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MrInsomnia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

Wer sind die Monster?

Kleine Monster
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Ich habe lange überlegt, was ich in meiner Rezension zu Jessica Linds Roman “Kleine Monster” schreiben soll. Einerseits ist der Roman sehr gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen, andererseits hat ...

Ich habe lange überlegt, was ich in meiner Rezension zu Jessica Linds Roman “Kleine Monster” schreiben soll. Einerseits ist der Roman sehr gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen, andererseits hat er mich auch enttäuscht zurückgelassen. Der Klappentext und der Titel suggerieren, dass es in dem Buch um den kleinen Luca geht. Seine Eltern werden in die Schule ihres Sohnes gerufen, weil es einen “Vorfall” gegeben hat. Ich erwartete eine detaillierte Beschreibung des Vorfalls und eine Aufarbeitung des Geschehenen. Stattdessen entwickelt sich die Geschichte zu einem Psychodrama über eine Frau, die einen Verlust in ihrer Kindheit nie verarbeitet hat. Erst durch die Vergangenheit der Protagonistin, Lucas Mutter Pia, erschließt sich die Auswahl der Cover-Illustration. Wer oder was die “kleinen Monster” sind, bleibt offen für Interpretation. Die Geschichte lässt viele Fragen unbeantwortet, für meinen Geschmack zu viele, sodass ich mit dem Buch insgesamt nicht voll zufrieden bin. Gleichzeitig muss man anerkennen, dass der Text sehr gut geschrieben ist und in manchen Abschnitten eine starke Emotionalität entfaltet. Wenn man sich nicht zu sehr vom Klappentext leiten lässt, bietet das Buch einen tiefen Einblick in die Psyche einer Frau und die “kleinen Monster” in ihrem Kopf, die sie mit sich herumträgt.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Thriller oder Krimi

Das zweite Kind
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Das Cover des Buch ist aus meiner Sicht schön gestaltet, der Klappentext verspricht einen interessanten Thriller. Im Laufe des Lesens musste ich jedoch feststellen, dass das Buch in meinen Augen eher ein ...

Das Cover des Buch ist aus meiner Sicht schön gestaltet, der Klappentext verspricht einen interessanten Thriller. Im Laufe des Lesens musste ich jedoch feststellen, dass das Buch in meinen Augen eher ein Krimi als ein Thriller ist, was man sich auch von einem Hauptkommissar als Autor erwarten könnte. Was man sich auch von einem Hauptkommissar erwarten kann, ist eine klare deutliche Sprache ohne zu viele Schnörkel und Umwege. Und genau das liefert der Autor auch, genau so stelle ich mir die Sprache eines Kommissars vor. Durch den Sprachstil ist das Buch gut zu lesen, die Perspektivenwechsel tun dem Buch gut. Inhaltlich bin ich hin und hergerissen, was am Anfang wie ein klarer Kriminalfall aussieht, nimmt dann weitere Handlungsstränge auf, die mich dann im weiteren Verlauf nicht mehr überzeugen. Auch mit der Protagonistin konnte ich wenig anfangen. Insgesamt konnte mich das Buch daher nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Lesefluss von einigen Längen gestört

Blutrotes Karma
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Da ich vor Kurzem erst wieder die Purpurnen Flüsse gelesen und mir die Verfilmung angeschaut hatte, war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Jean-Christophe Grangé. Der Klappentext verspricht inhaltlich ...

Da ich vor Kurzem erst wieder die Purpurnen Flüsse gelesen und mir die Verfilmung angeschaut hatte, war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Jean-Christophe Grangé. Der Klappentext verspricht inhaltlich einen spannenden Thriller, dieser beginnt auch recht gut in Paris im Jahr 1968. Im Verlauf der Handlung entwickeln sich leider einige Längen im Text. Viele Informationen, die für die Erzählung nicht relevant waren, wurden eingeflochten und störten den Lesefluss. Zudem konnte ich keine Verbindung zu den Hauptcharakteren, insbesondere zu Herve, aufbauen. Der weitere Verlauf des Thrillers wirkte auf mich zu konstruiert und wenig glaubwürdig. Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Der Sprachstil des Autors ist zwar gewohnt gut, aber ich hatte mir wesentlich mehr erwartet. Gerade durch einige Längen im Text stockte der Lesefluss.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

nicht der beste Nesbø

Der König
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Wenn ein Autor viele erfolgreiche Bücher geschrieben hat, wird jedes neue Werk natürlich an seinen Vorgängern gemessen. So auch bei Jo Nesbø, dessen Bücher ich bereits (natürlich) mehrfach gelesen habe. ...

Wenn ein Autor viele erfolgreiche Bücher geschrieben hat, wird jedes neue Werk natürlich an seinen Vorgängern gemessen. So auch bei Jo Nesbø, dessen Bücher ich bereits (natürlich) mehrfach gelesen habe. Doch bei diesem Buch tat ich mich schwer und kam nur mühsam voran. Das Buch ist eine Fortsetzung von "Ihr Königreich" aus dem Jahr 2020. Man kann dem Autor zugutehalten, dass es nicht notwendig ist, den Vorgänger gelesen zu haben, da dieses Buch auch eigenständig verstanden werden kann. Das Cover passt zwar zum Inhalt, hat mich aber nicht wirklich überzeugt. Leider verhielt es sich ähnlich mit dem Inhalt; der Funke wollte einfach nicht überspringen. Obwohl das Buch sprachlich gut geschrieben und leicht zu lesen ist, stellte sich für mich heraus, dass die Kombination aus Stil und Inhalt im Vergleich zu Nesbøs anderen Werken einfach nicht stimmig war.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Filmgeschichte, aber etwas zäh

Von Stufe zu Stufe
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"Von Stufe zu Stufe" ist der Titel des mutmaßlich ersten österreichischen Spielfilms, den Louise Kolm 1908 realisiert haben soll. Leider ist dieser Film - wie auch vieles andere von Louise Kolm - nicht ...

"Von Stufe zu Stufe" ist der Titel des mutmaßlich ersten österreichischen Spielfilms, den Louise Kolm 1908 realisiert haben soll. Leider ist dieser Film - wie auch vieles andere von Louise Kolm - nicht mehr erhalten. Um diese Tatsachen spinnt Felix Kucher in seinem Roman mit dem ebengleichen Titel "Von Stufe zu Stufe" eine Geschichte. Der Plot ist auf zwei Ebenen aufgeteilt: Einerseits verfolgen wir im Jahr 2021/22 Marc, dem ein Bild von verschollen geglaubten Filmrollen in die Hände fällt. Auf der anderen Ebene erleben wir Louise und die Anfänge der österreichischen Filmindustrie. Mir hat das Cover und der Klappentext sehr gut gefallen, mit dem gesamten Buch habe ich mir aber leider schwer getan. Marc ist mir leider - wahrscheinlich aufgrund seiner Antriebslosigkeit - einfach unsympathisch. Die Geschichte der Filmindustrie ist zwar durchaus interessant, war für mich aber zu zäh als dass ein "Romanfeeling" in mir aufgekommen wäre. Der Stoff ist sicher spannend, doch hätte man meiner Meinung nach mehr tun können, um mich als Leser an den Roman zu fesseln.

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