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Veröffentlicht am 24.11.2025

Absoluter Geheimtipp!

Therapie einer Mörderin: Psychothriller | Je tiefer du in ihre Seele blickst, desto mehr verlierst du deine eigene
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Eigene Meinung
Ein Buch, über das ich eher zufällig gestolpert bin. Meine Buddy-Read-Partnerin und ich wollten nach unserem letzten Reinfall etwas Neues ausprobieren – und „Therapie einer Mörderin“ kam ...

Eigene Meinung
Ein Buch, über das ich eher zufällig gestolpert bin. Meine Buddy-Read-Partnerin und ich wollten nach unserem letzten Reinfall etwas Neues ausprobieren – und „Therapie einer Mörderin“ kam uns genau richtig. Also: gesagt, getan, losgelesen. Ob es uns letztendlich besser gefallen hat, erzähle ich euch jetzt …

Erzählt wird aus zwei Perspektiven: einmal aus der von Dr. Ava Murphy und einmal aus der Sicht von Grace. Bei Ava bin ich deutlich häufiger unterwegs und bekomme dadurch nicht nur ihre Persönlichkeit, sondern auch ihren Arbeitsalltag als Psychiaterin gut mit. Aus Grace’ Sicht bekommt man dagegen einen sehr unmittelbaren Eindruck davon, wie es sich anfühlt, Patientin zu sein – hinter verschlossenen Türen, während verschiedener Sitzungen, mit all den Gedanken, die man sonst nicht hört.

Der Schreibstil ist größtenteils richtig angenehm und flüssig. Nur wenn es um bestimmte psychologische Begrifflichkeiten und Symptome geht, wird es etwas fachlicher – aber nie so, dass man hängen bleibt oder komplett rausfliegt. Ein paar Wörter haben mich stolpern lassen, aber das war eher die Ausnahme.

Der Einstieg war simpel, aber solide. Ich lerne Ava schnell besser kennen und bekomme ein Gefühl dafür, wie sie arbeitet. Gerade ihre Art, mit Patientinnen umzugehen – ohne Schubladendenken, ohne vorschnelle Urteile – fand ich richtig stark. Die verschiedenen psychologischen Erkrankungen wurden aus meiner Sicht sehr authentisch dargestellt. Ich hatte den Eindruck, dass der Autor sich wirklich reingelesen und Mühe gegeben hat. Fachlich kann ich es nicht zu hundert Prozent beurteilen, aber ich beschäftige mich privat viel mit solchen Themen, und es fühlte sich durchweg stimmig an.

Besonders beeindruckt hat mich der Vortrag, den Ava hält. Technisch gut, emotional stark, und die Szene an sich war einfach gut aufgebaut. Generell mochte ich die Atmosphäre des Buches sehr – die Figuren waren schnell greifbar, und manche Momente haben mich emotional echt erwischt. Ava hat mir öfter aus der Seele gesprochen, als ich gedacht hätte. Grace war ebenfalls wichtig für die Geschichte, aber für mich nicht ganz so fassbar wie Ava.

Vielleicht hätte ich auch einfach nicht damit gerechnet, wie düster das Buch sich entwickelt. Hier und da wurde ich mit der gelesenen Gewalt und Brutalität wirklich überrascht und verstand, warum es ein Psychothriller war. Es war beklemmend und damit atmosphärisch absolut gut umgesetzt!

Im Buddy-Read sind wir durch das Buch geflogen — und genau das war auch unser größtes Problem: Es war einfach zu kurz. Wir hätten liebend gern noch mehr gelesen. Trotzdem war es ein unerwarteter, aber sehr positiv überraschender Fund.

Mein abschließendes Fazit
Ein Buch, das vielleicht unscheinbar wirkt, aber richtig tief geht! Durch einen glücklichen Zufall sind wir auf „Therapie einer Mörderin“ gestoßen und waren viel zu schnell durch. Trotz der knapp 250 Seiten schafft es das Buch, intensiv und emotional zu sein. Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann wirklich nur die Kürze – ansonsten hat das Ende für mich perfekt gepasst.

Und ganz wichtig: Bitte beachtet die Triggerwarnung! Sie ist absolut relevant und sollte ernst genommen werden. Eure mentale Gesundheit geht immer vor.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Charmant, dämonisch und mit Page Turnern!

Black Bird Academy - Fürchte das Licht
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Eigene Meinung
Erst in diesem Jahr habe ich mit Band eins von Black Bird Academy angefangen – und ich mochte den ersten Teil schon unglaublich gern. Heute Nacht habe ich Band zwei beendet und bin unheimlich ...

Eigene Meinung
Erst in diesem Jahr habe ich mit Band eins von Black Bird Academy angefangen – und ich mochte den ersten Teil schon unglaublich gern. Heute Nacht habe ich Band zwei beendet und bin unheimlich froh, dass Band drei schon hier auf mich wartet…

Allerdings brauche ich immer ein bisschen Anlauf, um zu Stella Tacks Büchern zu greifen. So sehr ich bisher auch alle ihre Geschichten geliebt habe, die Dicke der Bücher und die Seitenzahl wirken anfangs doch abschreckend. Dabei ist ihr Schreibstil unfassbar leicht, witzig und absolut fesselnd. Die Spannung, die sie erzeugt, baut sich immer perfekt auf und verwandelt sich schnell in echte Page-Turner.

Wie im ersten Band lese ich auch in Fürchte das Licht aus den Perspektiven von Leaf, Falco und Lore. Natürlich liegt der Fokus diesmal stärker auf Leaf. Die Geschichte geht sofort weiter, ohne Umschweife, und weder ich als Leser noch Leaf selbst bekommen zwischendurch eine Pause. Die Exorzisten trauen ihr nicht – und das gilt genauso andersherum. Leafs Handlungsmöglichkeiten sind begrenzt, und der Intendant der Blackbird Academy gibt ihr die Chance, am Wettkampf der Exorzisten in London teilzunehmen – obwohl er genau weiß, dass sie eigentlich keine Chance hat. Leaf selbst ist sich dessen bewusst.

Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Stärke von Leaf gewünscht. Mit Lore an ihrer Seite wirkte sie im ersten Band selbstbewusster, taffer. Natürlich spielt Lore dabei eine Rolle, das ist mir bewusst. Trotzdem hatte ich in Band zwei das Gefühl, dass sie ein Stück von sich selbst verloren hat. In Band eins war ich von Leaf Young begeistert: ihre große Klappe, ihre mentale Stärke. Hier wirkte sie ein Stück blasser, fast so, als würde sie ein bisschen untergehen.

Dafür bekommt man mehr Einblicke in andere Charaktere, zum Beispiel Zero oder Crain. Es ist richtig schön zu sehen, wie sie mehr in den Vordergrund rücken und Leaf ohne Zögern helfen. Gerade Crain hat sich zu meinem absoluten Lieblingscharakter entwickelt. Seine Dialoge mit den anderen sind meist sarkastisch, ein bisschen flirty, aber immer witzig. Gleichzeitig steckt darin viel Tiefe – es gab Momente, da musste ich wirklich schlucken und mir ein Tränchen verdrücken.

Auch mein kleiner Liebling Lore hat mich wieder emotional erwischt. Seine überhebliche, aber irgendwie charmant witzige Art ist einfach Gold wert. Zusammen mit Kain liefern die beiden unfassbare Comedy – aber die Geschichte selbst wird zunehmend düsterer, vor allem für Leaf bedrohlicher. Und der Cliffhanger am Ende? Absolut fies. Ich bin so froh, dass Band drei schon hier steht – auch wenn ich jetzt schon ahne, dass mir die Charaktere fehlen werden.



Mein abschließendes Fazit
Humor, Charme, Spannung – all das und noch viel mehr erwartet einen in Band zwei von Black Bird Academy. Ich lese aus den Perspektiven von Leaf, Falco und Lore, und diesmal liegt ein noch stärkerer Fokus auf den zwischenmenschlichen Beziehungen. Lore und Crain sind mir richtig ans Herz gewachsen. Die letzten 30 % habe ich kaum aus der Hand legen können und jede Minute genutzt, um weiterzulesen. Ich kann nur empfehlen, Band drei schon parat zu haben – der Cliffhanger ist wirklich fies.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Eine Flucht nach vorn, mit gewohnt starker Charakterentwicklung!

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
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Eigene Meinung
Endlich hat es eines der noch wenigen Brittainy-C.-Cherry-Bücher von meinem SuB geschafft und ich konnte es lesen.
Ob mich meine emotionale Queen wieder begeistert hat – oder ob es vielleicht ...

Eigene Meinung
Endlich hat es eines der noch wenigen Brittainy-C.-Cherry-Bücher von meinem SuB geschafft und ich konnte es lesen.
Ob mich meine emotionale Queen wieder begeistert hat – oder ob es vielleicht nicht mehr ganz meinen Geschmack trifft –, erfahrt ihr hier …

Cherrys Schreibstil kann mich ja schon seit Jahren begeistern. Ich möchte gar nicht zu lange darüber reden, denn wie immer ist er auch in diesem Buch intensiv, feinfühlig und einfach schön zu lesen.
Wie gewohnt lese ich aus zwei Perspektiven: aus der Sicht von Grace und aus der von Jackson. Vor allem Jacksons Kapitel enthalten Rückblenden in seine Kindheit – sehr authentisch und emotional eingefangen.

Grace kehrt nach der Trennung von ihrem Mann zurück in ihre Heimatstadt Chester.
Problem: Auch ihr (Noch-)Ehemann zieht dorthin zurück, weil er dort eine Stelle als Arzt annimmt. Chester ist eine Kleinstadt, man kennt sich – und es dauert nicht lange, bis alle wissen, warum die Pastorentochter wieder zu Hause ist.
Der Glaube spielt dabei eine spürbare Rolle, jedoch nicht in übertriebenem Ausmaß. Grace wurde gläubig erzogen, ihre Familie genießt hohes Ansehen, das besonders ihrer Mutter extrem wichtig ist.

Gerade die Mutter hat es mir schwer gemacht. Statt Grace zu unterstützen, schiebt sie ihr die Schuld dafür zu, dass die Ehe gescheitert ist. Empathie? Fehlanzeige.
Der Satz „In guten wie in schlechten Zeiten“ gewinnt hier eine etwas bittere Bedeutung – vor allem, weil Grace trotz des Betrugs versucht hätte, an ihrer Ehe festzuhalten. Er jedoch nicht.

Schon am ersten Tag trifft Grace auf Jackson. Den Mann, um den alle in Chester einen großen Bogen machen.
Das Monster.
Der Junkie.

Nach und nach erfahre ich, was in Chester wirklich passiert ist. Und Cherry weiß genau, wie man Fäden miteinander verknüpft – am Ende hängt irgendwie jede Figur mit drin.
Typisch für sie: große Gefühle, großer Schmerz. Und ja, die Augen blieben auch diesmal nicht trocken.

Ich mochte Grace’ Entwicklung sehr und vor allem das kleine „Spiel“ zwischen ihr und Jackson. Immer wieder teilen sie ein paar Fakten über sich, damit es sich nicht so anfühlt, als würde man mit einem Fremden sprechen.
Es ist teils kitschig, süß, traurig – und hat mich an vielen Stellen zerrissen. Cherry lässt ihre Charaktere erst durch die Hölle gehen, bevor sie wieder aufstehen, sich den Staub abklopfen und weitergehen. Und das funktioniert hier wieder richtig gut.

Es werden einige sensible Themen angesprochen – die Triggerwarnung ist vorhanden und sollte definitiv gelesen werden!
Ihr wisst: Ich bin großer Fan davon, und eure mentale Gesundheit geht immer vor.



Mein abschließendes Fazit
Nach der Trennung kehrt Grace zurück nach Chester.
Dort trifft sie auf den mürrischen Jackson, und als sie denkt, ihr Tag könnte nicht schlimmer werden, gesteht ihr ihre beste Freundin auch noch ein bitteres Geheimnis.
Brittainy C. Cherry schreibt wie immer sehr emotional, herzzerreißend und ja – auch etwas kitschig.
Aber die Geschichte fühlt sich heilend an, irgendwie wie ein Nach-Hause-Kommen.
Kleinstadt-Setting und Grumpy x Sunshine sind hier definitiv vertreten!

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Meine Rezension zu "Ghost - Solange du mich brauchst"

Ghost - Solange du mich brauchst
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Eigene Meinung
Worauf ich mich bei „Ghost – Solange du mich brauchst“ wirklich eingelassen habe, habe ich erst ganz am Ende verstanden.
Wie der Weg bis dorthin war?
Nehmt euch ein Getränk eurer Wahl – ...

Eigene Meinung
Worauf ich mich bei „Ghost – Solange du mich brauchst“ wirklich eingelassen habe, habe ich erst ganz am Ende verstanden.
Wie der Weg bis dorthin war?
Nehmt euch ein Getränk eurer Wahl – ich erzähle es euch …

Vorweg: Dieses Buch ist optisch einfach wahnsinnig ästhetisch gemacht. Ich mochte besonders die Kapitelverzierungen und die Auswahl der Schriftarten. Erzählt wird abwechselnd aus Kats und Ghosts Sicht, wobei Ghosts Kapitel etwas kürzer sind, da der Fokus eindeutig auf Kat liegt – es ist schließlich ihre Geschichte.
Ich habe das Buch zum Teil als Hörbuch gehört und fand auch die Sprecher*innen sehr passend. Insgesamt ließ sich der Schreibstil super flüssig verfolgen.

Die Kapitel sind kurz, aber intensiv. Als Leser begleitet man Kat durch die größte Scheiße, die einem Menschen widerfahren kann.
Man könnte jetzt sagen: „Typisch Dark Romance.“
Wäre da nicht dieser Plot-Twist, den ich wirklich gefeiert habe.
Ja, ich hatte meine Vermutungen, aber trotzdem hat mich die Auflösung komplett umgehauen. Sie hat mich gepackt und mir eine richtige Backpfeife verpasst.
Nur der Weg dorthin ließ mich ab und zu etwas stocken.

Kat hat es alles andere als leicht im Leben. Und noch weniger Menschen, denen sie wirklich vertrauen kann. Selbst wenn sie versucht, Vertrauen aufzubauen, schafft es jeder, sie an der Klippe, an der sie hängt, loszulassen. Der Aufprall ist jedes Mal hart und schmerzhaft – auch für mich als Leserin. Die Emotionen, die Lin Dox hier rüberbringt, fand ich sehr intensiv. Nachvollziehbar. Authentisch. Vielleicht gerade deshalb ein Stück weit erschreckender als in vielen anderen Büchern des Genres.

Ihr Freund ist gutaussehend und charmant, doch sobald sie allein sind, wird er zum Monster.
Ihre beste Freundin steht ihr zur Seite – aber nur so lange, wie es ihr selbst in den Kram passt.
Und ihre Mutter? Hat zwei Gesichter. Leider zeigt sich das drogensüchtige viel zu oft.
Für all diese Menschen versucht Kat, sich zu verbiegen, es allen recht zu machen – und geht dabei Stück für Stück selbst verloren.

Bis sie Ghost trifft.
Der Weg dorthin war für mich hart, weil ich mir so sehr gewünscht habe, dass Kat irgendwann mal Glück hat. Dass sie aufatmen, sich freuen kann.
Und als sie Ghost begegnet, wurde mir dieser Wunsch endlich erfüllt.

Ab da geht die Geschichte für mich erst richtig los. Das davor?
Mehr als verstörend und erschütternd.
Doch das danach fand ich noch viel interessanter und bedeutender. Kat entwickelt sich zu einem unglaublich starken Charakter!
Und ja, ich habe das Ende verstanden – und muss gestehen: Ich fand es richtig gut. Alles daran.
Es war eine Abwechslung. Irgendwie etwas ganz Neues, das ich in dieser Form selten gelesen habe.
Und diese Entwicklung, gemeinsam mit dem Ende, hat mich komplett begeistert.



Mein abschließendes Fazit
„Ghost – Solange du mich brauchst“ beginnt vielleicht wie andere Bücher aus dem Genre, endet für mich aber komplett anders – intensiver.
Der Anfang war für mich ein echtes Geduldsspiel. Ich fühlte mich so hilflos wie Kat, weil einfach keine Besserung in Sicht war – nur immer eine Stufe schlimmer.
Doch als sie auf Ghost trifft, wurde mir klar, dass diese Geschichte mich an einen ganz anderen Ort führen will.
Und dieser Twist? Hat mir unfassbar gut gefallen. Auch wenn ich schon einiges Negatives über das Ende gelesen habe – wie die Autorin selbst übrigens – bin ich vollkommen zufrieden.
Für mich hätte es kaum besser sein können.

Wenn man Dark Romance und Psychothriller mag, sollte man „Ghost – Solange du mich brauchst“ definitiv eine Chance geben.
Ich bereue es nicht – und würde jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen!

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Meine Rezension zu A Dark and Secret Magic

A Dark and Secret Magic
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Eigene Meinung
Dieses – tatsächlich auch wunderschön anzusehende – Schmuckstück habe ich mir in einer kleinen Leseflaute gegönnt. Nachdem ich so viel Positives darüber gehört hatte, wollte ich es unbedingt ...

Eigene Meinung
Dieses – tatsächlich auch wunderschön anzusehende – Schmuckstück habe ich mir in einer kleinen Leseflaute gegönnt. Nachdem ich so viel Positives darüber gehört hatte, wollte ich es unbedingt noch im Oktober lesen. Ob ich die Begeisterung teile? Ich erzähle es euch …

Schon auf den ersten Seiten werde ich ohne Umschweife in eine wunderbar gemütliche Stimmung gezogen. Die Autorin beschreibt so viele atmosphärische Details, dass sofort die perfekte Herbststimmung in mir aufkommt. Es lädt förmlich dazu ein, sich eine Tasse Tee, Kaffee oder Kakao zu machen, Kerzen anzuzünden und zwischen den Zeilen zu verschwinden.

Ich lese aus der Ich-Perspektive von Hecate – kurz „Kate“ genannt –, einer sogenannten Heckenhexe. Sie lebt zurückgezogen in ihrem kleinen Hexenhaus und führt ein ruhiges Leben. Diese Ruhe spiegelt sich auch im Erzählton wider – aber keine Sorge: ruhig heißt hier keinesfalls langweilig! Denn es wird durchaus spannend – und vor allem immer magischer.

Kate bekommt Besuch von einem Mann, der es eigentlich nicht aus ihrer Vergangenheit in ihre Gegenwart hätte schaffen sollen. Und das aus gutem Grund: Er ist ein Nekromant. Doch als Heckenhexe ist es Kates Pflicht, Heilung, Zuflucht, Hoffnung und Schutz zu gewähren. Das weiß auch Matthew. Er erinnert sie dezent an diese Verantwortung – und Kate stimmt schließlich zu. Das Zusammenspiel der beiden mochte ich sehr. Kein ewiges Hin und Her, sondern ein Miteinander, das von Geheimnissen lebt und der Geschichte eine angenehme Prise Spannung verleiht.

Schnell wird klar, dass es viele unausgesprochene Dinge gibt – über Kates Kräfte, Matthews plötzliches Auftauchen oder den Zirkel, dem Kate angehört. Trotzdem harmonieren die beiden wunderbar. Es gibt witzige Dialoge, die nicht selten in tiefgründigen Gesprächen enden. Zwischendurch zaubert Kate immer wieder köstliche Gerichte, die sie von ihrer Mutter gelernt hat – und das Beste: Die Rezepte gibt es im Buch zum Nachkochen! Ein liebevolles Detail, das ich sehr gelungen finde.

Das Kapitel mit der Ahnenwache hat mich besonders berührt. Ich konnte mir so gut vorstellen, wie die Geschwister und Matthew dort sitzen, still miteinander verbunden, das köstliche Essen genießen und gemeinsam ihre Ahnen ehren. Die Szene mit dem Glas? Gänsehautmoment!

Und genau das habe ich an diesem Buch so geschätzt. Es ist kein Pageturner im klassischen Sinne – eher wie ein gemütlicher Halloween-Spaziergang: Du bewunderst Kostüme und Deko, bis plötzlich eine Puppe im Vorgarten losspringt und dich erschreckt. Diese Mischung aus wohliger Ruhe und überraschenden, emotionalen Momenten verleiht A Dark and Secret Magic seinen ganz eigenen Zauber.

Die Charaktere – das möchte ich besonders hervorheben – sind angenehm erwachsen. Kate steht kurz vor ihrem einunddreißigsten Geburtstag, und die Reife der Figuren trägt zur idyllischen Stimmung bei. Vielleicht verstärkt das auch das Gefühl von Geborgenheit, das dieses Buch vermittelt. Besonders mochte ich Kates Entwicklung: Anfangs nimmt sie vieles als gegeben hin, doch im Laufe der Geschichte lernt sie, mehr auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten und nach ihrem Herzen zu handeln. Ein absoluter Pluspunkt!

Das Verhältnis zu ihrer älteren Schwester empfand ich als etwas schwierig. Kate spricht es zwar nicht offen an, aber sie wird von ihr mit Arbeit überhäuft – ganz selbstverständlich, als hätte sie kein eigenes Leben. Dass sich dieses Verhältnis gegen Ende etwas entspannt und sich schließlich wie echte Familie anfühlt, war schön, kam mir aber fast ein wenig zu leicht daher.



Mein abschließendes Fazit
Ein perfektes Buch für einen gemütlichen Herbstabend bei Kerzenschein und einem Heißgetränk! Kate steht kurz vor einem besonderen Tag im Leben einer Hexe – ihrem einunddreißigsten Geburtstag. Ihr Leben scheint in Ordnung, bis Matthew, ein alter Freund, auftaucht und alles durcheinanderwirbelt. Er bringt Fragen mit, die Kate nicht länger ignorieren kann. War ihr Leben wirklich so in Ordnung? Und welche Geheimnisse hat ihre Mutter ihr verschwiegen?
Ein entspannter, magischer Herbstroman, der dazu einlädt, auf der Couch zu verschwinden und sich einfach treiben zu lassen.


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