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Veröffentlicht am 26.10.2025

Krimi mit Kleinstadtfeeling

Schwarzvogel
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Worum geht’s?
Eigentlich hatte Fredrika bei der Rückkehr in ihren Heimatort vor allem mit einem gerechnet – einem ruhigen Arbeitsalltag. Als dann jedoch eine junge Frau aus unerklärlichen Gründen auf den ...

Worum geht’s?
Eigentlich hatte Fredrika bei der Rückkehr in ihren Heimatort vor allem mit einem gerechnet – einem ruhigen Arbeitsalltag. Als dann jedoch eine junge Frau aus unerklärlichen Gründen auf den nur unzureichend gefrorenen See hinausrennt, einbricht und stirbt, ermittelt die Kriminalpolizei Lund – allen voran Fredrika, deren Bauchgefühl selbst nach einem traumatischen Einsatz noch immer Alarm schlägt.


Meine Meinung
Ganz grundsätzlich bin ich hier relativ schnell in die Geschichte reingekommen, wobei ich das Setting und auch die Figuren nicht so richtig einordnen konnte. Dieser Eindruck hat sich für mich leider bis zum Ende des Buches durchgezogen, was mich jetzt im Nachhinein betrachtet doch ein wenig mehr gestört hat, als ich angenommen hätte.

Protagonistin Fredrika war dabei nur eine der Figuren, die für mich irgendwie nicht richtig greifbar wurden, auch wenn man über sie und ihre Geschichte wenigstens noch ein paar Informationen mehr erhält. Ihre Familiengeschichte als zentraler Konfliktpunkt dieses Buches hat dabei definitiv den einzigen wirklich spannenden Anknüpfungspunkt für die nächsten Teile der Reihe dargestellt, da mir ansonsten leider kein übergeordneter Handlungsbogen einfallen würde, der mein weiteres Interesse in irgendeiner Weise fesseln könnte. Abgesehen davon hat Fredrika auf mich allerdings einen sehr verlorenen Eindruck gemacht, was bei ihrer hier angeschnittenen Hintergrundgeschichte keine Überraschung dargestellt hat, gleichzeitig aber leider auch keine besondere Sympathie bei mir hervorrufen konnte.

Auch der eigentliche Fall hat auf mich fast ein wenig farblos gewirkt, was die Ankündigung der Psychospannung zu einer absoluten Enttäuschung für mich hat werden lassen. Warum der Tod von Nomi so ausgiebig untersucht wurde, hat sich mir auf Basis der Faktenlage einfach nicht erschlossen, zumal das Ende der Ermittlung trotz absolut an den Haaren herbeigezogenen Bauchgefühlen mehrmals nach hinten verschoben wurde. Darüber hinaus war die Ermittlungsarbeit für meinen Geschmack eindeutig zu unglaubwürdig konstruiert, da es eigentlich keine handfesten Beweise gab und insbesondere Fredrika einfach im Alleingang ihren Willen durchgesetzt hat, um einen tatsächlichen Fall und ihre Rolle darin zu begründen.

Insgesamt hat mich dieses Buch leider nicht so überzeugen können, wie es mir der Klappentext versprochen hatte, auch wenn beim Lesen keine Langeweile bei mir aufgekommen ist. Das Setting war dabei zwar nicht ganz klar für mich, aber trotzdem ganz nett zu lesen, was bei mir mitunter den Eindruck erweckt hat, als sollte diese Geschichte auf einmal einen Cozy Krimi darstellen, was definitiv nicht zu meinen ursprünglichen Erwartungen gepasst hat.


Fazit
Für mich war diese Geschichte definitiv weniger spannend als erwartet, auch wenn ich mich beim Lesen nicht gelangweilt habe. Ob ich die Reihe weiter verfolgen möchte, kann ich aktuell tatsächlich noch nicht mal mit Sicherheit sagen, für einen ruhigen Lesenachmittag könnte das allerdings irgendwann doch noch der Fall sein.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 22.10.2025

Liebe über tausend Umwegen

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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Worum geht’s?
Schon seit der Grundschule sind Naomi und Luca verfeindet. Was als Brieffreundeprojekt begann, entwickelte sich schnell zu einem Wettkampf aus Beleidigungen, der jedoch von einem auf den ...

Worum geht’s?
Schon seit der Grundschule sind Naomi und Luca verfeindet. Was als Brieffreundeprojekt begann, entwickelte sich schnell zu einem Wettkampf aus Beleidigungen, der jedoch von einem auf den anderen Tag im Sande verlief. Als Naomi plötzlich wieder Briefe von Luca erhält, kann sie es gar nicht glauben. Ihr Ehrgeiz ist geweckt – wenn die Briefe bloß adressiert wären, denn so bleibt ihr nichts anderes übrig, als auf den Spuren von Lucas alten Briefen eine Reise quer durchs ganze Land zu unternehmen.


Meine Meinung
Auch wenn ich die Idee einer Brieffeindschaft durchaus charmant fand, konnte mich die Umsetzung leider nicht davon überzeugen, dass es sich bei diesem Buch zu Recht um das witzigste Buch des Jahres handeln soll.

Zu Beginn der Geschichte war vor allem das Geheimnis um die Identität und den Wohnort von Naomis Brieffeind Luca noch ein spannendes Mysterium, auf dessen Auflösung ich tatsächlich gespannt war. Auch die Kombination mit Naomis Gewissenskonflikt hinsichtlich ihres Nachbarn und ihrer Brieffreundschaft fand ich da noch interessant zu lesen, weshalb meine Erwartungen durchaus ein wenig höher waren, als das bei Lektüren für zwischendurch sonst der Fall bei mir ist.

Die bissigen Wortgefechte in den Briefen waren daher zunächst noch durchaus unterhaltsam, mit der Zeit wiederholten sich dann aber doch die Beleidigungen und Inhalte, sodass zumindest die Rückblenden fast vorhersehbar wurden. Die Perspektivwechsel konnten das meiner Meinung nach nur bedingt auffangen, da mir irgendwann klar war, was es mit Luca und seiner Geheimniskrämerei auf sich hatte.

Moralisch fand ich sowohl seinen, als auch Naomis Umgang mit der Situation irgendwie ein wenig verwerflich, was in gewisser Weise allerdings auch schon wieder zu ihren Charakteren gepasst hat. Vor allem Naomi kam mir zeitweise recht pubertär vor, was einer der Hauptgründe für mich war, aus denen ich nicht wirklich mit ihr warm geworden bin. Ein gewisser dramatischer Effekt lässt sich dabei natürlich nicht leugnen, was zugegebenermaßen durchaus unterhaltsam zu lesen war, ein Jahreshighlight stellt dieses Buch für mich aber trotzdem nicht dar.


Fazit
Diese Geschichte stellt definitiv keine besonders realistische Liebesgeschichte dar, auch wenn sie durchaus unterhaltsam zu lesen ist. Mit den Figuren und ihrem Verhalten bin ich daher auch nicht zu einhundert Prozent warm geworden, was bei einer eher leichten Lektüre meiner Meinung nach aber ab und an auch völlig in Ordnung ist.

Dafür vergebe ich solide drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 22.10.2025

Eher durchwachsene Fortsetzung

Die Göttin und der Prinz. Beyond the End of the World
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Worum geht’s?
Seit Nimh im Oben aufgewacht ist, steht ihre Welt vollkommen Kopf. Nicht nur, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat, kaum versucht sie sich in dieser neuen Realität zurechtzufinden, stiehlt ...

Worum geht’s?
Seit Nimh im Oben aufgewacht ist, steht ihre Welt vollkommen Kopf. Nicht nur, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat, kaum versucht sie sich in dieser neuen Realität zurechtzufinden, stiehlt auch noch jemand ihre Identität. Als wäre das noch nicht genug, müssen North und Nimh ihre Welten vor dem Untergang bewahren – und ihre Gefühle füreinander ausloten, die die Welt in ein komplettes Chaos stürzen könnten.


Meine Meinung
Nachdem mich Band eins der Dilogie nicht vollkommen vom Hocker reißen konnte, war ich trotzdem auf die Fortsetzung der Geschichte um Nimh und North gespannt. Die unterschiedlichen Welten und die damit einhergehenden Konflikte waren trotz der etwas wackeligen Umsetzung unglaublich interessant, und dementsprechend wollte ich dem Autorinnenduo noch eine weitere Chance geben.

Ein wenig schade fand ich daher, dass ich zu Beginn irgendwie nicht wirklich in die Geschichte reingekommen bin und es für meinen Geschmack deutlich zu lange gedauert hat, bis mich der Spannungsbogen wieder hatte. Trotz der Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse hatte ich beim Lesen den Eindruck, dass es insgesamt sehr chaotisch und ungeordnet zuging, was mich ehrlich gesagt eher angestrengt als unterhalten hat.

Auch die verschiedenen Akteure und ihre Interessen fand ich eher unübersichtlich, was angesichts der ohnehin herrschenden verwirrten Grundstimmung nicht wirklich meinen Geschmack getroffen hat. Zu Nimhs Situation hat das in gewisser Weise zwar gepasst, und zum Teil fand ich ihre Gefühle dadurch auch recht authentisch beschrieben, angenehm zu lesen war das für mich aber trotzdem nicht immer.

Trotz des eher schleppenden Erzählstils wollte ich im weiteren Verlauf der Geschichte definitiv wissen, wie es mit den beiden Protagonisten und ihren jeweiligen Welten weitergeht. Um das Buch zu beenden, hat mein Interesse daher auf jeden Fall gereicht, dem Hype um die beiden Autorinnen wird diese Geschichte in meinen Augen aber leider trotzdem nicht wirklich gerecht.


Fazit
Die Grundidee dieser Reihe klang auf jeden Fall vielversprechend, von der Umsetzung bin ich jedoch auch in Band zwei nicht so begeistert, wie ich es mir erhofft hätte. Obwohl ich mich beim Lesen nicht wirklich gelangweilt habe, hätte der Handlungsbogen einfach straffer und klarer strukturiert sein können – auch wenn es sicherlich Fans dieses Erzählstils gibt, die dieses Buch deutlich mehr ansprechen dürfte.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 20.10.2025

Spannendes Worldbuilding mit wackeliger Umsetzung

Die Göttin und der Prinz. The other side of the sky
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Worum geht’s?
Obwohl Nimh als Göttin über ihr Volk herrschen soll, haben sich ihre magischen Fähigkeiten bislang noch nicht gezeigt. Voller Zweifel sinkt das Vertrauen der Menschen in sie, bis eines Tages ...

Worum geht’s?
Obwohl Nimh als Göttin über ihr Volk herrschen soll, haben sich ihre magischen Fähigkeiten bislang noch nicht gezeigt. Voller Zweifel sinkt das Vertrauen der Menschen in sie, bis eines Tages ein Stern vom Himmel fällt, der alle Prophezeiungen wahr werden zu lassen scheint. Statt eines Sternes steht jedoch Prinz North vor ihr, der aus dem Reich über Nimhs stammt – und der um jeden Preis wieder zurück nach Hause gelangen will.


Meine Meinung
Fantasygeschichten faszinieren mich tatsächlich meist vor allem wegen des Settings und des Worldbuildings, insbesondere dann, wenn sich die Welten stark von unserer realen unterscheiden. In diesem Fall kam außerdem noch hinzu, dass ich den Kontrast zwischen einer sehr spirituellen und einer sehr technisch ausgerichteten Welt insbesondere in Hinblick auf die beiden Protagonisten unglaublich spannend fand.

Der Einstieg in die Geschichte kam mir persönlich dann leider ein wenig zäh vor, auch wenn ich durchaus Interesse daran hatte, mehr über die beiden Protagonisten und ihre jeweilige Welt zu erfahren. Die detaillierten Beschreibungen haben das Erzähltempo für meinen Geschmack allerdings viel zu sehr gedrosselt, was es trotz meines Interesses schwer gemacht hat, mit Begeisterung dabei zu bleiben.

Auch die Figuren haben bei mir leider eher gemischte Gefühle als Begeisterung hervorgerufen, was vor allem an ihren recht starren Haltungen lag. Einerseits konnte ich dabei gut nachvollziehen, dass ihre unterschiedlichen Lebensrealitäten nicht unbedingt förderlich für Akzeptanz und Offenheit gegenüber Neuem waren, andererseits wurde diese Haltung irgendwann einfach ein wenig vorhersehbar und nervig. Damit einher ging außerdem, dass ich keinen nennenswerten Anflug von Gefühlen zwischen den beiden wahrnehmen konnte. Für den Slow Burn Trope war auch das zwar keine grundsätzliche Überraschung, ich hatte so allerdings beim Lesen weder das Gefühl, die Figuren als Paar, noch als eigenständige Charaktere überhaupt wirklich kennenlernen zu können.

Ein Lichtblick war für mich daher tatsächlich das Worldbuilding, das mein Interesse am meisten fesseln konnte. Der Schreibstil war für mich zwar wie bereits erwähnt ein wenig zu ausschweifend und langatmig, da mich aber beiden Welten wirklich interessiert haben, werde ich Band zwei trotzdem lesen.


Fazit
Auch wenn die Geschichte für meinen Geschmack insgesamt auf eher wackeligen Beinen steht, konnte mich das Worldbuilding ausreichend fesseln, um auch den zweiten Teil der Reihe lesen zu wollen. Figuren und Handlungsbogen haben ihr Potenzial dabei aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft, weshalb ich durchaus Hoffnung auf eine Verbesserung in der Fortsetzung hege.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 18.08.2025

Thematisch ansprechend, grafisch dafür leider nicht

Flimmern
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Worum geht’s?
Sidney, Nico und Katha haben eigentlich nicht viel gemeinsam – bis auf die Tatsache, dass sie alle auf die ein oder andere Weise noch nicht ihren Platz in der Welt gefunden haben. Als die ...

Worum geht’s?
Sidney, Nico und Katha haben eigentlich nicht viel gemeinsam – bis auf die Tatsache, dass sie alle auf die ein oder andere Weise noch nicht ihren Platz in der Welt gefunden haben. Als die drei bei einer Wanderung den Anschluss an ihre Klasse verlieren, müssen sie zwangsläufig eine Nacht in der Wildnis verbringen – und sind danach unzertrennlich.


Meine Meinung
Comics und Graphic Novels lese ich neben „normalen“ Büchern hin und wieder tatsächlich sehr gerne, was allerdings leider nicht immer ein Glücksgriff für mich ist. Auch in diesem Fall konnte mich die Umsetzung leider nicht ganz so sehr vom Hocker reißen, was ich aufgrund des Potenzials der Geschichte tatsächlich ein bisschen schade finde.

Die Idee an sich hat mir wirklich gut gefallen, da gerade eine etwas jüngere Zielgruppe in meinen Augen definitiv von Figuren profitieren kann, die ihren Platz im Leben noch suchen, älter werden und dabei keine Superhelden mit plötzlich entdeckten, magischen Fähigkeiten sind. Auch Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Erwachsen werden und der Umgang mit wirklich belastenden Problemen finde ich in einem Jugendbuch absolut richtig platziert und daher auch als Vorbildfunktion wichtig für jüngere Leserinnen und Leser.

Was mir dann aber leider überhaupt nicht zugesagt hat, war die Umsetzung der Graphic Novel Abschnitte, die immer wieder zwischen den einzelnen Textanteilen eingestreut wurden. Als Auflockerung der Texte fand ich die Idee eigentlich ziemlich gut, da mir die eher grob gekritzelt wirkende Gestaltung aber leider überhaupt nicht gefallen hat, hatte ich beim Lesen irgendwann einfach deutlich weniger Spaß. Wem der Stil gefällt, wird die Geschichte daher sicherlich mit deutlich mehr Begeisterung lesen, als das bei mir leider der Fall war.


Fazit
Thematisch und inhaltlich mochte ich die Geschichte eigentlich ganz gerne, die Graphic Novel Anteile haben mich in ihrer Umsetzung dann aber leider überhaupt nicht angesprochen. Als rein schriftliches Buch wäre ich daher vermutlich deutlich begeisterter von dem Gesamtpaket gewesen, so funktioniert das Buch für mich aber leider nicht wirklich überzeugend.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

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