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Veröffentlicht am 16.09.2025

Nicht das was ich mir erwartet hätte

Der Krieger und die Königin
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Das Buch "Der Krieger und die Königin" sticht durch ein sehr schönes Cover hervor. Darauf abgebildet ist die Langobardenprinzessin Waltrada, die zusammen mit Garibald die Hauptpersonen des Buches stellen ...

Das Buch "Der Krieger und die Königin" sticht durch ein sehr schönes Cover hervor. Darauf abgebildet ist die Langobardenprinzessin Waltrada, die zusammen mit Garibald die Hauptpersonen des Buches stellen sollte. Auch der Klappentext verspricht eine epische Liebesgeschichte, die ganz Deutschland verändert hat.

Leider passte beides so gar nicht zum Buch. Waltrada wird außer im letzten Teil nur ganz selten erwähnt und wir erfahren kaum wie es ihr ergangen ist. Dafür begleiten wir Garibald zu Schlachten und Kämpfen für und gegen alle möglichen Stämme und Völker. Es ist etwas schwierig dabei den Überblick zu behalten, wer zu welchem Volk gehört und warum der jetzt gegen den anderen kämpft. Es sind einfach unglaublich viele historische Fakten in das Buch eingearbeitet worden. Das ist beeindruckende Recherche von den Autoren, aber für den Normalleser alles ziemlich verwirrend und kompliziert.

Auch die Liebesgeschichte lässt auf sich warten und nimmt, wenn überhaupt, nur die letzten 50 Seiten des Buches ein.

Fazit: 4/5 Sternen, weil mir die Geschichte, sobald ich über die vielen komplizierten Namen hinweg gelesen habe, eigentlich ganz gut gefallen hat. Allerding nicht das was ich mir durch das Cover und den Klappentext erwartet hätte. Diese sollten vielleicht abgeändert werden, weil mache Leser ansonsten enttäuscht sein könnten, dass die Geschichte so völlig anders ist.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

sehr philosophisch gehalten

Die Farbe von Glück
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Das Buch "Die Farbe von Glück" von Clara Maria Bagus hat ein wunderschönes anziehendes Cover. Auch der Klappentext klingt ansprechend und verspricht ein spannendes Familiendrama über verschwundene Mütter ...

Das Buch "Die Farbe von Glück" von Clara Maria Bagus hat ein wunderschönes anziehendes Cover. Auch der Klappentext klingt ansprechend und verspricht ein spannendes Familiendrama über verschwundene Mütter und vertauschte Babys.

Zu Beginn des Buches taucht man direkt in die Geschichte ein. Der kleine Antoine wird von seiner Mutter einfach zurückgelassen. Seine Nachbarin Charlotte nimmt ihn auf und kümmert sich von da an liebevoll um ihn. Die Sprache ist gefühlvoll und man leidet mit dem kleinen Jungen mit.

Zwei Jahre später arbeitet Charlotte als Krankenschwester in einer Geburtsklinik, als sie auf einen verzweifelten Vater trifft, der sein schwaches kränkliches Töchterchen durch ein gesundes Kind eintauscht. Nach mehreren toten Kindern will er seine Frau vor noch mehr Leid schützen. Charlotte ist dagegen. Doch der Mann, der als Richter arbeitet, droht ihr ihr Pflegekind Antoine wegnehmen zu lassen.

Dieses Geheimnis belastet die beiden jahrelang. Charlotte zieht mit Antoine in ein fernes asiatisches Land und Jules wird von Jahr zu Jahr mehr von Schuldgefühlen geplagt. Was ist wohl aus seinem leiblichen Töchterchen geworden?

Anfangs fand ich die bildliche und sehr philosophische Sprache wunderschön. Schon bald wurde es aber anstrengend. Die Protagonisten führen nie normale Gespräche. Alles ist eine Aneinanderreihung von Lebensweisheiten und klugen Kalendersprüchen. Das fand ich sehr unrealistisch. Niemand spricht andauernd so.

Auch die Entwicklung der Geschichte zum Ende hin war für mich fragwürdig. Die komischen Verbindungen zwischen den Protagonisten, die sich durch viele Zufälle alle wiederfinden. Niemand ist böse. Alles sind glücklich und verzeihen sofort. Friede, Freude, Eierkuchen.

Naja, ein Wohlfühlroman, aber leider wenig realistisch.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Eine weltbekannte Geschichte erzählt aus einer neuen Perspektive

James
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"James" erzählt die Geschichte von Huckleberry Finn aus der Perspektive des schwarzen Sklaven Jim.

Jim lebt mit Frau und Tochter als Sklaven in Amerika. Dort führen sie eine Art Doppelleben. Vor den Weisen, ...

"James" erzählt die Geschichte von Huckleberry Finn aus der Perspektive des schwarzen Sklaven Jim.

Jim lebt mit Frau und Tochter als Sklaven in Amerika. Dort führen sie eine Art Doppelleben. Vor den Weisen, spielen sie die Dummen. Ganz so wie es von ihnen erwartet wird. Wenn sie alleine sind, sprechen sie untereinander eine gehobenen Standardsprache. Jim kann nicht nur lesen und schreiben, er ist sozusagen hochgebildet und belesen. Seine Bildung ist sogar besser, als die mancher Weiser. Das darf jedoch niemand wissen. Es wäre gefährlich, wenn die Weisen sich ihm gegenüber unterlegen fühlen können.

Eines Tages erfährt Jim, dass er verkauft werden soll. Um der Trennung von seiner Familien zu entgehen, flieht er. Zunächst nur auf eine nahegelegene Insel. Dort trifft er auf den weisen Jungen Huck, der seinen Tod vorgetäuscht hat, um seinem gewalttätigen Vater zu entgehen. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise, den Mississippi entlang in Richtung Süden. Ein entflohener Sklave und ein todgeglaubter Junge. Der Roman erzählt dabei von den Erlebnissen aus der Sicht von Jim, sowie von seiner Entwicklung vom Sklaven Jim zum freien Schwarzen James.

Persönlich habe ich das Original über Huckleberry Finn nicht gelesen. Vielleicht wäre mir dann einiges klarer. So kann ich sagen, dass der Roman mir zwar gut gefallen hat, er konnte mich emotional aber nicht so richtig abholen. Ich habe nicht mit den Personen mit gefiebert. Für mich war es eine interessante Lektüre, aber auch nicht mehr.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Kurzes Rätsel mit unetwarteten Wendungen

Rosenfeuernacht
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Memoriam Mystories - Rosenfeuernacht ist der Auftakt zu einet Mysteryreihe.

Der 13-jährige Marin wird nach dem Tod seiner Eltern von seinem Großvater Beno aufgenommen. Beno wohnt in einer kleinen Siedlung ...

Memoriam Mystories - Rosenfeuernacht ist der Auftakt zu einet Mysteryreihe.

Der 13-jährige Marin wird nach dem Tod seiner Eltern von seinem Großvater Beno aufgenommen. Beno wohnt in einer kleinen Siedlung mitten im Wald. Die Bewohner sind gerade damit beschäftigt die jähriche Rosenfeuernacht vorzubereiten. Bald schon passieren geheimnisvolle Dinge und Marin findet sich in einer Welt voller Geheimnisse wieder.

Was hat es mit der Rosenfeuernacht auf sich? Wer ist das rothaarige Mädchen, vor dem er gleich gewarnt wird? Hat Ria etwas mit der Rosenfeuernacht und den Ereignissen in der Siedlung zu tun?

Die kurze Geschichte ist voller unerwarteter Wendungen. Dadurch bleibt sie spannend und unvorhersehbar.

Von mir gibts trotzdem nur 3 Sterne, weil ich gerne mehr Fantastisches und auch mehr Historisches in der Geschichte gefunden hätte. Dafür hätte das Buch auch gerne etwas dicker ausfallen dürfen. So hinterlässt es bei mir persönlich leider keinen bleibenden Eindruck. Ich werde mich aber gerne noch an die Kinderbücher des Autors heranwagen.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Wenn die Welt immer dunkler wird...

Die Nacht der Schildkröten
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Das Buch "Die Nacht der Schildkröten" erzählt die Geschichte von Livia. Wir begleiten Livia durch ihre Jugend und erleben hautnah mit, wie es ihr mit ihrer schwindenden Sehkraft ergeht.

Wir lernen Livia ...

Das Buch "Die Nacht der Schildkröten" erzählt die Geschichte von Livia. Wir begleiten Livia durch ihre Jugend und erleben hautnah mit, wie es ihr mit ihrer schwindenden Sehkraft ergeht.

Wir lernen Livia als 11-jähriges Lauftalent kennen. Sie trägt zwar schon Brille, aber sie ist die schnellste von allen. Livia sieht mit der Zeit immer schlechter. Sie versucht trotzdem ein normales Teenagerleben zu führen. Sie schämt sich für ihre Krankheit und tut alles dafür sie vor anderen zu verstecken. Livia will einfach normal sein, so wie alle anderen. Je weiter ihre Krankheit fortschreitet, desto schwieriger wird es für sie, dieses Bild aufrechtzuerhalten und Livia muss lernen mit immer weniger Sehkraft umzugehen.

Die Geschichte um Livia ist sehr einfühlsam erzählt. Altersbedingt hört sie nicht gern auf andere und versucht immer ihren Kopf durchzusetzten. Das hat mich persönlich etwas gestört. Für mich wäre es vernünftig auf die Ärzte zu hören und meine Augen zu schützen, damit das Augenlicht so lange wie möglich erhalten bleibt. Livia sieht die Dinge ein wenig anders. Allerdings ist das wahrscheinlich eine realistische Beschreibung eines Teenagers. Alles in Allem ein nettes Buch für Zwischendurch, aber für mich leider kein Highlight.

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