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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2025

Spannende Fortsetzung

Blutstrafe
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Beim Cover blickt man quasi der Protagonistin über die Schulter und sieht in einen Raum voller Kerzen in hängenden Glaslampen. Es hat etwas von einem alten Gemäuer in dem alles mögliche gelagert wird. ...

Beim Cover blickt man quasi der Protagonistin über die Schulter und sieht in einen Raum voller Kerzen in hängenden Glaslampen. Es hat etwas von einem alten Gemäuer in dem alles mögliche gelagert wird. So recht kann man nicht erkennen, wo sich die Frau befindet. Man möchte aber mehr erfahren, was das Cover mit der Geschichte zu tun hat.

Blutstrafe von Freya von Korff wurde im Selfpublishing veröffentlicht. Das Hörbuch wurde von der Autorin selbst eingelesen. Es ist der zweite Band der Emma Anders Reihe. Den ersten Band Blutschuld habe ich vor einer Weile verschlungen und nun endlich Zeit für die Fortsetzung gefunden. Die beiden Bücher bauen aufeinander auf. Die Familiengeschichte der Protagonistin wird weitererzählt und wir tauchen tiefer in die Geheimnisse hinein. Ich würde aber behaupten wollen, dass du auch ohne das erste Buch diesem hier voll und ganz folgen kannst. Denn alles was für den Verlauf der Ermittlung, wenn man das so nennen möchte wichtig ist, wird erzählt. Und es gibt genügend Rückblenden, in denen besonderes die Beziehungen unter den Figuren beschrieben werden. So dass du die Beweggründe verstehen kannst. Bei mir lagen zwischen den beiden Büchern etwa zwei Jahre und so war mir die erste Geschichte zwar noch in Erinnerung, aber das Geschehen nicht hundertprozentig Präsent und ich konnte gut in das Geflecht einsteigen. 

Ich habe das Hörbuch in wenigen Tagen verschlungen. Freya von Korff ist es wieder gelungen, mich Stunde um Stunde mit ihrer Stimme zu fesseln. Die Dramatik mit all ihren Emotionen kam dabei sehr gut rüber, so dass ich mitten drin war im Geschehen. Spannend fand ich die kleinen Blenden nach Ägypten. Und so habe ich die ganze Zeit gerätselt, wie das alles zusammen hängt. Für mich wieder eine spannende Geschichte, die neugierig macht auf den dritten Band. Ich möchte schließlich wissen, wie es weiter geht mit der Richterin Emma Anders und wie Aleksander in den ganzen Machenschaften involviert ist. Ich empfehle das Hörbuch gerne weiter.

Veröffentlicht am 28.10.2025

Tipps und Tricks wie man seinen eigenen Weg beim Schreiben findet

Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u.v.m.
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Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u. v. m. von Jurenka Jurk wurde über Books on Demand veröffentlicht. Das Buch richtet sich sowohl an angehende als auch an erfahrene Schreibende, die ...

Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u. v. m. von Jurenka Jurk wurde über Books on Demand veröffentlicht. Das Buch richtet sich sowohl an angehende als auch an erfahrene Schreibende, die hinter die Geheimnisse der Bestseller-Autoren blicken möchten. Im Rahmen der Online-Autorenmesse hat Jurenka Jurk zahlreiche Interviews geführt und Bestsellerautorinnen und -autoren nach ihren Insider-Tipps, Strategien und Impulsen für den eigenen Roman gefragt. Als Add-on kannst du dir begleitend oder im Anschluss an die Lektüre das Workbook herunterladen, um die Tipps direkt umzusetzen.

Ich selbst habe seit meiner Jugend einen unfertigen Psychothriller in meiner Schreibtischschublade liegen. Damals habe ich alles verschlungen, was Joy Fielding, David Baldacci und John Grisham veröffentlichten. Oft sogar im Original, weil ich auf die deutsche Übersetzung nicht warten wollte. Alle drei gehören sind Bestsellerautoren, tauchen in diesem Buch allerdings nicht auf. Mein Schreibprojekt ist dennoch ein bisschen von allen dreien gefärbt. Und auch nach der Lektüre des Ratgebers denke ich, dass es wohl ein unfertiges Projekt bleibt. Lieber starte ich mit den vielen Tipps und Anregungen etwas Neues. Vor allem, weil das Genre heute gar nicht mehr zu meinem Lesegeschmack passt.

Doch nun zurück zum Buch und zu dem, was ich für mich mitgenommen habe. Von Sebastian Fitzek habe ich gelernt, wie wichtig Kontinuität beim Schreiben ist und wie hilfreich ein Exposé sein kann. Weiter ging es mit Elizabeth George, deren Name mir bekannt war, von der ich bisher aber nichts gelesen hatte. Sie sagt: „Wer schreiben will, muss sein Handwerk ernst nehmen.“ Dieser Appell zieht sich durch das gesamte Buch. Ich bin nun gewillt, mich mit diesem Handwerk auseinanderzusetzen, was mich direkt zum nächsten Begriff bringt: der Heldenreise. Auch damit möchte ich mich intensiver befassen, wenn mein Buchprojekt irgendwann Wirklichkeit werden soll. Ich muss gestehen, bei Elizabeth habe ich mir die meisten Stichpunkte notiert und direkt ihr Buch „Wort für Wort“ auf meine Weihnachtswunschliste gesetzt.

Weiter ging es mit Andreas Eschbach. Sein Name sagte mir im ersten Moment nichts, aber nach kurzer Recherche erkannte ich die Cover, auch wenn seine Bücher nicht in meinem üblichen Lesebereich liegen. Von ihm bekam ich den Anstoß, mein Lieblingsbuch noch einmal zu lesen, um daraus einen Handlungsbogen zu erstellen. Zu seinem Interview mit Jurenka Jurk habe ich mir dieses Zitat notiert:

„Talent nützt nicht viel, wenn man es nicht ausschöpft. Und auch wenn man als unbegabt gilt, aber motiviert ist, kann man richtig gut werden – davon sind wir fest überzeugt.“
Das bringt mich wieder zurück zum Handwerk des Schreibens. Da kommt auch das Autorenpaar Iny Lorentz ins Spiel mit dem Hinweis auf gründliche Recherche, was nicht nur bei historischen Romanen sinnvoll ist. Ein weiteres wichtiges Thema brachte Bettina Storks auf den Punkt: Durchhalten und Weitermachen. Außerdem legte sie mir Show, don’t tell ans Herz. Ein Aspekt, der in meinem alten Schreibversuch noch nicht wirklich angekommen war. Aber wie gesagt: Ich bin jetzt bereit, das Handwerk zu lernen. Besonders hilfreich fand ich ihren Tipp, ein Schreibjournal zu führen, um festzuhalten, was gut lief, was nicht und wie man sich dabei gefühlt hat. So kann man beim nächsten Projekt gezielt anknüpfen.

Von der nächsten im Bunde: Gaby Hauptmann habe ich gleich mehrere Bücher im Regal. Bis heute greife ich immer mal wieder zu einem ihrer Romane. Sie sagt: „Schreib über das, was du weißt! Und schreib über das, was du kennst.“ Damit kann ich arbeiten. Von Dora Heldt habe ich selbst noch nichts gelesen, aber einige ihrer Bücher verschenkt. Sie rät dazu, sich von der romantischen Vorstellung eines Autorendaseins zu verabschieden und trifft damit einen wahren Punkt.

Besonders spannend fand ich die Einblicke von Jussi Adler-Olsen. Ich erinnere mich gut daran, als seine Bücher plötzlich überall in den Buchhandlungen lagen. Auch in meinem Regal stehen einige. Wie andere vor ihm, betont auch er, wie wichtig es ist, seine Figuren in- und auswendig zu kennen, weit über das hinaus, was der Leser am Ende erfährt. Im Workbook gibt es dazu übrigens auch eine passende Übung.

Als Fantasyautorin hat es auch Mira Valentin auf die Bestsellerlisten geschafft. Sie verrät etwas über ihre Marketingstrategie und ihre Schreibziele. Sehr strukturiert und fast mathematisch: 1.000 Wörter am Tag, 30.000 im Monat, also 90.000 in drei Monaten, das einem Buch entspricht. Wenn ich auf meinen Buchblog schaue, habe ich seit Januar schon über 150.000 Wörter geschrieben. Also ist es absolut machbar, neben dem Vollzeitjob auch einen Roman zu schreiben, nur würde dann wohl der Blog etwas zurückstecken müssen.

Bei den Antworten von Jonas Jonasson musste ich schmunzeln. „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ war der erste Kinofilm, den ich gemeinsam mit meinem Mann gesehen habe. Ich habe das Buch geliebt und fand die Verfilmung gar nicht schlecht. Ich mag Jonassons Humor. Besonders schön fand ich dieses Zitat:

„Ich lese mir selbst laut vor, was ich geschrieben habe. Und wenn ich dabei in Stocken gerate, halte ich inne und frage mich: Warum bin ich gestolpert?“
Das mache ich tatsächlich auch seit Jahren bei meinen Rezensionen und Texten.

Bei den deutschen Bestsellerautoren darf natürlich Hera Lind nicht fehlen. Auch wenn ich selbst keines ihrer Bücher gelesen habe, fand ich ihren Werdegang sehr interessant. Ihren Tipp, sich auf zwei bis drei Hauptfiguren und etwa zehn Nebenfiguren zu beschränken, fand ich besonders einleuchtend und das deckt sich auch mit meinem eigenen Leseempfinden.

Charlotte Link hat mich eine Zeit lang mit ihren Romanen begleitet, einige ihrer „dicken Schinken“ stehen noch immer im Regal. Ihr Tipp: Die Rohfassung erst einmal liegen zulassen, um sie später mit einem klareren Blick zu überarbeiten. Von Daniel Speck, dessen „Yoga Town“ ich gelesen habe, habe ich vor allem seine Buchtipps mitgenommen. Interessant fand ich seine Herangehensweise an den Subtext, dass man ihn nie vergessen sollte, um die Figuren und ihre Haltung wirklich spürbar zu machen.

Zum Schluss kam Rebecca Gablé zu Wort. Auch von ihr habe ich wertvolle Tipps mitgenommen und vor allem ihre Ausdauer bewundert. Ich habe ihre Waringham Saga als Hörbuch verschlungen, weil mir die Bücher zum Lesen einfach zu umfangreich waren. Überhaupt hat sich meine Lesegewohnheit über die Jahre verändert: Heute lese ich am liebsten Romane zwischen 240 und 400 Seiten, höre aber gerne Hörbücher ab acht Stunden aufwärts, gerne auch 20 Stunden, wenn sie gut gemacht sind.

Nach jedem Interview gibt es im Buch eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Tipps der jeweiligen Bestsellerautoren sowie passende Anregungen von der Romanschule. Für mich war es ein sehr lehrreiches Buch, das mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben hat. Ich werde mich nun ganz in Ruhe mit dem Workbook auseinandersetzen und das Handwerk lernen.

Träumst du schon lange von deinem eigenen Buch? Liegt vielleicht ein halbfertiges Manuskript in deiner Schublade und du weißt nicht, wie du weitermachen sollst? Dann ist dieser Ratgeber genau das Richtige für dich. In „Bestseller schreiben“ von Jurenka Jurk verraten 14 Bestsellerautoren ihren Weg und geben wertvolle Hinweise darauf, worauf man beim Schreiben achten sollte. An erster Stelle stehen Handwerk und Durchhaltevermögen, denn das erste Buch ist selten der Bestseller. In diesem Sinne gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 27.10.2025

Spannend bis zum Schluss

Academy of Lies (Band 2) - Autopsie einer Intrige
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Das Cover ähnelt dem des ersten Bandes, nur dass sich hier die vielen kleinen Details hinter dem Titel in rötlichen Tönen zeigen. Für mich wirkt es sehr edel, auch wenn ich beim ersten Blick eher an den ...

Das Cover ähnelt dem des ersten Bandes, nur dass sich hier die vielen kleinen Details hinter dem Titel in rötlichen Tönen zeigen. Für mich wirkt es sehr edel, auch wenn ich beim ersten Blick eher an den Fantasy-Bereich gedacht hätte. Zufällig wurde ich auf der Leipziger Buchmesse auf den ersten Band aufmerksam und so habe ich jetzt den zweiten Band verschlungen.

Academy of Lies – Autopsie einer Intrige von Nina Scheweling ist bei Loewe erschienen. Es ist der zweite Band der Academy of Lies-Dilogie um die Protagonistin Quinn. Die beiden Bücher sollten unbedingt chronologisch gelesen oder gehört werden, da die Geschichten aufeinander aufbauen und hier direkt am Ende des ersten Bandes anknüpft wird.

Quinn bleibt die Ich-Erzählerin der Geschichte. Im Hörbuch wird sie von Henriette Schreurs gesprochen, die all ihre Emotionen perfekt widerspiegelt und die Geschichte zu einem echten Hörgenuss macht. Ich habe wiederholt zwischen Hörbuch und Taschenbuch gewechselt und es einfach genossen. Schreurs gelingt es, jeder wichtigen Figur einen eigenen Ton zu geben, sodass ich immer genau wusste, mit wem Quinn gerade spricht, sei es zum Beispiel ihr Kommilitone Leonas oder ihre Mitbewohnerin Mira. So habe ich mich teilweise einfach im Hörbuch verloren und der Stimme gelauscht, die mich dem ominösen Zirkel und dessen Machenschaften immer näher brachte.

Als zweiten Sprecher möchte ich Julian Mehne nicht unerwähnt lassen. Sein Anteil ist zwar deutlich kleiner, aber er ist zuständig für die informativen Theorieblöcke. So lernen junge Leser ab 14 Jahren ganz nebenbei etwas über das Immunsystem, Wundheilung oder Organtransplantationen. Weitere Themen sind passend in die Handlung eingeknüpft, ohne aufdringlich zu wirken, sodass sie das Geschehen sinnvoll ergänzen.

Hast du den ersten Band "Academy of Lies – Anatomie einer Verschwörung" gelesen? Magst du spannende Jugendbücher mit medizinischem Hintergrund? Dann bist du hier genau richtig. Academy of Lies – Autopsie einer Intrige von Nina Scheweling setzt nahtlos an den ersten Band an und führt die Geschichte um Quinn und das mysteriöse Medikament weiter. Mit dabei ist immer ein bisschen Nervenkitzel und tiefe Einblicke in das Leben einer jungen Frau, die mit einem transplantierten Herz lebt und sich mit ihrem eigenen Tod auseinandersetzt. Für mich war es eine spannende und informative Reise. Zwar hätte ich durch meine pharmazeutische Ausbildung die Background-Infos nicht unbedingt gebraucht, aber sie waren gut in die Handlung eingebunden, altersgerecht vermittelt und sinnvoll. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung für Leser ab 14 Jahren, egal ob jung oder alt.

Veröffentlicht am 25.10.2025

Mein Oktober Highlight

If You Stay Too Long
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Was soll ich sagen, das Cover ist einfach toll und verströmt Urlaubsfeeling pur. Während unten die Palmen im Wind wehen, laufen oben die Wellen an den Strand. Dazwischen ein glitzernder Hintergrund, der ...

Was soll ich sagen, das Cover ist einfach toll und verströmt Urlaubsfeeling pur. Während unten die Palmen im Wind wehen, laufen oben die Wellen an den Strand. Dazwischen ein glitzernder Hintergrund, der einfach gute Laune macht. 

If you stay too long von Tine Nell erschien im Fischer Verlag. Es ist der zweite Band der Resort Pureza Dilogie. Den ersten Teil: If you fly too far habe ich einfach nur verschlungen und kann dir sagen, der zweite Teil ist noch besser, wenn das überhaupt geht. 

Ich habe das Buch übrigens wieder abwechselnd gehört und gelesen. Gerade am Abend, wenn die Augen eigentlich schon schlafen wollten, aber ich doch noch länger auf Fuerteventura verweilen wollte, habe ich der bezaubernden Stimme von Ann-Kathrin Hinz gelauscht. Sie hat hier für Sunny genau den richtigen Ton getroffen, so dass ich quasi zusammen mit ihr über die Insel geflogen bin. Wobei das ist das falsche Wort. Ich habe die Zeit im Resort Pureza genossen und durfte teilhaben an Sunnys neuem Posten im Resort. 

Übrigens ist die Liebesgeschichte in sich abgeschlossen und könnte theoretisch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Doch seien wir ganz ehrlich, es ist einfach schöner beide Geschichten chronologisch zu lesen. Denn im ersten Band durfte ich Sunny, als Freundin der dortigen Protagonistin schon kennenlernen. Und bekam einen Eindruck über ihre Freundschaft zu Dario, der auch hier keine ganz unwichtige Rolle spielt. Das musst du aber am besten selbst lesen. Mit dabei ist noch Luca mit seiner Surfschule La Ola und seinem ganz besonderen Charme. 

„Weißt du, was mein Papa immer über meine Sommersprossen gesagt hat, als ich noch klein war und Mama gestorben war? Er meinte, es würden immer mehr, weil es die Küsse seien, die sie mir geben würde, wenn sie mich nachts im Schlaf besuchen kommt.“

Hast du jetzt ein verträumtes Lächeln im Gesicht, beim Lesen der letzten Zeilen? Ich musste dieses Zitat über die Sommersprossen einfach mit dir teilen. Zum Einen weil ich selbst ganz viele Sommersprossen habe und zum Anderen, weil ich das Bild, das sich dahinter verbirgt einfach zu schön finde. Es folgt direkt ein zweites Zitat, das ich ebenfalls liebe.

„Liebe ist wie jemand, der deine Kanten sieht und sich trotzdem für dich entscheidet. Jemand, der dich in den Arm nimmt, wenn niemand anderes deine Tränen mitbekommt, der dich beruhigt und bei dem du sein kannst, wie du bist.“

Ich finde damit ist ganz viel gesagt. Du darfst dir nun selbst Gedanken machen, wer derjenige ist, der die Kanten sieht und sich trotzdem für Sunny entscheidet. Oder besser noch du liest einfach diese wunderbare Geschichte und verbringst in Gedanken einen Kurzurlaub auf Fuerteventura. Tine Nell ist es hier gelungen die ganz besondere Stimmung perfekt zu transportieren, so dass man quasi mit den Protagonisten zusammen am Strand sitzt und den Surfern in den Wellen zu sieht. 

Kennst du den Unterschied zwischen Surfen und Surfen? Wolltest du immer schon mal einen Surfkurs auf Fuerteventura machen? Dann schnappe dir „If you stay too long“ von Tine Nell und tauche ab in die Geschichte. Begleite Sunny bei ihrer Arbeit im Resort Pureza und freue dich auf den Schlagabtausch mit Luca. Nehme all deinen Mut zusammen und fahre stehend in die kommende Welle und genieße das ganz besondere Feeling auf dem Bord. Ich habe die Geschichte förmlich aufgesogen und konnte gar nicht genug davon bekommen. Für mich ein Highlight und so wandert es auf meine Top Ten Liste für 2025. Ich empfehle das Buch allen, die Liebesromane mit Fernweh mögen und einfach mal in Gedanken in die Sonne reisen möchten.

Veröffentlicht am 25.10.2025

Kann Kamila sich entscheiden?

Tell Me Softly
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Das Cover hat mich in gewissem Sinne angezogen. Es ist ein schöner Farbmix von leuchtendem Blau und leichten Rosatönen. Wenn man genauer hinsieht kann man Blätter und Obst erkennen. Es wirkt wie ein Spiel ...

Das Cover hat mich in gewissem Sinne angezogen. Es ist ein schöner Farbmix von leuchtendem Blau und leichten Rosatönen. Wenn man genauer hinsieht kann man Blätter und Obst erkennen. Es wirkt wie ein Spiel im Wasser. 

Tell me softly von Mercedes Ron erschien im der Hörverlag. Das Hörbuch wurde von Zina Laus, Flemming Stein und Jesse Grimm eingelesen. Es ist der Auftakt der Tell me Trilogie um Kamila und die Di-Bianco Brüder Tiago und Taylor. Alle drei haben hier ihre eigene Erzählstimme und nehmen mich mit in ihre ganz persönliche Gefühlswelt. 

Zum Inhalt möchte ich gar nicht so viel sagen, das kannst du im Klappentext nachlesen. Vielleicht nur etwas zur Konstellation und zum Spielort. Kamila ist 17 Jahre alt. Sie besucht die örtliche Highschool und ist dort im Cheerleader Team für die Basketballer. Die Di-Bianco Brüder waren in ihrer frühen Kindheit ihre Nachbarn und guten Freunde, doch trennten sich ihre Wege durch ein Unglück. Jetzt ziehen sie über sieben Jahre später wieder in das Nachbarhaus ein und die Geschichte nimmt seinen Lauf. 

Zina Laus verleiht der Protagonistin ihre Stimme. Das Stimmalter passt sehr gut zu Kamila und so harmonieren die Ich-Erzählerin und die Sprecherin für mich sehr gut. Auch die Rückblicke in die Kindheit von Kamila kamen dabei authentisch rüber. Zina Laus schafft es, hier eine passende Tonlage zu finden, so dass ich direkt ein zehnjähriges Mädchen vor Augen hatte. Die Beschreibungen der Autorin halfen dabei ebenfalls. Für mich eine gelungene Besetzung, die die Empfindungen und Ängste der Protagonistin sehr gut transportieren.

Flemming Stein und Jesse Grimm sprechen die Ich-Erzähler Tiago und Taylor. Dabei ist die Stimme für Tiago, der mit seinen 20 Jahren der ältere Bruder ist etwas gefaster und erwachsener, wenn man das so sagen kann. Ihm nimmt man seinen steinigen Weg sofort ab und versucht Stück für Stück tiefer in seine Gefühlslage einzudringen. Doch Gefühle gibt er nur bedingt Preis. Über Rückblenden nähere ich mich als Hörer langsam an den Grund für seine Abneigung gegenüber der Protagonistin an. Dem entgegen steht der drei Jahre jüngere Taylor. Der mit seiner Jugendlichkeit den Groll seines Bruders nicht nachvollziehen kann oder möchte. Das wird durch den Sprecher gekonnt unterstützt. Man hört hier mehr Leichtigkeit bei seiner Erzählung, wenn auch er durch den Schicksalsschlag geprägt wurde. Allerdings sieht er das ganze nicht so verbissen wie sein Bruder. 

Der Wechsel zwischen den drei Sprechern und damit auch zwischen den Ich-Erzählern sorgt für einen guten Spannungsaufbau. Durch gezielt platzierte Rückblenden in die Kindheit der einzelnen Figuren bekomme ich Hintergrundinformationen und kann das Handeln im hier und jetzt besser nachvollziehen. Im Fokus liegen hier ganz klar die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Highschool mit ihrem Basketball- und Cheerleader Team ist nur schmückendes Beiwerk. Ich bin gespannt, wie die Verbindungen der drei sich in den kommenden zwei Bänden der Trilogie noch ändern werden. 

Magst du Enemie to Lovers bzw. Friends to Lovers? In dem Auftakt der Tell Me Reihe von Mercedes Ron ist von beidem etwas dabei. Höre „Tell me softly“ mit den Stimmen von Zina Laus, Flemming Stein und Jesse Grimm und finde heraus, für wen sich die Liebe am Ende entscheidet. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, die stärker ist als jedes Unglück. Genauso ist es aber auch eine Geschichte voller Enttäuschung und Wut, die an die Oberfläche möchte. Freue dich auf ein Highschool Setting mit Sportlern und die ganz besondere Dynamik im Cheerleader Team. Erlebe die Höhen und Tiefen der Protagonisten und hoffe am Ende, dass ganz schnell der zweite Band erscheint. Von mir gibt es eine ganz klare Hör- und Leseempfehlung, die das hier beschriebene Szenario mögen. Es ist keine klassische Sportromance, sondern ein Young Adult Roman, der traumatische Erlebnisse benennt und zu einem gewissen grad auch verarbeitet.