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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2025

präsentiert den tictoc Trend des Snacktellers

Girl Dinner
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Vorab: ich bin nicht auf tictoc unterwegs und war im Glauben, es handele sich um ein Kochbuch für einen Mädels- oder Frauenabend. Demzufolge habe ich auch richtige Rezepte erwartet. Nun bin ich schlauer, ...

Vorab: ich bin nicht auf tictoc unterwegs und war im Glauben, es handele sich um ein Kochbuch für einen Mädels- oder Frauenabend. Demzufolge habe ich auch richtige Rezepte erwartet. Nun bin ich schlauer, habe den Sinn dieses Buches verstanden und muss feststellen, dass dieses Buch so gar nichts für mich ist. Rezepte für belegte Butterbrote, Russische Ei mit verschiedenen Würzungen des Dotters, Rohkostplatten mit Dipp, mit Krabben gefüllte Avocados, Popcorn und mehr bekomme ich auch ohne Anleitung hin. Etliche Rezepte haben kein Foto, was ich vermisse, denn hier geht es ja auch um eine nette Präsentation der gereichten Snacks. Aber das ist meine persönliche Sicht dieses Buches – und die wäre ganz klar anders ausgefallen, wenn mir der tictoc Trend des schnellen Snacktellers bekannt gewesen wäre. So muss ich eindeutig sagen, dass der Fehler bei mir lag und das Buch, das, was es verspricht gut umsetzt, bis eben auf die manchsmal fehlenden Fotos.

Fans und tictoc Follower dieses Trends werden das Buch vermutlich feiern.

Veröffentlicht am 24.04.2025

mal ganz nett

How to wear everything
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Kay Barron, Fashion Director von Net-a-Porter, nimmt die Leserin mit auf eine Reise durch Kleidungsstücke und Anlässe, beschreibt diese jeweils in einzelnen Kapiteln und gibt ein Foto mit einer Übersicht ...

Kay Barron, Fashion Director von Net-a-Porter, nimmt die Leserin mit auf eine Reise durch Kleidungsstücke und Anlässe, beschreibt diese jeweils in einzelnen Kapiteln und gibt ein Foto mit einer Übersicht an passenden Kleidungsstücken als Abrundunge dazu. So beschreibt sie ihre Vorlieben (und manchmal auch von einer anderen Person) unter anderem zu Basics, Büro-Outfits, Unterwäsche und Dessous, Bademode, Jeans, dem kleinen Schwarzen, Anlässe wie Date, Urlaub; Party, Geburtstag oder Hochzeit. Auch Gürtel, Taschen, Schmuck und mehr werden in verschiedenen Kapiteln behandelt. Manchmal mag sie es eher schlicht, ein anderes Mal sehr bunt und häufig sehr auffällig. Mich haben da beispielsweise die durchsichtigen Kreationen mit farblich auffallenden Dessous darunter, ein BH über der Kleidung oder schreienden Farb- und Mustermixe nicht so sehr überzeugt, dass ich mutig oder verwegen genug wäre, so etwas anzuziehen. Zum Glück tickt da jeder anders. In jedem Kapitel finden sich aber auch Tipps zu Modellen, wie bei den BHs, oder dem lockeren Umgang mit der Größe sowie Pflegetipps, was mir gut gefallen hat. Dennoch habe ich für mich jetzt nicht wirklich viele neue Tipps erhalten, denn das zu nehmen, was mir gefällt und steht, habe ich eigentlich schon vor Lesen dieses Buches beherzigt. Bei manchen Kreationen, beispielsweise die eben erwähnten, habe ich mich gefragt, wer das tragen mag, verstehe aber die Auswahl schon wesesentlich besser, nachdem ich zum Ende des Buches gelesen habe, dass die Autorin Größe XS bzw. in Jeans auch schon mal eine 23er trägt. Ich denke, manchmal lag es vielleicht auch an der Übersetzung, beispielsweise, wenn sie schreibt, dass ein Stiefel zwei Fingerbreit über dem Fußknöchel endet und, wenn bei einem Stiefel der ganze Knöchel zu sehen ist, dass man dann auch Strümpfe darüber schlagen kann. Es gibt auch Tipps von Stilikonen, beispielsweise von Sarah Jessica Parker: Das Papier aus den Schuhkartons sollte man in die Schuhspitzen stecken wenn die Schuhe nicht getragen werden.

Mich hat das Buch nicht wirklich zu begeistern vermocht.

Veröffentlicht am 06.04.2025

Hip Hip – Hurra?

EIS
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Hubertus Tzschirner, der sich in diesem Buch selber unter anderem als Foodstylist, Konzeptionist, Visionär und Eisliebhaber bezeichnet, führt in diesem aufwändig erstellten und üppich illustrierten Buch ...

Hubertus Tzschirner, der sich in diesem Buch selber unter anderem als Foodstylist, Konzeptionist, Visionär und Eisliebhaber bezeichnet, führt in diesem aufwändig erstellten und üppich illustrierten Buch in die Kunst der Eisherstellung ein, erläutert Grundlagen, Basisrezepte, gibt 70 Eisrezepte, auch von anderen Eisherstellern, weiter, reichert das Ganze mit Tipps & Tricks für den perfekten Eisgenuss an.

Das Buch lässt sich prima durchblättern und betrachten; die ganzseitigen, professionellen Fotos erfreuen und machen neugierig, und viele ungewöhnliche Kombinationen erstaunen, begeistern vielleicht auch. Ich selber mag industriell hergestelltes Eis nach vielen Optimiereungsprozessen der Hersteller überhaupt nicht mehr. Mich erschreckt, dass es noch nicht mal mehr schmilzt, selbst wenn man es tagelang ohne Kühlung stehen lässt; stattdessen sieht es aus wie „neu“, hat für mich schon deshalb und auch wegen der Zutaten nichts mehr mit Speiseeis zu tun, geht bei mir bestenfalls als eßbare Substanz durch. Ich liebe es, wie traditionell Speiseeishergestellt wird, mit den klassischen Basiszutaten wie Milch, Sahne, Eiern als Emulgator, natürlichen Geschmacksstoffen, vielleicht auch aufregenden Zusätzen wie einem Likör oder eventuell auch Zutaten wie einem Riegel Yoghurette, wenngleich ich dann lieber Joghurt und frische Erdbeeren verwenden möchte. Das alles spricht für mich für hohe Qualität und Frische, ohne Zufügen von hochverarbeiteten Industrieprodukten. So war ich auf der Suche nach ansprechenden Rezepten und habe nach entsprechenden in diesem Buch gesucht. Anregungen habe ich gefunden, beispielsweise das Chaieis, das mit Cashewmilch und Chaipulver hergestellt wird, angereichert mit chaitypischen Gewürzen. Das könnte ich mir gut, allerdings mit anderen ergänzenden Zutaten vorstellen. Soweit, so gut, denn eigentlich alle Rezepte enthalten genau das, was ich nicht möchte: Guarkern- und/oder Guakernmehl als Emulgator (deutlich günstiger und länger haltbar als Ei) um einzudicken und Wasserkristalle zu vermeiden, einen Coctail aus Zucker, Ahornsirup, Dextrose- und Glucosepulver sowie anderen Zuckerarten, manchmal auch gezuckerte Kondesmilch und nicht weiter benannte Bindemittel sowie fertige Pürees, Säfte, Pulver. Wahrscheinlich lassen sich so Herstellungs- und Personalkosten einsparen und stattdessen leichter mit ungewöhnlichen Zutaten und Eissorten experimentieren; der Druck der Konkurrenz ist groß. Ich möchte dann aber doch lieber, wenn ich mir in einer Eisdiele besonderes Eis zu einem hohen Preis kaufe, keines mit industreill hochverarbeiteten Zutaten haben. Die hier vorgestellten Kreationen an sich finde ich, wie schon erwähnt, zu einem guten Teil sehr spannend und ansprechend: Ziegenfrischkäse-Eis mit Walnuss, Kirsche und Honig, Buttermilch-Heidelbeere oder Ice Cream Rolls mit Heidelbeer und Raffaelo; andere sprechen mich persönlich nicht ganz so an, wie Edamame-Kumquat-Wasabi, Grüne-Sauce-Schmand-Senf oder Rote Bete mit Russisch Brot oder Milch-Olivenöl-Meersalz. Für mich sind diese Sorten eher krampfhaft-kreativ, für andere vielleicht eine Offenbahrung.

Die Rezepte fallen vielfältig aus, mit Schwerpunkt kreativ und hip sein unter Verwendung von industriellen Fertigprodukten. Nacharbeiten würde ich keines der Rezepte, manche inspirieren mich.

Veröffentlicht am 01.04.2025

anders als erwartet

Marc Aurel & die Philosophen der Gelassenheit
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Ute Korzeniewsky gibt in diesem Buch 99 kurze Texte wieter; manchesmal handelt es sich um ein kurzes Zitat, immer überdurchschnittlich groß gedruckt, so dass ein oder zwei Sätze locker eine halbe Seite ...

Ute Korzeniewsky gibt in diesem Buch 99 kurze Texte wieter; manchesmal handelt es sich um ein kurzes Zitat, immer überdurchschnittlich groß gedruckt, so dass ein oder zwei Sätze locker eine halbe Seite ausfüllen. Häufig handelt es sich auch um kurze Texte, in denen ein Aspekt oder Sicht gestreift wird, verschiedene Schulen und Akademien erwähnt werden; so setzt man sich ganz kurz beispielsweise mit Platon, Seneca, Marc Aurel, Sokrates auseinander. Immer wieder stellt die Autorin auch Verbindungen zu späteren und der heutigen Zeit her, was mir manchesmal schon recht krampfhaft vorkam. Überrascht haben mich etliche Zitate, beispielsweise von Epiktet, der im Text 21 zitiert wird mit „Ich kann nur annehmen, dass Du all das in Kauf nimmst für die Show“. Einige der 99 hier angeführten Dinge haben mich überhaupt nicht angesprochen, unter anderem, dass Spock ein perfekter und gewollter Stoiker sei. Ich hatte in diesem Buch etwas ganz anderes erwartet, zuweilen etwas mehr Ausführlichkeit und Tiefgang; das Buch hat mich leider insgesamt nicht wirklich in seinen Bann ziehen können.

Veröffentlicht am 16.02.2025

nett, stellt aber überwiegend Wildbienen aus UK vor

Unsere Wildbienen
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Sarah Wyndham Lewis führt in Grundlagenwissen zu Bienen und ihrem Leben ein, bespricht Unterschiede zwischen Bienen, Wespen, Fliegen und Hornissen. Sie stellt eine persönliche Auswahl von 25 Wildbienen ...

Sarah Wyndham Lewis führt in Grundlagenwissen zu Bienen und ihrem Leben ein, bespricht Unterschiede zwischen Bienen, Wespen, Fliegen und Hornissen. Sie stellt eine persönliche Auswahl von 25 Wildbienen vor und auch Wildhummeln, Kuckucksbienen, Schwebfliegen, wobei sie angibt, dass es weltweit 25.000 verschiedene Bienenarten gibt, erläutert, wie man den eigenen Garten bienenfreundlicher gestalten kann. Hierzu benennt sie verschiedene Pflanzen, die sie auch in Tabellen aufführt, zeigt auf, wie man durch Gestaltung und Materialangebot Nisthilfe geben kann.

Das Buch ist schon sehr interessant geschrieben, die Wildbienen- und andere -portraits sind ausführlich und haben mir gut gefallen. Allerdings kommen diese, genau wie die „Großen 8“ anscheinend überwiegend in der Heimat der Autorin, in Großbritanien vor. Es gibt sehr wohl sehr ausführliche Angaben zum Vorkommen, aber nur zu UK samt Inseln und Kanalinseln, aber ansonsten wird es schon sehr ungenau, wie beispielsweise nördliches Europa, USA oder es wird auch schon mal Griechenland benannt, gerademal in einem Nebensatz. Da hätte ich mir für ein Buch, das in Deutschland herausgegeben wird, gerne einen Anhang oder eine Überarbeitung gewünscht. So sind die Kapitel mit Portraits doch weitaus weniger interessant für mich als sie sein könnten. Sehr gut gefallen haben mir die Ausführungen zur Gartengestaltung, d.h. die Listen mit bienenfreundlichen Pflanzen, die ja vermutlich auch die hier heimischen Wildbienen attraktiv finden.