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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Die Last eines Sommers

Schwarzer September
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Der Erzählstil kam mir anfangs etwas eigentümlich vor. Bin nicht so ein riesiger Fan davon, wenn der Leser direkt angesprochen wird. Aber zu dieser Geschichte und ihrem Flair passt das irgendwie.

Mir ...

Der Erzählstil kam mir anfangs etwas eigentümlich vor. Bin nicht so ein riesiger Fan davon, wenn der Leser direkt angesprochen wird. Aber zu dieser Geschichte und ihrem Flair passt das irgendwie.

Mir haben vor allem die Beschreibungen des Familienlebens und der Eigenheiten, die seine Eltern jeweils ausmachten, gefallen. Ich fand man konnte sich ein gutes Bild von ihnen, ihrer Beziehung und dem Leben miteinander machen. Auch die Coming of Age Aspekte wurden gut herausgearbeitet und ein paarmal musste ich beim Lesen schmunzeln.

Der Vibe des Sommers, der Verliebtheit und damit verbundenen Aufregung kam wirklich gut rüber und schafft eine schöne Atmosphäre. Die zentralen Themen rund im Musik, Sprache, Erwachsenwerden geben dem sommerlichen Exkurs eine nahbare, coole Richtung und machen Gigio authentisch.
Und gleichzeitig gibt es Episoden, die die Idylle durchbrechen, die mich sprachlos gemacht und sich wie ein Felsbrocken auf meine Brust gelegt haben.

Der im Klappentext angeteaserte Fall eröffnet sich erst ganz zum Schluss. Ich hatte angenommen, dass dieser einen größeren Stellenwert einnehmen würde, finde es aber an sich sehr passend umgesetzt. Nur, dass am Schluss alles recht komprimiert ist, hat für mich so bisschen den Flair der sommerlichen Träge zerstört. Ich hätte hier kein Resümee gebraucht.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Hat mich nicht ganz so gefesselt wie Band 1

A Kingdom of Shadows
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Band 1 fand ich ja richtig toll und ich war so gespannt wie es weitergeht. Vor allem das Thema rund um den Drachenwandler hatte mir im ersten Buch gut gefallen und ich hatte eigentlich gehofft, das Thema ...

Band 1 fand ich ja richtig toll und ich war so gespannt wie es weitergeht. Vor allem das Thema rund um den Drachenwandler hatte mir im ersten Buch gut gefallen und ich hatte eigentlich gehofft, das Thema würde hier vertieft werden. Aber dieses Buch legt vor allem viel Augenmerk auf die Charakterentwicklung der Protagonisten und die Beziehungen zwischen den Figuren. Hier wird viel schönes aufgebaut, es gibt ein paar super schöne aber auch schmerzliche Momente und vor allem das Gekabbel zwischen den Protagonisten ist weiterhin sehr amüsant. Der Plot bleibt für meinen Geschmack dahinter zurück.

Die eigentlich Aufgabe rückt für mein Empfinden in den Hintergrund und die Handlung ist in diesem Buch sehr Romance-lastig. Man verstehe ich hier nicht falsch: ich weiß eine gute Romantasy durchaus zu schätzen, aber die Suche nach den Elementsteinen, die Aufgaben und Rätsel hätten so viel Potential gehabt die Geschichte wirklich episch zu machen. Stattdessen werden die Aufgaben relativ knapp abgehandelt und so richtig Spannung kommt dabei leider nicht auf.

Nara und Darius brauchen gefühlt ewig um mal ehrlich und offen miteinander zu sein, was ich zwischenzeitlich anstrengend fand. hier wird gefühlt künstlich Drama erzeugt, das die Geschichte gar nicht nötig hätte. Und de Wortwahl bei den spicy Szenen fand ich irgendwie cringe, keine Ahnung. Das war nicht mein Fall und hab ich dann entsprechend nur überflogen.

Die Rückblenden in Naras und Darius Jugend waren ganz nett, aber mir irgendwann zu viel weil sie mich immer aus der Haupthandlung rausgeworfen haben. Auch hier wird hauptsächlich die Beziehung zwischen den Figuren untermauert. Die Entwicklung zum Ende hin war absehbar, aber hat der Geschichte einen netten Twist gegeben. Die letzten Seiten waren dann nochmal richtig stark, inklusive heftigen Plottwist, sodass ich, obwohl ich diesen Band eher schwach fand, den nächsten Band trotzdem lesen wollen würde.

In meinen Augen ist das so ein klassischer Zwischenband, der einiges vorbereitet und dadurch selbst so ein bisschen auf der Stelle tritt. Eher Romance als Fantasy, aber durchaus kurzweilig zu lesen. würde 3,5 Sterne geben

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Veröffentlicht am 19.12.2025

unheimlich

Wem du traust
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Ich bin ja großer Fan von so Suspense-Romanen, bei denen nie ganz klar ist, wem man eigentlich trauen kann, weil sich die Verdachtsmomente gegen zentrale Figuren anhäufen. und genau so ein Buch ist das ...

Ich bin ja großer Fan von so Suspense-Romanen, bei denen nie ganz klar ist, wem man eigentlich trauen kann, weil sich die Verdachtsmomente gegen zentrale Figuren anhäufen. und genau so ein Buch ist das hier. Es fängt erstmal ruhig und überschaubar an: Familienidylle, ein beschauliches Leben. Doch dann wird die Welt von zwei Familien erschüttert, als ein junges Mädchen scheinbar spurlos verschwindet.

Ich fand schon, dass die Geschichte den Leser gezielt manipulieren soll, da die Hinweise doch recht prägnant in eine Richtung zeigen, die aber irgendwie gleichzeitig zu offensichtlich scheint. Trotzdem nehmen die Spannungen zischen den Figuren schnell zu und der Leser merkt, dass sie alle Geheimnisse bewahren. Doch wer von ihnen hat mit Sofias Verschwinden zu tun?

Die Kapitel sind kurz und dadurch angenehm zu lesen. Es gibt drei Hauptperspektiven, zwischen denen gewechselt wird. Anfangs ist nicht so ganz klar, ob es hier überhaupt einen Fall gibt, aber dann zieht die Geschichte immer größere Kreise und plötzlich scheint auch eine Verbindung zu einem ungeklärten Cold Case möglich. Die Polizeiarbeit wirkt manchmal etwas behäbig, gleichzeitig ist genau das vermutlich sogar realistisch.

Die Geschichte lebt von den zwischenmenschlichen Spannungen, dem Misstrauen und dem Betrug von den Menschen, die einem am nächsten stehen. vor allem Heidi und Eva werden sehr plastisch herausgearbeitet und waren nahbare, authentische Figuren.

Ich bin relativ zügig durch die Seiten gekommen, einfach weil ich wissen wollte, ob ich mit meinen Verdächtigungen richtig lag und mit Sofias Schicksal durchaus mitgefiebert habe. Die Geschichte hatte auf jeden Fall ein paar unheimliche, packende Momente.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Für einen groben Abriss ganz cool

Jenseits der Pforte
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Ich finde das Thema Freimaurer und generell Geheimbünde ja super spannend, bin aber bisher nicht dazu gekommen mich vertiefend mit dem Thema auseinanderzusetzen. Warum also nicht mit dieser Graphic Novel ...

Ich finde das Thema Freimaurer und generell Geheimbünde ja super spannend, bin aber bisher nicht dazu gekommen mich vertiefend mit dem Thema auseinanderzusetzen. Warum also nicht mit dieser Graphic Novel starten, in der Typ ebenfalls unvorbereitet in das Thema geworfen wird. Witzig Idee und entsprechend simple Aufarbeitung.

Vom Zeichenstil her nicht so 100% mein Fall. Teilweise grobschlächtig und als es um die Geschichte und Bezüge zur Freimauerei geht auch teilweise eher abstrakt. Das wirkt in sich total passend, ist aber einfach nicht so ganz die Ästhetik, die mich anspricht.

Die Bilder sprechen aber teilweise wirklich gut für sich, sodass trotz wenig Text viel Eindruck vermittelt wird. Das Buch enthält wirklich nur einen groben Abriss der Thematik, überfordert den Leser dadurch aber auch nicht. Wer vertiefen will, findet hier Ansatzpunkte.

Ich fands kurzweilig und nett anzuschauen, bin mir aber nicht ganz sicher, wer genau die Zielgruppe ist.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Bisschen chaotisch

Ich jage dich
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Ich finde ja so Stalker-Geschichten an sich schon immer unheimlich, aber Lars Kepler macht das ganze nochmal unheimlicher, brutaler, perverser. Obwohl wir in den Fall selbst unmittelbar einsteigen, hat ...

Ich finde ja so Stalker-Geschichten an sich schon immer unheimlich, aber Lars Kepler macht das ganze nochmal unheimlicher, brutaler, perverser. Obwohl wir in den Fall selbst unmittelbar einsteigen, hat es dieses Mal etwas gedauert, die Handlung richtig aufzubauen. Grade zu Beginn hatte ich so ein bisschen das Gefühl, dass es fast schon ein Kraftakt war, alle Spieler auf dem Feld zu platzieren.


Ich fand die Geschichte selbst ein bisschen unübersichtlich- viele Personen, darunter erfreulicherweise auch bekannte Gesichter wie der Psychiater und Hypnotiseur Erik, ein eher undurchsichtiger Fall, der einem fast zehn Jahre zurückliegendem ähnelt und starke sexuelle Komponenten.Fands teilweise ein bisschen überladen und gleichzeitig zieht sich der Mittelteil für mein Empfinden zu sehr in die Länge



Joona und Erik geben in diesem Buch aber alles, um den Fall aufzulösen und diesen Einzelkämpfer-Vibe fand ich ja absolut herrlich zu verfolgen.

Der Fall selbst ist eigentlich super perfide, wie krank will so ein Motiv/ Killer eigentlich sein. Lars Kepler treibt es hier auf jeden Fall auch wieder auf die Spitze.

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