Garten der Knochen
KnochenkälteDr. David Hunter wird in seiner Eigenschaft als forensischer Anthropologe von der Polizei um Hilfe gebeten. Er soll nach Carlyle kommen. Auf der Fahrt gerät er in einen Schneesturm und landet in einem ...
Dr. David Hunter wird in seiner Eigenschaft als forensischer Anthropologe von der Polizei um Hilfe gebeten. Er soll nach Carlyle kommen. Auf der Fahrt gerät er in einen Schneesturm und landet in einem kleinen Ort, in dem er übernachtet, weil das Wetter es unmöglich macht weiterzufahren. Die Menschen im Dorf sind sehr verschlossen. Dass das Hillside House für Übernachtungsgäste offen steht, ist ein schlechter Scherz eines Dorfbewohners. Doch Nisha und Jon heißen Dr. Hunter notgedrungen willkommen. Am nächsten Tag entdeckt David Hunter zufällig ein Skelett, das von den Wurzeln eins umgestürzten Baums umhüllt wird. Seinen Fund melden kann Hunter zunächst nicht, denn der Strom ist ausgefallen und die einzige Brücke eingestürzt.
In diesem siebten Band macht sich Dr. David Hunter auf gen Norden, eigentlich um sich nicht mit einer schmerzlichen privaten Nachricht auseinander setzten zu müssen. Er kann nicht ahnen, wo er auf dem Weg an sein Ziel hingeraten wird. Wegen des Wetters kann er die Fahrt nicht fortsetzen und landet in einem Dorf, in dem sich zwei Familien feindlich gegenüber stehen. In Ort haben sich viele auf die Seite der einen Familie geschlagen. Jon ist der Sohn der anderen Seite. Seine Eltern sind verstorben und nun ist er schlecht angesehen. Und Hunter gerät zwischen die Fronten.
Wie es manchmal bei einem Kriminalroman fängt es ganz harmlos an. Und nach und nach kommt Dr. David Hunter auf eine Geschichte, deren Wurzeln weit in der Vergangenheit liegen. Man vermutet nicht, was die Entdeckung eines viele Jahre alten Skeletts alles auslösen kann. Doch solange ein Mensch nicht vergessen ist, solange Menschen da sind, die ihn vermissen, so lange kann eine solche Entdeckung eine ganze Menge auslösen. Das erfährt auch Dr. Hunter. Die ausgesprochen spannende Story wäre vielleicht in einem gewissen Teil mit etwas weniger Eskalation ausgekommen, aber die verwickelte Familiengeschichte fesselt wirklich ungemein. Dabei ist sie klug konstruiert und manche Entwicklungen sind absolut nicht vorhersehbar. Man hat nicht vergessen, wieso man die Dr. David Hunter Krimis gerne liest, aber wenn man es vergessen hätte, wüsste man jetzt wieder Bescheid.