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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2025

Als Schullektüre definitiv nicht geeignet

Heldentage
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Martin Schäubles Roman ,,Heldentage" versucht, aktuelle gesellschaftliche Themen wie Suchtverhalten, schwierige Elternhäuser und vielleicht auch ein wenig Zivilcourage in eine jugendgerechte Geschichte ...

Martin Schäubles Roman ,,Heldentage" versucht, aktuelle gesellschaftliche Themen wie Suchtverhalten, schwierige Elternhäuser und vielleicht auch ein wenig Zivilcourage in eine jugendgerechte Geschichte zu verpacken. Leider gelingt ihm das nur sehr eingeschränkt. Die Themen werden zwar angesprochen, aber kaum vertieft. Viele Fragen bleiben offen, und die Figuren scheinen eher dazu da zu sein, oberflächliche Positionen zu vertreten, als wirkliche Entwicklung zu zeigen. Dadurch wirkt der Roman oft flach und unausgereift. Dazu kommt, dass einfach mehrere schwierige Themen aneinandergereiht werden und kein einziges davon tiefgründig ausgearbeitet wird.

Auch die Handlung überzeugt nicht. Zahlreiche Ereignisse und Wendungen sind wenig glaubwürdig, was es schwer macht, sich auf die Geschichte einzulassen oder mit den Charakteren mitzufühlen. An manchen Stellen hat man fast den Eindruck, als würde der Autor die Realität zu stark beugen, um bestimmte Situationen erzwingen zu können. Auch für einen Jugendroman sind die Szenen zu weit hergeholt.

Als Schullektüre ist ,,Heldentage" daher kaum geeignet. Weder bietet das Buch genügend inhaltliche Tiefe, um über Werte, Moral oder politische Zusammenhänge ernsthaft zu diskutieren, noch vermittelt es eine klare oder nachhaltige Botschaft. Statt zum Nachdenken anzuregen, bleibt am Ende vor allem das Gefühl zurück, dass hier ein großes Thema verschenkt wurde.

Insgesamt ist ,,Heldentage" ein Roman, der viel verspricht, aber wenig einlöst – weder erzählerisch noch thematisch.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Wunderschöner Gardasee, aber das war es leider auch schon

Weihnachtszauber im kleinen Chalet am Gardasee
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Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar und Bestandteil einer Leserunde gewonnen, was meine Meinung darüber aber nicht beeinflusst.

Inhalt:

Soléa hat es geschafft - sie ist fertig mit ihrem Studium, ...

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar und Bestandteil einer Leserunde gewonnen, was meine Meinung darüber aber nicht beeinflusst.

Inhalt:

Soléa hat es geschafft - sie ist fertig mit ihrem Studium, nur ein einziges Praktikum fehlt noch und dann kann es in die Arbeitswelt losgehen. Dieses Praktikum möchte sie im kleinen Chalet am Gardasee machen. Dort war sie schön des Öfteren, schließlich lebt ihre Oma dort. So sehr sie sich aber auf das Praktikum freut, gibt es einige Probleme, mit denen sie klarkommen muss.

Meinung:

Der Schreibstil ist einerseits super flüssig und schön zu lesen, denn die Beschreibungen der Landschaft und auch der winterlichen Aktivitäten sind sehr schön und man kann sich alles super gut vorstellen und möchte am liebsten selber direkt zum Gardasee aufbrechen. Andererseits wirken die Gespräche aber oft hölzern und es gibt einige Sätze, die sich immer wieder wiederholen. Diese ständigen Wiederholungen sind auf Dauer etwas nervig (sorry!) und auch die Flut an Superlativen und sehr positiven Adjektiven wirken unecht und nicht authentisch.

Unecht und nicht authentisch ist leider auch der Inhalt. Soléa ist perfekt. Ihre beste Freundin ist perfekt. Ihre Familie ist perfekt und sowieso verläuft alles in der Geschichte perfekt.

Doch leider führte nicht nur dieser Umstand zu lediglich zwei Sterne meinerseits. Die Handlung ist an fast allen Stellen realitätsfern und unlogisch. Es gibt so viele Stellen, an denen ich den Kopf schütteln musste, weil es einfach überhaupt nicht der Realität entsprach. Angefangen damit, dass man in Zeiten von Telefon, Smartphone, WhatsApp und Co 4 Jahre lang keinen Kontakt zu Freunden/der Familie pflegt. Hmm..... Das erscheint mir seeeeher weit von der Wahrheit entfernt.

Es war okay zu lesen, aber abgeholt hat mich die Geschichte nicht und ob ich sie unbedingt weiterempfehlen würde, weiß ich auch nicht so genau.

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Veröffentlicht am 09.05.2022

Einfach nicht meins

Unser Teil der Nacht
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Mir hat das Buch einfach nicht gefallen. Ich fand es seeeehr langatmig, die Kapitel hatten sehr viele Seiten und haben sich einfach total gezogen. Ich musste mich teilweise wirklich durchquälen und habe ...

Mir hat das Buch einfach nicht gefallen. Ich fand es seeeehr langatmig, die Kapitel hatten sehr viele Seiten und haben sich einfach total gezogen. Ich musste mich teilweise wirklich durchquälen und habe ab der Hälfte ungefähr immer mal wieder Seiten/Passagen übersprungen, weil ich sie sehr zäh fand.

Die Figuren sind mir persönlich zu seltsam. Die Vater-Sohn-Beziehung ist mehr als abstrus, abschreckend und teilweise auch mit heftigem negativen Beigeschmack.

Die Passagen der schwarzen Magie sind einerseits zwar spannend und interessant, andererseits aber echt eklig und krass. Da rollen einem teilweise beim Lesen echt die Zähennägel hoch.

Ich kann mir schon vorstellen, dass es viele gibt, die diesen Roman gut finden. Ich gehöre aber einfach nicht dazu.

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Veröffentlicht am 07.03.2022

Leider nicht mein Fall

April & Storm - Heller als die Sterne
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Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten Band von April und Storm, wobei ich das Buch gelesen habe ohne die vorherigen zu kennen und auch wenn es den einen oder anderen Hinweis auf die ersten zwei ...

Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten Band von April und Storm, wobei ich das Buch gelesen habe ohne die vorherigen zu kennen und auch wenn es den einen oder anderen Hinweis auf die ersten zwei Bände gab, ist es mir nicht schwer gefallen der Handlung zu folgen oder zu verstehen.
Das kann aber auch daran gelegen haben, dass es nicht viel Story gibt. Es geht direkt mit einer Sexszene los, was mich, auch wenn ich wirklich nicht prüde bin, etwas geschockt hat und ich als Anfang nicht so passend fand. Dann geht es eigentlich recht spannend weiter, es gibt Potenzial, doch plätschert die Handlung danach einfach nur noch vor sich hin. Im ganzen Mittelteil passiert rein gar nichts, ich fand ihn langweilig, viel zu detailliert und die wichtigen Dinge wurden außer Acht gelassen.
Das Ende wirkte für mich viel zu konstruiert, innerhalb der Geschichte unlogisch und war einfach zu viel des Guten.

Der Schreibstil an sich ist super. Die Geschichte lässt sich echt flüssig lesen, doch ist der Inhalt leider mau.

Ich weiß auch nicht so richtig, was ich von April und Storm halten soll. Obwohl sie schon so viel durchgemacht haben, erscheinen sie mir manchmal doch etwas kindisch und teilweise war ich auch etwas genervt von den beiden. Dazu hat wahrscheinlich auch geführt, dass die beiden fast nicht miteinander geredet haben.

Andere LeserInnen meinten, dass die ersten beiden Bände auf jeden Fall besser sind als dieser. Nachdem ich diesen gelesen habe, würde ich die ersten zwei eigentlich nicht lesen wollen.

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Veröffentlicht am 23.03.2021

Langweilig

Aus der Mitte des Sees
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Leider konnte mich das Buch gar nicht überzeugen. Der Klappentext klingt sehr spannend, weswegen ich das Buch auch lesen wollte, doch ziemlich schnell musste ich feststellen, dass der Inhalt nicht an den ...

Leider konnte mich das Buch gar nicht überzeugen. Der Klappentext klingt sehr spannend, weswegen ich das Buch auch lesen wollte, doch ziemlich schnell musste ich feststellen, dass der Inhalt nicht an den Klappentext herankommt.

Lukas ist Mönch, der in einer Midlife-Crisis steckt. Er zweifelt an sich, an seine Berufung als Mönch, an so ziemlich allem eigentlich. Er zweifelt nicht nur, er nörgelt in einer Tour herum. Aber es gibt ja immerhin den See, in dem er regelmäßig schwimmen geht.

Jaja, der See. Ich weiß nicht, wie viele Beschreibungen des immer gleichen Sees ich innerhalb dieser gut 250 Seiten gelesen habe. Gefühlt handelt das Buch von nichts anderem außer diesem See. Und es gibt dort einen Plastikstuhl. Aha.

Die Figuren fand ich nicht gut gelungen. Lukas ist mir sehr unsympathisch und auch Sarah, die Frau, die später noch eine Rolle spielen wird, ist absolut niemand, mit dem ich gerne meine Zeit verbringen würde. Die einzige Figur, die ich interessant und ansatzweise sympathisch fand, war Lucian. Es hätte sich definitiv gelohnt mehr über ihn zu erfahren. Schade.

Darüber hinaus passiert einfach nichts im Buch. Lukas geht schwimmen. Das ist so ziemlich die komplette Handlung. Und wenn dann doch mal etwas passiert, dann ist es fadenscheinig und vorhersehbar.

Das Ende fand ich mehr als unbefriedigend. Es bleiben eine Millionen Fragen offen, die ich gerne geklärt gehabt hätte und auf einmal ist alles toll. Nee, das hat leider nicht gepasst.

Das ist total schade, denn sprachlich ist das Buch wirklich auf einem sehr hohen Niveau. Es ist gespickt durch Analogien, Verweise auf andere Texte und definitiv anspruchsvoll. Aber diese super langweilige nicht vorhandene Handlung lässt einem keinen Raum zum Wertschätzen des Sprachstils. Ein paar Abstriche muss ich jedoch auch hier machen: Der Anfang war super verwirrend und sehr unklar. Es hat gedauert bis ich wirklich ins Buch gekommen bin.



Fazit:

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.

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