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Veröffentlicht am 12.03.2026

Emotionen pur

Lady Midnight
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Vor fünf Jahren wurden Emma Carstairs Eltern ermordet, doch sie glaubt, dass da etwas anderes hinter steckt als der Dunkle Krieg. Noch immer sucht sie nach Antworten – und nach Rache. Das Los Angeles Institut, ...

Vor fünf Jahren wurden Emma Carstairs Eltern ermordet, doch sie glaubt, dass da etwas anderes hinter steckt als der Dunkle Krieg. Noch immer sucht sie nach Antworten – und nach Rache. Das Los Angeles Institut, in dem sie mit ihrem Parabatai Julian Blackthorn und dessen Familie lebt, wird schon bald von einer mysteriösen Mordserie erschüttert. Tote werden aufgefunden, die die gleichen Zeichen wie Emmas Eltern tragen. Für Emma und Julian ist klar, dass sie dem nachgehen müssen. Auch, wenn sie dabei gegen Gesetze verstoßen und andere in Gefahr bringen.

Die Schattenjäger bleiben einfach meine große Liebe, egal welche Generation. Cassandra Clare schreibt wirklich so fesselnd, mit einer unglaublichen Mischung aus ernsthaft-düster und absurd-humorvoll. Das funktioniert fantastisch zusammen, ohne einem davon etwas wegzunehmen.

Dabei geht für mich eigentlich alles komplett über die Charaktere, fast unabhängig von der (trotzdem sehr interessanten) Handlung – die Dynamiken sind einfach das Besondere. Jede Person bekommt so viel eigenen Charakter, jeder hat seine Rolle, seine Daseinsberechtigung, seinen eigenen Vibe. Niemand ist nur schmückendes Beiwerk. Das ist bei der Fülle an Charakteren echt eine Leistung. Und ich hab die Blackthorns (und Emma) wirklich schnell ins Herz geschlossen, obwohl ich vorher noch nicht wirklich einen Bezug zu ihnen hatte.

Der Fall macht aber ebenfalls neugierig und ich bin gespannt, wie es in den Fortsetzungen weitergeht, da es doch sich etwas anders abgespielt hat (was die Timeline angeht) als ich zunächst erwartet hatte.

Das hier wird nicht meine liebste Generation (an Will, Jem und Tessa heranzukommen, ist aber auch quasi unmöglich, weil die so emotional aufgeladen sind, und sich ihre Geschichte durch alle nachfolgenden Bücher weiterhin durchzieht, sodass man gar nicht loslassen kann), und objektiv hätte ich vielleicht ein bisschen Kritik hier und da (es hätte etwas kürzer sein können und ein, zwei Entwicklungen waren nicht so meins), aber egal – es sind die Schattenjäger. Da gibts nur Liebe von mir!

4,5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2026

Unheimlich und schicksalhaft schön

Schattenlicht
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Billie zieht für ein Schuljahr nach Kanada, um bei ihrer großen Liebe Jamie zu sein. Dem Jungen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat, und mit dem sie mittlerweile verlobt ist. Bei ihrer Tante in ...

Billie zieht für ein Schuljahr nach Kanada, um bei ihrer großen Liebe Jamie zu sein. Dem Jungen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat, und mit dem sie mittlerweile verlobt ist. Bei ihrer Tante in der Kleinstadt Maple Ridge angekommen, wird sie schon bald mit so manchen umheimlichen Geschichten konfrontiert: Ein verschwundenes Mädchen, eine Blutbestie von Kanaka Creek – und dem undurchsichtigen Tristan, den nach einem schweren Schicksalsschlag alle nur noch »Zombie Boy« nennen. Doch Billie und Tristan freunden sich langsam an, was Jamie gar nicht gutheißt. Und schon bald bröckelt das Bild des perfekten Traumprinzen ...

Yasmin schreibt einfach wunderbare, emotionale Geschichten. Ihre besonderen Charaktere wachsen enorm über sich hinaus, und es gibt immer Entwicklungen in der Handlung, die einen überraschen. So auch hier!

Zu Beginn war es schon sehr jung und für mich als Erwachsene manches offensichtlich, sodass ich Billie einfach nur schütteln wollte. Das liegt vielleicht daran, dass ich nicht mehr so ganz die Zielgruppe bin. Aber gerade deshalb ist es so authentisch und realistisch geschrieben. Billie agiert wie ein Teenager, sie ist jung und gutgläubig, aber lernt sich in diesem Buch besser selbst kennen, entwickelt sich durch Erfahrungen weiter und gewinnt an Mut und Selbstvertrauen. Das ist unfassbar gut und nachvollziehbar umgesetzt. In der Hinsicht gibt es auch extrem wichtige Botschaften, die das Buch vermittelt, und die jede heranwachsende Person (und auch viele andere) vermutlich gut gebrauchen können. Da ist Verlass auf Yasmin, dass sie so etwas einbaut!

Aber auch die anderen Charaktere sind wirklich interessant. Manche tiefgründiger, wie beispielsweise Tristan, oder aufwühlender wie Jamie. Oder einfach humorvolle Ergänzungen, wie Tante Floh, ihre Frau Diana oder auch die vielen tierischen Begleiter, die wir hier haben.

Dazu kommen die bildlichen, atmosphärischen Vibes und die unheimliche Stimmung. Durch den Vermisstenfall, die düsteren Wälder und die Geschichten, die sich in dem Ort erzählt werden, kreiiert Yasmin ein lebhaftes Setting, das sich wunderbar mit der Handlung und den Charakteren zusammenfügt. Es ist ein absolut stimmiges Bild.

An Tokioregen und Sturmflirren kommt Schattenlicht für mich persönlich allerdings nicht ganz ran. Diese absolut tiefe Verzweiflung und Rührung, die ich bei ihren anderen Büchern bis ins Mark gespürt habe, hat mich hier nicht so krass umgehauen. Ich habe allerdings eine Theorie dazu. Ich habe Schattenlicht als eBook auf dem Handy gelesen (ich hab leider keinen eBook Reader). Und ich habe einfach das Gefühl, dass mich Bücher da emotional nicht so erreichen können, wie wenn ich ein Printexemplar in der Hand halte. Das ist mir nämlich schon häufiger so aufgefallen.

So oder so gibt es aber trotzdem eine große Empfehlung für dieses Buch! Man sollte wissen, dass es ein Jugendbuch ist, aber wer Yasmins andere Bücher geliebt hat, dem wird auch Schattenlicht gefallen. Und auch Erwachsene kriegen hier noch wichtige Messages (die ich nicht spoilern will) und tolle Zitate und Gedanken zum Reflektieren mit!

4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Kurzweilig und toll geschrieben

To Tempt a God
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Silver City, der einzige bewohnbare Ort auf der Erde, wird von den Göttern regiert. Die Menschen dürfen in ihrem Licht leben, aber unter strengen Regeln. Viele werden außerdem als Valets an den Hof der ...

Silver City, der einzige bewohnbare Ort auf der Erde, wird von den Göttern regiert. Die Menschen dürfen in ihrem Licht leben, aber unter strengen Regeln. Viele werden außerdem als Valets an den Hof der Götter berufen, und als das Schicksal nun Aurora trifft, muss sie sich einer Welt voller Grausamkeiten stellen. Doch Colden, Sohn des Herrschers, der sie an sich bindet, lehnt die vorgegebene Hierarchie zwischen Gott und Mensch ab. In einem Strudel aus Machtspielchen, einem drohenden Krieg und einer gefährlichen Untergrundmission kommen sich Colden und Aurora näher. Doch jeder hier hat sein eigenes Geheimnis, das die Welt erschüttern wird ...


Das war ein richtig gelungener Auftakt. Ich mag Anna Bennings Schreibstil einfach sehr. Die Welt ist gut und bildlich erklärt – nach und nach, nie zu viel oder zu wenig –, die Geschichte durchweg kurzweilig – mit einem Wechsel aus ruhigen und actionreichen Momenten – und die Charaktere echt sympathisch, ich mochte vor allem auch Coldens Freundeskreis sehr. Die Entwicklung zwischen Aurora und Colden war außerdem wirklich authentisch, denn es ist erstmal viel Abneigung dabei und die ist nicht plötzlich nach 10 Seiten verschwunden. Das Misstrauen ist groß, die Anziehung wird aber auch immer größer. Es hat mit ihnen und einigen der anderen echt Spaß gemacht. Ein klein wenig Knistern fehlte mir noch, um mich komplett zu catchen, aber das machte auch total Sinn so und wird sicherlich in Band 2 nochmal intensiver.


Natürlich gabs auch einige Twists und Überraschungen (manche konnte ich erahnen, andere nicht), und einige Szenen, bei denen man den Atem anhält. Gerade gegen Ende eskaliert einiges und ich war wirklich baff, was sich da so herausgestellt hat. Das Ende ist so unfassbar fies und ich freue mich sehr, dass Band 2 schon bald kommt und ich bei diesem Cliffhanger nicht zu lange leiden muss. Ich liebe Anna Bennings Bücher und kann auch das hier wieder empfehlen.


4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Es geht rätselhaft weiter

Glorious Rivals – Ein Inheritance-Games-Roman
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Das Grandest Game geht weiter und die verbliebenden Teilnehmenden kämpfen um das hohe Preisgeld. Zahlreiche komplexe Rätsel sowie Geheimnisse, Intrigen und Allianzen untereinander bestimmen das Spiel. ...

Das Grandest Game geht weiter und die verbliebenden Teilnehmenden kämpfen um das hohe Preisgeld. Zahlreiche komplexe Rätsel sowie Geheimnisse, Intrigen und Allianzen untereinander bestimmen das Spiel. Doch nicht nur die Tatsache, dass der Wettbewerb auf Hawthorne Island stattfindet, sorgt dafür, dass Avery, Jameson und die anderen mit reingezogen werden. Denn die (Familien-)Geschichten der Teilnehmenden sind enger mit den Hawthornes verstrickt als auf den ersten Blick bewusst, und mehr als ein Unbekannter hat heimlich seine Finger mit im Spiel ...

Ich liebe einfach dieses Universum und verschlinge jedes Buch, das darin erscheint. Ich war glücklich, dass mit Grandes Game eine Spin-Off Reihe begonnen hatte, und war nun sehr gespannt auf Glorious Rivals. Und wieder einmal gefällt es mir richtig gut.

Ich hab die Charaktere einfach so lieb gewonnen! Vor allem natürlich die aus der Hauptreihe, die hier zwar nicht ganz so eine große Rolle spielen, aber immer wieder auftauchen. Aber auch die Protagonist*innen dieser Reihe machen echt neugierig und bringen ihre skurillen Eigenheiten mit, was wieder zu Unmengen an Lesespaß führt. Vor allem mit Gigi.

Bei den Rätseln und Geheimnissen komme ich nicht immer ganz hinterher (was das selbst aufdecken angeht), aber es macht mir auch Freude, einfach die Charaktere beim Lösen zu beobachten. Und immer, wenn man denkt, man hat eine Antwort, zieht die nur zehn neue Fragen mit sich.

Am Anfang habe ich diesmal ein bisschen gebraucht, um reinzukommen. Die Rätsel des Wettbewerbs haben mich nicht ganz so gepackt wie in Band 1. Aber spätestens ab der Hälfte – als auch immer mehr Handlung abseits des Spiels relevant wurde – hatte mich das Buch wieder. Und dann wars einfach nur genial.

Am Ende bin ich wieder ziemlich verwirrt, aber auch extrem neugierig. Sooo viele offene Fragen noch! Ich will unbedingt weiterlesen!

4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Zauberhaft magische Reise

Water Moon
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Was sich als unscheinbares Ramen-Restaurant in den Gassen von Tokio ausgibt, ist in Wahrheit ein Pfandhaus der besonderen Art. Dort können bereute Entscheidungen gegen Seelenfrieden eingetauscht werden. ...

Was sich als unscheinbares Ramen-Restaurant in den Gassen von Tokio ausgibt, ist in Wahrheit ein Pfandhaus der besonderen Art. Dort können bereute Entscheidungen gegen Seelenfrieden eingetauscht werden. Hana soll das Geschäft von ihrem Vater Toshio übernehmen, doch als sie an ihrem ersten Tag im Laden ankommt, ist dieser verwüstet und ihr Vater verschwunden. Sie weiß, dass das nichts Gutes bedeuten kann. Sie muss ihn finden! Begleitet wird sie dabei von dem jungen Wissenschaftler Keishin, der sich nicht abschütteln lässt. Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihnen beiden mehr als ein Geheimnis offenbaren wird ...

Water Moon ist eines dieser Bücher, bei denen man am Anfang überhaupt nicht kommen sieht, was die Geschichte noch mit sich bringen wird. Das einen Magie spüren lässt, zum Staunen bringt, und am Ende immer wieder überrascht.

In Hanas Welt ist alles für jeden vorherbestimmt. Der ganze Weg liegt zu Beginn des Lebens bereits fest. Eine Tatsache, an der Hana versucht sich festzuklammern, obwohl sie innerlich merkt, dass ihre Bestimmung nichts für sie ist.

Keishin ist als Wissenschaftler immer auf der Suche nach Antworten. So auch, als er Hana in ihre Welt begleitet. Doch im Laufe der Zeit muss er zwei Dinge feststellen: Nicht alles lässt sich rational erklären. Und manche Antworten will man vielleicht auch gar nicht wissen.

Beide waren zu Beginn eher mysteriös für mich, und trotzdem sofort sympathisch. Ich habe sie wirklich gern durch das Buch begleitet.

Was als Suche nach Toshio, Hanas Vater, beginnt, wird eine abenteuerliche, verzauberte Reise durch Hanas Welt und eine Art Selbstfindung für die zwei Hauptcharaktere. Die Welt ist dabei wirklich magisch, auf eine Art und Weise, die sich nur schwer erklären lässt. Es gibt keine typische Fantasymagie, Elementarzauber, Hexensprüche oder sonstiges. Sie besteht einfach aus vielen unerklärlichen, zauberhaften Dingen. Aus Papierwelten, einer Traumbrücke, schwebenden Märkten, Hoffnungen, die als Sterne an den Himmel gebracht werden, aus mit Tinte auf die Haut geschriebene Vorhersagen, aus Pfützen, die einen an andere Orte bringen. Klingt wild? So fühlte es sich aber gar nicht an. Man musste sich am Anfang ein bisschen für die Magie dieses Buches öffnen, aber dann kann man einfach auf der Welle mitreisen.

Natürlich ist nicht alles nur schön, es gibt Gefahren, es gibt Verfolger und es gibt einige aufgedeckte Geheimnisse, die mich wie auch die Protagonist*innen erschüttert haben. Hana und Keishin kommen an ihr Ziel, aber auf ganz andere Weise, als erwartet.

Was ich außerdem wirklich sehr mochte: Es steckten so unfassbar viele Weisheiten in dem Buch, und die fühlten sich niemals belehrend, sondern immer in den natürlichen Fluss des Buches eingewebt an. Traurige Weisheiten, augenöffnende Weisheiten. Auch welche zum Schmunzeln. Man könnte echt viel aus dem Buch zitieren.

Das mag jetzt alles etwas kryptisch formuliert sein, aber mehr kann ich auch einfach nicht sagen, ohne zu spoilern. Und manche Magie muss man einfach selbst lesen, weil sie sich nicht eine kurze Zusammenfassung packen lässt.

Für mich wars ein besonderes Buch, das mir viel Spaß gemacht hat. Ich liebe es, wenn sich die Wucht eines Buches erst nach und nach entfaltet und ich am Ende denke: Wow. Das hab ich mal so gar nicht kommen sehen. Empfehlung von mir!

5 Sterne

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