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Veröffentlicht am 22.10.2025

Ein Highlight meines Lesejahrs 2025

Hans Christian Andersen
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Es gibt tatsächlich noch Menschen, die nicht wissen, wer Hans Christian Andersen ist. Dabei haben wir ihm die schönsten Märchen zu verdanken. Besonders auf der Insel Fünen begegnet er den Menschen oft. ...

Es gibt tatsächlich noch Menschen, die nicht wissen, wer Hans Christian Andersen ist. Dabei haben wir ihm die schönsten Märchen zu verdanken. Besonders auf der Insel Fünen begegnet er den Menschen oft. In Form von Standbildern. Ich denke, dass die Dänen stolz auf diesen prominenten Landsmann sind. Und das zurecht.

„Hans Christian Andersen“ ist ein Buch, das ich sehr gerne las. Die Autorin berichtet, wie es dazu kam, dass der junge Christian die Chance für eine gute Schulbildung bekam. Und nicht nur das. Er nutzte sie auch. Seine Reisen dokumentiert er selbst in seinen Tagebüchern und viele Erlebnisse sind in den Märchen wiederzufinden. Er beobachtete seine Mitmenschen zwar sehr genau, stellte aber niemanden bloß.

Geschichten wie „Des Kaisers neue Kleider“ oder „Die Schneekönigin“ sind so viel mehr als „nur“ Märchen. Sie stellen Menschen in ihren Stärken und Schwächen dar oder sind schlicht Erfahrungen des Autors, die er als Geschichte niederschrieb. Immerhin waren es 156 solcher Erzählungen, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben.

Das Buch ist für mich ein Highlight des Lesejahres 2025. Die Ausdrucksweise der Autorin konnte mich fesseln und ich habe viel über das Leben des berühmten Sohnes Dänemarks gelernt.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Der Bürgerkrieg in Spanien brachte unendliches Leid

Die verschwundenen Jahre
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Sie sind unzertrennlich. Auch wenn aus dem drei- eigentlich rasch ein vierblättriges Kleeblatt werden sollte. So denkt jedenfalls Clara. Sie ist so glücklich mit ihrem Daniel. Dabei vergisst sie nicht, ...

Sie sind unzertrennlich. Auch wenn aus dem drei- eigentlich rasch ein vierblättriges Kleeblatt werden sollte. So denkt jedenfalls Clara. Sie ist so glücklich mit ihrem Daniel. Dabei vergisst sie nicht, wie sehr Fernando leidet, wenn er dieses Glück sieht. Als über Nacht ein Bürgerkrieg das Land Spanien spaltet, gerät das Kleeblatt zwischen die Fronten. Niemand konnte sich vorstellen, welche Folgen dieser erbitterte und harte Kampf haben würde.

"Die verschwundenen Jahre" wurde auf zwei Zeitebenen geschrieben. Das ist einmal die Vergangenheit während des Bürgerkrieges und zudem die Gegenwart. Hier berichtet die 102jährige Großmutter Clara ihrer Enkelin von ihren Erfahrungen und den Traumata, die bis in die Gegenwart hineinwirken.

Bisher habe ich kein Buch gelesen, das mir die Ära Franco so anschaulich darstellte. Aus dem Grund bin ich der Autorin Astrid Töpfner wirklich dankbar, denn die Historie Spaniens gehört zur Geschichte Europas und ist wichtig. Nur durch Aufklärung können wir lernen und uns dem Erstarken des Faschismus entgegenstellen.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

So war es damals in Bonn

Die Frau der Stunde
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Helen Busch hat die Scheidung eingereicht. Die Seitensprünge ihres Mannes will sie nicht mehr hinnehmen. Bevor sie nach New York zurückkehrt, bringt sie ihren Ehemann zu Fall. So berichtet es Suzanne den ...

Helen Busch hat die Scheidung eingereicht. Die Seitensprünge ihres Mannes will sie nicht mehr hinnehmen. Bevor sie nach New York zurückkehrt, bringt sie ihren Ehemann zu Fall. So berichtet es Suzanne den beiden Freundinnen Catharina und Azadeh. Das Fatale an der Sache ist, dass Helmut Busch Außenminister und Vizekanzler ist. Mit ihm steht und fällt eine Koalition, die überhaupt nicht stabil ist. Nach dem Abgang des Außenministers liegt es also alleine an seinem Nachfolger, ob Neuwahlen verhindert werden können. Warum hat Catharina an diesem Abend das Gefühl, dass es das letzte unbeschwerte Zusammensein mit ihren Freundinnen ist?

Die Autorin schreibt so, dass ich mich sofort in der Story zuhause fühlte. Heike Specht ist für mich eine Neuentdeckung unter den Historikern. „Die Frau der Stunde“ erzählt von der noch recht jungen Republik. Bonn war die Bundeshauptstadt und Frauen in der Politik gab es nur selten. Ja, als Sekretärin vielleicht aber als Ministerin? Undenkbar. Die Story verharrt nicht stur bei den Volksvertretern in Bonn. Immer wieder gibt es Berichte aus Teheran, wo sich eine Umwälzung anbahnt.

Das Buch hat mich gefesselt. Viele Ereignisse, die hier beschrieben werden, habe ich miterlebt. Der Bau des „langen Eugen“ zum Beispiel war ein Ereignis, das über die Grenzen NRWs gefeiert wurde. Die Protagonisten sind zwar anhand ihrer Namen nicht sofort erkennbar. Wer sich aber ein wenig in der Politik der 70er Jahre auskennt weiß, wer gemeint ist. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Die Lösung des Falls ist überraschend

Mord im Wattenmeer
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Femke Jansen traut ihren Augen nicht. Als sie ihren Auftrag erfüllen möchte, ein Ferienhaus für kommende Gäste zu reinigen, liegt vor ihr eine Leiche. Obwohl sie völlig außer sich ist weiß sie doch, wen ...

Femke Jansen traut ihren Augen nicht. Als sie ihren Auftrag erfüllen möchte, ein Ferienhaus für kommende Gäste zu reinigen, liegt vor ihr eine Leiche. Obwohl sie völlig außer sich ist weiß sie doch, wen sie anrufen muss. Ihren Exfreund Lasse. Der arbeitet nämlich bei der Polizei von Dangast und wird sich um die Lösung des Falls kümmern. Schade, dass er ihren guten Spürsinn nicht erkennt und sie vor Alleingängen warnt.

„Mord im Wattenmeer“ ist der erste Band mit Femke Janssen. Sie kommt durchaus sympathisch daher und das Buch besticht nicht nur durch die lebendige Sprache. Darüber hinaus bleibt die Spannung bis zum Schluss permanent. Es gibt etliche Verdächtige, die sich aber bald als unschuldig herausstellen. Erst wenige Zeilen vor dem Ende des Buches kommt es zum Finale. Der Täter wird überführt und ich denke, dass nur wenige Leser ihn verdächtigten.

Die Sprecherin möchte ich unbedingt hervorheben. Sie versteht ihr Handwerk und konnte mich durch ihre Art der Wiedergabe fesseln. Das Hören war mir ein Genuss und meine Empfehlung gilt ausdrücklich.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Die Problematik in der Pflege wurde hier deutlich

Zuhause ist vorübergehend geschlossen
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Aha, sie wollen also streiken. Das Pflegepersonal der Seniorenheime vor Ort. Richtig so, denkt Annett und hat volles Verständnis für die Forderungen der Angestellten. Bis es an ihrer Haustüre klingelt ...

Aha, sie wollen also streiken. Das Pflegepersonal der Seniorenheime vor Ort. Richtig so, denkt Annett und hat volles Verständnis für die Forderungen der Angestellten. Bis es an ihrer Haustüre klingelt und einer der Senioren in ihre Wohnung geschoben wird. Begründung: Es wurde von „oberer Stelle“ beschlossen, dass alle Heimbewohner in Familien untergebracht werden, die genug Platz haben. Und das kurz vor Weihnachten. Annett kann es nicht glauben, findet sich jedoch schnell mit der Verordnung ab. Nicht so ihr Sohn. Der versteht nicht, dass er für einen „fremden Opa“ sein Zimmer hergeben muss. Auf die Hilfe ihres Mannes muss Annett ebenfalls verzichten.

„Zuhause ist vorübergehend geschlossen“ ist eine Mischung aus humorvollem und ernsthaftem Roman. Dass Pflegekräfte oft mit ihren Kräften am Ende sind, ist kein Gerücht. Häufig sind sie die einzigen Ansprechpartner der Bewohner. Die Pflegeschlüssel entsprechen kaum der Realität. Das gilt besonders für private Einrichtungen, die sehr auf Profit ausgelegt sind. Klar ist aber auch, dass es kaum eine Lösung gibt, die alle Parteien befriedigt. Nein, dass Kinder ihre Eltern auf jeden Fall zuhause versorgen sollten, das ist keine Option. Zum Beispiel ist es bei dem Krankheitsbild der Demenz kaum möglich. Diese und noch weitere Tatsachen werden in dem Buch thematisiert. Immer mal wieder wird der Ernst des Themas durch launige Unterhaltungen der Protagonisten ein wenig abgeschwächt.

Jeder Altenpfleger weiß, was in den Heimen vor sich geht. Und das nicht erst seit wenigen Jahren. Das Buch weist auf Missstände hin und die Sprecherin Vera Teltz ist Garant für eine lebendige Wiedergabe des Buches. Ich gebe eine Empfehlung ohne Abstriche.

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