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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2025

Einladung zum Rückblick und zur Vorausschau

Rauhnächte – Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum
1

Tanja Suppiger präsentiert mit ‘Rauhnächte – Reguliere dein Nervensystem‘ ein Handbuch, dass sich mit den Sperrnächten vom 8. bis zum 19. Dezember, der Sonnenwende und den Rauhnächten vom 24. Dezember ...

Tanja Suppiger präsentiert mit ‘Rauhnächte – Reguliere dein Nervensystem‘ ein Handbuch, dass sich mit den Sperrnächten vom 8. bis zum 19. Dezember, der Sonnenwende und den Rauhnächten vom 24. Dezember bis zum 6. Januar beschäftigt. In der Vorweihnachtszeit wird es hektisch und das Nervenkostüm ist angespannt. Besonders hochsensible Menschen leiden unter dieser mentalen Belastung, aber nicht nur diese. Die Autorin erklärt leicht verständlich wie unsere Atmung das vegetative Nervensystem positiv beeinflussen und damit zu mehr Wohlbefinden beitragen kann. Die vorgeschlagenen Übungen wirken entspannend und sind im Alltag gut anwendbar.
Nach einer alten bäuerlichen Tradition werden in den Sperrnächten die Arbeiten zum Abschluss gebracht, die Werkzeuge gesäubert. Es ist die Zeit das vergangene Jahr zu beenden und damit auch gedanklich zu resümieren als auch abzuschließen. Es kommt die Zeit des wiederkehrenden Lichtes mit der Wintersonnenwende, des Neubeginns in den Rauhnächten, die noch heute im traditionellen Bewusstsein in manchen Haushalten verankert sind.
Die Verbindung zwischen überlieferter Spiritualität und modernem Körperbewusstsein, um zur inneren Ruhe zu kommen und neue Kraft zu tanken, begleitet die Autorin sehr anschaulich und informativ. Besonders gefallen hat mir die grafische Gestaltung des Buches. Wer mag kann auch dem kostenlosen, achtsam begleiteten Online-Retreat folgen.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Unüberwindbare Hindernisse für die große Liebe

Kohlenträume
0

Wer die Schriftstellerin Annette Oppenlander kennt, weiß wie genau sie recherchiert, bevor sie ihre historischen Geschichten auf Papier festhält. Daher bringen ihre Romane nicht nur den vollen Lesegenuss, ...

Wer die Schriftstellerin Annette Oppenlander kennt, weiß wie genau sie recherchiert, bevor sie ihre historischen Geschichten auf Papier festhält. Daher bringen ihre Romane nicht nur den vollen Lesegenuss, man lernt auch so ganz nebenbei die Historie der Landstriche, über die schreibt, sehr gut kennen.
In ‘Kohlenträume‘ hat sie sich hauptsächlich mit einem Abschnitt des deutschen Zeitgeschehens zwischen den Jahren 1943 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges beschäftigt und ihre Fiktion um zwei verlorene Seelen nach Bochum in eine Steinkohlenzeche platziert. Mit viel Feingefühl und Sprachempfinden für eine keineswegs leichte Thematik werden wir mit dem Alltag einer jungen Frau, deren Mann an der Front kämpfen muss, bekannt gemacht, die sich allein auf sich gestellt auf einem Bauerngut durchschlagen muss. Dabei bereitet ihr die Neugier der Nachbarin, deren Bruder auch noch ein eiskalter SS-Offizier ist, mehr und mehr Unbehagen. Als eben jener Nazi Marie ihre letzten Tiere, ein paar Ziegen, mit denen sie sich mehr schlecht als recht finanziell durchgeschlagen hatte, wegnimmt, sie beschlagnahmt, weil sie für das Vaterland gebraucht werden, bricht für sie eine Welt zusammen. Doch Marie besitzt eine Kämpfernatur. Sie bewirbt sich erfolgreich um einen Bürojob auf der Zeche. Dort lernt sie den französischen Zwangsarbeiter Adrien kennen, der ihr mit seinen Sprachkenntnissen hilft, in ihrer neuen Tätigkeit Fuß zu fassen. Beide verbindet erst Sympathie, aus der sich mehr entwickelt, nicht zuletzt auch durch Maries großes Herz, die das Leid dieser zwangsverpflichteten Menschen erkennt und zu mildern versucht. Sie spürt nicht nur am eigenen Leib mit welch unbarmherziger Härte die Nazis gegen Menschen vorgehen, die nicht ihre Gesinnung teilen und sie erlebt die alles zerstörenden Bombenangriffe der Alliierten auf Bochum und ihre Folgen hautnah.
Annette Oppenlander zeigt in ihrem Roman, dass es Menschen gibt, die sich nicht brechen lassen, die ihre Überzeugung leben und dafür bezahlen, bitter bezahlen.
Ein fesselnder Roman, der das Herz berührt und zeigt, welche seelischen und körperlichen Schäden Menschen, die den Krieg erleben, ihr restliches Leben mit sich tragen.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Ein Fest für jeden Automobil-Liebhaber

Autos - mi amore!
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In Luca de Meos Sachbuch ‘Autos – mi amore! Eine Reise durch die unglaubliche Welt des Automobils von A-Z‘ kann sich der begeisterte Autoliebhaber von seinen schönsten Träumen einfangen lassen und in ...

In Luca de Meos Sachbuch ‘Autos – mi amore! Eine Reise durch die unglaubliche Welt des Automobils von A-Z‘ kann sich der begeisterte Autoliebhaber von seinen schönsten Träumen einfangen lassen und in die ach so wunderbare, faszinierende Welt der Motorisierung eintauchen. Der Autor weiß nicht nur fundiert und interessant über die rassigen Kisten mit den charmanten PS-Zahlen unter der Haube zu berichten, nein auch die ein oder andere Geschichte rund um die Branche und ihren großen Managern vermittelt er mit großen Unterhaltungswert. Natürlich bekommt auch Michael Schumacher seinen Platz in einem besonderen Artikel. An welchen verstörenden, durchdringenden Blick die Frontpartie des Peugeot 504 erinnert, verrate ich jetzt nicht. Das zeigen aussagekräftige Zeichnungen, die das geschriebene Wort an der ein oder anderen Stelle im Buch wunderbar beleben.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Was kann man glauben?

HEN NA IE - Das seltsame Haus
8

Der japanische Schriftsteller Uketsu konnte mich auch mit seinem zweiten, beim Bastei-Lübbe Verlag erschienenen Kriminalroman ‘HEN NA IE – Das seltsame Haus‘ begeistern. Sein Schreibstil ist anders, man ...

Der japanische Schriftsteller Uketsu konnte mich auch mit seinem zweiten, beim Bastei-Lübbe Verlag erschienenen Kriminalroman ‘HEN NA IE – Das seltsame Haus‘ begeistern. Sein Schreibstil ist anders, man muss sich darauf einlassen, wie er Geschichten erzählt, sie gestaltet, seine Charaktere formt, um sie urplötzlich wieder in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. Nicht nur einmal dachte ich beim Lesen, habe ich hier irgendwas verpasst? Es hilft sehr genau und konzentriert in der Geschichte zu sein, damit man auch die kleinen versteckten Details wahrnimmt, sie einordnet und na ja, dann doch eine falsche Spur verfolgt. So jedenfalls ist es mir ergangen. Mir fällt immer wieder der Vergleich mit dem Film ‘Die üblichen Verdächtigen‘ ein, um das Wesen des Buches annähernd zu beschreiben.
Der Investigativjournalist und Ich-Erzähler, dessen Identität zum Schluss als Überraschung enthüllt wird, tauscht sich mit einem Freund über dessen Wunsch ein Haus in Tokio zu kaufen, aus. Dabei begutachten beide den Grundriss und natürlich die Lage, die sich idealerweise in der Nähe zur nächsten Bahnstation befinden sollte. Beim näheren Betrachten die Baupläne kommen dem Ich-Erzähler Zweifel. Daher tauscht er sich mit einem Architekten aus, der sich in seiner Freizeit mit Okkultismus und dem Lesen von Kriminalromanen beschäftigt. Auch der Leser wird nun aufgefordert, die Baupläne genauer zu betrachten. Und tatsächlich entdeckt man einige Merkwürdigkeiten, die nach Meinung des Architekten und Hobbykriminalisten offensichtlich mit einem finsteren, spirituell geprägten Geheimnis verbunden sind. Doch kann das überhaupt sein?
Die Geschichte entwickelt sich zunächst moderat trotz einer mörderischen Theorie. Es bleibt Zeit, den eigenen Gedanken nachzugehen. Dann plötzlich fügt sich ein Puzzle zum anderen. Man glaubt sich schon auf der Ziellinie der Aufklärung zu befinden, wirft letztendlich eine Aussage noch einmal alles über den Haufen.
Meisterhaft komponiert mit vielen Wendungen und einem lauten finalen Paukenschlag präsentiert sich Uketsus Kriminalroman, den ich Lesern empfehle, die gern neue Pfade im Genre betreten möchten.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Die Magie des hohen Nordens

Keltische Winternächte
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Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen. Die Sonnenstunden werden weniger, dicke regenschwere Wollen ziehen über den Himmel und lassen schwere Tropfen auf die Erde niederprasseln. Bald schon werden sie ...

Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen. Die Sonnenstunden werden weniger, dicke regenschwere Wollen ziehen über den Himmel und lassen schwere Tropfen auf die Erde niederprasseln. Bald schon werden sie sich in Schneeflocken verwandeln und eine weiße Decke über die Landschaft legen. Es wird still und dunkel, nur der Wind streift fauchend über die abgeerntete Felder, um die Häuser, die sich ganz klein machen und aus deren Schonsteinen dicker, weißer Rauch aufsteigt, der eine wohlige Wärme in den Stuben erahnen lässt.
Schon sind wir gefangen in der zauberhaften Welt der Märchen, die uns an langen Winterabenden angenehm unterhalten. Loireag na Mara entführt uns in ‘Keltische Winternächte‘ in das Land der Feen und geisterhaften Erscheinungen, die wundersame Dinge hervorzaubern, manchmal ein wenig gruselig daherkommen. Traumhafte Grafiken von Liga Klavina-Raiska mit kleinen versteckten Details, wenn man genau hinschaut, gestalten diese Buch zu einem Kleinod der Extraklasse. Es macht einfach ungeheuren Spaß sich beim Betrachten zu verlieren und dabei Entspannung zu finden.
Wer auf der Suche nach einem märchenhaften Geschenk ist, kann hier fündig werden mit diesem besonderen Buch aus dem Wunderhaus Verlag.

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