Besonders die Entwicklung der Figuren, die lernen müssen, ihre Abneigungen zu überwinden und als Team zu funktionieren, hat mir gut gefallen. Auch das Motiv der Rache, das alles zusammenhält, ist stimmig umgesetzt. Insgesamt eine packende und originelle Geschichte, die zwar meine persönlichen Grenzen bei Krabbeltieren getestet hat, aber handwerklich überzeugt.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Deepfake

Seven Ways to Tell a Lie
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In der idyllischen Kleinstadt Wane sorgt ein verstörendes Video für Aufsehen: Ein Schulbus stürzt in eine Schlucht, geht in Flammen auf – und alle Insassen sterben. Jonah ist fassungslos, denn er selbst ...

In der idyllischen Kleinstadt Wane sorgt ein verstörendes Video für Aufsehen: Ein Schulbus stürzt in eine Schlucht, geht in Flammen auf – und alle Insassen sterben. Jonah ist fassungslos, denn er selbst ist im Video zu sehen, gemeinsam mit seinen früheren besten Freunden. Doch der Unfall hat nie stattgefunden! Schnell wird klar: Es handelt sich um ein Deepfake. Doch wer steckt dahinter – und warum? Schon bald zeigt sich, dass jemand es auf die dunkelsten Geheimnisse der Clique abgesehen hat. Um Schlimmeres zu verhindern, müssen sich Jonah und seine ehemaligen Freunde ihrer Vergangenheit stellen und das zerstörte Vertrauen wieder aufbauen. Doch kaum beginnen sie, der Wahrheit näherzukommen, taucht bereits das nächste Video auf …



Von Anfang an hat mich die Geschichte gepackt, und ich habe beim Lesen kaum bemerkt, wie die Zeit vergeht – so flüssig und spannend ist der Schreibstil. Besonders die Idee mit den Deepfake-Videos ist erschreckend realistisch und sorgt für ein dauerhaftes Gefühl von Bedrohung. Man fragt sich ständig: Was wird im nächsten Video passieren, und wen wird es treffen? Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass die Zahl der möglichen Verdächtigen und Motive recht überschaubar blieb. Dadurch fehlte mir beim Lesen ein wenig die Möglichkeit, intensiver mitzurätseln und mich noch mehr vom finalen Plot Twist überraschen zu lassen. Dennoch schmälert das den Lesespaß kaum, denn die Dynamik innerhalb der Clique, das Misstrauen und die Enthüllungen sorgen für stetige Spannung. Auch das Thema Freundschaft und Vergebung spielt eine große Rolle und verleiht der Geschichte Tiefe. Alles in allem ein packender Thriller, der zeigt, wie schnell Lügen und digitale Manipulation außer Kontrolle geraten können.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Määääh

Landluft, Mord und Eifelglück: Der tote Schäfer
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Sommer in der Eifel – eigentlich wollte Tilla nur ihre entlaufene Katze Miau Tse-tung wiederfinden. Doch statt Samtpfoten trifft sie im Dorf Elzbach auf eine herrenlose Schafherde, die für Chaos sorgt. ...

Sommer in der Eifel – eigentlich wollte Tilla nur ihre entlaufene Katze Miau Tse-tung wiederfinden. Doch statt Samtpfoten trifft sie im Dorf Elzbach auf eine herrenlose Schafherde, die für Chaos sorgt. Der Schäfer fehlt, und die Tiere haben ohne Aufsicht ihren eigenen Kopf. Als Tillas Freund Hölzi den Mann schließlich in einer Höhle entdeckt, ist klar: Er wurde ermordet.
Kurz darauf erschüttert ein weiterer Todesfall das Dorf: Rosel, eine lebensfrohe Seniorin, stirbt unerwartet – kurz nachdem sie in Tillas mobilem Krämerladen Interesse an einer Pistole gezeigt hat. Die Polizei sieht keinen Anlass für Ermittlungen, doch Tilla ist überzeugt: Rosels Tod war kein Zufall. Während die Beamten die Akte schließen, beginnt sie selbst zu ermitteln.
Zwischen Sommeridylle, Dorfklatsch und Schafen entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel. Tilla stößt auf Ungereimtheiten, vertraut ihrem Gespür mehr als den offiziellen Einschätzungen und gerät immer tiefer in ein Geflecht aus Geheimnissen und alten Wunden. Nebenbei sucht sie weiter nach ihrer Katze und schlägt sich mit ihrem eigenwilligen Hund herum.


Der Reihenauftakt hat mich sofort gepackt. Die Mischung aus Cosy-Crime, Eifel-Setting und liebevoll gezeichneten Figuren erinnert zwar an Reihen wie Mord mit Aussicht, wirkt aber frisch und originell. Besonders Rosels Tod hat mich bewegt – sie hatte ein erfülltes Leben, konnte aber keinen friedlichen Lebensabend genießen. Der Autor versteht es, falsche Fährten zu legen, sodass man lange im Dunkeln tappt, bevor der Aha-Moment kommt. Die Figuren sind sympathisch und haben viel Potenzial für weitere Bände. Den Hund hätte ich persönlich nicht gebraucht – Tilla hat mit ihrer Katze schon genug Charakterstärke an der Seite. Aber vielleicht fügt sich das noch ein. Alles in allem ein spannender, unterhaltsamer Auftakt, der Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Ferienjob

Death at Morning House
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Marlowe hat ein Händchen dafür, ins Chaos zu geraten – doch diesmal schießt sie über das Ziel hinaus. Als eine Kerze bei ihr explodiert und sie damit unabsichtlich das Haus der Nachbarn in Brand setzt, ...

Marlowe hat ein Händchen dafür, ins Chaos zu geraten – doch diesmal schießt sie über das Ziel hinaus. Als eine Kerze bei ihr explodiert und sie damit unabsichtlich das Haus der Nachbarn in Brand setzt, ist der Skandal perfekt. Von da an gilt sie in ihrer kleinen Stadt als tollpatschige Außenseiterin, über die alle tuscheln. Um Abstand zu gewinnen und vielleicht auch ein Stück Normalität zurückzuerlangen, nimmt sie einen Ferienjob an. Dieser führt sie auf eine abgelegene Insel, auf der sie zusammen mit einer Gruppe anderer Teenager Besucher durch eine alte Villa führen soll.
Die Villa ist nicht irgendein Haus, sondern ein halb verfallenes Anwesen, das schon von außen Geschichten atmet. Zwischen knarrenden Dielen, bröckelnden Mauern und verwunschenen Räumen soll Marlowe den Touristen die Vergangenheit näherbringen. Doch die Idylle der Insel trügt. Schon bald wird klar, dass die düstere Geschichte des Hauses weit mehr als ein nettes Aushängeschild für Führungen ist.
In den Dreißigerjahren lebte hier ein Arzt mit seinen Adoptivkindern. Was anfangs wie eine große Familie wirkte, endete in einer Tragödie: Eines Tages verließen alle gemeinsam das Anwesen – und niemand von ihnen kehrte je zurück. Dieses geheimnisvolle Verschwinden lastet noch immer wie ein Schatten über dem Ort. Je mehr Marlowe und ihre Mitstreiter über die Vergangenheit erfahren, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen damals und heute. Unerklärliche Vorkommnisse häufen sich, Verdächtigungen entstehen, und schnell wird klar: Die Gefahren, die von der Insel ausgehen, sind keineswegs vergangen.


Das Setting hat mir ausgesprochen gut gefallen – die Kombination aus alter Villa, abgeschiedener Insel und düsterer Familiengeschichte erzeugt eine dichte, atmosphärische Spannung. Besonders die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, fand ich packend. Die damaligen Charaktere sind vielschichtig und haben mich von Anfang an gefesselt. Auch die Verbindung zwischen den beiden Zeitebenen ist geschickt konstruiert und sorgt dafür, dass man neugierig weiterliest. Die Figuren aus der Gegenwart wirkten zwar sympathisch, doch etwas weniger greifbar und charismatisch als die historischen Figuren. Trotzdem hat mich die Geschichte durchgehend in ihren Bann gezogen. Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Werke der Autorin geben wird, denn ihr Schreibstil und die Art, Atmosphäre aufzubauen, haben mich überzeugt.