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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2025

Übersichtlich, motivierend und informativ

Verjüngung – Der Ernährungsplan
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Wer möchte nicht ein langes und gesundes Leben? Nina Ruge beschäftigt sich schon länger mit diesem Thema und hat nun ein neues Buch dazu geschrieben. Neben dem theoretischen Teil hat Stephan Hentschel ...

Wer möchte nicht ein langes und gesundes Leben? Nina Ruge beschäftigt sich schon länger mit diesem Thema und hat nun ein neues Buch dazu geschrieben. Neben dem theoretischen Teil hat Stephan Hentschel einige gesunde Rezepte beigetragen. Der Ratgeber ist sehr übersichtlich aufgebaut und gleich im Klappentext werden sowohl vorne als auch am Ende die wichtigsten Infos kurz und knackig zusammengefasst. Nina Ruge wirft nicht nur einen genauen Blick auf unsere Ernährung, sondern auch auf die Themen Selbstmotivation, Bewegung, Stresskiller und Schlafverhalten. Ihre Erklärungen sind kurz gehalten, aber voll mit wertvollen Informationen. Ich empfinde ihren Schreibstil als motivierend und inspirierend. Besonders gefällt mir die übersichtliche und ansprechende Gestaltung. Die Rezepte sind in Ordnung, wenn vielleicht auch nicht allzu kreativ. Dennoch freue ich mich schon, einige von ihnen auszuprobieren

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Bewegende Familiengeschichte

Die Verlorene
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Der Roman spielt abwechselnd im Jahr 2019 und zwischen 1941 und 1947. In der heutigen Zeit begleiten wir Laura und ihre Mutter Elena aus Frankfurt. Änne, Lauras Großmutter, liegt nach einem schweren Sturz ...

Der Roman spielt abwechselnd im Jahr 2019 und zwischen 1941 und 1947. In der heutigen Zeit begleiten wir Laura und ihre Mutter Elena aus Frankfurt. Änne, Lauras Großmutter, liegt nach einem schweren Sturz im Krankenhaus. Als Laura in ihrer Wohnung Bilder, Briefe und Unterlagen aus der Vergangenheit ihrer Großmutter findet, stellen sich ihr einige Fragen. Aber sie kann sie Änne nicht mehr stellen und so begibt sie sich selbst auf eine Reise, um Antworten zu erhalten. Sie fährt spontan nach Polen, dem ehemaligen Schlesien, um Nachforschungen zu Ännes Herkunftsfamilie anzustellen. Parallel erfahren wir die Geschichte des Pappelhofes in Schlesien. Miriam Georg hat einen sehr schönen und flüssigen Schreibstil. Ihre Geschichte ist spannend, historisch interessant, sehr emotional, dramatisch und die Figuren sind lebendig gezeichnet. Der ständige Wechsel von der Gegenwart zur Vergangenheit hat mir gut gefallen. Das Setting ist ebenfalls besonders. Insgesamt ein sehr bewegendes Buch, das sich mit einem traurigen Kapitel der deutschen Geschichte beschäftigt. Allein der Schluss war mir zu viel Drama und es gab zu viele Verwicklungen. Dennoch auf jeden Fall eine Leseempfehlung von meiner Seite.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Leidenschaft und Drama

The Favourites
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Katarina Shaw stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Ihr Leben ist nicht leicht, aber sie hat ein Ziel: sie will genau so werden wie ihr großes Vorbild Sheila Lin. Katarina ist ehrgeizig und findet in Heath ...

Katarina Shaw stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Ihr Leben ist nicht leicht, aber sie hat ein Ziel: sie will genau so werden wie ihr großes Vorbild Sheila Lin. Katarina ist ehrgeizig und findet in Heath Rocha einen Partner für den Eistanz. Auch Heath stammt aus prekären Verhältnissen und er würde alles für Katarina tun. Wir begleiten als Leser die Anfänge der beiden im Eistanz, ihre Erfolge und Misserfolge und neben ihrer beruflichen Karriere auch ihre Entwicklung als Liebespaar. Das Buch liest sich flüssig und man fliegt förmlich durch die Seiten. Zum einen erzählt Katarina aus ihrer Sicht und zum andern dürfen Kollegen, Weggefährten und Journalisten in einem Dokumentationsstil zu Wort kommen. Diese Mischung hat mir richtig gut gefallen. Man bekommt einen guten Einblick in den Sport, der so leicht und ästhetisch wirkt, aber aus hartem Training, Verletzungen, Schmerzen, Entbehrungen und vor allem auch aus Intrigen besteht. Ich habe bei jedem Wettkampf mitgefiebert und den beiden jeden Erfolg gegönnt. Privat sind sie ein schwieriges Paar und ihre Beziehung bleibt von den äußeren Einflüssen leider nicht verschont. Das Buch ist spannend, interessant und mitreißend, allerdings kam ich mir vor wie eine Zuschauerin auf der Tribüne. Ich hatte nie das Gefühl den beiden emotional nah zu sein, denn an dieser Stelle blieb stets eine Distanz. Insgesamt aber ein wirklich lesenswertes Buch, wenn man diesen Sport mag und auf Leidenschaft und Drama steht.

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Veröffentlicht am 17.09.2023

Die Frage nach der Schuld

Helle Tage, dunkle Schuld
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Wir befinden uns im Jahre 1948 im Ruhrgebiet und begleiten Carl Bruns, einen Kriminalbeamten in der Abteilung Kapitalverbrechen im Essener Polizeipräsidium. Er ermittelt im Mordfall einer von allen gehassten ...

Wir befinden uns im Jahre 1948 im Ruhrgebiet und begleiten Carl Bruns, einen Kriminalbeamten in der Abteilung Kapitalverbrechen im Essener Polizeipräsidium. Er ermittelt im Mordfall einer von allen gehassten Frau, deren Sohn während der Nazizeit an einem schrecklichen Verbrechen beteiligt war. Während seiner Recherchen trifft er auf Anna, mit der er als junger Erwachsener eine Beziehung hatte. Anna arbeitet als OP-Krankenschwester und haust mit ihren beiden Schwester und ihrem Neffen in einem Kellerloch.
Eva Völler schreibt wie gewohnt flüssig und spannend. Sie nimmt einen wahren Fall als Grundlage für ihre Geschichte. Es ist ein historischer Kriminalroman, der sich neben dem Fall überzeugend mit den damals herrschenden Wohnverhältnissen und der Mangelernährung beschäftigt. Ich finde, dass es ihr sehr gut gelungen ist, die damalige Lebenssituation dem Leser nahezubringen. Interessant ist aber auch der Aspekt der Schuld und der eigenen Verantwortung. Alle haben nach dem Krieg in der ein oder anderen Form damit zu kämpfen. Der Krieg hat nicht nur die offen zu sehenden Trümmer hinterlassen, sondern auch Spuren in der Psyche der Menschen. Die Autorin arbeitet glaubhaft heraus, wie die Menschen unterschiedlich mit diesem Schuldgefühl umgingen. Die Verbrechen an Andersdenkenden, Zwangsarbeitern und Juden machen einen sprachlos und hinterlassen ein beklemmendes Gefühl. Mir hat das Buch gut gefallen, mein einziger Kritikpunkt ist die Auflösung des Falles, da er für mich ziemlich vorhersehbar war. Dennoch kann ich das Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 03.09.2023

Ein intensives Buch, das unter die Haut geht

Und hinter mir das Nichts
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Sara ist um die 30 Jahre alt, Psychotherapeutin und mit Steffen liiert. Sie ist gerade im Begriff ihre Wohnung in der Stadt aufzugeben und zu ihm aufs Land zu ziehen. Sie erfährt durch die Polizei, dass ...

Sara ist um die 30 Jahre alt, Psychotherapeutin und mit Steffen liiert. Sie ist gerade im Begriff ihre Wohnung in der Stadt aufzugeben und zu ihm aufs Land zu ziehen. Sie erfährt durch die Polizei, dass sich Herr Mangold, einer ihrer Klienten das Leben genommen hat. Ab diesem Moment geschieht etwas mit und in Sara. Sie möchte herausfinden, was zu diesem Suizid führte und ob sie Schuld daran trägt. Die Suche nach der Ursache und dem Auslöser wird immer mehr zu einer Obsession.
Durch den Suizid bricht etwas in Sara auf, Erinnerungen an ihre Kindheitserlebnisse drängen nach oben. Und dann tritt Nikto in ihr Leben. Eine junge Frau, die ihr vertraut zu sein scheint, bei der sie offen und ehrlich sein kann, sich zu ihr hingezogen fühlt und zugleich macht sie Sara Angst.
Berthe Obermanns hat hier einen eindrucksvollen Roman geschrieben, der unangenehme Themen zur Sprache bringt, wie Suizid, Tod, psychische Zerrüttung bis zur Psychose. Die Autorin schafft es, dass man ganz nah dran an der Protagonistin ist, mit ihr mitfühlt und ihre innere Zerrissenheit spürt. Teilweise fühlt sich das sehr beklemmend an und lässt einen doch immer weiterlesen. Das Buch entwickelt einen starken Sog. Es werden große Fragen aufgeworfen. Die Suche nach sich selbst, die Suche nach dem Sinn des Lebens, die Suche nach dem richtigen Lebensweg. Man fragt sich als Leser öfter, ist das real oder ist es ein Wahngeschehen? Die Autorin arbeitet gekonnt mit symbolischen Szenen und lässt dabei viel Deutungsraum zu. Gerade das macht das Buch wertvoll. Nichts ist eindeutig und genau so ergeht es auch Sara, denn sie erhascht immer nur Ausschnitte aus ihrem Leben in der Kindheit, sie schafft es nicht komplett hinzusehen und sich der Vergangenheit zu stellen.
Das Buch ist sicher keine leichte Kost, wer sich allerdings mit Psychodynamik und eher unbequemen psychologischen Themen auseinandersetzen möchte, dem kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. Mich hat die Autorin mit ihrem Werk auf jeden Fall stark beeindruckt.

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