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MiriSu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2025

Gutes Buch. Eher Psychothriller. Interessante Idee.

Die Burg
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Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt: Alissa, die Game Masterin des Escape Rooms, und Maxim, der selbst Escape Rooms betreibt und unter der Burg mitten im Geschehen ist. Der Schreibstil ist flüssig ...

Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt: Alissa, die Game Masterin des Escape Rooms, und Maxim, der selbst Escape Rooms betreibt und unter der Burg mitten im Geschehen ist. Der Schreibstil ist flüssig und die drückende Stimmung kommt gut rüber.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Man sympathisiert mit einigen und leidet mit ihnen, während man andere verabscheut. Es gibt viele Charaktere, daher wird nicht auf alle einzeln eingegangen.

Nach der Einführung in die Burg, die Charaktere und die KI, wird es immer spannender. Zwischendurch wird es jedoch etwas langweilig, da das Hin und Her in den Räumen und die grausamen Szenarien sich wiederholen. Es braucht diese Rätsel für das Finale, ist aber etwas langatmig.

Meine Theorien haben sich größtenteils am Ende bewahrheitet.

Fazit:

Ein gutes Buch, eher ein Psychothriller. Die KI spielt mit der Psyche durch ekelhafte Szenarien. Zwischendurch etwas langatmig und der Plot war vorhersehbar.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Herz, Hund und Alltag

Ein Buchdackel erzählt! / Ein Buchdackel erzählt noch mehr!
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Die Idee, das Leben einer Buchhändlerin aus der Sicht ihres Dackels zu erzählen, ist sympathisch und hat Charme. Nanni, der Buchdackel, führt mit viel Persönlichkeit durch Episoden aus dem Alltag einer ...


Die Idee, das Leben einer Buchhändlerin aus der Sicht ihres Dackels zu erzählen, ist sympathisch und hat Charme. Nanni, der Buchdackel, führt mit viel Persönlichkeit durch Episoden aus dem Alltag einer inhabergeführten Buchhandlung – mit Kundinnen, Praktikantinnen, Buchmessen, Lesungen und natürlich: Wurst.

Das Buch ist unterhaltsam und voller Alltagsbeobachtungen, die viele wiedererkennen werden. Nanni ist liebevoll, leicht ironisch und zugänglich.

Der Erzählstil ist durchgehend brav, oft vorhersehbar und stark vom sprechenden Maskottchen-Narrativ geprägt – was auf Dauer etwas eintönig wird. Viele Geschichten plätschern dahin, ohne echten Spannungsbogen, manche Passagen wirken eher wie Tagebuchnotizen als wie erzählerisch verdichtete Episoden, die Pointen oft harmlos.

Fazit:

Ein nettes Herzensprojekt – aber auch mit Grenzen im erzählerischen Anspruch. Von mir 3,5 von 5 Sterne

Veröffentlicht am 18.10.2025

Zwischen Hölle, Hoffnung und Selbstfindung

Das Erbe der Lilith
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„Das Erbe der Lilith – Die erste Dimension“ verwebt mythologische Motive mit Urban Fantasy und einer Coming-of-Age-Geschichte, bei der Gut und Böse aufeinandertreffen. Der Prolog ist eindrucksvoll: Lilith ...


„Das Erbe der Lilith – Die erste Dimension“ verwebt mythologische Motive mit Urban Fantasy und einer Coming-of-Age-Geschichte, bei der Gut und Böse aufeinandertreffen. Der Prolog ist eindrucksvoll: Lilith – Eine Dämonin, schön, mächtig und verletzt – wird von Satan verraten und schwört Rache. Diese düstere, emotionale Einstiegsszene wirkt wie ein Versprechen auf ein komplexes, vielschichtiges Abenteuer.

Dann jedoch springt die Handlung 500 Jahre in die Zukunft – zu Lizzy, einem zunächst ganz normalen Mädchen, deren Welt plötzlich aus den Fugen gerät. Sie wird mit einer Aufgabe konfrontiert, die nicht nur ihre Familie betrifft, sondern weitreichende Folgen hat – für sie selbst und für das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkel.

Die Idee hinter dem Buch ist spannend und hat Potenzial. Der Mythos um Lilith als Symbol weiblicher Unabhängigkeit wird kreativ weitergedacht. Auch die Bedrohungslage und die emotionale Reise der Heldin bieten Stoff für eine intensive Geschichte.

Was mich aber ein wenig aus dem Lesefluss brachte, war die Figur der Lizzy selbst. Für die Rolle, die ihr zugeschrieben wird, wirkt sie manchmal zu naiv und kindlich – fast, als würde das große Schicksal nicht ganz zu ihrer Persönlichkeit passen. Auch einige Wendungen zwischen den Figuren passieren recht plötzlich, ohne dass sie wirklich vorbereitet wirken. Hier hätte die Geschichte durchaus mehr Raum und Tiefe vertragen.

Sprachlich wechselt der Stil. Der Prolog ist atmosphärisch und kraftvoll, danach wird es etwas nüchterner. Die Geschichte liest sich insgesamt flüssig, aber nicht immer packend.

Fazit: Ein interessantes Debüt mit starker Grundidee, aber auch Schwächen in der Figurenzeichnung und der erzählerischen Ausarbeitung. Wer sich auf die Thematik einlässt und kleine Längen in Kauf nimmt, bekommt eine ungewöhnliche Fantasy-Geschichte mit Potenzial zur Entwicklung.

3,5 Sterne – mit Anerkennung für Idee und Ansatz, aber auch mit der Hoffnung, dass die Folgebände noch mehr aus der Geschichte herausholen.