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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2017

Gut, aber schwacher Mittelteil

Projekt Orphan
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„Projekt Orphan“ von Gregg Hurwitz handelt von Evan Smoak, dem Nowhere Man, der denen hilft, die sich mit ihm in Verbindung setzen, wenn sie sich selbst nicht mehr helfen können. Bei seinem letzten Auftrag ...

„Projekt Orphan“ von Gregg Hurwitz handelt von Evan Smoak, dem Nowhere Man, der denen hilft, die sich mit ihm in Verbindung setzen, wenn sie sich selbst nicht mehr helfen können. Bei seinem letzten Auftrag wird er jedoch selbst entführt und gerät in die Fänge eines gierigen Mannes. Es beginnt ein Kampf ums Überleben..

Nach Orphan X hatte ich große Erwartungen an diese Fortsetzung. Der Schreibstil liest sich gewohnt schnell und ist dabei nicht zu anspruchsvoll, aber auch nicht langweilig. Anfangs war ich direkt gefesselt, da man Evan, der mir sehr sympathisch ist, da er seine Menschlichkeit trotz der Vorgeschichte behalten hat, bei seinem nächsten Auftrag begleitet. Doch ab der Entführung zog sich für mich die Geschichte. Evan war nur eingesperrt und es ist nicht viel passiert. Wenn etwas passiert ist, dann war es nur einer von vielen Ausbruchversuchen, etc. Erst gegen Ende hat es wieder an Fahrt aufgenommen. Trotzdem gab es zwischendurch auch mal spannende Momente und kleinere wie größere Überraschungen. Mir persönlich gefällt vor allem die Hintergrundstory gut, sie macht das Ganze lebendiger und greifbarer. Nur die Wiederholungen zu Jack und der Vergangen waren mir persönlich zu viel, da es ja schon bei „Orphan X“ enthalten war.

Alles in allem ein toller Protagonist mit interessanter Story, aber einem schwachen Mittelteil.

Veröffentlicht am 03.07.2017

Nach einem holprigen Start doch noch ganz schön

Das Leuchten meiner Welt
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„Das Leuchten meiner Welt“ von Sophia Khan handelt von Irenie, die bereits mit 10 Jahren ihre Mutter verliert. Ihr Vater meint nur, dass Yasmeen nicht mehr da ist und erst als sie 5 Jahre später eine Kiste ...

„Das Leuchten meiner Welt“ von Sophia Khan handelt von Irenie, die bereits mit 10 Jahren ihre Mutter verliert. Ihr Vater meint nur, dass Yasmeen nicht mehr da ist und erst als sie 5 Jahre später eine Kiste mit Briefen findet, kommt sie dem Geheimnis ihrer Mutter näher.


Dieses Buch lag länger auf dem SuB, da ich mal reingespitzt habe, mir der Schreibstil aber nicht sofort zugesagt hat. Das blieb auch leider ein bisschen so, da ich doch Probleme mit dem teils langen Schachtelsätzen über mehrere Zeilen hatte. Doch nach und nach habe ich mich daran gewöhnt und konnte es flüssig lesen. Die Geschichte startet direkt ohne wirkliche Einführung, was ungewohnt aber doch gut war. Erzählt wird alles in der Ich-Perspektive, die zwischen James, dem Vater, und Irenie, der Tochter wechselt. Eingeleitet werden die Kapitel immer mit kurzen Auszügen aus den Briefen zwischen Yasmeen und Ahmed, was es zu etwas ganz Besonderem macht. Jedoch hatte ich lange Probleme mit Irenie warm zu werden und auch James war mir mit seinen Entscheidungen nicht immer sympathisch. Irenie vergöttert ihre Mutter, ohne das ich nachvollziehen kann, warum sie das tut. Sie ist auch anders als andere Kinder und wirkt doch manches Mal ein wenig „komisch“.


Alles in allem ist das Buch und die Geschichte anders als erwartet, jedoch hat es mich nach einem schwierigen Anfang doch noch packen können.

Veröffentlicht am 21.10.2025

Konnte mich nicht so mitreißen, wie erwartet

Mein Name ist Emilia del Valle
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Mein Name ist Emilia del Valle ist mein erstes Buch der Autorin. Mich hat hier ganz besonders das Thema Chile und die Bürgerkriegszeit gereizt, muss aber gestehen, dass es mich letztendlich nicht so mitreißen ...

Mein Name ist Emilia del Valle ist mein erstes Buch der Autorin. Mich hat hier ganz besonders das Thema Chile und die Bürgerkriegszeit gereizt, muss aber gestehen, dass es mich letztendlich nicht so mitreißen konnte, wie ich es gerne gehabt hätte.
Was eventuell schon der Tatsache geschuldet ist, dass ich zu Emilia keine richtige Verbindung aufbauen konnte. Mir hat es imponiert, wie sehr sich sie in dieser Männerwelt durchkämpft, gleichzeitig konnte ich sie nicht so richtig einschätzen, was eventuell auch an dem Schreibstil gelegen hat. Für mich kam der Lesefluss nicht richtig in Gang, teils bin ich durch die Seiten geflogen, an anderer Stelle musste ich mich zwingen wieder zum Buch zu greifen. Gerade am Anfang konnte mich die Geschichte nicht gefangen nehmen. im weiteren Verlauf wurde es für mich greifbarer und auch Emilia lebendiger und doch sprang der Funke nicht vollständig über. Die Geschichte um Emilia spielt zu einer Zeit in der man als Frau am besten hinterm Herd stehen und sich auf keinen Fall in der Welt behaupten sollte. Eine Zeit, die man sich heute nur noch schwer vorstellen kann, die aber noch gar nicht so lange der Vergangenheit angehört. Und zugleich ist das Buch eine Zeitreise in den Bürgerkrieg in Chile, die dortigen Lebensumstände und die Ausbeutung der Minenarbeiter. Hier gab es faszinierende EInblicke, aber auch Stellen, die mich gelangweilt haben. Gerade die Szenen bei den Besuchen der Oberschicht haben mich nicht packen können und ich habe sie teils nur überflogen.
Für mich ein Buch, bei dem ich nicht sicher bin, ob ich es erneut lesen würde. Es gab wirklich interessante und spannende Momente, aber auch einige Längen. Gut, aber nicht überragend in meinen Augen.

Veröffentlicht am 11.10.2025

Leider nicht so gut wie erwartet

Dreizehnfurcht
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Hier hat mich der Klappentext gleich angesprochen und doch konnte mich die Geschichte am Ende nicht so mitreißen, wie ich es gerne gehabt hätte.
Momme ist zwanghaft und hat es dadurch schwer in dieser ...

Hier hat mich der Klappentext gleich angesprochen und doch konnte mich die Geschichte am Ende nicht so mitreißen, wie ich es gerne gehabt hätte.
Momme ist zwanghaft und hat es dadurch schwer in dieser schnelllebigen Welt. Doch dann soll er sich um ein abgelegenes Haus kümmern und stolpert so in ein anderes Berlin.
Die Geschichte wird aus den Sichten verschiedener Charaktere erzählt und man bekommt so umfassende Eindrücke. Dennoch bleibt es eher eine Erzählung, für mich gab es wenige Überraschungen und es fehlten mir grundlegende Spannungsmomente. Die Idee fand ich aber spitze. Ein Berlin, das neben dem echten Berlin existiert, aber ohne jegliche Errungenschaften der heutigen Zeit, von der wir doch so sehr abhängig sind. Zuerst wurde ich mit Momme nicht richtig warm, das hat sich im Verlauf gebessert und doch war er nicht vollständig greifbar für mich. Auch die anderen Charaktere blieben für mich etwas blass, wie allgemein die Beschreibung der Welt. Dennoch hat mir Dreizehneichen als Handlungsort gefallen, ein paar Beschreibungen mehr wären aber super gewesen. Es gab verschiedene Handlungsstränge, die am Ende zusammenlaufen und so auch die einzelnen Charaktere. Und doch hatte ich erwartet mehr von Momme zu erfahren.
Interessant, nur mich konnte es nicht so mitreißen, wie erwartet.

Veröffentlicht am 05.08.2025

Düsteres Kinderbuch

Maggie Blue 1: Das Portal zur Düsterwelt
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Leicht düstere Fantasy für Kinder, die für mich nicht vollends ausgereift ist, aber durchaus fesseln kann.

Maggie Blue ist anderes und darum eine Außenseiterin. Ihre Eltern können bzw. wollen nicht für ...

Leicht düstere Fantasy für Kinder, die für mich nicht vollends ausgereift ist, aber durchaus fesseln kann.

Maggie Blue ist anderes und darum eine Außenseiterin. Ihre Eltern können bzw. wollen nicht für sie sorgen und si lebt sie bei ihrer Tante Esme. Freunde hat sie keine, nur den einäugigen Kater Hoagy. Als sie beobachtet wie ihre Klassenkamerin Ida entführt wird, versucht sie alles in ihrer Macht stehende, um sie wieder nach Hause zu holen.

Für mich war die Geschichte nicht ganz glaubwürdig. Maggie wird so sehr von den anderen Kinder geärgert und ganz besonders von Ida, daher wae es für mich nicht glaubwürdig, dass sie so erpicht darauf ist, sie zu retten. Mir hat sich nicht erschlossen, was es für eine Verbindung sein soll. Vielleicht folgen im zweiten Band noch Erklärungen dazu. So hat es mir gut gefallen, es ist eine düstere und schaurige Welt in die Maggie Blue reist und allgemein mal etwas außergewöhnliches. Alle Zusammenhänge haben sich mir nicht erschlossen, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es sich mit der Buchversion anders verhält und man sich beim Lesen besser einfindet. Gesprochen ist die Hörfassung mitreißend von Julia Nachtmann, die der Geschichte eine besondere Atmosphäre verleiht.



Interessanter Auftakt, der viel Spielraum für eine Fortsetzung lässt.