Zwischen Himmel, Herzklopfen und Pommes – ein Gefühl in Buchform
Himmel ohne EndeManchmal braucht es kein Happy End, sondern einfach nur jemanden, der versteht, wie sich ein kaputtes Herz anfühlt. „Himmel ohne Ende“ ist so ein Buch, das dich mitten in der Seele trifft – aber auf die ...
Manchmal braucht es kein Happy End, sondern einfach nur jemanden, der versteht, wie sich ein kaputtes Herz anfühlt. „Himmel ohne Ende“ ist so ein Buch, das dich mitten in der Seele trifft – aber auf die charmant-chaotische, sehr Julia-Engelmann-Art. Charlie, 15, steckt zwischen Liebeskummer, Patchwork-Familienchaos und der großen Frage, ob das Leben eigentlich irgendwann mal einfach wird. Spoiler: wird es nicht. Aber das ist auch gar nicht schlimm, wenn plötzlich jemand wie Pommes auftaucht – ein Typ, der aus Glasscheiben Fenster macht, die man runterkurbeln kann. Und ja, das klingt völlig verrückt, aber es ist einfach schön.
Was Julia Engelmann hier schreibt, ist keine reine Teenie-Romanze, sondern ein poetischer Realitätscheck mit Herzklopfen. Ihre Sprache? Lyrisch, direkt, manchmal so zart, dass man denkt, die Sätze könnten zerbrechen – und im nächsten Moment haut sie dir einen Gedankenschlag in den Magen, dass du kurz durchatmest wie nach einem Sprint. Ich hab mich an meine eigene Jugend erinnert gefühlt: die Unsicherheiten, das Durcheinander im Kopf, dieses Gefühl, alles zu viel und gleichzeitig zu wenig zu finden.
Und zwischen all den Coming-of-Age-Klassikern da draußen ist „Himmel ohne Ende“ so erfrischend anders, weil Engelmann es schafft, die Magie des Alltags einzufangen, ohne dass es nach Poesiealbum klingt. Kein Kitsch, keine künstliche Tiefe – einfach echt. Ein Buch, das einen daran erinnert, dass man sich manchmal einfach wieder trauen muss, die Hand aus dem Fenster zu halten – mitten im Fahrtwind, mit Musik im Ohr und einem wilden Kopfkino im Herzen.
Ganz ehrlich: Das hier war kein Buch. Das war ein Gefühl.