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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2017

Tolle Mischung aus Rezepten, Brauchtum und persönlichen Kurzportraits

Kuchen & Torten von den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen
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Bernhard Wieser und Michael Rathmayer haben zehn Burgenländer Hochzeitsbäckerinnen besucht, die ein wenig über ihre Tätigkeit, die in ihrer Gegend noch üblichen sowie die fast vergessenen Bräuche und sich ...

Bernhard Wieser und Michael Rathmayer haben zehn Burgenländer Hochzeitsbäckerinnen besucht, die ein wenig über ihre Tätigkeit, die in ihrer Gegend noch üblichen sowie die fast vergessenen Bräuche und sich selber erzählen.
Zudem steuert jede der Hochzeitsbäckerinnen jeweils vier ihrer persönlichen und regionalen Rezepte von Hochzeitgebäck bei, z.B. Scherberschnitten, Malakofftorte, Glücksstern Charlotte, Kastanienreistorte, Dobostorte, Szalagari oder Fürst-Pückler-Torte.
Sehr gut gefällt mir hierbei die breit gefächerte Auswahl an feinen Torten, bodenständigen Kuchen und auch Kleingebäck, die als festlicher Augenschmaus auf der Hochzeitstafel stehen, beim Vorab-Tortenschauen verspeist oder den Nachbarn und Hochzeitsgästen als Vesper mitgegeben werden.
Spannend war es für mich auch, über die unterschiedlichen Bräuche zu lesen, die sich auch im Burgenland regional unterscheiden und größtenteils in Vergessenheit zu geraten scheinen.

Insgesamt hat mir dieses Buch äußerst gut gefallen; die Mischung an beschriebenem Brauchtum, persönlichen Portraits und Darstellung der freischaffenden Tätigkeit als Hochzeitsbäckerin sowie die insgesamt 40 ansprechenden Rezepte, finde ich ausgesprochen gelungen. Die einzelnen Rezepte wurden gut beschrieben, reichlich bebildert und häufig mit Tipps versehen, so dass ein Nacharbeiten der auch alltagstauglichen Leckereien, probemlos erfolgen kann.

Veröffentlicht am 16.12.2025

guter Einstieg in Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Erkannen und Umgang damit

GENial abnehmen
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Dr. med. Stephan Wöhrer erklärt in diesem Buch, welche genbedingten Unverträglichkeiten, auf die er auch kurz eingeht, sich auf die Ernährung und das Wohlbefinden nach dem Verzehr auswirken und, wie sie ...

Dr. med. Stephan Wöhrer erklärt in diesem Buch, welche genbedingten Unverträglichkeiten, auf die er auch kurz eingeht, sich auf die Ernährung und das Wohlbefinden nach dem Verzehr auswirken und, wie sie eine Abnahme erschweren. Hierfür gibt es einen Selbsttest sowie Erläuterungen zur Abklärung bei einem Arzt und auch ein Ernährungstagebuch kann geführt werden. Diesem theoretischen Teil folgen Rezepte, die zum größten Teil auch bebildert wurden. Alle Rezepte sind gut erklärt, sehr einfach und somit leicht nacharbeitbar, aber leider auch nicht so wirklich neu. Unter den Rezepten finden sich beispielsweise Caesar-Salat, Veggie-Burger auf einem fertig gekauften Vollkornbrötchen, gebratener Thunfisch mit Wasabi-Mayonaise, Risotto mit Champions und Spargel und Süßkartoffel-Grünkohl-Salat.

Ich muss gestehen, dass dieses Buch besonders für jene geeignet ist, die sich noch nie mit dem Thema der Ernährung auseinander gesetzt haben und denen nicht bewusst ist, dass ihr Körper ihnen durchaus mitteilt, welche Nahrungsmittel ihm nicht guttun oder eben besser bekommen. Das kann Eiweiss sein oder Kohlenhydrate…Selber hatte ich da doch weitaus mehr erwartet, als in diesem Buch zu finden war, sowohl im theoretischen Teil als auch bei den Rezepten, konnte aber auch praktische Infoboxen für mich finden, die einiges an Wissen gut auf den Punkt bringen, beispielsweise zur Proteinkombination um den Proteinwert zu optimieren. Auch die einzelnen Unverträglichkeiten wurden besprochen und Hilfen zum Selberekennen gegeben. Als Einstieg in diese Thema finde ich dieses ungefähr 150 Seiten umfassende Buch gut geeignet.

Veröffentlicht am 31.10.2025

temporeich und ungewöhnlich erzählt

HEN NA IE - Das seltsame Haus
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Bei „HEN NA IE – Das seltsame Haus“ handelt es sich um den zweiten bei uns erschienenen Kriminalroman der besonderen Art von UKETSU. Tatsächlich handelt es sich aber um sein Debüt, das Japan vorher erschienen ...

Bei „HEN NA IE – Das seltsame Haus“ handelt es sich um den zweiten bei uns erschienenen Kriminalroman der besonderen Art von UKETSU. Tatsächlich handelt es sich aber um sein Debüt, das Japan vorher erschienen und nun, Nach „HEN NA E – seltsame Bilder“, Uketsus zweitem Roman, bei uns erschienen ist.

Den Schreibstil Uketsus finde ich außergewöhnlich: Temporeich erzählt er im Dialog, schlußfolgert, ergänzt durch Zeichnungen, entwickelt die Geschichte, dass man als Leser zwischendurch seine eigenen Gedanken dazu vergisst und ihm einfach folgen muss. „Das seltsame Haus“ hat das Kaufinteresse eines Bekannten des Ich-Erzählers geweckt, der eben jenen bittet, sich doch mal den Grundriss genauer anzusehen. Tatsächlich finden sich dort Seltsamkeiten, die auch schnell erklärt werden, und so entwickelt sich der Krimi schnell weiter. Der Ich-Erzähler, ein auf Okkultismus spezialisierter Autor, recherchiert weiter; es existierte bereits ein Haus, das ähnliche Grundrisseigenheiten aufwies und es steht der Verdacht, dass ein Kind darin Morde begangen habe. Ich mag diesbezüglich gar nicht zu viel Inhalt erzählen, denn dieser besondere Krimi vermag, nicht nur auf Grund seines Erzähltempos mehrfach zu überraschen und vielleicht ändert sich ja auch einiges im Verlauf des Buches, das ich jetzt noch nicht mal andeuten möchte.

Ich hatte zuerst den Roman der seltsamen Bilder gelesen und war beeindruckt, nun vollkommen gespannt auf „Das seltsame Haus“, bei dem es sich, wie oben schon erwähnt, tatsächlich um den ersten Krimi UKETSUS handelt, den ich während des Lesens eher nicht ganz so raffiniert fand, wie die „seltsamen Bilder“. Mir fehlte etwas die Zeit, mir eigene Gedanken zu machen; die temporeiche Erzählung zieht den Leser einfach mit. Für mich waren einige Zusammenhänge etwas zu spekulativ, was, jetzt aber im Nachhinein betrachtet, zum Großteil daran liegen kann, dass ich mit der japanischen Mystik kaum vertraut bin. Gerade beim ersten Roman gehe ich davon aus, dass er nicht umbedingt dafür gedacht war, in andere Sprachen übersetzt zu werden und in seinem Heimatland vollstes Verständnis sowie Hintergrundwissen fand, so dass er genau auf den Punkt gekommen ist. Für mich persönlich waren einige Punkte schwer vorstellbar, aber jetzt, mit etwas Abstand, Erläuterungen, auch im Nachwort, das dann letztendlich viele neue Fragen und vielleicht für den einen oder anderen Leser ganz neue Erkenntnisse und Sichtweisen birgt, doch einiges hinterfragt, anders erscheinen lässt und damit auch nachwirkt. Genau dieser retardierende Moment zum Schluss verändert meine Sicht auf dieses Buch und die Gedanken, die noch nachhallen, denn der Autor mag doch zu verwundern, zu überraschen, auch wenn ich zu dem Schluss gekommen, dass ich „meine“ Ungereimtheiten nicht auflösen kann. Mir fehlt dazu einfach zuviel Hintergrundwissen bzgl. kultureller u.a. Aspekte, die den Lesern in Japan von Klein auf vertraut sein werden. Um da im Buch als Einstimmung oder Fußnoten eben dieses Hintergrundwissen zu vermitteln, scheint es mir zu komplex. Man sollte ja auch bedenken, dass diesen Debüt wohl eher nicht geschrieben wurde mit dem Hintergedanken, dass es in Ländern erscheinen wird, in denen die japanische Kultuer samt Mythen und aktuellen Zeitungsberichten als bekannt vorausgestzt werden kann.

Für mich war das Lesen dieses Buches ein insgesamt spannendes Erlebnis, das ich als bereichernd ansehe, wobei ich aber noch erwähnen muss, dass mir „seltsame Bilder“ besser gefallen hat und auch für mich besser nachvollziehbar war.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 11.10.2025

ansprechende Rezepte aus frischen Zutaten

Poppy Cooks: Voller Geschmack aus dem Airfryer
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Poppy O’Toole, Köchin und, wie ich dem Cover und Buch entnehme, TikTok-Star, stellt in diesem Buch über 100 Rezepte für den Airfryer vor. Ihre Rezepte hat sie sehr gut erklärt, durch Empfehlungen und ein ...

Poppy O’Toole, Köchin und, wie ich dem Cover und Buch entnehme, TikTok-Star, stellt in diesem Buch über 100 Rezepte für den Airfryer vor. Ihre Rezepte hat sie sehr gut erklärt, durch Empfehlungen und ein ganzseitiges Foto der fertigen Speise ergänzt. Erfreulich finde ich, dass sie alles aus frischen Zutaten zubereitet; ich konnte keine Fertigprodukte finden. Gut, das dauert vielleicht ein wenig länger, hat dann aber auch eine ganz andere Qualität. Die Rezepte lassen sich gut nacharbeiten; sie wurden unterteilt in die Kapitel: Fleisch, Fisch, Kartoffeln & Beilagen sowie Süßes. Ein weiters Kapitel enthält 10 Tipps für die Heißluftfriteuse, was auch für unerfahrene Airfryernutzer sehr hilfreich ist. Unter diesen Tipps befindet sich auch der, Öl sparsam, aus einer Sprühflasche zu nutzen. Das macht Sinn, so mache ich das auch, denn ich nutze den Airfryer ja genau dehalb, weil ich Fett einsparen möchte. Da komme ich jetzt auch direkt zu einem meiner Kritikpunkte zu diesem Buch: Poppy O’Toole schwenkt regelmäßig das Frittiergut in einer Schüssel mit Öl: das ist mir eindeutig zuviel, so dass ich Pinsel oder Sprühflasche nutze. Der andere Kritikpunkt ist, dass etliche Rezepte ohne Fotos daherkommen; ich suche zur Zubereitung vorrangig nach Fotos aus, die ohne Foto haben da fast keine Chance, entdeckt zu werden.

Die Rezepte finde ich ausgesprochen abwechslungsreich und manchesmal auch überraschend. Das Frittierte wird mit Beilagen gezeigt, die man in den Empfehlungen auch nachlesen kann. Etliche Zubereitungen haben mich überrascht; die Kuchen haben mich sehr erfreut. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass die Heißluftfriteuse vielleicht nicht unbedingt die beste Möglichkeit zur Zubereitung ist, beispielsweise bei den Reibekuchen, bei denen jeweils 2 Stück 15 Minuten in der vorgeheizten Fritteuse gebacken werde. Ich denke, solche Rezepte sind eher für diejenigen, die ausschließlich mit einem Airfryer kochen und backen.

Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut; die Rezepte fallen vielfältig, abwechslungsreich und ansprechend aus, besonders, wenn ein Foto sie ergänzt. Es macht Sinn, die Rezepte manchmal nach eigenem Geschmack zu variieren; ich selber mag beispielsweise an einigen der vorgestellten Gerichten die Minzwürzung nicht. Ich denke, jeder wird hier seine neuen Lieblingsrezepte für den Airfryer finden.

Veröffentlicht am 10.10.2025

kleine kulinarische Entdeckungsreise durch Rom

Zu Gast in Rom
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Stefan Maiwald nimmt den Leser mit diesem Buch auf Entdeckungsreise durch Rom, stellt Cafés, Bars, Restaurants, Hotels… und ihre Betreiber vor, ergänzt durch Rezepte , gibt seine Geheimtipps fürs Shoppen, ...

Stefan Maiwald nimmt den Leser mit diesem Buch auf Entdeckungsreise durch Rom, stellt Cafés, Bars, Restaurants, Hotels… und ihre Betreiber vor, ergänzt durch Rezepte , gibt seine Geheimtipps fürs Shoppen, Besichtigen und Einkaufen, da wo es die Einheimischen auch machen, weiter.

Das Buch wurde sehr hochwertig und fotoreich erstellt und vermittelt dem Leser eine kleine Auszeit in Rom. Die gezeigten, bekannten Sehenswürdigkeiten wurden meist durch einen Untertitel ergänzt. Das finde ich nett um sich zu erinnern, aber meine gemachten Fotos vielfältiger und umfangreicher. Es handelt sich hier wirklich nur um eine kleine Inspiration und keinesfalls um einen Reiseführer. Eine Reise durch viele vorgestellte Gastronomiebetriebe und Vorstellen der Betreiber steht hier eindeutig im Mittelpunkt. Die Rezepte werden gut erklärt und auch durch ein Foto ergänzt; es finden sich einfache bis sehr aufwändige, bodenstängige bis Amuse Geuels, vermutlich der Sterneküche. Darunter sind, wie man es erwartet, Pasta-, Pizza- und belegte Brote-Rezepte, bekannte und unbekannte in verschiedenen Varianten. Nun kenne ich auch den Unterschied zwischen einer Pizza aus Rom oder Neapel – ich mag es nicht, wenn der Teig sich verneigt…. Auch Liebhaber von Fleisch- und Fischgerichten werden hier Abwechslung finden, sei es Polpo, Rinderzunge, Ochsenschwanz, Kutteln oder Entenkeulen und einiges mehr. Für mich waren die Gnocchis aus Brot vom Vortag spannend zu lesen. Freunde der italienischen Küche können hier insgesamt in einer großen Auswahl an vielfältigen Rezepten schwelgen und diese nachkochen.

Bei einer so bekannten Stadt wie Rom, mit unzähligen Sehenswürdigkeiten finde ich es schwierig, diesen in einem kombinierten Reisebegleiter und Kochbuch gerecht zu werden. Es handelt sich hier nur um kleine Inspirationen, die den Leser aber beim Durchblättern schon ein klein wenig durch die Ewige Stadt mitnehmen. An Gastronomiebetrieben hätten es für mich gar nicht so viele sein müssen; ich weiß auch nicht, ob es sich da um Geheimtipps handelt. Eine nette Auszeit in Rom bietet dieses Buch auf jeden Fall.