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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

unkomplizierte, einfache Rezepte

Schnelle Feierabendküche
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Christina Heß hat in diesem Buch 28 vegetarische Rezepte zusammengetragen, die sie selber gerne zubereitet, manchmal auch direkt für zwei Tage und in ihrem Essensplan und Einkauf für eine Woche nutzt.

Die ...

Christina Heß hat in diesem Buch 28 vegetarische Rezepte zusammengetragen, die sie selber gerne zubereitet, manchmal auch direkt für zwei Tage und in ihrem Essensplan und Einkauf für eine Woche nutzt.

Die Rezepte sind allesamt gut erklärt, leicht nachzuarbeiten und durch ein ganzseitiges Foto der zubereiteten Speise ergänzt. Jedes Rezept würde ich zudem als schnell und unkompliziert zubereitbar bezeichnen. Mir gefällt, dass als kohlenhydratreiche Beilage Nudeln, Kartoffeln und auch Reis, aber auch Teig genutzt wird, so kann jeder seine Favoriten finden oder abwandeln. Unter den Rezepten finden sich am häufigsten Nudelgerichte, beispielsweise mit gepfefferter Sahnesauce, Lasagnesuppe, One Pot Pasta, Nudelsalat, Penne mit Tomatensauce, Spagetti Carbonara oder Spagetti Lasagne.

Mir persönlich ist wichtig, dass ungefähr die Hälfte des Tellers mit Gemüse gefüllt ist, wovon viele dieser Rezepte weit entfernt sind, was man aber, wenn man es möchte, ergänzen kann, vielleicht als schnelle Lösung durch einen fertig geschnittenen gemischten Salat? Ich muss gestehen, dass die Rezepte mich nicht wirklich umhauen; vieles würde man mit ein wenig Kocherfahrung auch ohne Rezept, eventuell aus Resten zusammenkochen. Für Kochanfänger, denen es an Zeit und eigenen Ideen mangelt, könnten die hier aufgeführten Rezepte eine gute Hilfe sein.

Veröffentlicht am 08.11.2025

anders als erwartet

Simple is Best
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Ralph Schelling war mir vor Lesen dieses Buches nicht bekannt, umso erstaunter war ich, dass er als Schweizer Starkoch bezeichnet wird und als Private Chef ein exklusives Klientel bekochen soll. In seinen, ...

Ralph Schelling war mir vor Lesen dieses Buches nicht bekannt, umso erstaunter war ich, dass er als Schweizer Starkoch bezeichnet wird und als Private Chef ein exklusives Klientel bekochen soll. In seinen, in diesem Buch vorgestellten, Rezepten gibt es in dieser Richtung dann auch schon mal Hinweise auf Lobessprüche zufriedener Kunden, wie Paris Hilton, die für mich so gar keine Maßstäbe setzt sowie auch nicht selten gestreutes Eigenlob. Wie auch immer, die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel: Long Breakfast & Bread; Snacks; Small Plates; Pasta; Big Plates; Pickles und Saucen; Sweets sowie Drinks.

Jedes Rezept wird ausführtlich beschrieben und so erklärt, dass auch Kochanfänger diese problemlos nachkochenkönnen sollten. Sehr gut gefällt mir, dass häufig ein bis drei Tipps zur Abwandlung des Rezeptes, zur Lagerung oder zu verwendeten Küchenutensilien gegeben werden. Meist handelt es sich um gängige Rezepte, die der Starkoch dann aber durch eine besondere Zutat oder Würzung abwandelt, was er auch als „Prise Fusion“ bezeichnet. Das Buch ist sehr schön aufgemacht: die Texte wurden in rotem oder blauen Abschnitten gedruckt. Manche Rezepte werden durch ein ganzseitiges Foto der fertigen Speise ergänzt, aber leider etliche eben nicht. Dafür gibt es doppelseitige Fotos von den arbeitetenden oder anrichtenden Händen des Autors, einem Fisch auf Brotteig oder Zitronen (eine Hälfte dieses doppelseitigen Fotos findet sich auf dem Cover). Gerade bei einem Kochbuch scheu ich zuallererst nach den Fotos; reine Rezepttexte haben da mir eine weitaus geringere Chance, die gleiche Aufmerksamkeit zu erhalten; da hätte man einen ganz anderen Fotoschwerpunkt setzen können. Für mich, die seit vielen Jahren kocht, waren einige Rezepte ziemlich altbacken, beispielsweise Milchbrötchen, Bananenbrot, Salbeimäuschen im Tempurateig (halt Salbeiblätter in Teig frittiert), gegrillte Auberginen, gefüllte Hefeschnecken, andere für mich persönlich etwas überzogen, wie die selbst frittierten Krabbenchips, die zu Tacos gebogen und dann gefüllt werden; mag einfach sein, ist aber eine enorme Arbeit, sollte jemand mehr als zwei davon haben wollen. Auch stört mich generell, wenn die Anleitung nicht dem auf dem veranschaulichendem Foto Gezeigten entspricht, wie beim „Roher Blumenkohlcoucous-Salat“: Der Blumenkohl soll so klein wie Couscous geschnitten sein; auf dem Foto sieht man ihn in Stücken. Da frage ich mich dann, ob es sich um ein KI generiertes Foto handelt oder irgendein Archivbild. Im Großen und Ganzen holt das Buch mich nicht ab; die Rezepte fallen zum Teil schon ganz nett aus. Manche Rezepte gefallen mir auch gut und ich werde sie vielleicht nacharbeiten, wie „Grießknödel mit Bröseln“ und Fruchtkompott, „Yuzu Spritz“ oder „Risotto mit geröstetem Kürbis und Salbei“. Ich kann mir vorstellen, dass gerade Kochanfänger viele neue Ideen finden werden.

Veröffentlicht am 25.10.2025

schön illustriert, die Rezepte fallen jedoch eher enttäuschend aus

Von Einfach zu Brillant KIDS
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Vorab: ich sammle die schönen Kochbücher der Donna Hay, in denen nicht nur einfache, sondern in unterschiedlichen Schwierigkeits- und Aufwändigkeitsstufen manchesmal atemberaubende Kreationen aufgezeigt ...

Vorab: ich sammle die schönen Kochbücher der Donna Hay, in denen nicht nur einfache, sondern in unterschiedlichen Schwierigkeits- und Aufwändigkeitsstufen manchesmal atemberaubende Kreationen aufgezeigt und erklärt werden. So hatte ich mich auch diesesmal wieder auf ihr neues Kochbuch gefreut, das speziell Genussgerichte für Kids beinhalten soll. Mir war leider gar nicht aufgefallen, dass es sich um eine Neuauflage ihres Buches von 2019 handelt, das aber überarbeitet und erweitert wurde.

Im üblichen, großen Format, wie gewohnt, sehr hochwertig verarbeitet und illustriert, finde ich dieses Buch auf den ersten Blick auch sehr ansprechend. Beim Durchblättern und Rezeptedurchschauen – lesen muss man da eigentlich nicht viel, da stets selbsterklärend – bin ich von diesem Buch nicht ganz so begeistert, wie von seinen Vorgängern. Die Rezepte fallen insgesamt sehr einfach aus, sind aber alle kindgerecht und werden sicher gerne von KIndern gegessen. Manchesmal habe ich den Eindruck, dass die Autorin unterstellt, dass die Leserin nun das erste Mal Kochtopf und Pfanne in den Händen hält.

Da findet sich beispielsweise immer noch ein doppelseitiges Rezept, wie man ein Ei weichkocht ( eine Seite zeigt ein großes Foto der zubereiteten Speise = Ei); auch für Smoothies und Co oder belgte Brote brauche weder ich noch mein Kind eine Anleitung. Solche Basics haben wir bereits im Freestyle seit sie 2 Jahre alt war gemeinsam gezaubert – einfach aus dem Hut, mit dem, was wir im Vorrat hatten.

Viele der Rezepte würde ich als Fast Food bezeichnen und bin schon etwas enttäuscht, dass eine bekannte Köchin ausgerechnet solche Rezepte wählt um Kindern gesunden Genuss näherzubringen. Nicht nur dass die Rezepte sehr brot-/ weissmehl- und zuckerlastig daherkommen und vergleichsweise wenig Gemüse beinhalten, sie könnten auch weitaus kreativer sein. Da werden Toastscheiben als Auflaufform gebogen und gefüllt gebacken, Fertigtacos mit selbsthergestellten Dips gereicht und manchesmal Industrieprodukte eingesetzt. Als Naschereien finden sich beispielsweise Popcorn, in Tüten in der Microwelle zubereitet, auch als Serie:: Rezept 1: Popcorn natur, Rezept 2: Popcorn mit Schoko-Kokos, Rezept 3 Popcorn mit Ahorn-Sirup-Butter, Rezept 4: Popcorn mit Zimt, Rezept 5: Limetten-Chilli-Popcorn – 5 Seiten machen diese Rezepte aus, obwohl sich nur eine Zutat ändert – beim Eis genau das Gleiche. Seite um Seite wurde mit „neuem“ Rezept gefüllt, obwohl reichen würde Zutat X kann man auch durch Zutat Y ersetzen. Das macht das Buch wesentlich umfangreicher als es inhaltlich tatsächlich ist. Die Fotos sind, wie gewohnt, sehr gelungen, professionell und gestalten das Buch hochwertig.

Ich muss gestehen, dieses Buch begeistert mich nicht so wirklich; die Rezepte sind meist derart simpel, dass man sie auch ohne Rezept hinbekommt. Bei uns heissen diese selbst zubereiteten Fast Food Varianten eher Verlegenheitszubereitung/Resteverwertung als Kochen.

Gut, der Schwerpunkt liegt hier wohl auf der schnellen Küche, deren Rezepte auch die mäkeligsten Kinder essen würden; dafür sind die Rezepte sehr gut geeignet, insbesondere, wenn einem sonst die Ideen ausgehen. Wir hatten mit unserem Nachwuchs nie Probleme mit Gerichten. Es wurde halt von jedem ein Löffel probiert; meist schmeckte es und in den einzelnen Fällen war das Auslassen dieser einen Komponente kein Problem. Vieles wird hier auf dem Backblech zubereitet, so dass man während des Garens die Hände für anderes frei hat.

Veröffentlicht am 01.10.2025

eigener Erfahrungsbericht, der Mut machen soll

Heute nicht, ich hab Migräne
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Ute Woltron beschreibt in ihrem Buch ihre eigene Migränegeschichte, die sich mittlerweile über vier Jahrzehnte streckt. Von Anfang an stellt sie klar: Jeder Betroffene hat seine eigene Migräne, was auch ...

Ute Woltron beschreibt in ihrem Buch ihre eigene Migränegeschichte, die sich mittlerweile über vier Jahrzehnte streckt. Von Anfang an stellt sie klar: Jeder Betroffene hat seine eigene Migräne, was auch eigene Vorgehensweisen bedingt. Sollte sich jemand noch nicht mit seiner Migräne auseinandergestzt haben oder nicht betroffen sein, Betroffene aber besser verstehen möchte, so kann er/sie sicherlich viel Interessantes über erlebte Symtome, Untersuchungsmöglichkeiten, das Führen eines Migränetagebuches, Behandlungsversuche und mehr durch die Autorin und auch durch zwischendurch eingestreute Informationen erhalten.

Ich selber hatte nicht mit einem persönlichen Bericht, sondern eher mit einem Sachbuch gerechnet, in dem vielleicht dann und wann eigene Erlebnisse mit einfließen, vor allem aber auch klarer dargestellte Übungen zur Hilfe. Ich als Betroffene habe da nicht wirklich viel Neues entdecken, mich aber in etlichen Beschreibungen wiederfinden können.

Veröffentlicht am 01.10.2025

präsentiert den tictoc Trend des Snacktellers

Girl Dinner
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Vorab: ich bin nicht auf tictoc unterwegs und war im Glauben, es handele sich um ein Kochbuch für einen Mädels- oder Frauenabend. Demzufolge habe ich auch richtige Rezepte erwartet. Nun bin ich schlauer, ...

Vorab: ich bin nicht auf tictoc unterwegs und war im Glauben, es handele sich um ein Kochbuch für einen Mädels- oder Frauenabend. Demzufolge habe ich auch richtige Rezepte erwartet. Nun bin ich schlauer, habe den Sinn dieses Buches verstanden und muss feststellen, dass dieses Buch so gar nichts für mich ist. Rezepte für belegte Butterbrote, Russische Ei mit verschiedenen Würzungen des Dotters, Rohkostplatten mit Dipp, mit Krabben gefüllte Avocados, Popcorn und mehr bekomme ich auch ohne Anleitung hin. Etliche Rezepte haben kein Foto, was ich vermisse, denn hier geht es ja auch um eine nette Präsentation der gereichten Snacks. Aber das ist meine persönliche Sicht dieses Buches – und die wäre ganz klar anders ausgefallen, wenn mir der tictoc Trend des schnellen Snacktellers bekannt gewesen wäre. So muss ich eindeutig sagen, dass der Fehler bei mir lag und das Buch, das, was es verspricht gut umsetzt, bis eben auf die manchsmal fehlenden Fotos.

Fans und tictoc Follower dieses Trends werden das Buch vermutlich feiern.