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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2025

Wo ist Dinah?

Down Cemetery Road
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„Down Cemetery Road“ ist mein erstes Buch von Mick Herron. Es handelt sich um ein Frühwerk des Autors, das er bereits 2003 geschrieben hatte. Nun erscheint sein Erstling auch auf Deutsch. Worum geht es?
Wir ...


„Down Cemetery Road“ ist mein erstes Buch von Mick Herron. Es handelt sich um ein Frühwerk des Autors, das er bereits 2003 geschrieben hatte. Nun erscheint sein Erstling auch auf Deutsch. Worum geht es?
Wir lernen Sarah Tucker und ihren Mann Mark kennen, als ein Haus in der Nachbarschaft explodiert. Sarah glaubt, eins der Opfer zu kennen, die kleine Dinah. Sie will sie im Krankenhaus besuchen. Doch das Kind ist spurlos verschwunden.
Sarah, die an BHS (Bored Housewife Syndrome) leidet und ihre Rolle als Hausfrau satthat, forscht nach. Schon bald bringt sie nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr. Joseph Silvermann, ein von ihr engagierter Privatdetektiv, wird ermordet.
„Down Cemetery Road“ ist eine komplexe, mäßig spannende Geschichte, die im Geheimdienstmilieu spielt. Ein Mix aus Krimi und Gesellschaftsroman, durchzogen von schwarzem Humor.
Sarah kommt etwas übergriffig rüber. Warum will sie unbedingt herausfinden, was es mit dem verschwundenen Kind auf sich hat? Schon bald gerät Sarah in das Zentrum einer riesigen Verschwörung und Leichen säumen ihren Weg.
Erst ganz am Schluss erhält Sarah Unterstützung von Privatermittlerin Zoë Boehm, der Partnerin des ermordeten Detektivs. Ob ich diese Reihe weiterverfolgen werde, weiß ich noch nicht.

Fazit: Nicht misslungen - doch mit größeren Problemen/Schwächen.

Veröffentlicht am 28.11.2025

Düster und beklemmend

Eisnebel
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Um es gleich zu sagen, „Eisnebel“ von Kate Alice Marshall hat mich enttäuscht. Ein Thriller ist es nicht, eher ein Familiendrama. Worum geht es?
Connor stammt aus einem reichem Elternhaus. Über die Weihnachtsfeiertage ...


Um es gleich zu sagen, „Eisnebel“ von Kate Alice Marshall hat mich enttäuscht. Ein Thriller ist es nicht, eher ein Familiendrama. Worum geht es?
Connor stammt aus einem reichem Elternhaus. Über die Weihnachtsfeiertage soll seine Familie seine Verlobte Theodora, genannt Theo, kennenlernen. Diese kommt geheimnisvoll rüber. Jedenfalls ist Theo nicht ihr echter Name.
Theo bekommt mysteriöse Nachrichten von einer unbekannten Nummer. Wer steckt dahinter? Aber wie das so ist bei Locked-Room-Mysteries, hat sie auf einmal keinen Empfang mehr.
Ein abgelegenes Anwesen. Meterhoch Schnee. Menschen, vom Rest der Welt abgeschnitten. Kein Handy-Empfang. Kein Entkommen. Hat man so oder so ähnlich schon mal gelesen.
Während Theo sich der Tatsache stellt, dass jemand versucht, sie von Connor fernzuhalten, entdeckt sie, dass ihr Teile des Familienanwesens bekannt vorkommen. Bruchstücke ihrer Erinnerungen tauchen auf und sie erkennt die erschreckende Realität: Sie war schon einmal hier.
„Eisnebel“ ist eine rührselige Geschichte: Waisenkind, in einer Hölle von Elternhaus aufgewachsen, trifft Märchenprinz. Natürlich ist Theo nicht willkommen. Denn die Familie hat Ermittlungen über sie angestellt. Dabei hat fast jeder selbst ein Geheimnis, etwas zu verbergen.
Aber, ist Theo wirklich ein Kind des Teufels? Irgendwann war mir die Auflösung egal, weil ich keine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufbauen konnte.

Fazit: Kitschige Schmonzette, die mich nicht zu fesseln vermochte.

Veröffentlicht am 31.10.2025

Die Idylle trügt

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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Die beiden Vorgänger hatten mich begeistert. Aber „Dann ruhest auch du“ von Sandra Åslund, der dritte und letzte Fall für Kriminalinspektorin Maya Topelius, hat mich nicht überzeugt. Worum geht es?
In ...


Die beiden Vorgänger hatten mich begeistert. Aber „Dann ruhest auch du“ von Sandra Åslund, der dritte und letzte Fall für Kriminalinspektorin Maya Topelius, hat mich nicht überzeugt. Worum geht es?
In einer Schlossruine auf Öland wird die Leiche einer Journalistin entdeckt - regelrecht exekutiert. Es ist bereits der zweite Todesfall dieser Art. Maya und ihr Kollege Pär Stenqvist reisen nach Kalmar, um vor Ort zu ermitteln. Kurz darauf gibt es ein drittes Opfer. Die Spur führt zu einer rechtsradikalen Verbindung.
„Dann ruhest auch du“ ist ein atmosphärischer und düsterer Kriminalroman. Wie immer bei der Autorin, flott und flüssig zu lesen.
Über das Wiedersehen mit Maya habe ich mich gefreut. Maya ist befangen, nimmt es aber persönlich. Durch ihre Alleingänge bringt sie nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr, wie unprofessionell. Schade um die an sich sympathischen Figuren.
Rechtsextremismus, ein wichtiges Thema. Aber, dass in einer Ruine eine Leiche entdeckt wird, ist ja nicht neu. Zudem das ganze Familien-/ Kindheitsgedöns, das war mir dann doch etwas zu viel Bullerbü, so dass ich diesmal keine Leseempfehlung aussprechen kann.

Fazit: Fall Nr. 3 für Maya Topelius. Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.

Veröffentlicht am 29.06.2025

Wo ist Lisa?

Der Trailer
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Die Krimis und Thriller von Linus Geschke haben mal mehr, mal weniger überzeugt. „Der Trailer“, Start einer Trilogie, gehört für mich eher in die zweite Kategorie. Doch worum geht es?
Vor 14 Jahren verschwand ...

Die Krimis und Thriller von Linus Geschke haben mal mehr, mal weniger überzeugt. „Der Trailer“, Start einer Trilogie, gehört für mich eher in die zweite Kategorie. Doch worum geht es?
Vor 14 Jahren verschwand Lisa Martin von einem Campingplatz in den Ardennen, Camp Donkerbloem. Ihre Leiche wurde nie gefunden.
Nach einem mysteriösen Prolog lernen wir die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke kennen. Sie wurde gerade suspendiert und will an einem True-Crime-Podcast über Lisa teilnehmen.
Danach begegnen wir Wout Meertens, einem Barbesitzer aus Köln. Er hört diesen Podcast und erinnert sich an die Geschehnisse von damals. Denn er war dabei.
Als der Autor noch Reportagen für Tauchzeitschriften schrieb, fand ich die sehr spannend. Aber dieser Thriller dümpelt so vor sich hin. Es dauert lange bis die Handlung Fahrt aufnimmt und Spannung aufkommt.
Wechselnde Perspektiven und Schauplätze sorgen für Dynamik und Cliffhanger über Cliffhanger. Immer mal wieder sind Kapitel eingestreut, mit dem Titel „Der Fremde“. Der Mann mit der Maske. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Eine suspendierte Kommissarin, die die Sache persönlich nimmt, ein prolliger Barbesitzer mit zwielichtiger Vergangenheit, sein bester Freund Tayfun, ein Ex-Boxer mit türkischen Wurzeln und seine Mieterin Kathinka, die auf Rache für den Tod ihrer Schwester sinnt; ich werde sie nicht vermissen.
Immerhin am Ende ist der Cold Case gelöst. Nichtsdestotrotz bleiben viele Fragen offen, die dann wohl in Band 2, Das Camp, und Band 3, Die Schlucht, der Donkerbloem-Trilogie beantwortet werden. Denn das Morden geht weiter.

Fazit: Auftakt einer Thrillertrilogie. Abgründig, bizarr und dunkel.

Veröffentlicht am 24.01.2025

Irgendwo im Nirgendwo

Kummersee
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Um es gleich zu sagen, „Kummersee“ von Iver Niklas Schwarz hat mich nicht überzeugt. Ja, die letzten 100 Seiten sind spannend, aber bis dahin habe ich mich gequält. Worum geht es?
August 1990: Tom stirbt ...


Um es gleich zu sagen, „Kummersee“ von Iver Niklas Schwarz hat mich nicht überzeugt. Ja, die letzten 100 Seiten sind spannend, aber bis dahin habe ich mich gequält. Worum geht es?
August 1990: Tom stirbt unter mysteriösen Umständen beim Baden im verbotenen Kummersee, seine 9-jährige Schwester Lena überlebt. Nun kehrt sie nach 30 Jahren als Polizistin in ihr Heimatdorf zurück und wird nicht gerade mit offenen Armen empfangen.
Mir war klar, dass es für das Böse, das Tom das Leben gekostet hat, eine rationale Erklärung geben muss. Die Geschichte hat mich ein bisschen an „Das Schweigen des Wassers“ von Susanne Tägder erinnert.
Horlow, ein Kaff im Wendland, am Ende der Welt. Lena ist für den Schutz eines Vermessungsteams zuständig, das die Salzstöcke des Horlower Moors als potenzielles Atommüllendlager prüft. Dabei verfolgt sie ihre eigene Agenda: Was war damals wirklich geschehen?
Zweimal war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Denn die Leseprobe ließ auf einen spannenden Mystery-Thriller hoffen. Sleepy Hollow? Akte X? Weit gefehlt! Kein Thrill, nur Langeweile.
Erst als es einen Toten gibt, steigt die Spannung. Die Tauchszenen sind lebhaft und realistisch dargestellt. Vor allem, wenn den Charakteren sprichwörtlich die Luft ausgeht.

Fazit: Solides Debüt mit viel Luft nach oben.