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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

schöne Rezepte, aber etwas nüchtern illustriert

Adventszauber und Lichterglanz
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Daniela Winter gibt in ihrem Weihnachtskalenderbuch jeden Tag ein Rezept für ein Gebäck, meist Adventsplätzchen, aber auch zwei Torten weiter, gut erklärt und mit einem Foto des fertigen Gebäcks, und erzählt ...

Daniela Winter gibt in ihrem Weihnachtskalenderbuch jeden Tag ein Rezept für ein Gebäck, meist Adventsplätzchen, aber auch zwei Torten weiter, gut erklärt und mit einem Foto des fertigen Gebäcks, und erzählt zudem ein Kapitel ihrer Weihnachtsgeschichte um Anne. Diese Geschichte kommt sehr ruig daher; ich habe sie allerdings noch nicht ganz zu Ende gelesen. Vielleicht gibt es noch ein retardierendes Moment… Gerade im Advent mag ich es gerne schön geschmückt, mit viel stimmungsvollem Schnickschnack; genau das vermisse ich etwas in diesem Buch, das eher sachlich, ruhig und ohne Gedöns daherkommt.

Veröffentlicht am 03.08.2025

verständlich und mit Portion Hunor geschrieben, bietet Denkanstöße

Besser grübeln
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Judith Werner richtet sich an Overthinker, , die in ihren Grübelschleifen hängenbleiben, möchte diesen vermitteln, dass Grübeln ganz in Ordnung ist, dass man nicht weniger grübeln sondern anders handeln ...

Judith Werner richtet sich an Overthinker, , die in ihren Grübelschleifen hängenbleiben, möchte diesen vermitteln, dass Grübeln ganz in Ordnung ist, dass man nicht weniger grübeln sondern anders handeln sollte. Hierzu beschreibt sie in einzelnen Kapiteln verschiedene Aspekte, fügt Sichtweisen verschiedener Philosophen ein, auch ihre eigene Erfahrung und Sichtweisen anderer. Wie steht man sich beispielsweise bei der Liebe oder Liebeskummer oder der Selbsterkenntnis und eigener Freiheit als Grübler selbst im Weg. Wie können Gedanken über Ethik und Selbsterkenntnis helfen oder das Wissen, dass peoples pleasing besonders Grübler erwischt?

Die Autorin schreibt flüssig, leicht verständlich und nutzt eine große Portion Humor, was mir gefällt und die Texte auflockert. Es wurden schon viele Aspekte, besonders aus der Subjektphilosophie eingebaut und jeder Grübler wird sich auch in Beschreibungen wiederfinden können. Vielleicht führt das beim ein oder anderen Leser zu ganz neuen Sichtweisen und einer Verhaltensänderung beim Grübeln. Für mich persönlich fand ich viele Aspekte zuviel eingestreut und nicht weiterbringend, aber das kann bei anderen ganz anders aussehen.

Veröffentlicht am 25.06.2025

persönlich, interessant und wohltuend

Kokoro
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Beth Kempton lebt in England, hat Japanologie studiert, unterrichtet Yoga, ist als Autorin tätig. In diesem Buch beschreibt sie sehr einfühlsam wie sie den Tod ihrer Freundin und ein Jahr später auch den ...

Beth Kempton lebt in England, hat Japanologie studiert, unterrichtet Yoga, ist als Autorin tätig. In diesem Buch beschreibt sie sehr einfühlsam wie sie den Tod ihrer Freundin und ein Jahr später auch den ihrer Mutter erlebte, fühlte sich in einer Midlife-Krise und suchte nach einem Weg aus Trauer, Verpflichtungen und Chaos. Sie machte sich, wie schon mehrfach vorher auf eine Reise durch Japan, meditierte, nahm an Retrets teil, sprach mit Mönchen und vielen anderen Menschen um den Inhalt des kokoro, dem achtsamen Herzen, das Körper und Geist miteinander verbindet, zu ergründen. Viele verschiedene Aspekte beschreibt sie, die sie von anderen erfahren hat, ergänzt sie durch Zitate alter Lehrmeister und Philosophen, gibt Fragen zur eigenen Ergründung an die Hand, genau wie Lehrsätze oder Anregungen. Das Buch hat sie sehr persönlich und ehrlich geschrieben, was immer wieder sehr bewegend wirkt. Ihre Ausführungen bringen beim Lesen so viel Ruhe, Zuversicht und Weisheiten mit sich und ihre eigene Reise miterleben. Auch wenn dem Leser bereits vieles des Gelesenen bekannt sein könnte, wird es hier doch auf eine wohltuende und ansprechende Art vermittelt, so dass ein Nachdenken darüber durchaus neue Erkenntnisse mit sich bringen, eigene Einstellungen verändern und Altes besser losgelassen werden kann. Zudem haben mich viele Weise Sätze und Betrachtungen, wie die der Zeit, angesprochen. Man sollte sich für dieses Buch Zeit nehmen, es kapitelweise lesen und wirken lassen. Die Autorin empfiehlt auch ein Tagebuch zu führen, so dass man auch die Antworten auf manche der gestellten Fragen konkret zur Hand hat. Ich denke, auch ohne dieses, nur mit Selbstreflektion wird man zu wohltuenden Erkenntnissen gelangen.

Veröffentlicht am 15.04.2025

aufwändig gestaltetes Buch

Südafrika Stil
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Den Schwerpunkt setzt Lina Mallon in ihrem Buch „Südafrika Stil“ mit Immobilien, die sie häufig als ikonisch oder luxeriös bezeichnet, mit schönen Fotos ergänzt kurz vorstellt. Gleichzeitig reist man entlang ...

Den Schwerpunkt setzt Lina Mallon in ihrem Buch „Südafrika Stil“ mit Immobilien, die sie häufig als ikonisch oder luxeriös bezeichnet, mit schönen Fotos ergänzt kurz vorstellt. Gleichzeitig reist man entlang bekannter Reiserouten, enthält Hinweise für Besichtigungen, beispielsweise Museen, für Touren wie Whale watching, für Restaurants Zuweilen sind skurrile oder skurril dedorierte Gebäude enthlaten und auch einzelne Naturaufnahmen von Raubkatzen (hier hätte ich gerne sehr viel mehr gesehen).

Das Buch wurde, so wie man es von Callwey kennt, sehr hochwertig und fotoreich erstellt. Es wird viel Sehenswertes aufgezeigt; es macht Spaß, durch das Buch zu blättern und die kurzen Texte zu lesen. Man bekommt ein kleines Gefühl für verschiedene Orte, aber ich muss gestehen, dass der Funke nicht so ganz auf mich übergesprungen ist. Ja, ich hatte das „Stil“ im Titel vollkommen übersehen, hatte mit Komponenten, die ich aus der Reihe „zu Gast“ kenne, gerechnet, beispielsweise mit Rezepten. Davon ist natürlich keines enthalten, obwohl diese durchaus etwas mit Stil zu tun haben könnten. Auch hätte ich mehr Landschafts- und Naturaufnahmen erwartet. Jetzt erst im Nachhinein wird mir bewußt, dass es viel mehr um Architektur geht und meine Erwartungen durch das von mir nicht wahrgenommene „Stil“ andere waren.

Veröffentlicht am 31.03.2025

seicht erzählter Cosy Crime

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Volker Klüpfel beginnt mit „Wenn Ende gut, dann alles“ eine neue Krimi-Reihe als alleiniger Autor. Vor vielen Jahren habe ich mal einen „Kluftinger“ begonnen, der mich aber nicht zu begeistern vermochte, ...

Volker Klüpfel beginnt mit „Wenn Ende gut, dann alles“ eine neue Krimi-Reihe als alleiniger Autor. Vor vielen Jahren habe ich mal einen „Kluftinger“ begonnen, der mich aber nicht zu begeistern vermochte, und nun war ich gespannt auf diesen Krimi. Auch hier zog sich der Einstieg zunächst, was ich aber bei einem ersten Band einer neuen Reihe durchaus verstehe. Keine Person ist bekannt, muß, genau wie die Gegend und Bedingungen erst mal vorgestellt werden. Der Fall selber wird langsam entwicklet, wobei mir die Grundkonstellation von dem nicht erfolgsverwöhnten Schriftsteller Tommi und seiner Putzfrau Swetlana, die er zusammen mit dem Wohnmobil seines Vater von diesem vorverlegt geerbt hat, als dieser aus eigenem Willen in eine Seniorenresidenz einzog. Unverkennbar hat Swetlana das Herz am rechten Fleck, immer ein nahezu oder vielleicht auch nicht passendes ukrainisches Sprichwort auf den Lippen und schreitet ein, wenn sie etwas icht korrekt findet, so wie bei dem einamen Mädchen, das sie im Wald verschwinden sieht, als Tommi sie nach ihrer Putztätigkeit im Wohnmobil nach Hause fährt. Engagiert und beherzt ermittelt sie und irgendwann hat sie dann auch Tommi überzeugt, sich zu beteiligen. Es macht Spaß, ihnen und weiteren Kontakten, die in irgendeiner Form auch mit ermitteln, zu folgen… Die Geschichte ist gut konstruiert, überrascht vielleicht in einigen Wendungen; ich finde sie auf jeden Fall sehr aktuell und gut gesponnen. Auf die nächste Folge bin ich schon sehr gespannt….