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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2025

Spannender neuer Fall für die Gerichtsmedizinerin Julia

Verstummte Narben: Thriller
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Dieser Thriller mit der Gerichtsmedizinerin Julia Schwarz hat mir Gänsehautfeeling pur bereitet. Friedhof, Winter, tote Frau mit Nachthemd auf einem Grab und dazu ein Foto von einer anderen Frau mit dem ...

Dieser Thriller mit der Gerichtsmedizinerin Julia Schwarz hat mir Gänsehautfeeling pur bereitet. Friedhof, Winter, tote Frau mit Nachthemd auf einem Grab und dazu ein Foto von einer anderen Frau mit dem Datum in drei Tagen - genau diese Zutaten alleine würden schon reichen, damit jeder das Gruseln bekommt. Damit jedoch nicht genug, denn bei der Obduktion stellt sich heraus, dass es Hinweise auf alte Fällte gibt, bei denen der Mörder jedoch im Gefängnis sitzt. Die Gespräche mit dem Mörder und weitere Ereignisse haben mir den Schlaf geraubt, da ich nicht aufhören konnte zu lesen. Die kurzen Kapitel und Ortswechsel bringen zusätzlich Tempo, Spannung und in mir immer neue Vermutungen bezüglich des Täters auf. Ein winziger Kritikpunkt von mir ist, dass Julia mir ein wenig zu sehr Superheldin ist bzw. zu wenig Angst hat, denn sie geht unnötige Risiken ein, was ich nicht nachempfinden konnte. Vier Sterne

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Erinnerungen an eine Jugend

Der Plattenspieler unter der Dachschräge
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Ich kenne schon andere Romane mit Sigi und mochte diese sehr. Geschickt lässt der Autor seinen Protagonisten Sigi anhand der Fotos, die er beim Ausräumen seines Elternhauses findet, die Erinnerungen seiner ...

Ich kenne schon andere Romane mit Sigi und mochte diese sehr. Geschickt lässt der Autor seinen Protagonisten Sigi anhand der Fotos, die er beim Ausräumen seines Elternhauses findet, die Erinnerungen seiner Jugend erzählen. Ich hatte dieses Mal einige Probleme mit Sigi und seiner Familie, was einerseits daran liegt, dass mir gefühlt häufiger Zusatzinformationen bzw. das Weitererzählen der Erinnerung fehlten, da dann das nächste Bild/Bilder neue Erinnerungen von Sigi an die damalige Zeit aufploppten. Andererseits haben mich auch das "ständige" Rauchen und der Alkohol ziemlich gestört. Seine Oma hatte ich wirklich schon zuvor ins Herz geschlossen und ich litt mit Sigi unter ihrer Demenz und fand es verantwortungslos von Sigis Eltern ihn damit quasi alleine zu lassen. Das Ende des Romans ist offen, denn noch ist Sigi nicht wirklich erwachsen. Was ist mit der Oma, seinen Eltern und seiner Schwester passiert? Definitiv Stoff für einen weiteren Roman. Vier Sterne

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  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 15.10.2025

Spannende Geschichte mit kleinen Schwächen

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand
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Das Cover des Buches hat mir mit dem stimmungsvollen Cover, was das Ostseefeeling spüren lässt, sofort gefallen. Es handelt sich um den ersten Teil einer neuen Krimireihe, "Mörderische Brise", dessen ...

Das Cover des Buches hat mir mit dem stimmungsvollen Cover, was das Ostseefeeling spüren lässt, sofort gefallen. Es handelt sich um den ersten Teil einer neuen Krimireihe, "Mörderische Brise", dessen Konzept noch aus der Feder der 2020 verstorbenen Autorin Nina Ohlandt stammt, und das nun von Jan F. Wielpütz umgesetzt wurde/wird.
Die Kommissarin Hannah Bülow will nach dem Tod ihres geliebten Ehemannes noch mal neu beginnen und nimmt einen Posten bei der Polizeidienststelle in Ostersande, dem Ort ihrer Kindheit, wo ihr Vater und alte Bkannte/Freunde wohnen, an. Bevor sie sich dort einleben kann, wird ein Toter am Strand gefunden. doch das ist nicht genug, denn irgendwie scheint alles mit einem Bootsunfall aus der Vergangenheit zusammenzuhängen, in den auch Hannah und Constanze, ihre Freundin und Leiterin der Polizeiwache,, damals in ihrer Jugend verwickelt waren. Eigentlich wollte Hannah alles Vergangene hinter sich lassen, doch nun muss sie sich zurückerinnern.
Ich fand die Protagonisten alle sehr interessant, ebenso wie die Geschichte - der Fall - an sich. Ein kleines Manko in meinen Autgen ist es, dass einiges über das Privatleben der Personen erwähnt wird, dann jedoch nicht weiter ausgeführt wird, wodurch mir Personen fremd bleiben oder ihr Handeln bzw. die Handlung mir zu kontruiert erscheint und in sich für mich nicht so ganz schlüssig ist.
Die Auflösung der Story hat mich "kalt erwischt" und ebenso dürfte es den Menschen in Ostersande ergangen sein. Trotz der kleinen Schwächen hat mir der Krimi ansonsten gut gefallen und ich würde sehr gerne einen weiteren Fall mit Hannah lesen.
Vier Sterne

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  • Spannung
Veröffentlicht am 07.09.2025

Hinter den Kulissen bei den Nürnberger Prozessen

Die Dolmetscherin
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In dem Roman "Die Dolmetscherin" von Titus Müller geht es um die Nürnberger Prozesse und was sich dort auch hinter den Kulissen und drum herum abspielte. Ich lerne als Leserin die junge Asta kennen, die ...

In dem Roman "Die Dolmetscherin" von Titus Müller geht es um die Nürnberger Prozesse und was sich dort auch hinter den Kulissen und drum herum abspielte. Ich lerne als Leserin die junge Asta kennen, die beim Prozess als Dolmetscherin tätig sein wird. Die Frage, wer ist Asta beschäftigt mich den gesamten Roman, denn ich erhalte immer kleine Informationen wie es zu ihrer Position ,und auch dem Wunsch dort tätig zu sein, kam. Richtig menschlich nah kommt mir Asta leider nicht, aber ich kann mir ein sehr gutes Bild über den Prozess machen ebenso wie über das Leben im damaligen Deutschland. Das , was im Prozess über die Verbrechen der Angeklagten erzählt wird, schnürt mir teilweise ebenso wie Asta die Luft ab, denn die Skrupellosigkeit und das Verneinen der Schuld lässt mich mit Tränen in den Augen zurück. Eine Person, die mir sehr nahe kommt, das ist Robert, ein klener Junge, der gerade eingeschult wird und dessen Vater Leo mit Hilfe von Asta wieder nach Hause kommt. Fest steht, dass Leben ist nicht nur für Robert weiterhin sehr gefährlich sondern auch für Leo, der viel riskiert um Astas Gefälligkeit abzuarbeiten.

Der Roman war sehr informativ und teilweise fühlte ich mich jedoch von den vielen Details sowie den Namen regelrecht erschlagen, was aber an meiner "Aufnahmekapazität" liegt und nicht dem Autoren anzulasten ist. Vielleicht hätte mir hier ein Personenverzeichnis mit den historischen sowie den fiktiven Personen geholfen.

Vier Sterne

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Geschichte über Verschickungskinder

Der Sommer am Ende der Welt
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Hanna ist Journalistin und möchte einen Artikel über Verschickungskinder schreiben, wobei sie ihr Hauptaugenmerk auf die ehemalige Villa Aurelia auf Borkum legt, da ihre Mutter als kleines Kind dorthin ...

Hanna ist Journalistin und möchte einen Artikel über Verschickungskinder schreiben, wobei sie ihr Hauptaugenmerk auf die ehemalige Villa Aurelia auf Borkum legt, da ihre Mutter als kleines Kind dorthin zur Erholung geschickt worden ist und sich seitdem weigert noch einen Fuß auf Insel zu setzen oder über diese Zeit zu sprechen. Hanna hat aber über eine Platform Kontakt zu einem anderen ehemaligen Verschickungskind erhalten und diese erzählt per Videocall von ihren Erlebnissen. Hanna reist mit ihrer pubertierenden Tocher Katie nach Borkum, um dort weiter zu recherchieren und Urlaub in dem ehemaligen Erholungsheim zu machen, was mittlerweile ein schickes Hotel ist.
Der Erzählstil von Eva Völler gefällt mir sehr, denn die Story lässt sich flüssig lesen und packt mich. Der Roman teilt sich in Vergangenheit und Gegenwart, wobei es in der Vergangenheit Erinnerungen von dem Kind Sabine sowie auch Sicht der Erwachsenen der damaligen Zeit gibt. Es hatte was von einem Gefangenenlager auf sich und die Quälereien durch die Heimleitung waren furchtbar. In der Gegenwart, während der Recherche, die spannend ist, da Hanna geheimnisvolle anonyme Nachrichten erhält, und sich damit auch in Gefahr begibt, gibt es auch einen romantischen Teil, denn Mutter sowie Tochter verlieben sich. Die Autorin hat die Story sehr vielschichtig gezeichnet, denn die Spuren der Vergangenheit führen auf ganz andere Ereignisse, die mich zusätzlich schockiert und entsetzt haben. Außerdem beschäftigt die Autorin sich mit dem Thema der Demenz, was ich sehr geschickt eingeflochten fand.
Der romantische Anteil der Story hätte für mich persönlich weniger sein können, aber sehr wahrscheinlich sollte der Roman dadurch mehr Leichtigkeit bekommen.
Vier Sterne

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