Profilbild von Jasebou

Jasebou

Lesejury Star
offline

Jasebou ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jasebou über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2020

Die Geheimnisse von Echo Ridge

Two can keep a secret
0

Eigentlich liegen mir Thriller überhaupt nicht, da ich ein ziemlicher Schisser bin und eine rege Fantasie besitze. Aber seit One of us is lying hab ich gefallen an Jugendthrillern gefunden und auch die ...

Eigentlich liegen mir Thriller überhaupt nicht, da ich ein ziemlicher Schisser bin und eine rege Fantasie besitze. Aber seit One of us is lying hab ich gefallen an Jugendthrillern gefunden und auch die Serie Pretty little Liars zum Beispiel mag ich sehr. Two can keep a Secret hat mich - genau wie sein Vorgänger - komplett eingenommen.



Der Schreibstil der Autorin ist so unglaublich flüssig und bildlich, ich hatte das Gefühl als würde ich die ganze Zeit mit Ellery und Malcolm in Echo Ridge sein und versuchen die Geheimnisse der Stadt aufzudecken. Ich war total gebannt von der Geschichte, es war zu jeder Zeit fesselnd und spannend für mich. Ich hab mich so geärgert wenn ich das Buch zur Seite legen musste, denn ich wollte einfach weiterlesen, ich musste wissen was passiert ist und wer der Schuldige ist.



Ich hatte während der ersten 100 Seiten wirklich schon jeden verdächtigt, ich hab die verrücktesten Theorien aufgestellt und am Ende lag ich total falsch, obwohl es jetzt im Nachhinein alles sehr logisch ist.



Ich mochte Ellery total, sie ist zurückhaltend aber ehrlich und hatte genauso verrückte Theorien wie ich. Malcolm tat mir am Anfang ziemlich leid, er ist so ein lieber Junge mit einer kaputten Familie. Aber auch die Nebencharaktere mochte ich, sie haben das ganze gut abgerundet.



Das einzige was mich ein bisschen gestört hat, war das der Showdown erst in den letzten 30 Seiten passiert ist und auch super schnell vorbei war. Ein Epilog von ein paar Monaten später hätte ich auch noch schön gefunden, aber so fand ich das Ende auch gut gelungen.



Die Autorin hat es geschafft mir das YA-Thriller Genre näher zu bringen und ich freu mich schon sehr auf das nächste Buch von ihr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2020

Simon & Baz

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow Roman
0

Reread 2020



Ich hab das Buch schon vor zwei Jahren gelesen, aber auf deutsch und da ich aber nicht Ewigkeiten warten wollte bis Wayward Son übersetzt wird dachte ich mir dann lese ich Carry On nochmal ...

Reread 2020



Ich hab das Buch schon vor zwei Jahren gelesen, aber auf deutsch und da ich aber nicht Ewigkeiten warten wollte bis Wayward Son übersetzt wird dachte ich mir dann lese ich Carry On nochmal auf Englisch damit ich auch direkt mit dem Schreibstil und den Begriffen warm werde. Außerdem hab ich so unglaublich viel aus Carry On vergessen, dass es definitiv eine gute Entscheidung war es nochmal zu lesen.



Mir hat Carry On im originalen viel besser gefallen als auf deutsch. Der Humor bzw der Sarkasmus kommt hier viel besser zur Geltung und auch das ganze gefluche ist hier viel besser.



Ich finde die Geschichte immer noch richtig gut. Von einer so unperfekten magischen Welt mit ganz tollen Charakteren liest man wirklich sehr selten und die Liebesgeschichte hat mich auch wieder komplett einnehmen können.



Ich liebe Simon und Baz einfach. Die Liebesgeschichte ist einfach so schön und authentisch. Ich hab mich so darauf gefreut und war gespannt ob es noch genauso aufregend für mich ist. Es war noch toller als beim ersten Mal, was auch definitiv an der Sprache hier lag.



Auch der Kampf am Ende war besser auf Englisch, ich weiß nicht warum aber hier konnte ich viel besser mit fiebern und die Emotionen kamen auch viel besser rüber.

Für mich war es wieder einmal eine ganz tolle Reise mit Simon, Bau und Penny.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2026

Düster, brutal und ein echter Page-Turner

To Cage a Wild Bird
0

Da ich mal wieder Lust auf eine spannende und dunkle Dystopie hatte, habe ich zu „To Cage a Wild Bird“ gegriffen – und wurde nicht enttäuscht. Das Buch entpuppte sich als echter Page-Turner!

Was mir besonders ...

Da ich mal wieder Lust auf eine spannende und dunkle Dystopie hatte, habe ich zu „To Cage a Wild Bird“ gegriffen – und wurde nicht enttäuscht. Das Buch entpuppte sich als echter Page-Turner!

Was mir besonders gut gefallen hat, war das Setting im Gefängnis. Es war meiner Meinung nach extrem gelungen. Zusammen mit den „Überlebensspielen“ entsteht eine unglaublich düstere Atmosphäre. Die Gesellschaft wird hier sehr brutal und fragwürdig dargestellt, was super zur Stimmung passt. Diesbezüglich fand ich auch das Klassensystem von Dividium sehr interessant und stimmig umgesetzt.

Was ich an dem Buch auch mochte, war unsere Protagonistin Raven. Sie hat mich von der ersten Seite an überzeugt. Sie ist eine echte Kick-Ass-Protagonistin: etwas abgebrüht und bereit, alles zu tun, um in dieser Welt zu überleben und ihren Bruder Jeff über Wasser zu halten. Trotz ihrer Härte fand ich sie dennoch sehr sympathisch. Ich konnte mit ihr mitfühlen, habe mich aber auch sehr über ihre Charakterentwicklung gefreut. Dabei hat ihr meiner Meinung nach besonders die Freundesgruppe aus dem Gefängnis geholfen, zu der sie langsam eine Beziehung aufgebaut hat.

Die Dynamik der Gruppe hat der Geschichte etwas Leichtes gegeben und mich bei den ganzen nervenaufreibenden Szenen durchatmen lassen. Denn es gab Momente in der Geschichte, wo ich mich richtig zusammenreißen musste, um nicht zu schreien. Wie die Wärter mit den Gefangenen umgegangen sind und dieses Ausnutzen des Machtgefälles hat mich richtig wütend gemacht. Umso schöner war es, dass Raven es trotz dieser düsteren Umgebung geschafft hat, ihren Verbündeten zu vertrauen und Bindungen einzugehen.

Was ich leider nicht so ganz gefühlt habe, war die Liebesgeschichte. Die Tension war zwar gut, aber für mich hätte es gereicht, wenn es erst mal dabei geblieben wäre. Meiner Meinung nach hätte das besser zu Raven und ihrem Charakter gepasst. Deshalb empfand ich die Spice-Szenen leider als etwas fehl am Platz.

Das Ende des Buches hat mich dann noch mal richtig ins Schwitzen gebracht. Der Showdown war unglaublich spannend und hat mich regelrecht gefesselt. Der Wunsch nach Teil 2 ist jetzt definitiv geweckt und ich freue mich schon darauf!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2025

Starkes Magiesystem & eine Liebe, die überzeugt

The Second Death of Locke
0

„The Second Death of Locke“ hat mich von der ersten Seite an positiv überrascht. Obwohl ich normalerweise kein großer Fan von Geschichten in der 3. Person bin, hat V.L. Bovalino einen so angenehmen und ...

„The Second Death of Locke“ hat mich von der ersten Seite an positiv überrascht. Obwohl ich normalerweise kein großer Fan von Geschichten in der 3. Person bin, hat V.L. Bovalino einen so angenehmen und einladenden Schreibstil, dass mir der Einstieg total leichtgefallen ist.

Das absolute Highlight war für mich die Liebesgeschichte zwischen Grey und Kier. Ich bin oft skeptisch bei Friends to Lovers, weil dieses Trope oft von „Miscommunication“ und ewigem, anstrengendem Hin und Her lebt. Hier war das zum Glück ganz anders! Die Autorin hat die Dynamik perfekt umgesetzt:
- Kein unnötiges Drama: Die Beziehung fühlte sich echt und reif an.
- Respekt & Güte: Kier ist ein fantastischer Charakter – wie lieb und respektvoll er mit Grey umgeht, war einfach herzergreifend.
- Mitfieber-Garantie: Ich habe jede Sekunde mit den beiden mitgefühlt.

Auch die Action kam nicht zu kurz. Der Kampf um Locke und die Prüfungen, die Grey und ihre Kameradinnen und Kameraden bestehen müssen, waren richtig spannend gestaltet. Besonders gut gefallen hat mir:
- Das Magiesystem: Die Verbindung zwischen Magier/Magierin und der dazugehörigen Quelle fühlte sich frisch und unverbraucht an – mal etwas ganz Neues im Fantasy-Genre!
- Greys Entwicklung: Es war faszinierend zu beobachten, wie Grey Flynn beginnt, ihre Entscheidungen zu hinterfragen und ihr Schicksal schrittweise zu akzeptieren.
- Action mit Durchblick: Die Kampfszenen waren so klar und nachvollziehbar beschrieben, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte.

Mein Fazit:
Warum „nur“ 4 Sterne? Es hat mir am Ende das winzige Quäntchen Etwas gefehlt, um es zu einem absoluten Jahreshighlight zu machen. Dennoch ist es ein starkes Buch, das mich sehr bewegt hat.
Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite Teil erscheint! Ich bin extrem gespannt, wer dann im Mittelpunkt stehen wird, hoffe aber natürlich sehr, dass wir Grey und Kier wiederbegegnen – ich muss einfach wissen, wie es mit den beiden weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Ehrlich, emotional und wunderbar realistisch

The Worst Kind of Perfect
0

„The Worst Kind of Perfect“ hat mich mit seiner ungewöhnlichen Prämisse sofort angesprochen: Was passiert eigentlich nach dem „Happy Ever After“? Wenn das Paar längst verheiratet und glücklich ist, aber ...

„The Worst Kind of Perfect“ hat mich mit seiner ungewöhnlichen Prämisse sofort angesprochen: Was passiert eigentlich nach dem „Happy Ever After“? Wenn das Paar längst verheiratet und glücklich ist, aber beide anfangen, eigene Träume zu verfolgen? Genau diese Frage stellt Kim Leopold auf einfühlsame und ehrliche Weise – und das hat mir unglaublich gut gefallen.

Die Liebesgeschichte wirkt sehr authentisch und realistisch. Gabriella und Lio sind kein typisches „perfektes“ Paar, sondern zwei Menschen, die sich lieben, aber lernen müssen, ihre Beziehung nicht als selbstverständlich zu sehen. Besonders schön fand ich, wie offen gezeigt wird, dass eine Ehe Arbeit bedeutet – und dass Liebe manchmal bedeutet, Kompromisse zu machen, loszulassen oder neu zu verhandeln, was Glück eigentlich heißt.

Ein echtes Highlight war für mich Gabriella. Ich mochte sie von Anfang an, gerade weil sie eine curvy Protagonistin ist. Die abfälligen Kommentare, die sie als mehrgewichtige Frau bekommt, wurden sehr realistisch, aber auch sensibel dargestellt. Ich fand es stark, wie Gabriella für sich einsteht und sich nicht kleinmachen lässt – sie war für mich eine mutige, inspirierende Figur.

Lio war auf seine Weise ebenfalls liebenswert – ein warmherziger, unterstützender Ehemann, den man einfach mögen muss. Allerdings blieb er für mich etwas zu oberflächlich. Seine Konflikte, vor allem die schwierige Beziehung zu seinem Vater, hätten meiner Meinung nach mehr Tiefe verdient. Die Auflösung am Ende kam dadurch etwas zu abrupt und hinterließ das Gefühl, dass da noch etwas gefehlt hat.

Mit der Dramatik rund um Lios Unfall konnte ich dagegen weniger anfangen. Der Moment wirkte auf mich etwas konstruiert, fast wie ein Mittel zum Zweck, um Emotionen zu erzeugen. Trotzdem war die Art, wie die beiden danach wieder zueinander finden und gemeinsam für ihre Ehe kämpfen, sehr berührend.

Der Schreibstil war angenehm leicht und flüssig zu lesen, ohne dabei banal zu wirken – perfekt für eine Geschichte, die sowohl emotional als auch alltagsnah ist. Trotz kleiner Schwächen hat mich das Buch zum Nachdenken gebracht und mit einem warmen Gefühl zurückgelassen.

Fazit: „The Worst Kind of Perfect“ ist ein ehrlicher, gefühlvoller Liebesroman über zweite Chancen, Selbstakzeptanz und die Realität hinter dem Happy End. Trotz der wenigen Punkte - welche mir nicht zugesagt haben - bleibt es eine authentische, berührende Geschichte, die zeigt: Perfektion ist überbewertet – echte Liebe nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere