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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2025

unheimlich

Wem du traust
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Ich bin ja großer Fan von so Suspense-Romanen, bei denen nie ganz klar ist, wem man eigentlich trauen kann, weil sich die Verdachtsmomente gegen zentrale Figuren anhäufen. und genau so ein Buch ist das ...

Ich bin ja großer Fan von so Suspense-Romanen, bei denen nie ganz klar ist, wem man eigentlich trauen kann, weil sich die Verdachtsmomente gegen zentrale Figuren anhäufen. und genau so ein Buch ist das hier. Es fängt erstmal ruhig und überschaubar an: Familienidylle, ein beschauliches Leben. Doch dann wird die Welt von zwei Familien erschüttert, als ein junges Mädchen scheinbar spurlos verschwindet.

Ich fand schon, dass die Geschichte den Leser gezielt manipulieren soll, da die Hinweise doch recht prägnant in eine Richtung zeigen, die aber irgendwie gleichzeitig zu offensichtlich scheint. Trotzdem nehmen die Spannungen zischen den Figuren schnell zu und der Leser merkt, dass sie alle Geheimnisse bewahren. Doch wer von ihnen hat mit Sofias Verschwinden zu tun?

Die Kapitel sind kurz und dadurch angenehm zu lesen. Es gibt drei Hauptperspektiven, zwischen denen gewechselt wird. Anfangs ist nicht so ganz klar, ob es hier überhaupt einen Fall gibt, aber dann zieht die Geschichte immer größere Kreise und plötzlich scheint auch eine Verbindung zu einem ungeklärten Cold Case möglich. Die Polizeiarbeit wirkt manchmal etwas behäbig, gleichzeitig ist genau das vermutlich sogar realistisch.

Die Geschichte lebt von den zwischenmenschlichen Spannungen, dem Misstrauen und dem Betrug von den Menschen, die einem am nächsten stehen. vor allem Heidi und Eva werden sehr plastisch herausgearbeitet und waren nahbare, authentische Figuren.

Ich bin relativ zügig durch die Seiten gekommen, einfach weil ich wissen wollte, ob ich mit meinen Verdächtigungen richtig lag und mit Sofias Schicksal durchaus mitgefiebert habe. Die Geschichte hatte auf jeden Fall ein paar unheimliche, packende Momente.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Für einen groben Abriss ganz cool

Jenseits der Pforte
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Ich finde das Thema Freimaurer und generell Geheimbünde ja super spannend, bin aber bisher nicht dazu gekommen mich vertiefend mit dem Thema auseinanderzusetzen. Warum also nicht mit dieser Graphic Novel ...

Ich finde das Thema Freimaurer und generell Geheimbünde ja super spannend, bin aber bisher nicht dazu gekommen mich vertiefend mit dem Thema auseinanderzusetzen. Warum also nicht mit dieser Graphic Novel starten, in der Typ ebenfalls unvorbereitet in das Thema geworfen wird. Witzig Idee und entsprechend simple Aufarbeitung.

Vom Zeichenstil her nicht so 100% mein Fall. Teilweise grobschlächtig und als es um die Geschichte und Bezüge zur Freimauerei geht auch teilweise eher abstrakt. Das wirkt in sich total passend, ist aber einfach nicht so ganz die Ästhetik, die mich anspricht.

Die Bilder sprechen aber teilweise wirklich gut für sich, sodass trotz wenig Text viel Eindruck vermittelt wird. Das Buch enthält wirklich nur einen groben Abriss der Thematik, überfordert den Leser dadurch aber auch nicht. Wer vertiefen will, findet hier Ansatzpunkte.

Ich fands kurzweilig und nett anzuschauen, bin mir aber nicht ganz sicher, wer genau die Zielgruppe ist.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Bisschen chaotisch

Ich jage dich
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Ich finde ja so Stalker-Geschichten an sich schon immer unheimlich, aber Lars Kepler macht das ganze nochmal unheimlicher, brutaler, perverser. Obwohl wir in den Fall selbst unmittelbar einsteigen, hat ...

Ich finde ja so Stalker-Geschichten an sich schon immer unheimlich, aber Lars Kepler macht das ganze nochmal unheimlicher, brutaler, perverser. Obwohl wir in den Fall selbst unmittelbar einsteigen, hat es dieses Mal etwas gedauert, die Handlung richtig aufzubauen. Grade zu Beginn hatte ich so ein bisschen das Gefühl, dass es fast schon ein Kraftakt war, alle Spieler auf dem Feld zu platzieren.


Ich fand die Geschichte selbst ein bisschen unübersichtlich- viele Personen, darunter erfreulicherweise auch bekannte Gesichter wie der Psychiater und Hypnotiseur Erik, ein eher undurchsichtiger Fall, der einem fast zehn Jahre zurückliegendem ähnelt und starke sexuelle Komponenten.Fands teilweise ein bisschen überladen und gleichzeitig zieht sich der Mittelteil für mein Empfinden zu sehr in die Länge



Joona und Erik geben in diesem Buch aber alles, um den Fall aufzulösen und diesen Einzelkämpfer-Vibe fand ich ja absolut herrlich zu verfolgen.

Der Fall selbst ist eigentlich super perfide, wie krank will so ein Motiv/ Killer eigentlich sein. Lars Kepler treibt es hier auf jeden Fall auch wieder auf die Spitze.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Nicht so krass wie erwartet

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
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Bei dem Titel und der Aufmachung erwartet man doch irgendwie einen Teenie-Slasher im Buchformat. Für mein Empfinden war dieses Buch aber überhaupt nicht so. Eher eine etwas blutigere Detektiv-/Krimigeschichte. ...

Bei dem Titel und der Aufmachung erwartet man doch irgendwie einen Teenie-Slasher im Buchformat. Für mein Empfinden war dieses Buch aber überhaupt nicht so. Eher eine etwas blutigere Detektiv-/Krimigeschichte.

Was aber zum Slasher-Thema passt ist, dass hier schon ein bisschen mit gängigen Klischees gespielt wird: der Sportler, der Schlaue, die Empathische und die mysteriöse neue Schülerin. Titel ist hier so ein bisschen Programm und wie zu erwarten passiert immer dann etwas, wenn die Gruppe sich in irgendeiner Form aufteilt.

Das Setting rund um das verlassene Haus mit der tödlichen Historie und auch die Legende vom Ghul fand ich ziemlich cool und stimmungsvoll. Unf auch der Auftakt ins Buch war wirklich packend. Danach flaute es aber irgendwie so ein bisschen ab, was ich schade fand.
Dass eine Gruppe Schüler hier einen Mord aufklärt, finde ich mal wieder sehr unrealistisch, aber geschenkt.

Das Buch ist kurzweilig, aber überhaupt nicht gruslig, ein bisschen blutig, aber nicht klassisch brutal, wie man vllt erwarten könnte. Der Fall ist eigentlich ganz interessant, gab mir aber aufgrund des dadurch immer abflauenden Spannungsbogen zu viel drumherum und zu wenig Interaktion im Haus selbst.

Kann man gut weglesen.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Ätherisch aber vage

Der Nachtzirkus
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Ich fand die Idee des Nachtzirkus und dieses Duells unbekannten Ausmaßes super spannend und faszinierend. Die Magie war so ganz anders, als ich es erwartet hatte und der Zirkus selbst ist ein Ort der Wunder ...

Ich fand die Idee des Nachtzirkus und dieses Duells unbekannten Ausmaßes super spannend und faszinierend. Die Magie war so ganz anders, als ich es erwartet hatte und der Zirkus selbst ist ein Ort der Wunder und des Staunens. Auch die anderen Darbietungen und Schausteller sind interessant angelegt und so gubt es viel zu entdecken.

Die Aufgabe bzw der Wettstreit dem Celia und Marcus sich stellen ist sehr vage angelegt. Sie wissen weder wann noch wie entschieden wird, wer von ihnen gewinnt. Dadurch wird irgendwie auch eine seltsame Distanz geschaffen, die sich auch in der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren und zu ihrem Umfeld widerspiegelt .

Ich mochte einfach die Bilder, die hier geschaffen werden und die den Zirkus lebendig werden lassen. Die Nebenfiguren und ihre Geschichten, ihre Verbindungen zum Zirkus und was sie bewegt hat mich fast schon mehr erreicht, als das Schicksal der beiden Protagonisten. Die Liebe der beiden ist für mich nicht so recht greifbar gewesen. Ja, ihre Schöpfungen erzählen eine besondere Geschichte, aber diese große Liebe habe ich so nicht gespürt und die Lovestory ist für mich eher in den Hintergrund gerückt.

Das Buch war ein wundervolles Leseerlebnis und absolut fantasievoll inszeniert. Gefühlstechnisch muss ich kleine Abstriche machen aber unterm Strich hat mir das Buch einfach gut gefallen.!

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