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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

nicht der beste Nesbø

Der König
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Wenn ein Autor viele erfolgreiche Bücher geschrieben hat, wird jedes neue Werk natürlich an seinen Vorgängern gemessen. So auch bei Jo Nesbø, dessen Bücher ich bereits (natürlich) mehrfach gelesen habe. ...

Wenn ein Autor viele erfolgreiche Bücher geschrieben hat, wird jedes neue Werk natürlich an seinen Vorgängern gemessen. So auch bei Jo Nesbø, dessen Bücher ich bereits (natürlich) mehrfach gelesen habe. Doch bei diesem Buch tat ich mich schwer und kam nur mühsam voran. Das Buch ist eine Fortsetzung von "Ihr Königreich" aus dem Jahr 2020. Man kann dem Autor zugutehalten, dass es nicht notwendig ist, den Vorgänger gelesen zu haben, da dieses Buch auch eigenständig verstanden werden kann. Das Cover passt zwar zum Inhalt, hat mich aber nicht wirklich überzeugt. Leider verhielt es sich ähnlich mit dem Inhalt; der Funke wollte einfach nicht überspringen. Obwohl das Buch sprachlich gut geschrieben und leicht zu lesen ist, stellte sich für mich heraus, dass die Kombination aus Stil und Inhalt im Vergleich zu Nesbøs anderen Werken einfach nicht stimmig war.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Filmgeschichte, aber etwas zäh

Von Stufe zu Stufe
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"Von Stufe zu Stufe" ist der Titel des mutmaßlich ersten österreichischen Spielfilms, den Louise Kolm 1908 realisiert haben soll. Leider ist dieser Film - wie auch vieles andere von Louise Kolm - nicht ...

"Von Stufe zu Stufe" ist der Titel des mutmaßlich ersten österreichischen Spielfilms, den Louise Kolm 1908 realisiert haben soll. Leider ist dieser Film - wie auch vieles andere von Louise Kolm - nicht mehr erhalten. Um diese Tatsachen spinnt Felix Kucher in seinem Roman mit dem ebengleichen Titel "Von Stufe zu Stufe" eine Geschichte. Der Plot ist auf zwei Ebenen aufgeteilt: Einerseits verfolgen wir im Jahr 2021/22 Marc, dem ein Bild von verschollen geglaubten Filmrollen in die Hände fällt. Auf der anderen Ebene erleben wir Louise und die Anfänge der österreichischen Filmindustrie. Mir hat das Cover und der Klappentext sehr gut gefallen, mit dem gesamten Buch habe ich mir aber leider schwer getan. Marc ist mir leider - wahrscheinlich aufgrund seiner Antriebslosigkeit - einfach unsympathisch. Die Geschichte der Filmindustrie ist zwar durchaus interessant, war für mich aber zu zäh als dass ein "Romanfeeling" in mir aufgekommen wäre. Der Stoff ist sicher spannend, doch hätte man meiner Meinung nach mehr tun können, um mich als Leser an den Roman zu fesseln.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

gesellschaftsrelevante Themen sind herausfordernd

Cinema Love
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Manche Bücher wollen einfach unterhalten und eine gute Geschichte erzählen, andere halten uns durch präzise Beobachtungen einen Spiegel vor, und wieder andere möchten gesellschaftsrelevante Themen in den ...

Manche Bücher wollen einfach unterhalten und eine gute Geschichte erzählen, andere halten uns durch präzise Beobachtungen einen Spiegel vor, und wieder andere möchten gesellschaftsrelevante Themen in den Fokus stellen. Das Buch "Cinema Love" von Jiaming Tang versucht, all dies gleichzeitig zu tun, was manchmal zu viel sein kann. Homosexualität, Immigration, queere Themen – all diese gesellschaftlich relevanten Aspekte werden behandelt. Es ist erfreulich, dass es immer mehr Literatur zu diesen Themen gibt, und auch gut, dass dieses Buch existiert. Der Text ist durchweg gut geschrieben und hat mich teilweise sehr gefesselt. Leider hat mich das Buch immer wieder verloren, besonders durch einige Zeitsprünge, die mich verwirrt zurückließen und meinen Lesefluss störten. Insgesamt finde ich, dass der Autor für meinen Geschmack zu viele Themen mit unterhaltendem Charakter in ein Buch einbauen wollte, was den Fluss der Geschichte beeinträchtigt. Insgesamt ist es ein gutes Buch mit wichtigen Themen, verliert sich für mich aber leider immer wieder, sodass ich keine große Lesemotivation verspürte.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Zwischen Sternenstaub und Leerlauf

Stars
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Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen und war der Grund, warum ich neugierig wurde und einen genaueren Blick auf den Roman geworfen habe. Der Klappentext verspricht einen unterhaltsamen Roman ...

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen und war der Grund, warum ich neugierig wurde und einen genaueren Blick auf den Roman geworfen habe. Der Klappentext verspricht einen unterhaltsamen Roman in dem es sich um Clara Mittmann dreht, die erfolgreich ins Astrobusiness einsteigt - eine schöne Idee, die mich sofort begeistert hat. Leider konnte das Buch meine Erwartungen beim Lesen nicht ganz erfüllen. Katja Kullmann hat hier neues versucht, für mich persönlich ist es aber nicht aufgegangen. Besonders der erste Teil des Romans zieht sich ohne erkennbaren roten Faden. Es fiel mir schwer am Ball zu bleiben. Romane, in denen die Gedanken schweifen, können durchaus sehr unterhaltsam sein, in diesem Buch war es aber für mich zu viel und nicht passend. Ein Spannungsbogen war für mich kaum erkennbar, die Geschichte plätscherte dahin, ohne mich wirklich zu fesseln. Insgesamt blieb der erhoffte Lesespaß leider aus, auch wenn ich die Idee hinter dem Buch nach wie vor interessant finde.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Ein leiser Dialog mit der japanischen Kultur

Kokoro
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Da ich mich derzeit intensiv mit der japanischen Kultur beschäftige und gerne Werke japanischer Autorinnen und Autoren lese, kam mir dieses Buch gerade recht, um noch tiefer in diese faszinierende Welt ...

Da ich mich derzeit intensiv mit der japanischen Kultur beschäftige und gerne Werke japanischer Autorinnen und Autoren lese, kam mir dieses Buch gerade recht, um noch tiefer in diese faszinierende Welt einzutauchen. Schon das schlichte, zurückhaltende Cover hat mir sehr gut gefallen – es passt hervorragend zur Atmosphäre des Buches. Inhaltlich jedoch muss ich gestehen, dass meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Der Verlag ordnet das Buch unter anderem der Kategorie „zeitgenössische Lifestyle-Literatur“ zu – eine Einordnung, die nicht ganz leichtfällt. Durch die spürbare Auseinandersetzung der Autorin mit einem persönlichen Verlust wirkt das Werk stellenweise fast biografisch. Die kulturellen Impulse und Gedanken aus Japan sind zweifellos bereichernd und regen immer wieder zum Innehalten und Nachdenken an. Doch dieses Nachdenken über das eigene Leben wurde für mich häufig durch die sehr persönliche Perspektive der Autorin unterbrochen. Zwar ist es schön, manche Gedanken weiterzuspinnen und über sich selbst zu reflektieren, doch am Ende fehlte mir ein gewisses Etwas – vielleicht ein klarerer Fokus. Oder ist genau das die Absicht? Uns Leser:innen Raum zu lassen, um in der Stille unsere eigenen Gedanken zu entfalten?

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