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Veröffentlicht am 31.10.2025

zauberhafter berührender Weihnachtsroman – einfach wundervoll

Der Weihnachtssee
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„Der Weihnachtssee“ ist der aktuelle Weihnachtsroman der Autorin Angelika Schwarzhuber. Dieses wunderbare Buch hat mich ehrlich berührt. Man fühlte sich immer mittendrin und nicht als stiller Beobachter. ...

„Der Weihnachtssee“ ist der aktuelle Weihnachtsroman der Autorin Angelika Schwarzhuber. Dieses wunderbare Buch hat mich ehrlich berührt. Man fühlte sich immer mittendrin und nicht als stiller Beobachter. Aus der Hand legen ging bei diesem Buch nicht. So wunderbar einfühlsam und eindrücklich ist alles beschrieben und als ich zwischendurch den Blick zum Fenster warf, war ich direkt kurz verwirrt, dass Regentropfen statt Schneeflocken tanzten.

Die Atomsphäre des Romanes ist stimmungsvoll und herzerwärmend. Dabei zeichnet die Autorin die Figuren authentisch, so dass man sich in jede einzelne wunderbar hineinversetzen kann. Hierzu trägt auch der flüssig zu lesende und bildhafte Schreibstil bei.

Wirklich schön fand ich diesen runden Schluss, der aber nicht kitschig war. Kitschig sein passiert bei einem Weihnachtsroman relativ schnell, wie ich finde. Aber diese ehrliche Erzählung, die stillen Momente, das In-sich-gehen, auch mal Konflikte, die mit entsprechendem Nachdenken und Besinnen gelöst wurden, das Tiefgründige, ohne Belehrend zu sein, der immer wieder aufblitzende Humor: herrlich! Und was ich ganz besonders liebe: am Ende wurde an ALLE gedacht. Auch an den Allerkleinsten der Runde, den kleinen Fleck. Jeder wurde zum Schluss nochmal erwähnt, jede Figur die im Laufe des Buches vorkam. Einfach eine echte Wohlfühllektüre.

Ein weihnachtliches Buch, das auch Dank des tollen Covers, ein schönes Weihnachtsgeschenk ist. Hält man den Roman in der Hand, so fällt direkt die winterliche, romantische Stimmung auf und das Licht, das vom Haus ausstrahlt zieht einen sofort an, weil es sehr heimelig wirkt. Dazu die hübschen hochwertigen Goldprägungen, die dem Leser entgegen funkeln.

Mir gehen die Superlative aus - was soll man dann noch schreiben? Wenn es 10 Sterne gäbe, würde ich sie vergeben. So werden es "nur" 5, aber die aus vollem Herzen.

Ein Buch, der mich verzaubert und süchtig nach weiteren weihnachtlichen Romanen der Autorin Angelika Schwarzhuber gemacht hat. Mit einem solch wunderbaren Roman kann man die Weihnachtszeit nicht früh genug einläuten. Von der ersten Seite an spürt man die Begeisterung und Liebe, die die Autorin in das Buch gelegt hat. Schöne Lesestunden sind hier garantiert. Eine ganz klare Leseempfehlung und ich wünsche allen Lesern, dass der Zauber des Weihnachtssees einfach für sich schweben und wirken darf.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Fesselnder Cosy-Crime mit starker Frauenfigur im historischen Wien – Gesellschaftskritik inklusive

Aurelia und die Jagd nach dem Glück
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Aurelia und die Jagd nach dem Glück ist der dritte Band der Aurelia von Kolowitz Reihe. Nach Aurelia und die letzte Fahrt sowie Aurelia und die Melodie des Todes ermittelt die beeindruckende junge Gräfin ...

Aurelia und die Jagd nach dem Glück ist der dritte Band der Aurelia von Kolowitz Reihe. Nach Aurelia und die letzte Fahrt sowie Aurelia und die Melodie des Todes ermittelt die beeindruckende junge Gräfin im winterlichen Wien des Jahres 1871.

Autorin Beate Maly versteht es in unnachahmlicher Art, den Leser in den Bann zu ziehen. In ihrem historischen Wien-Krimi ermittelt neben Aurelia auch Oberinspektor Janek Pokorny in einem Umfeld, das einem so manches Mal die Tränen in die Augen treibt. Neben des spannenden Cosy-Crime-Geschehens übt Maly gekonnt, aber ohne erhobenen Zeigefinger, Gesellschaftskritik. Nicht nur die unhaltbaren Zustände der Dienstmädchen und vergleichbarer Angestellter zu damaligen Zeiten, auch die schwierigen Verhältnisse der Frauen der obersten Gesellschaftsschicht fließen gekonnt in die Geschichte ein. Dabei zeichnet die Autorin ihre Figuren fein und vielschichtig, so dass sowohl Haupt- als auch Nebencharaktere eindrücklich vor Augen entstehen. Unterstrichen wird dies durch den bildhaften und lebendigen Schreibstil, der sehr flüssig und gut zu lesen ist und den Lesenden mit den Akteuren durch Wien und Umgebung streifen lässt.

Faszinierend ist vor allem Aurelia, eine starke Frauenfigur, die sich nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere stark macht. Unter anderem über den sehr sympathischen Advokaten Nepomuk Hofmeister fließen weitere Details über das damalige Leben in das Buch ein. Maly verwebt den fesselnden Kriminalfall mit persönlichen Beziehungen sowie gesellschaftlichen Ereignissen zu einer Geschichte, die bis zum Schluss überraschende Wendungen bereit hält. Erzählt aus verschiedenen Sichtweisen, kann man sich als Leser wunderbar in das Handeln und Denken der verschiedenen Figuren hineinversetzen.

Alle drei Bände der Reihe sind eigenständige Fälle, die unabhängig voneinander gelesen werden können. So ist es ohne Probleme möglich, direkt in diesen dritten Fall einzusteigen, ohne Vorkenntnisse zu den Akteuren zu haben. Jedoch wachsen diese einem so ans Herz, dass man gerne Vorgänger- wie auch Nachfolgebände in die Hand nehmen wird.

Das Cover passt hervorragend zum Buch und spiegelt die winterliche historische Atmosphäre wunderbar wider. Durch die Goldprägung einzelner Schriftteile wird der hochwertige Eindruck unterstrichen.

Aurelia und die Jagd nach dem Glück ist ein durchweg gelungener Cosy Crime vom Feinsten. Deshalb spreche ich eine ganz klare Leseempfehlung für dieses in vielerlei Hinsicht fesselnde Buch aus, das einen packt und berührt.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

berührend und fesselnd - auf der Suche nach der Liebe

Strandkorbbriefe
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"Strandkorbbriefe" ist der zweite Band der Nordsee-Reihe von Erfolgsautorin Marie Meerburg. In gewohnt einfühlsamer Weise lässt die Autorin die unterschiedlichen Charaktere entstehen. Deren Entwicklung ...

"Strandkorbbriefe" ist der zweite Band der Nordsee-Reihe von Erfolgsautorin Marie Meerburg. In gewohnt einfühlsamer Weise lässt die Autorin die unterschiedlichen Charaktere entstehen. Deren Entwicklung verläuft im Fortgang des Buches nicht immer geradlinig, was die Realität gut widerspiegelt. So erkennt man sich selbst in manchen Situationen oder kann diese zumindest gut nachvollziehen.

Die Verknüpfungen zum ersten Band sind da. Jedoch nicht störend, sondern ins Geschehen eingewoben, so dass man Lust bekommt dieses Buch ebenfalls zu lesen, falls man es nicht bereits getan hat.

Die Hauptprotagonistin des Buches, Merle, durchlebt eine schlimme und sehr herausfordernde Zeit. Davon lenkt sie die Suche nach einem Liebesbrief-Schreiber ab, der ihr im örtlichen Wochenblatt eine Liebeserklärung gemacht haben soll. Diese Suche ist jedoch nicht nur eine nach dem Verfasser. Auch die Suche nach sich selbst und den eigenen Bedürfnissen drängt immer mehr in den Vordergrund.

Ein berührender Roman, der nicht nur im Strandkorb oder am Strand seine fesselnde Wirkung entfaltet. Für alle Fans von Marie Meerburg ein Lese-Muss. Liebhaber von eindrücklichen Romanen, die nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch die Menschen dahinter in den Vordergrund stellen, sollten bei "Strandkorbbriefe" ebenfalls zugreifen.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

amüsanter, mitreißender und spannender Cosy Crime mit zwei Zeitebenen

Highland Crime – Der Tote im Whiskyfass
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„Der Tote im Whiskyfass“ ist der dritte Fall in der Reihe „Highland Crime“ und somit für das unfreiwillige Ermittler-Duo King & König von Charlotte McGregor. Unter diesem Pseudonym schreibt die Autorin ...

„Der Tote im Whiskyfass“ ist der dritte Fall in der Reihe „Highland Crime“ und somit für das unfreiwillige Ermittler-Duo King & König von Charlotte McGregor. Unter diesem Pseudonym schreibt die Autorin Carin Müller Geschichten, die im fiktiven beschaulichen Kirkby spielen. Das malerische Dörfchen liegt in den schottischen Highlands. Wie gemacht für einen Cosy Crime, der nicht nur Lokalkolorit, sondern auch eine dichte Atmosphäre verspricht und hält.

Bereits das Cover lässt in seiner Gestaltung Rückschlüsse darauf zu, dass „Der Tote im Whiskyfass“ der Reihe „Highland Crime“ angehört. Dies ist nicht nur den charakteristischen Schriftzügen zu verdanken, sondern auch dem Hund Rudi sowie dem beschrifteten gelben Absperrband am unteren Buchrand. Dieser Wiedererkennungswert wird zudem vom schottischen Tartanmuster im Hintergrund unterstrichen. Die Whiskyfässer vor einer verwitterten Kellerwand spiegeln nicht nur einen Teil des Titels wider, sondern transportieren bereits den Kerninhalt der Geschichte.

Auf zwei Zeitebenen, die perfekt miteinander verwoben sind und an besonders spannenden Stellen wechseln, erzählt Charlotte McGregor einen begeisternden Krimi mit dunklen Geheimnissen. Bereits auf den ersten Seiten hatte mich die Geschichte gepackt und der mitreißende Schreibstil der Autorin mich in die Highlands entführt. Dies ist auch den bildhaften Beschreibungen geschuldet, die nicht nur die Orte, sondern auch die handelnden Figuren lebensnah und realistisch vor Augen entstehen lassen. Bereits zu Beginn des Buches weißt Charlotte McGregor auf das detaillierte Figurenregister am Ende des Buches hin. So können Erstleser der Reihe problemlos dem Geschehen folgen und einen heiter-informativen Überblick über die Charaktere erhalten. Abwechselnd erzählt aus den jeweiligen Sichtweisen der beiden Hobby-Ermittler Fanny König und George King eröffnet sich ein Kriminalfall, der bis zum Ende nicht nur spannend, sondern auch rasant ist. Dabei ist die Kombination der unterschiedlichen Ermittlungscharaktere wunderbar gelungen und vielschichtig. Die Dialoge und verbalen Schlagabtausche die sich King & König während der Ermittlungen liefern sind herrlich humorvoll, ironisch und mit vielen Spitzfindigkeiten geschmückt. Darüber hinaus blitzt mehrmals eine gehörige Portion Selbstironie der Autorin auf, die einen in der mitreißenden Geschichte immer wieder zusätzlich zum Lachen bringt.

Könnte man zunächst annehmen, dass der historische Subplot der Hauptgeschichte die Spannung nimmt, so belehrt Charlotte McGregor den Leser eines Besseren. Es ergibt sich eine runde und spannende Geschichte, die nicht nur an einer Stelle sehr amüsant zu lesen ist. Das Buch kann man kaum aus der Hand legen, ist man doch vertieft in die Analyse der Möglichkeiten und Figuren, sowie die Ermittlungsarbeit, bei der man nicht nur die überaus sympathischen King & König, sondern auch Dackel Rudi unterstützt.

Was bleibt mir am Ende noch zu sagen, als: KKK (Kirkby, King & König) – ich habe mich in euch verliebt! Dieses Buch ist ganz sicher nicht das Letzte der Reihe welches ich lese, und auch sicher nicht das Letzte der Autorin. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle Cosy Crime-Liebhaber, Krimi-Fans und Lesende, die ein gutes Buch zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Von der Kraft und Magie der Natur – eine literarische Liebeserklärung

Wilder Honig
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„Wilder Honig“ von Caryl Lewis ist kein gewöhnlicher Roman. Er erfordert vom Leser, dass er sich ganz auf die bildhafte Sprache und die Natur einlässt. Angelegt ist der Aufbau des Romans im Gleichklang ...

„Wilder Honig“ von Caryl Lewis ist kein gewöhnlicher Roman. Er erfordert vom Leser, dass er sich ganz auf die bildhafte Sprache und die Natur einlässt. Angelegt ist der Aufbau des Romans im Gleichklang mit den Jahreszeiten. Nach dem stürmischen Herbst folgt der stille Winter, der abgelöst wird vom aufkeimenden Frühling und im strahlenden Sommer endet. Parallel hierzu entwickeln sich die Figuren und ihre Beziehungen zueinander. Gefeilte Dialoge erwartet man vergebens. Es sind die leisen Zwischentöne, die Ruhe, das In-sich-gehen, die Magie der Natur und deren Besonderheiten, die den Roman prägen. Einzigartig ist darüber hinaus sicher, dass der Leser viel über Bienen und Obstbäume lernt. Dienen die einen zur Rückschau und dem Blick auf das Vergangene, das versucht wird zu erklären, so werden die anderen ein Symbol für die Befreiung und die Zukunft. Insgesamt lebt der Roman von Metaphern, die vielmals erst bei genauerer Betrachtung zum Vorschein kommen und ihre Wirkung im Verlauf des Romans entfalten.

Das Cover des Buches ist schlicht gehalten und passt genau zum Titel wie auch dem Inhalt des Romans. Unaufgeregt aber eindrücklich, lässt es dem Leser Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Das Meiste bleibt in der Andeutung und wird nicht auserzählt, was sich nicht nur im Ende des Romans widerspiegelt. Einige Erzählstränge werden zu einem Abschluss geführt, der jedoch genügend Raum für weitere Entwicklungen bietet.

Eine stille und eindrückliche Liebeserklärung an die Natur. An ihre Kraft und Magie, den Zauber der ihr innewohnt. Und die allumfassende Verbindung, die sie in sich trägt, auf die sich nicht nur die Figuren, sondern auch der Leser einlassen und begründen darf.

Würdigend hervorheben möchte ich die Arbeit der Übersetzerin Monika Köpfer. Ein solches Werk in eine andere Sprache zu übertragen erfordert viel Feingefühl.

Am Anfang des Buches steht ein altes walisisches Sprichwort, das besagt, dass in einem Apfelkern ein unsichtbarer Obstgarten steckt. Übertragen möchte ich sagen, dass in diesem Roman ein literarischer Schatz steckt. Sich auf diesen einzulassen und ihn zu entdecken lohnt sich!

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