Ausufernde Geheimniskrämerei
Tatort Hafen - Die letzte Fähre nach DocklandTragische Schicksale wohin man auch schaut.
Neben den zahlreichen, realitätsgetreuen Eindrücken und Einblicken in die Arbeitswelt des Hafens, des Kiezes und der Wasserschutzpolizei geben uns die beiden ...
Tragische Schicksale wohin man auch schaut.
Neben den zahlreichen, realitätsgetreuen Eindrücken und Einblicken in die Arbeitswelt des Hafens, des Kiezes und der Wasserschutzpolizei geben uns die beiden Autoren viel zum (Mit)Denken und Miträtseln. Für mich ist es eine unwiderstehlich interessante Mixtur.
Die unterschiedlichen Charaktere sind nicht nur Schwarz und Weiß gezeichnet, sondern bewegen sich auch in Grauzonen, was für mich einen ganz besonderen Reiz ausmacht.
Es ist alles lebens- und gefühlsecht.
Das eingestreute Hamburger Platt und der trockene Humor unterstreichen das Lokalkolorit sehr gekonnt.
Der flüssige, leb- und bildhafte, liebevoll detaillierte, empathische, mitreißende sowie fesselnde Schreibstil in der Vergangenheitsform zog mich von Anfang an in den Bann und mitten in das außergewöhnliche, geheimnisvolle, lehr- und wendungsreiche Geschehen voller hochdramatischer Ereignisse.
Bei diesem True-Crime-Leseerlebnis enden die einzelnen Kapitel mit Cliffhangern.
Dadurch entsteht ein dermaßen starker Lesesog, der es mir sehr schwer machte, das Buch aus den Händen zu legen.
Die Atmosphäre ist nicht nur stetig steigend spannend – auch im zwischenmenschlichen Bereich, sondern ebenfalls bedrückend und gipfelt in ein atemberaubendes, emotionales Finale.
Auch wenn ich die Vorgeschichte in Form der ersten beiden Bände bisher nicht kenne, fehlten mir keine Informationen zum Verständnis der Zusammenhänge, da alles Wissenswerte Erwähnung findet. Ich bin nun aber so neugierig auf diese geworden, dass ich sie schnellstmöglich lesen möchte.
Wat mutt, dat mutt.