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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2025

Originell, witzig, spannend - und ein Dieb mit Herz

Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt?
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Manchmal macht allein der Titel eines Buches neugierig auf eine Geschichte. Bei meinen Kindern und mir war das gerade bei "Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt" von Rüdiger Bertram so. Den Autor kennen ...

Manchmal macht allein der Titel eines Buches neugierig auf eine Geschichte. Bei meinen Kindern und mir war das gerade bei "Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt" von Rüdiger Bertram so. Den Autor kennen wir schon von einigen witzigen Comics, deshalb war die Vorfreude auf das Buch umso größer.
Die Story war genau nach unserem Geschmack: Robin ist Meisterdieb, steht aber in der Tradition seines berühmten Vorfahren Robin Hood - er stiehlt und gibt die Beute an Bedürftige weiter. Nichts ist für Robin in unklaubar. Doch sein Übermut bringt ihn in eine heikle Lage. So muss er sich bald einer unlösbaren Mission stellen: Robin muss die Welt retten - zusammen mit seiner größten Rivalin.
Die Charaktere sind alle ein wenig schräg und genau das mögen wir an Rüdiger Bertrams Geschichten. Besonders Sam hat uns zum Lachen gebracht - wer das ist, muss man am besten selbst lesen. Denn auch die Handlung ist so originell, dass einiges passiert, das man nicht erwarten würde. Das merkt man auch gleich zu Beginn bei einem Banküberfall, der ganz anders verläuft als normalerweise.
Meine Kinder und ich mussten beim Lesen viel lachen. Gleichzeitig waren wir von der Geschichte gefesselt, denn wir wollten unbedingt erfahren, ob Robin am Ende wirklich die Welt retten kann.
Die Illustrationen und kurzen Comic-Strips stammen von Horst Hellmeier, der schon bei einigen Comics mit Rüdiger Bertram zusammengearbeitet hat. Wir mögen seinen Zeichenstil sehr gerne, denn die Bilder haben uns oft zum Lachen gebracht und sie erzählen die Story sehr gut weiter.
Wer Lust auf eine originelle Geschichte voller Diebe, Agenten und einer spannenden Mission mit Verfolgungsjagden und Spezialeinsätzen hat, dem wird genau wie uns "Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt" mit Sicherheit gefallen. Ich habe das Buch meinen Söhnen (8 und 11 Jahre) vorgelesen. Genau für diese Altersstufe ist es perfekt geeignet.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Autofahrt zum Schlapplachen: Nach diesem Hörbuch wirkt alles halb so wild

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat
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Auf längeren Autofahrten höre ich mit meinen Kindern gerne Hörbücher. Eines zu finden, das uns allen gefällt, ist jedoch gar nicht so einfach. Zuletzt hatten wir aber großes Glück: Wir haben gleich eine ...

Auf längeren Autofahrten höre ich mit meinen Kindern gerne Hörbücher. Eines zu finden, das uns allen gefällt, ist jedoch gar nicht so einfach. Zuletzt hatten wir aber großes Glück: Wir haben gleich eine ganze Buchreihe gefunden, die als Hörbuch großartig funktioniert und uns alle zum Lachen bringt: "Der Tag, an dem…“ von Marc-Uwe Kling.
Deshalb haben wir gerade den fünften Band "Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat" gehört. Ein passenderes Buch zum Autofahren mit Kindern oder der Familie gibt es wirklich nicht, denn im Vergleich zu dem, was Tiffanys Familie erlebt, wirken unsere eigenen Fahrten geradezu harmlos.
Tiffanys Familie kennen wir mittlerweile sehr gut, denn bereits die ersten Episoden aus ihrem Familienleben haben uns schon zum Lachen gebracht. Doch auch wenn man diese nicht kennt, ist der Einstieg problemlos möglich. Wer jedoch alle witzigen Querverweise verstehen möchte, sollte beim ersten Band "Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat" beginnen.
Bei der Autofahrt, die uns hier erwartet, läuft schief, was nur schieflaufen kann - die einzige, die die meiste Zeit gut gelaunt bleibt, ist die achtjährige Tiffany. Bei allen anderen herrscht schlechte Stimmung - vor allem bei ihrem Bruder Max, dem es nach einer langen Nacht mit seinen Kumpeln gar nicht gut geht. Was da bloß passiert sein könnte?
Uns gefällt der Humor von Marc-Uwe Kling hier wieder sehr gut. Wir haben uns über die Autofahrt köstlich amüsiert und mussten oft laut lachen, weil die Situationen so komisch und die Figuren überzogen, aber doch realistisch sind.
Dabei bringt der Autor bei der Lesung genau die richtige Stimmung rüber - mal genervt (Luisa, die große Schwester), ärgerlich (Papa, der einen Kratzer ins Auto gefahren hat), aber auch gut gelaunt (Tiffany, die sich als Einzige auf die Kurztrip freut).
Jüngere Kinder werden einige der Witze vermutlich noch nicht verstehen, da manche Themen für sie noch nicht so gut nachvollziehbar sind. Deshalb sollte die Altersempfehlung, die hier bei etwa 8 Jahren liegt, am besten beachtet werden. Dafür hat man als Elternteil aber auch seinen Spaß beim Zuhören. Und vor allem merkt man - so schlimm hat es einen selbst noch nicht getroffen.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Gigantisch gut - detailreich illustrierte Tiergiganten von gestern und heute

MEGA
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Das Erste, das uns ehrlicherweise an "MEGA. Faszinierende Giganten von gestern und heute" von dem Autor Jules Howard angesprochen hat, war dieses mega Cover vom Illustrator Gavin Scott. Die Tiere sind ...

Das Erste, das uns ehrlicherweise an "MEGA. Faszinierende Giganten von gestern und heute" von dem Autor Jules Howard angesprochen hat, war dieses mega Cover vom Illustrator Gavin Scott. Die Tiere sind so detailreich gezeichnet, dass man von den Augen bis zu den kleinsten Hautfalten oder dem Fellmuster alles ganz genau erkennen kann.
Auch das Thema des Buches hat meine Kinder und mich sofort angesprochen: gigantische Tiere. Wer dabei zunächst an Dinosaurier denkt, liegt falsch, denn die werden nur ganz kurz zu Beginn erwähnt. Es geht vor allem um große Tierarten, die heute noch existieren und ihre bereits ausgestorbenen Verwandten wie Säbelzahnkatzen, Europäische Waldelefanten oder Elefantenvögel.
Die Bilder zu den vielen verschiedenen Tieren haben uns alle sehr gut gefallen. Die Liebe zum Detail erkennt man in jeder Illustration - sei es durch die tollen Landschaftshintergründe, die stechenden Blicke, fliehende Beutetiere oder auch den süßen Nachwuchs.
Auch der Aufbau des Buches hat uns überzeugt. Er ist sehr leicht verständlich und durch das Inhaltsverzeichnis findet man sich gut zurecht. Nach einer kurzen Einleitung werden Tiere aus verschiedenen Klassen (Säugetiere, Vögel, Reptilien, Fische, Mollusken also Weichtiere) vorgestellt.
Zuerst wird dabei das größte ausgestorbene Tier zum Beispiel ein Megacamelus für die Paarhufer betrachtet; danach die größten heutigen Paarhufer wie beispielsweise Giraffen und Flusspferde. Besonders interessant ist es, anschließend zu lesen, welche Bedeutung diese Tiere für ihre Umwelt haben. So sind oft die Ausscheidungen der Megatiere die Grundlage für neues Leben.
Außerdem fanden wir es sehr spannend zu erfahren, warum bestimmte Tiere ausgestorben sind - leider waren oft die Menschen dafür verantwortlich. Deshalb wird immer wieder betont, wie wichtig der Schutz der Lebensräume und Tiere ist. Auch heute droht das Aussterben vieler Tierarten, dabei gibt es viele kleine und große Dinge, die jede und jeder zum Schutz der Tiere tun kann.
Die Sachtexte mit den vielen Informationen lassen sich sehr gut (vor-)lesen und sind bereits für Kinder im Grundschulalter gut verständlich. Man kann dabei problemlos von Tier zu Tier springen oder sich mit jüngeren Kindern auch erstmal nur die Bilder anschauen und kurze Abschnitte lesen. Wir werden das Buch mit Sicherheit noch einige Male zum Schmökern hervorholen und dann immer wieder feststellen, wie spannend doch die Tierwelt der Erde ist.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Krandioses Kwertz-Finale: Die KoboldKroniken enden knorke

KoboldKroniken 6. Kampf um Kwertz
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Oh ja, wir haben auf diesen finalen Band hingefiebert: "KoboldKroniken 6. Kampf um Kwertz" von Daniel Bleckmann und Thomas Hussung. Wer hätte gedacht, dass die witzige Geschichte um den Kobold Rumpel, ...

Oh ja, wir haben auf diesen finalen Band hingefiebert: "KoboldKroniken 6. Kampf um Kwertz" von Daniel Bleckmann und Thomas Hussung. Wer hätte gedacht, dass die witzige Geschichte um den Kobold Rumpel, die wir vor etwa zwei Jahren mit "KoboldKroniken 1. Sie sind unter uns!" für uns entdeckt hatten, so ein episches Finale - so eine krandiose letzte Kwest bringen würde? Wir sind begeistert und traurig zugleich.
Wer die KoboldKroniken noch nicht kennt, hat eine der originellsten Fantasy-Reihen für Kinder ab etwa 9 Jahren verpasst. Es geht um nicht weniger als die Rettung der Koboldwelt (Kwertz) und der Menschenwelt (Blendheim) vor Azzrar und dem Drachen Fafnir. Allein Dario und seine sechs Gefährtinnen und Gefährten können laut dem Lied der Sieben beide Welten retten und Frieden bringen. Wir verraten nur so viel: Es warten fantastische Wesen, alte Freunde, epische Kämpfe und Wendungen, die wir auch nach zwei Jahren in der Koboldwelt nicht haben kommen sehen, und natürlich der einzigartige Rumpel-Humor.
Die Texte sind durch das Skizzenbuch-Format wie ein Tagebuch ganz leicht zu lesen. Dario hält alles fest, was er in Kwertz erlebt - mit viel Humor und Spannung, aber auch den ganz normalen Problemen eines Siebtklässlers.
Die Gestaltung des Buches durch Thomas Hussung macht die Buchreihe zu einem Fest für die Augen, denn wir halten hier die von Dario verfassten Kroniken in den Händen - mit Skizzen, Fotos, eingeklebten Erinnerungsstücken und angesengten Buchseiten. Thomas Hussung gehört mittlerweile zu unseren liebsten Illustratoren, da seine Bilder so real wirken, dass man sich jedes Mal fragt, warum man die Drachenschuppen nicht auch spüren kann.
Meine drei Jungs (8, 11, 13) und ich sind begeistert von diesem abschließenden Band. Er hat all das, was wir uns für das Finale erhofft hatten. Es ist: koboldig, niedagewesen, originell, raffiniert, krandios, episch - mit einem Wort: KNORKE.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Achtung, herabfallende Robben - Zungenbrecherspaß garantiert

In Barbaras Rhabarberbar wird niemals der Rhabarber rar
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Alle meine drei Jungs hören sehr gerne die Zungenbrecher von Bodo Wartke. Die witzigen Stücke, die meist bekannte Zungenbrecher auf humorvolle Weise weiterspinnen, laufen bei uns rauf und runter - oft ...

Alle meine drei Jungs hören sehr gerne die Zungenbrecher von Bodo Wartke. Die witzigen Stücke, die meist bekannte Zungenbrecher auf humorvolle Weise weiterspinnen, laufen bei uns rauf und runter - oft sogar in Dauerschleife. Deshalb war für mich klar, dass wir das Buch "In Barbaras Rhabarberbar wird niemals der Rhabarber rar" von diesem großartigen Wortkünstler unbedingt haben müssen.
Aber auch alle, die Bodo Wartke noch nicht kennen, werden mit diesem Buch viel Spaß haben. Ganz zu Beginn des Buches findet sich ein QR-Code, mit dem man alle Raps erst einmal hören kann. Das würde ich tatsächlich sehr empfehlen, denn der Rhythmus für das Vorlesen ist nicht immer ganz leicht. Die Songs sind auf der Internetseite kostenlos verfügbar und auch genau in der gleichen Reihenfolge gelistet, in der sie dann im Buch vorkommen. Sehr praktisch, wenn man mitlesen möchte.
Meine Jungs konnten ein paar der 25 Zungenbrecher schon fast auswendig - mit dem Buch waren sie dann gar kein Problem mehr. Sie hatten viel Spaß daran, sich die Raps gegenseitig vorzulesen. Da mein Jüngster ab und zu selbst ausgewählte Gedichte für die Schule auswendig lernen muss, werden wir das Buch dafür definitiv öfters nutzen.
Die Illustrationen von Alexandra Junge passen jeweils zum Inhalt der Zungenbrecher. Die meisten haben uns sehr gut gefallen, vor allem die tierischen Bilder haben uns zum Schmunzeln gebracht. So sind die "Sieben Robbensippen" genauso am Rippen stippen, bis sie von den Klippen kippen. Dazu gibt es dann auch noch das passende Warnschild: "ACHTUNG! Herabfallende Robben LEBENSGEFAHR"
Wir werden auf jeden Fall noch viel Spaß mit den Zungenbrechergeschichten von Bodo Wartke haben. Das Buch empfehlen wir allen kleinen und großen Menschen, die Freude an witzigen Wortspielen und Reimen haben.

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