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Veröffentlicht am 30.10.2025

Seltsam? Auf alle Fälle! Konnte mich nicht überzeugen...

HEN NA IE - Das seltsame Haus
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"HEN NA IE - Das seltsame Haus" von Uketsu ist als Hardcover mit Schutzumschlag bei Lübbe erschienen und hat 224 Seiten.

Einem Autor mit Schwerpunkt Okkultismus fällt ein zum Verkauf stehendes Haus ins ...

"HEN NA IE - Das seltsame Haus" von Uketsu ist als Hardcover mit Schutzumschlag bei Lübbe erschienen und hat 224 Seiten.

Einem Autor mit Schwerpunkt Okkultismus fällt ein zum Verkauf stehendes Haus ins Auge, was bei näherer Betrachtung einen merkwürdigen Grundriß aufweist. Er berät sich mit einem bekannten Architekten, durch dessen Sichtweise immer mehr Auffälligkeiten des Hauses darauf hindeuten, dass hier Morde begangen worden sein könnten...

Der Schreibstil des Autors ist ungewöhnlich, beschränkt sich komplett auf eine Protokollform, so dass mir sowohl das Geschehen als auch vor Allem die Charaktere permanent distanziert und fremd blieben. So konnte mich der Fall, der im übrigen ausgesprochen spekulativ ist und dessen Auflösung ich ziemlich verworren finde, leider nicht so recht packen.

Anfangs war ich noch begeistert, da dieser Krimi etwas ganz Anderes ist als gewohnt, darauf folgte allerdings recht schnell die Ernüchterung. Die Zeichnungen des Hauses tauchen permanent wieder auf, so dass die ohnehin schon recht wenigen Seiten schnell gefüllt sind. Außerdem werden nach einer spekulativen Annahme die Fakten stets direkt geliefert, so dass auch das miträtseln und mitfiebern auf der Strecke bleibt. Am Ende waren bei mir Langeweile und Desinteresse leider vorherrschend...

Ein Stück weit liegt es sicherlich an meiner mangelnden Kenntnis der japanischen Kultur, dass der Funke nicht so ganz übersprang. Und auch die japanischen Namen, die sich für meine Ohren häufig sehr ähneln, haben die Lektüre ein wenig erschwert.


Insgesamt ist "HEN NA IE - Das seltsame Haus" ausgesprochen mysteriös und auch insoweit fesselnd, dass ich definitiv wissen wollte, was hinter all dem steckt und ob die Protagonisten mit ihren Vermutungen richtig liegen.
Dennoch kann ich es nicht unbedingt empfehlen, außer an diejenigen, die auf der Suche sind, im Krimigenre ganz neue Wege zu beschreiten - denn in Sachen Andersartigkeit liegt das Buch ganz weit vorne :o)

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Konnte mich nicht fesseln, ich hatte wohl etwas Anderes erwartet...!

9 Jahre Wahn
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"9 Jahre Wahn" von Eric Stehfest ist als Taschenbuch mit 288 Seiten bei ZS - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe erschienen.

Eric, der mir zuvor nicht bekannt war, da ich so gut wie kein Fernsehen schaue ...

"9 Jahre Wahn" von Eric Stehfest ist als Taschenbuch mit 288 Seiten bei ZS - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe erschienen.

Eric, der mir zuvor nicht bekannt war, da ich so gut wie kein Fernsehen schaue und wenn, dann nicht Serien wie GZSZ, ist grundsätzlich eine interessante Persönlichkeit, die auffällt. Und das, so wie anscheinend alles, was er tut, auch ganz bewusst. Das ist es wohl auch, was mich an seinem Buch immer wieder befremdet hat, diese Gegensätzlichkeiten - auf der einen Seiten ist er (angeblich) so konfus und verloren und bekommt nichts auf die Reihe und auf der anderen Seite analysiert er das alles präzise und weiß über seine Krankheit scheinbar mindestens ebenso gut Bescheid wie seine Therapeutin...

Der Schreibstil hat mich leider gar nicht abgeholt - durch die Sicht der dritten Person wirkte es doch recht distanziert und auch wenn ich das Krankheitsbild als Solches durchaus gern näher ergründet habe, hat das Ganze bei mir leider keinerlei Anteinahme oder ähnliches geweckt...irgendwie hatte ich wohl etwas Anderes erwartet, etwas, das mich berüht und mitnimmt...

Für Fans sicherlich ein tolles Buch, denn es ist offen und ehrlich und schonungslos für mich war das leider nichts!

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Familiensaga der Nachkriegsjahre - unterhaltsam ohne Tiefgang.

Die Porzellanmanufaktur – Zerbrechlicher Frieden
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- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -

"Die Porzellanmanufaktur - Zerbrechlicher Frieden" von Stefan Maiwald ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 9 Stunden, 43 Minuten bei USM ...

- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -

"Die Porzellanmanufaktur - Zerbrechlicher Frieden" von Stefan Maiwald ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 9 Stunden, 43 Minuten bei USM Audio erschienen und wird gesprochen von Nils Kretschmer.

Zerbrechlicher Frieden ist der gelungene Auftakt der Trilogie um die Prozellanmanufaktur, der in der Nachkriegszeit spielt.
Das Familienoberhaupt Ludwig Thalmeyer verstirbt 1947 plötzlich, und die Schwestern Marie und Sophie stehen allein mit dem Familienunternehmen da, denn der Älteste der Thalmeyers, Joachim, gilt noch als in Russland vermisst. Marie führt nun offiziell die Manufaktur, wird aber von den Geschäftspartnern und Lieferanten kaum ernst genommen. Um weiter arbeiten zu können, muss sie sich mit einem Konkurrenten zusammentun, der das allerdings versucht schamlos auszunutzen und seine Position zu mißbrauchen...

Stefan Maiwald hat eine unterhaltsame, leichtgängige Familiensaga geschrieben, die den Zeitgeist und die Atmosphäre der Nachkriegsjahre recht gut widerspiegelt. Wiederaufbau, Sorgen Nöte, Vermisste, Schwarzmarkt, persönliche Konflikte, die Aliierten und die Liebe, all das bekommt Raum in der Geschichte.
Leider muss ich allerdings sagen, dass es mir ein hier definitiv an Tiefe fehlte. Alles bleibt ein bisschen oberflächlich und unterscheidet sich nicht nennenswert von vielen anderen historischen Romanen aus dieser Zeit. Ich hätte gern mehr Atmosohäre gehabt, etwas mehr Beklemmung und auf der anderen Seite die beginnende Leichtigkeit. Das kam allerdings nicht an, und so bleibt dieser Roman in meinen Augen einer von vielen, die zwar gut unterhalten, aber nicht im Gedächtnis bleiben.

Nils Kretschmer als Sprecher hat mir so gefallen wie die Story - gut, unterhaltsam, aber nicht herausragend.

Ich würde es mit dem zweiten Teil sicherlich noch probieren, da ich die 50er Jahre sehr mag, und hoffe, es wird dann etwas "gehaltvoller".

DiePorzellanmanufakturZerbrechlicherFrieden

NetGalleyDE! #DankeNetGalleyDE!

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Top Idee, Umsetzung etwas holprig - gute Unterhaltung mit Luft nach oben...

Der Stau
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"Der Stau. Es gibt kein Entkommen" von Jo Furniss ist als Taschenbuch mit 320 Seiten bei Rowohlt Polaris erschienen.

Belinda "Billy" Kidd, Kommissarin kurz vor dem Ruhestand, kommt gerade aus einem ausgedehnten ...

"Der Stau. Es gibt kein Entkommen" von Jo Furniss ist als Taschenbuch mit 320 Seiten bei Rowohlt Polaris erschienen.

Belinda "Billy" Kidd, Kommissarin kurz vor dem Ruhestand, kommt gerade aus einem ausgedehnten Urlaub zurück nach London und gerät in einen dichten Stau. Als sie ihr Fahrzeug verlässt, um sich etwas Bewegung zu verschaffen, entdeckt sie in einem Fahrzeug in ihrer Nähe eine männliche Leiche - erstochen mit einem Spieß aus Metall. Der Täter bzw. die Täterin müssen also ebenfalls in der Nähe sein, da hier derzeit niemand entfliehen kann. Doch die Zeit ist knapp - gibt Billy ihre Entdeckung preis, könnte es eine Massenpanik geben. Tut sie es nicht, könnte der Mörder entkommen - eine echte Bredouille...!

Locked in - Thriller finde ich von der Grundidee grundsätzlich schon gruselig spannend, und das Ganze in einem Stau stattfinden zu lassen war eine neue und aufregende Idee.
Die Umsetzung jedoch hätte noch eine Menge Potential gehabt! Nach dem fesselnden Einstieg fächerte sich das Ganze schnell auf zu einer breiten Palette recht flacher Charaktere, deren Befragungen nicht viel hergaben.
Billy gefiel mir recht gut, allerdings hat Jo Furniss das Problem ihrer vollen Blase zu sehr ausgereizt - sicherlich kann das jeder nachvollziehen und es kann auch wirklich vorherrschend werden und die Konzentration erschweren, hier jedoch hat es den Spannungsbogen leider mehrfach unterbrochen und meinen Lesefluss beeinträchtigt.

Insgesamt war der Plot von der Idee her klasse und auch unterhaltsam, aber ich brauchte mehrere Anläufe, so dass ich für die Lektüre sehr lange gebraucht habe - leider reicht das nur für 3 Sterne...

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Ein Blick hinter die Kulissen….

Die innere Ordnung
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Die Kriegswitwe Vera „angelt“ sich Anfang der 1950er Jahre den höheren Beamten Eberhard, der noch eine beachtliche Karriere und somit auch einen steilen gesellschaftlichen Aufstieg vor sich hat. Irgendwann ...

Die Kriegswitwe Vera „angelt“ sich Anfang der 1950er Jahre den höheren Beamten Eberhard, der noch eine beachtliche Karriere und somit auch einen steilen gesellschaftlichen Aufstieg vor sich hat. Irgendwann wird er allerdings erneut damit konfrontiert, dass er in den Kriegsjahren Dinge getan hat, die nicht gerade lobenswert sind - genauer spezifiziert werden die Gräuel jener Zeit (leider) nicht, so wie insgesamt weite Teile des Romans eher aus bedeutungsschweren Andeutungen statt klaren Aussagen bestehen.

Das Cover finde ich merkwürdig, aber es passt gut zu den ebenfalls nur verschwommen dargestellten Hintergründen zu Eberhards Handlungen.

Mit dem Schreibstil habe ich mich lange recht schwer getan - vom Wortbuilding her passt er zum Inhalt des Buches, jedoch waren die Sätze so verschachtelt und deren Inhalt derart verklausuliert, dass ich die Aussage des Öfteren erst beim zweiten oder dritten lesen erfasst habe - hier muss man sich voll konzentrieren, um alles mitzubekommen!

Grundsätzlich werden die Widrigkeiten jener Zeit, die gesellschaftlichen Zwänge und Obliegenheiten sowie die Prüderie und das nach außen hin bloß immer blütenweiß zu erscheinende Familienbild sehr gut dargestellt und der Autor bietet einen interessanten Blick hinter die Kulissen, aber eben leider nicht unterhaltsam, sondern zumindest für mich eher schwergängig.

Was mich wirklich sehr gestört hat, ist, dass, obwohl er eine wirklich wichtige Rolle spielt, Veras Sohn keinen Namen bekommen hat! Falls das einen Sinn hat, habe ich diesen nicht verstanden. Ich könnte es allenfalls so interpretieren, dass Eberhard seinen Stiefsohn nie wirklich akzeptiert, sondern lediglich geduldet hat - vielleicht soll das durch die Namenlosigkeit unterstrichen werden!?

Nachdem ich diesen Roman beendet habe, bleibe ich etwas ratlos zurück, denn irgendwie warte ich noch immer auf die Antwort auf die Frage, warum ich dieses Buch gelesen habe - leider hat es mich nicht „abgeholt“ und ich warte irgendwie noch immer auf ein Aha-Erlebnis.

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