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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2025

Mit Vorkenntnissen sicherlich überzeugender

Verstand und Gefühl - die Graphic Novel nach Jane Austen
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Meine Meinung
Auch wenn ich ein großer Jane Austen Fan bin, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher noch nicht alle ihre Bücher gelesen habe. Diese Graphic Novel wollte ich trotzdem unbedingt ...

Meine Meinung
Auch wenn ich ein großer Jane Austen Fan bin, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher noch nicht alle ihre Bücher gelesen habe. Diese Graphic Novel wollte ich trotzdem unbedingt lesen, da mir die Kombination aus Geschichte und Bildern bisher schon oft sehr gut gefallen hat, und ich auch Adaptionen bekannter Geschichten so neu entdecken konnte.

Was für mich dann leider sehr ärgerlich war, war die absolute Unübersichtlichkeit, mit der ich mich beim Lesen konfrontiert gesehen habe. Da ich weder die Figuren, noch die genaue Handlung vorher kannte, habe ich mich leider überhaupt nicht zurechtgefunden, konnte bis zum Schluss weder Figuren noch Namen sicher zuordnen und wusste daher häufig einfach überhaupt nicht, um wen es da gerade eigentlich gehen sollte.

Das fand ich auf jeden Fall schade, denn die Gestaltung an sich, die Zeichnungen und die Farbgebung fand ich unglaublich schön gemacht, und hätte ich beim Lesen die Geschichte verstanden, hätte ich sicherlich deutlich mehr Freude an diesem eigentlich so schön gestalteten Buch gehabt. So hätte ich mir aber definitiv gewünscht, dass ich die Geschichte an sich vorher bereits gelesen hätte, denn eventuell hätte das mein Verständnis deutlich erhöht.


Fazit
Auch wenn dieses Buch wirklich schön gestaltet ist, habe ich mich in der Handlung absolut nicht zurechtgefunden. Da ich weder Namen, noch Handlungsstränge wirklich auseinander halten konnte, hat mir das Lesen deutlich weniger Freude bereitet, als es das vermutlich getan hätte, wenn ich die Geschichte vorher bereits gekannt hätte. Diesen Umstand hätte ich sicherlich leicht selbst beheben können, einer Graphic Novel möchte ich persönlich jedoch auch folgen können, wenn ich die Handlung nicht vorher recherchiert habe.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2025

Phönixmagie mit schwachem Worldbuilding

Of Flame and Fury
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Worum geht’s?
Nach dem Tod ihres Vaters muss Kel ihren Lebensunterhalt mit der Teilnahme ihres Phönix Savita an den berüchtigten Phönixrennen Cendors verdienen. Um ihre Schulden vollständig begleichen ...

Worum geht’s?
Nach dem Tod ihres Vaters muss Kel ihren Lebensunterhalt mit der Teilnahme ihres Phönix Savita an den berüchtigten Phönixrennen Cendors verdienen. Um ihre Schulden vollständig begleichen zu können, muss sie sich jedoch ausgerechnet mit ihrem größten Rivalen im Rennsport zusammentun – und Warren Coupers denkt nicht einmal daran, ihr das Leben nicht noch schwerer zu machen, als es schon längst ist.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich rückblickend leider wirklich enttäuscht von der Umsetzung, auch wenn ich die Idee und vor allem das Worldbuilding eigentlich spannend genug fand und daher auch gerne noch einen bis dato nicht existenten zweiten Teil hätte lesen wollen.

Der Schreibstil an sich hat mir wirklich gut gefallen, und auch das Worldbuilding hat zunächst mein Interesse geweckt. Leider fiel dann aber die Entwicklung dieser Welt extrem flach aus, weshalb ich bis zum Schluss gar nicht wirklich wusste, was genau eigentlich die Welt und das Magiesystem von Cendor ausmachen sollte und wo ich mich gemeinsam mit den Charakteren bewegt habe.

Die Figuren waren in meinen Augen ein weiterer Punkt, der deutlich mehr Entwicklungspotenzial gehabt hätte. Insbesondere mit Protagonistin Kel habe ich mich eher schwer getan, da ich ihre Art leider nicht immer sympathisch fand und mir ihre Heldenrolle vor dem Hintergrund ihres Verhaltens leider nicht ganz schlüssig vorkam. So authentisch wie ich ihre Liebe zu Phönix Savita auch beschrieben fand, ihrem Team und ihren Freunden gegenüber hat sie in meinen Augen häufig eher Geringschätzung und Desinteresse gezeigt, was im starken Kontrast zu den Beschreibungen ihres Charakters stand.

Auch die Fake-Beziehung zu Coup war für mich nicht wirklich überzeugend aufgebaut, da bereits die unglaubliche Rivalität zwischen den beiden nur auf der Tatsache fußte, dass Warren erfolgreicher im Rennsport unterwegs war. Die Animositäten zwischen den beiden waren auf der Basis von reinem Neid für meinen Geschmack daher einfach nur überzogen dargestellt, was es mir schwer gemacht hat, die Anziehung zwischen ihnen dann im Anschluss als authentisch wahrzunehmen.

Mit ein wenig mehr Raum und einem eventuellen zweiten Teil hätte diese Geschichte meiner Meinung nach daher deutlich besser werden können, denn das Potenzial war grundsätzlich auf jeden Fall vorhanden. Figuren und Handlungsbogen blieben in meinen Augen so aber hinter ihren Möglichkeiten zurück, was mich leider eher enttäuscht als begeistert hat.


Fazit
Für mich hat diese Geschichte leider nicht so funktioniert, wie ich es zu Beginn eigentlich erwartet hätte. Die Figuren und ihre Welt sind dafür einfach zu blass und unausgereift geblieben, weshalb dieses Buch in meinen Augen vermutlich besser als Dilogie oder Reihe funktionieren würde. Verschenktes Potenzial in Büchern ärgert mich leider immer ein wenig, Fans für diese Umsetzung werden sich aber sicherlich trotzdem finden lassen.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2025

Vielversprechende Geschichte mit schleppender Umsetzung

Kummersee
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Worum geht’s?
Auch nach dreißig Jahren ist Polizistin Lena nicht über den Tod ihres Bruders Tom hinweg gekommen. Als sie denn den Begleitschutz für ein Bauvorhaben in ihrem Heimatort stellt, will sie sich ...

Worum geht’s?
Auch nach dreißig Jahren ist Polizistin Lena nicht über den Tod ihres Bruders Tom hinweg gekommen. Als sie denn den Begleitschutz für ein Bauvorhaben in ihrem Heimatort stellt, will sie sich daher auf die Spur seiner Todesumstände machen – und stolpert dabei nicht nur über den Widerwillen der Ortsansässigen, sondern auch eine Reihe von mysteriösen Morden, die ihre Alarmglocken schrillen lassen.


Meine Meinung
Der Klappentext dieses Buches hat mich auf jeden Fall neugierig auf die Geschichte gemacht, auch wenn ich eigentlich kein besonders großer Fan von Krimis mit historischen Hintergründen bin. Die angekündigte Mischung aus Thriller, historischem Hintergrund und Mystery klang aber durchaus spannend, weshalb ich dem Buch zumindest eine Chance geben wollte.

Zu Beginn musste ich mich allerdings erst einmal durchbeißen, um überhaupt bis zu dem eigentlich spannenden Teil der Geschichte zu kommen. Die zahlreichen Beschreibungen, die langsame Hinführung zum tatsächlichen Handlungsbogen und die vielen Ausflüge in Lenas Familiengeschichte und die Beziehung zu ihrer Familie fand ich leider eher ermüdend zu lesen, was meine Begeisterung dementsprechend in Grenzen gehalten hat.

Erst zur Mitte des Buches hin hatte ich dann das Gefühl, wirklich in der Geschichte angekommen zu sein. Mit den Figuren konnte ich dabei leider bis zum Schluss nicht ganz so viel anfangen, da ich insbesondere in Hinblick auf Lena und ihr Verhalten sehr oft zwiegespalten hinsichtlich meiner Meinung dazu war. Sehr überzeugend fand ich dagegen die Darstellung ihrer inneren Zerrissenheit und Unruhe aufgrund der traumatischen Ereignisse in der Vergangenheit, was für mich immerhin ein Argument war, um bis zur Auflösung durchhalten zu wollen.

Der Handlungsbogen hat das Buch für mich dann ab der Hälfte durchaus retten können, da mir das Erzähltempo deutlich mehr zugesagt hat und ich mich beim Lesen nicht mehr zwingen musste, das Buch nicht zur Seite zu legen. Über das Ende lässt sich dann allerdings wieder streiten, denn für meinen Geschmack war die Auflösung der Geschichte einfach nicht rund und darüber hinaus ein wenig übereilt abgearbeitet. Die Themenmischung hat daher in meinen Augen durchaus Potenzial, die Umsetzung hat mich hier aber leider (noch) nicht wirklich begeistern können.


Fazit
Aufgrund des Klappentextes hatte ich ehrlich gesagt eine deutlich spannendere und flotter erzählte Geschichte erwartet, was bei 500 Seiten allerdings so oder so nur schwer umsetzbar gewesen wäre. Als Debütwerk sehe ich daher noch deutlich Luft nach oben bei der Umsetzung, die mich hier leider nicht ganz so begeistern konnte, wie ich es selbst eigentlich erwartet hätte.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 26.10.2025

Krimi mit Kleinstadtfeeling

Schwarzvogel
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Worum geht’s?
Eigentlich hatte Fredrika bei der Rückkehr in ihren Heimatort vor allem mit einem gerechnet – einem ruhigen Arbeitsalltag. Als dann jedoch eine junge Frau aus unerklärlichen Gründen auf den ...

Worum geht’s?
Eigentlich hatte Fredrika bei der Rückkehr in ihren Heimatort vor allem mit einem gerechnet – einem ruhigen Arbeitsalltag. Als dann jedoch eine junge Frau aus unerklärlichen Gründen auf den nur unzureichend gefrorenen See hinausrennt, einbricht und stirbt, ermittelt die Kriminalpolizei Lund – allen voran Fredrika, deren Bauchgefühl selbst nach einem traumatischen Einsatz noch immer Alarm schlägt.


Meine Meinung
Ganz grundsätzlich bin ich hier relativ schnell in die Geschichte reingekommen, wobei ich das Setting und auch die Figuren nicht so richtig einordnen konnte. Dieser Eindruck hat sich für mich leider bis zum Ende des Buches durchgezogen, was mich jetzt im Nachhinein betrachtet doch ein wenig mehr gestört hat, als ich angenommen hätte.

Protagonistin Fredrika war dabei nur eine der Figuren, die für mich irgendwie nicht richtig greifbar wurden, auch wenn man über sie und ihre Geschichte wenigstens noch ein paar Informationen mehr erhält. Ihre Familiengeschichte als zentraler Konfliktpunkt dieses Buches hat dabei definitiv den einzigen wirklich spannenden Anknüpfungspunkt für die nächsten Teile der Reihe dargestellt, da mir ansonsten leider kein übergeordneter Handlungsbogen einfallen würde, der mein weiteres Interesse in irgendeiner Weise fesseln könnte. Abgesehen davon hat Fredrika auf mich allerdings einen sehr verlorenen Eindruck gemacht, was bei ihrer hier angeschnittenen Hintergrundgeschichte keine Überraschung dargestellt hat, gleichzeitig aber leider auch keine besondere Sympathie bei mir hervorrufen konnte.

Auch der eigentliche Fall hat auf mich fast ein wenig farblos gewirkt, was die Ankündigung der Psychospannung zu einer absoluten Enttäuschung für mich hat werden lassen. Warum der Tod von Nomi so ausgiebig untersucht wurde, hat sich mir auf Basis der Faktenlage einfach nicht erschlossen, zumal das Ende der Ermittlung trotz absolut an den Haaren herbeigezogenen Bauchgefühlen mehrmals nach hinten verschoben wurde. Darüber hinaus war die Ermittlungsarbeit für meinen Geschmack eindeutig zu unglaubwürdig konstruiert, da es eigentlich keine handfesten Beweise gab und insbesondere Fredrika einfach im Alleingang ihren Willen durchgesetzt hat, um einen tatsächlichen Fall und ihre Rolle darin zu begründen.

Insgesamt hat mich dieses Buch leider nicht so überzeugen können, wie es mir der Klappentext versprochen hatte, auch wenn beim Lesen keine Langeweile bei mir aufgekommen ist. Das Setting war dabei zwar nicht ganz klar für mich, aber trotzdem ganz nett zu lesen, was bei mir mitunter den Eindruck erweckt hat, als sollte diese Geschichte auf einmal einen Cozy Krimi darstellen, was definitiv nicht zu meinen ursprünglichen Erwartungen gepasst hat.


Fazit
Für mich war diese Geschichte definitiv weniger spannend als erwartet, auch wenn ich mich beim Lesen nicht gelangweilt habe. Ob ich die Reihe weiter verfolgen möchte, kann ich aktuell tatsächlich noch nicht mal mit Sicherheit sagen, für einen ruhigen Lesenachmittag könnte das allerdings irgendwann doch noch der Fall sein.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 22.10.2025

Liebe über tausend Umwegen

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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Worum geht’s?
Schon seit der Grundschule sind Naomi und Luca verfeindet. Was als Brieffreundeprojekt begann, entwickelte sich schnell zu einem Wettkampf aus Beleidigungen, der jedoch von einem auf den ...

Worum geht’s?
Schon seit der Grundschule sind Naomi und Luca verfeindet. Was als Brieffreundeprojekt begann, entwickelte sich schnell zu einem Wettkampf aus Beleidigungen, der jedoch von einem auf den anderen Tag im Sande verlief. Als Naomi plötzlich wieder Briefe von Luca erhält, kann sie es gar nicht glauben. Ihr Ehrgeiz ist geweckt – wenn die Briefe bloß adressiert wären, denn so bleibt ihr nichts anderes übrig, als auf den Spuren von Lucas alten Briefen eine Reise quer durchs ganze Land zu unternehmen.


Meine Meinung
Auch wenn ich die Idee einer Brieffeindschaft durchaus charmant fand, konnte mich die Umsetzung leider nicht davon überzeugen, dass es sich bei diesem Buch zu Recht um das witzigste Buch des Jahres handeln soll.

Zu Beginn der Geschichte war vor allem das Geheimnis um die Identität und den Wohnort von Naomis Brieffeind Luca noch ein spannendes Mysterium, auf dessen Auflösung ich tatsächlich gespannt war. Auch die Kombination mit Naomis Gewissenskonflikt hinsichtlich ihres Nachbarn und ihrer Brieffreundschaft fand ich da noch interessant zu lesen, weshalb meine Erwartungen durchaus ein wenig höher waren, als das bei Lektüren für zwischendurch sonst der Fall bei mir ist.

Die bissigen Wortgefechte in den Briefen waren daher zunächst noch durchaus unterhaltsam, mit der Zeit wiederholten sich dann aber doch die Beleidigungen und Inhalte, sodass zumindest die Rückblenden fast vorhersehbar wurden. Die Perspektivwechsel konnten das meiner Meinung nach nur bedingt auffangen, da mir irgendwann klar war, was es mit Luca und seiner Geheimniskrämerei auf sich hatte.

Moralisch fand ich sowohl seinen, als auch Naomis Umgang mit der Situation irgendwie ein wenig verwerflich, was in gewisser Weise allerdings auch schon wieder zu ihren Charakteren gepasst hat. Vor allem Naomi kam mir zeitweise recht pubertär vor, was einer der Hauptgründe für mich war, aus denen ich nicht wirklich mit ihr warm geworden bin. Ein gewisser dramatischer Effekt lässt sich dabei natürlich nicht leugnen, was zugegebenermaßen durchaus unterhaltsam zu lesen war, ein Jahreshighlight stellt dieses Buch für mich aber trotzdem nicht dar.


Fazit
Diese Geschichte stellt definitiv keine besonders realistische Liebesgeschichte dar, auch wenn sie durchaus unterhaltsam zu lesen ist. Mit den Figuren und ihrem Verhalten bin ich daher auch nicht zu einhundert Prozent warm geworden, was bei einer eher leichten Lektüre meiner Meinung nach aber ab und an auch völlig in Ordnung ist.

Dafür vergebe ich solide drei Bücherstapel.