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Veröffentlicht am 06.04.2025

Hip Hip – Hurra?

EIS
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Hubertus Tzschirner, der sich in diesem Buch selber unter anderem als Foodstylist, Konzeptionist, Visionär und Eisliebhaber bezeichnet, führt in diesem aufwändig erstellten und üppich illustrierten Buch ...

Hubertus Tzschirner, der sich in diesem Buch selber unter anderem als Foodstylist, Konzeptionist, Visionär und Eisliebhaber bezeichnet, führt in diesem aufwändig erstellten und üppich illustrierten Buch in die Kunst der Eisherstellung ein, erläutert Grundlagen, Basisrezepte, gibt 70 Eisrezepte, auch von anderen Eisherstellern, weiter, reichert das Ganze mit Tipps & Tricks für den perfekten Eisgenuss an.

Das Buch lässt sich prima durchblättern und betrachten; die ganzseitigen, professionellen Fotos erfreuen und machen neugierig, und viele ungewöhnliche Kombinationen erstaunen, begeistern vielleicht auch. Ich selber mag industriell hergestelltes Eis nach vielen Optimiereungsprozessen der Hersteller überhaupt nicht mehr. Mich erschreckt, dass es noch nicht mal mehr schmilzt, selbst wenn man es tagelang ohne Kühlung stehen lässt; stattdessen sieht es aus wie „neu“, hat für mich schon deshalb und auch wegen der Zutaten nichts mehr mit Speiseeis zu tun, geht bei mir bestenfalls als eßbare Substanz durch. Ich liebe es, wie traditionell Speiseeishergestellt wird, mit den klassischen Basiszutaten wie Milch, Sahne, Eiern als Emulgator, natürlichen Geschmacksstoffen, vielleicht auch aufregenden Zusätzen wie einem Likör oder eventuell auch Zutaten wie einem Riegel Yoghurette, wenngleich ich dann lieber Joghurt und frische Erdbeeren verwenden möchte. Das alles spricht für mich für hohe Qualität und Frische, ohne Zufügen von hochverarbeiteten Industrieprodukten. So war ich auf der Suche nach ansprechenden Rezepten und habe nach entsprechenden in diesem Buch gesucht. Anregungen habe ich gefunden, beispielsweise das Chaieis, das mit Cashewmilch und Chaipulver hergestellt wird, angereichert mit chaitypischen Gewürzen. Das könnte ich mir gut, allerdings mit anderen ergänzenden Zutaten vorstellen. Soweit, so gut, denn eigentlich alle Rezepte enthalten genau das, was ich nicht möchte: Guarkern- und/oder Guakernmehl als Emulgator (deutlich günstiger und länger haltbar als Ei) um einzudicken und Wasserkristalle zu vermeiden, einen Coctail aus Zucker, Ahornsirup, Dextrose- und Glucosepulver sowie anderen Zuckerarten, manchmal auch gezuckerte Kondesmilch und nicht weiter benannte Bindemittel sowie fertige Pürees, Säfte, Pulver. Wahrscheinlich lassen sich so Herstellungs- und Personalkosten einsparen und stattdessen leichter mit ungewöhnlichen Zutaten und Eissorten experimentieren; der Druck der Konkurrenz ist groß. Ich möchte dann aber doch lieber, wenn ich mir in einer Eisdiele besonderes Eis zu einem hohen Preis kaufe, keines mit industreill hochverarbeiteten Zutaten haben. Die hier vorgestellten Kreationen an sich finde ich, wie schon erwähnt, zu einem guten Teil sehr spannend und ansprechend: Ziegenfrischkäse-Eis mit Walnuss, Kirsche und Honig, Buttermilch-Heidelbeere oder Ice Cream Rolls mit Heidelbeer und Raffaelo; andere sprechen mich persönlich nicht ganz so an, wie Edamame-Kumquat-Wasabi, Grüne-Sauce-Schmand-Senf oder Rote Bete mit Russisch Brot oder Milch-Olivenöl-Meersalz. Für mich sind diese Sorten eher krampfhaft-kreativ, für andere vielleicht eine Offenbahrung.

Die Rezepte fallen vielfältig aus, mit Schwerpunkt kreativ und hip sein unter Verwendung von industriellen Fertigprodukten. Nacharbeiten würde ich keines der Rezepte, manche inspirieren mich.

Veröffentlicht am 01.04.2025

anders als erwartet

Marc Aurel & die Philosophen der Gelassenheit
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Ute Korzeniewsky gibt in diesem Buch 99 kurze Texte wieter; manchesmal handelt es sich um ein kurzes Zitat, immer überdurchschnittlich groß gedruckt, so dass ein oder zwei Sätze locker eine halbe Seite ...

Ute Korzeniewsky gibt in diesem Buch 99 kurze Texte wieter; manchesmal handelt es sich um ein kurzes Zitat, immer überdurchschnittlich groß gedruckt, so dass ein oder zwei Sätze locker eine halbe Seite ausfüllen. Häufig handelt es sich auch um kurze Texte, in denen ein Aspekt oder Sicht gestreift wird, verschiedene Schulen und Akademien erwähnt werden; so setzt man sich ganz kurz beispielsweise mit Platon, Seneca, Marc Aurel, Sokrates auseinander. Immer wieder stellt die Autorin auch Verbindungen zu späteren und der heutigen Zeit her, was mir manchesmal schon recht krampfhaft vorkam. Überrascht haben mich etliche Zitate, beispielsweise von Epiktet, der im Text 21 zitiert wird mit „Ich kann nur annehmen, dass Du all das in Kauf nimmst für die Show“. Einige der 99 hier angeführten Dinge haben mich überhaupt nicht angesprochen, unter anderem, dass Spock ein perfekter und gewollter Stoiker sei. Ich hatte in diesem Buch etwas ganz anderes erwartet, zuweilen etwas mehr Ausführlichkeit und Tiefgang; das Buch hat mich leider insgesamt nicht wirklich in seinen Bann ziehen können.

Veröffentlicht am 16.02.2025

nett, stellt aber überwiegend Wildbienen aus UK vor

Unsere Wildbienen
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Sarah Wyndham Lewis führt in Grundlagenwissen zu Bienen und ihrem Leben ein, bespricht Unterschiede zwischen Bienen, Wespen, Fliegen und Hornissen. Sie stellt eine persönliche Auswahl von 25 Wildbienen ...

Sarah Wyndham Lewis führt in Grundlagenwissen zu Bienen und ihrem Leben ein, bespricht Unterschiede zwischen Bienen, Wespen, Fliegen und Hornissen. Sie stellt eine persönliche Auswahl von 25 Wildbienen vor und auch Wildhummeln, Kuckucksbienen, Schwebfliegen, wobei sie angibt, dass es weltweit 25.000 verschiedene Bienenarten gibt, erläutert, wie man den eigenen Garten bienenfreundlicher gestalten kann. Hierzu benennt sie verschiedene Pflanzen, die sie auch in Tabellen aufführt, zeigt auf, wie man durch Gestaltung und Materialangebot Nisthilfe geben kann.

Das Buch ist schon sehr interessant geschrieben, die Wildbienen- und andere -portraits sind ausführlich und haben mir gut gefallen. Allerdings kommen diese, genau wie die „Großen 8“ anscheinend überwiegend in der Heimat der Autorin, in Großbritanien vor. Es gibt sehr wohl sehr ausführliche Angaben zum Vorkommen, aber nur zu UK samt Inseln und Kanalinseln, aber ansonsten wird es schon sehr ungenau, wie beispielsweise nördliches Europa, USA oder es wird auch schon mal Griechenland benannt, gerademal in einem Nebensatz. Da hätte ich mir für ein Buch, das in Deutschland herausgegeben wird, gerne einen Anhang oder eine Überarbeitung gewünscht. So sind die Kapitel mit Portraits doch weitaus weniger interessant für mich als sie sein könnten. Sehr gut gefallen haben mir die Ausführungen zur Gartengestaltung, d.h. die Listen mit bienenfreundlichen Pflanzen, die ja vermutlich auch die hier heimischen Wildbienen attraktiv finden.

Veröffentlicht am 05.01.2025

nette Modelle, für mich zu schwierig

Flauschige Wende-Kuscheltiere
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Zunächst erläutert die Autorin Grundlegendes zu Nadeln, Garn, wie man einen Fadenring häkelt, Kettmaschen aufhäkelt und noch einiges mehr; häkeln an sich sollte man schon beherrschen. Es folgen tipps zum ...

Zunächst erläutert die Autorin Grundlegendes zu Nadeln, Garn, wie man einen Fadenring häkelt, Kettmaschen aufhäkelt und noch einiges mehr; häkeln an sich sollte man schon beherrschen. Es folgen tipps zum Häkeln mit Plüschgarn und dann die Anleitungen für verschiedene Tiere, die man einzeln mit Füllwatte füllen und als Plüschtier nutzen oder zu zweit zusammenbringen kann, als Wendeplüschtier, Die Anleitungen werden durch Fotos ergänzt. Ich muss gestehen, dass ich nicht ganz schlau daraus werde; die Anleitungen sind knapp, die ergänzenden Fotos für mich nicht eindeutig. Ich denke, es wäre besser gewesen, die einzelnen Schritte mit normalem Garn aufzuzeigen; bei dem Plüschgehäkelten kann ich vieles des gezeigten überhaupt nicht wirklich erkennen. Bei manchen Fotos habe ich den Eindruck, dass zwei Plüschtiere in den selben Farbtönen zusammengenäht werden, kann dem Ganzen aber nicht wirklich folgen. Wahrscheinlich ist es ein persönliches Problem und Leute, die schon ähnliche Figuren und auch mit Plüschgarn gehäkelt haben, werden verstehen, was da beschrieben wird. Die Anleitungen weiter hinten im Buch werden zum Teil mit normalem Baumwollgarn gefertigt, beispielsweise der Bienenstock; so hätte es mir insgesamt besser gefallen.

Veröffentlicht am 17.09.2024

hat mich leider nicht so ganz abgeholt

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Die Stimmtherapeutin Sophia Katschinski zeigt ihre Sicht zur Stimme auf: Die Fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Ather dienen als Landkarte“; diese Formulierung zieht sich kontinuierlich durchs ...

Die Stimmtherapeutin Sophia Katschinski zeigt ihre Sicht zur Stimme auf: Die Fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Ather dienen als Landkarte“; diese Formulierung zieht sich kontinuierlich durchs Buch, wird immer wieder wiederholt, mir schon deutlich zu oft. Zu jedem der fünf Element beschreibt die Autorin Eigenheiten beispielsweise von Atmung und Stimme, nachdem sie Grundlegendes zu Atmung, Stimmlippen usw. erläutert hat. Zu jedem der Elemente gibt es Beschreibungen von Übungen, die schon nach der ersten Ausführung deutliche Unterschiede aufzeigen sollen. Ausgedachte Fallbeispiele mit erdachten Gesprächen samt Übungen, direktem Erfolg, ausgedachtem Lob und Dank sollen die Ausführungen besser begreifbar machen. Mir war das leider etwas zuviel der Selbstbestätigung.

Die Erklärungen fallen leicht aus; die kann jeder verstehen, aber vielleicht nicht unbedingt nachvollziehen. Bei war es so wie bei anderen Tests (beispielsweise zur Doshalehre): ich bin immer von allem etwas und nie eindeutig einer Gruppe zuzuordnen. Die Übungen habe ich ausprobiert, konnte aber bei keiner, so wie angekündigt, beim ersten Mal einen Erfolg ausmachen. Etliche Übungen kannte ich; besonders beim Tönen ist mir aufgefallen, dass für mich die einfache Beschreibung im Buch eindeutig schwächer wirkt als eine Unterrichtseinheit im Tönen, in einer Gruppe, durchgeführt von einer ausgebildeten MUsikerin und Chorleiterin. Whrscheinlich kann man im Buch alles nur etwas oberflächlicher anreißen als im Gespräch. Ich bleibe etwas ratlos mit diesem Buch zurück; mir hat es nicht wirklich weitergeholfen, meine Stimme weiter zu entwickeln. Ich setze sie allerdings auch in verschiedenen Situationen anders ein, bin bislang davon ausgegangen, das lernt man im Laufe seines Lebens. Vielleicht bietet dieses Buch jemandem, der deutlich jünger ist als ich da einen Weg zur Abkürzung und vielleicht suche ich mir online mal Videos mit den Übungen um es mit Gruppengefühl auszuprobieren. Ich kann mir schon vorstellen, dass das Buch hilfreich sein kann, Neues über Atemtechniken und den entsprechenden Einsatz zu lernen; für mich ist es, wie schon gesagt, so nicht der richtige Weg.