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Veröffentlicht am 14.10.2025

Mord oder Unfall ?

Der Frauenrichter (Bajetzky & Kuper - Thriller 5)
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Der Autor thematisiert in diesem Thriller das Problem, dass Morde unerkannt und damit ungesühnt bleiben können. Nur durch die Hartnäckigkeit der Ermittlerin Emma wird ein häuslicher Unfall als Mord identifiziert. ...

Der Autor thematisiert in diesem Thriller das Problem, dass Morde unerkannt und damit ungesühnt bleiben können. Nur durch die Hartnäckigkeit der Ermittlerin Emma wird ein häuslicher Unfall als Mord identifiziert. Die Spurensicherung zollt dem Täter Hochachtung , denn es ist ein echter Könner am Werk. Aufgeschreckt durch diesen Fall untersucht Emma weitere Todesfälle, die als Unfall deklariert wurden . Zu ihrem Entsetzen scheint es tatsächlich mehr Opfer zu geben und damit einen Serientäter. Die Getöteten sind stets junge Frauen, die ihr Privatleben für ihren Berufs hintenan gestellt haben. Die Ermittlungen werden zu einer nervlichen Zerreißprobe . Der Täter scheint immer einen Schritt voraus und schreckt auch nicht davor zurück, die Beamten selbst anzugreifen. Übermüdet, entmutigt und dennoch wild entschlossen den Täter zu fassen, bevor er erneut mordet, gehen die beiden Ermittler Emma und ihr Kollege Alex ein unkalkulierbares Risiko ein.

Dieser Thriller aus der Feder des Autors ist anders , als ich es bisher gewöhnt war. Waren sonst die brutale und erniedrigende Weise der Tat die wesentlichen Bestandteile, liegt hier die Spannung für mich darin, dass der Mörder jeder sein könnte. Dann beginnt ein nervenaufreibendes Katz und Mausspiel zwischen Täter und Polizei. Wenn es nicht Menschenleben kosten würde, wäre ich fast versucht, den Täter für seine Genialität zu feiern. Doch durch seine Gnadenlosigkeit ohne Rücksicht darauf, wen es trifft, ist er für mich noch beängstigender als andere. Gut dargestellt wurde die Erschöpfung und die damit verbundene Mutlosigkeit und die Bereitschaft physische Grenzen zu überschreiten. Die Lösung des Falles hat mich nur teilweise überzeugt, obwohl auch hier ein wichtiges, gesellschaftliches Problem angesprochen wird . Am Ende überwiegt meine Erleichterung, dass der Fall gelöst wurde.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Eine Geschichte von Verlust und Verzeihen

Wilder Honig
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John, Ehemann der 70jährigen Hannah stirbt nach vielen gemeinsamen Ehejahren. Sie versinkt in einem Meer von Trauer. Gleichzeitig setzt dieser Tod Ereignisse in Gang, die drei Frauen ihren Platz im Leben ...

John, Ehemann der 70jährigen Hannah stirbt nach vielen gemeinsamen Ehejahren. Sie versinkt in einem Meer von Trauer. Gleichzeitig setzt dieser Tod Ereignisse in Gang, die drei Frauen ihren Platz im Leben finden lässt. Sadie, Hannahs jüngere Schwester , kommt auf den elterlichen Hof, um ihrer Schwester beizustehen. Sadie hat sich nach langer Ehe aus dieser unglücklichen Beziehung befreit und hofft auf ein spätes Glück. Die große Überraschung ist Megan, Johns uneheliche Tochter, von der niemand wusste. Sie ist der Katalysator, der die Frauen dazu bringt, über ihr bisheriges Leben nachzudenken. Hannah muss sich fragen, ob sie ihren Mann überhaupt gekannt und er sie geliebt hat. Sadie bereut, dass sie nie zu ihren eigenen Bedürfnissen gestanden ist. Megan fühlt sich nirgends zugehörig. Das verbindende Element ist der große Obstgarten , der der Pflege bedarf. So wie die Natur im Winter stirbt und im Frühjahr zu neuem Leben erwacht, machen die Frauen ähnliche Phasen durch.

Man muss sich auf diese Geschichte einlassen, die auf eine ruhige und betrachtende Weise erzählt wird. Es geht um die Gefühle der Frauen und die Beziehungen zueinander .. Vieles wird nicht wörtlich ausgesprochen, sondern zeigt sich bildhaft in der Beschreibung des Obstgartens und wie er sich im Laufe des Jahres ändert und welche Bedürfnisse er hat . Ich habe beim Lesen festgestellt, dass ich mich in die Bilder versenkt habe und zur Ruhe kam, aber auch ins Nachdenken. Es ist der jahreszeitliche Wechsel vom Vergehen hin zum Werden, der fesselt und berührt..

Was ich nicht gebraucht hätte, sind Johns Briefe, die er Hannah hinterlässt . Er äußert sich ausführlich über das Leben der Bienen und erklärt damit sein Verhalten und beteuert seine Liebe zu Hannah. Das hat für mich die eigentliche Handlung unterbrochen.

Insgesamt hat mich das Buch berührt und ich fand , Inhalt und Sprache haben sich perfekt ergänzt.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Liebe und Verrat in dunkler Zeit

Sturmtage
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Die Autorin erzählt die Geschichte der jungen Johanna von Fehrsburg , die behütet auf dem Gut ihres Vaters aufwächst. Die Handlung beginnt 1932, eine Zeit, in der die Weimarer Republik in Agonie liegt ...

Die Autorin erzählt die Geschichte der jungen Johanna von Fehrsburg , die behütet auf dem Gut ihres Vaters aufwächst. Die Handlung beginnt 1932, eine Zeit, in der die Weimarer Republik in Agonie liegt und der Nationalsozialismus unerbittlich sein Haupt erhebt. Johannas Bruder Karl-Georg sitzt für die SPD im Reichstag. Johanna erhält die Erlaubnis, ihren Bruder in Berlin zu besuchen und wird Teil seines Freundeskreises, alle entschiedene Gegner der Nazis. Dort lernt sie den Norweger Sven kennen und verliebt sich in ihn. Als die Nazis die Macht ergreifen, fliehen die Geschwister nach Norwegen. Hier lernt Johanna die Höhen und Tiefen der Liebe kennen.

Mir hat sehr gut gefallen, wie die Autorin den Alltag Johannas mit den historischen Ereignissen verknüpft. Der Glaube, dass es schon nicht so schlimm kommt, bis hinzu ihrer Flucht bei Nacht und Nebel , um das nackte Leben zu retten, erhalten so mehr Lebendigkeit. Mich hat der Enthusiasmus der jungen Leute und ihre Bereitschaft, für die Freiheit zu kämpfen, sehr berührt. Gleichzeitig war der Kontrast zur Brutalität des Hitlerregimes um so eindrücklicher. Besonders eindringlich sticht das für mich in der Beschreibung des letzten Reichstagssitzung mit allen Parteien ins Auge.

Normalerweise enden Romane aus dieser Zeit mit der Flucht. Hier wurde zu meiner Freunde das Leben in der Fremde geschildert. Auch dort steht der Kampf gegen die Diktatur im Mittelpunkt. Die Geschichte wird dann persönlich, als Johanna sich verliebt und dafür alles aufgibt, was ihr bisher etwas bedeutet hat. Dieses Verhalten habe ich nur bedingt verstanden, denn Johannas große Liebe war mir unsympathisch. Wie bereits in Berlin gibt es auch im Exil Menschen, die die bereit sind, andere zu verraten und mit dem Tode zu bedrohen. Das Ende des Buches ist versöhnlich und lässt mich neugierig auf die Fortsetzung warten.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Ein Buch voller Liebe, Emotionen und Schrecken

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
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Die Autorin erzählt die Geschichte der beiden Kriegswaisen Margret und Hardy und beispielhaft an ihnen das Grauen und den Schrecken der in den Heimen - egal unter welcher Führung - geherrscht hat.

Die ...

Die Autorin erzählt die Geschichte der beiden Kriegswaisen Margret und Hardy und beispielhaft an ihnen das Grauen und den Schrecken der in den Heimen - egal unter welcher Führung - geherrscht hat.

Die ältere Margret kümmert sich um den jüngeren Hardy, der Vertrauen zu ihr fasst. Als Angehörige von Margret gefunden werden, trennen sich ihre Wege für einige Jahre, Jahre , die für beide weiteres Leid bringen. Als Margret Hardy durch Zufall wieder findet, wollen sie zusammen bleiben und versuchen eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Doch immer wieder machen ihnen die erlebten Traumata das Leben schwer. Die beiden heiraten und finden in meinen Augen das Glück im anderen. Doch der erlebte Schrecken hat auch Auswirkungen auf das weitere Familienleben.

Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so voller Schrecken war und mich fassungslos und zugleich wütend gemacht hat. Die Grausamkeiten, die geschildert werden, waren in ihrer Fülle und Ausmaß fast nicht auszuhalten. Besonders da mir bewusst war, dass es keine Fiktion ist, sondern es sich so in unserem Land zugetragen hat. Misshandlungen, Demütigungen, sexueller Missbrauch, unerlaubte Medikamentenversuche, die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Und niemand hat es interessiert, was man den Kindern angetan hat. Die Aufarbeitung begann erst viel später. Die Betroffenen haben geschwiegen , gelitten und das Leid an ihre Kinder weiter gegeben.

Ich war regelrecht erleichtert, dass das Buch mit einem positiven Ereignis endet. All zu oft herrschte zwischendurch Taschentuchalarm. Ich finde es gut, dass die Autorin den Opfern eine Stimme gibt und ihr Leid sichtbar macht. Was mich etwas gestört hat, war die Fülle der aufgezeigten Grausamkeiten. Nicht, dass es sie alle nicht gegeben hätte, aber ich habe bemerkt, dass es mich im Laufe der Geschichte nicht mehr so berührt hat. Trotzdem finde ich, dass es ein lesenswertes und notwendiges Buch ist . Aber bitte Taschentücher bereit legen.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Wahre Liebe erfüllt sich, egal in welcher Zeit

Das Versprechen
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Der Einstieg in die Geschichte ist mir ein wenig schwer gefallen, weil ich die beiden ersten Bände nicht kenne. So tauchen unbekannte Namen auf und es wird auf Ereignisse Bezug genommen, die ich nicht ...

Der Einstieg in die Geschichte ist mir ein wenig schwer gefallen, weil ich die beiden ersten Bände nicht kenne. So tauchen unbekannte Namen auf und es wird auf Ereignisse Bezug genommen, die ich nicht kannte. Mein Verständnis wird besser, als sich die Ereignisse auf Celeste und Dar konzentrieren.

Celeste lebt in der Gegenwart. Sie ist einsam und traurig, weil sie ihre gesamte Familie und ihre beste Freundin Maggie verloren hat. Dar ist ein Schotte aus dem Jahr 1430 , der mit Hilfe eines Familienerbstückes in die Gegenwart gereist ist. Er findet in Celeste seine Seelengefährtin Ich fand es bewundernswert, wie Dar sich in der für ihn fremden Umgebung zurecht findet. Celeste und Dar bilden eine Einheit, die für die Ewigkeit gelten soll. Da Dar aber noch eine Aufgabe in der Vergangenheit erfüllen muss, reisen beide zusammen ins Jahr 1431. Obwohl Celeste mit offenen Armen von Dars Familie empfangen wird , will sie unbedingt zurück in ihre Zeit. Dar bleibt zurück.

Ich mag Zeitreisegeschichten sehr und schätze eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte. Der Roman verbindet beides perfekt. Dar ist das Ideal eines Kriegers und ein liebeswerter Mann. Ich verstand sofort, warum Celeste sich in ihn verliebte und ihm in die Vergangenheit gefolgt ist. Die Ereignisse in Schottland fand ich fesselnd, habe aber Celestes Wunsch , in die Gegenwart zurückzukehren sehr gut verstanden. Auch ich kann mir ein Leben ohne die Annehmlichkeiten der Zivilisation auf Dauer nicht vorstellen. Celeste kehrt allein zurück und muss lernen mit Dars Verlust, zu leben. Dann folgt ein Abschnitt mit Taschentuchalarm. Es war einfach ergreifend und unglaublich romantisch. Umso glücklicher war ich, dass es ein Happyend gibt. Der Roman ist definitiv was für das Herz und sehr gefühlvoll. Ich freue mich auf den 4. Band der Reihe.

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